Zukunftsberatung

zukünftige Beratung

Die Geschäfte der zukünftigen Experten boomen. Zukunftsweisend & Ratschläge für Lichtwege. In der Vergangenheit und der Gegenwart liegt der Schlüssel zur Zukunft. Als Prozessbegleiterin, Zukunftsberaterin, Coach & Moderatorin in strategischen Entwicklungsfragen. Das Ziel: Menschen verbinden, um die Zukunft zu gestalten.

Zukünftige Beratung ist wie gute Science Fiction

Die Geschäfte der zukünftigen Experten boomen. Menschen, die sich mit der Vergangenheit beschäftigen, müssen sich manchmal dumme Kommentare anhören. 2. "Der Junge ist ein Futurist", sagt er zaghaft. - Dann sehe ich dich in der Zukunft", schreit der lockige Haarige amüsiert. So genannte zukünftige Berater sind sich der skeptischen Haltung bewusst, auf die sie gerade in einem pragmatisch konservativen Staat wie der Schweiz stoßen.

Aus einem Kundengespräch mit einer Autorität zum Themenkomplex "Digitalisierung 4.0, neue Businessmodelle, Pipapo" ist gerade ein zukünftiger Berater gekommen. Der in Zürich lebende Deutsche Gerd Leonhard bezeichnet sich selbst als "Futurist Gerd" und publiziert sein Tagebuch online: In der Studie gibt es drei große Leinwände und ein Kamera-Stativ, hier dreht Leonhard die "Future Show" und "Conversations With Gerd" für Youtube.

Leonhard bemerkt an einer Wandtafel: "Arbeitslosigkeit ist ein Kennzeichen der Digitalwirtschaft " - Arbeitlosigkeit ist ein Kennzeichen der Digitalwirtschaft, keine ungewollte Konsequenz. Leonhard, 56 Jahre alt, ein sympathischer Buckel, hat lange Zeit in den USA gelebt. Dort sei der Berufsstand des "Futuristen" genauso selbstverständlich wie der des Künstlers.

Er hat Jazz-Gitarre in Boston studiert, einmal als Vorgruppe von Miles Davis gespielt, dann Musik-Start-ups gegründet und 2004 das Werk "The Future of Music" mitverfasst. So konnte Leonhard sich mit einer bestimmten Begründung "Futurist" bezeichnen, und die schweizerische Fachpresse bezeichnete ihn schnell als "Zukunftsforscher". Wie ihn die Geschäftsführer eines Automobilherstellers 2010 auslachten.

In dem Zukunftsseminar hatten sie keine anderen Vorstellungen als Ottomotoren mit geringerem Kraftstoffverbrauch und höheren Gewinnspannen von Lieferanten. Von Selbstfahrern, Car-Sharing und Jugendlichen, die das Ticket nicht mehr herstellen, hat Leonhard gesprochen. "Damals war schon hundertprozentig sicher, dass das kommen würde", sagt Leonhard. Gerd Leonhard wird heute immer wieder eine einzige Anfrage an uns gerichtet, ganz gleich, wo er auftaucht: Was bringt uns die digitale Welt - haben wir noch eine Chance?

Diese Besorgnis hat Leonhard verstanden, denn die zunehmende Technisierung führt zu schnellen Umwälzungen. In letzter Zeit bezeichnet er sich nicht nur als Futuristen, sondern auch als Humanisten. Auch bei zukünftigen Beratern kommen und gehen sie. Der Co-Präsident des Fachverbandes Swissfuture, Andreas Walker, stellt dies seit Jahren fest. Nun lädt jeder Fachverband zu einer "Aperitif-Digitalisierung" ein, sagt Walker am Handy.

Die zukünftigen Berater können diese Agenda mit ihren Hinweisen untermauern, die zu sich selbst verwirklichenden Vorhersagen werden. Gelegentlich ist das auch ein Verdienst von König Kunde: Zukünftige Berater versuchen, alles nur Erdenkliche zu erdenken. Doch wenn sie die gewohnten vier Szenarien gestalten, will der Auftraggeber oft nur mit zwei davon mitarbeiten.

"Niemand redet mehr vom Klonen", sagt Walker. "Noch vor 25 Jahren hätte jeder geglaubt, jemand würde sich die russischen Nuklearbomben wie James Bond schnappen und einen Zustand erpressen", sagt Walker. Ein Plädoyer von Stephan Sigrist: "Wir wissen es einfach nicht. "Die Biochemikerin ist Leiterin von W.I.R.E., einem der wenigen schweizerischen Think Tanks der Zukunftsindustrie.

Die Abkürzung steht für "Web for Interdisciplinary Research & Expertise"; der "Think-Tank für Business, Science and Society" sollte nicht weniger sein als "enable the future in the digital age", wie es auf der Webseite heißt. In einem geschmackvollen kleinen Raum mit elektrischem offenem Feuer, schwerem Sessel und Lederduft-Spray heißt Sie Stephan Sigrist willkommen.

Zukünftige Beratung kann, wie von Gerd Leonhard verlangt, dazu beitragen, sich vor Fehlern wie etwa der kompletten Technologie zu schützen. Diese Vorhersagen haben viel mit dem damaligen Zeitpunkt zu tun, vielleicht auch mit der allgemeinen Unsicherheit: "Wir wollten an technologiebasierten Vorhersagen festhalten, weil sie uns umgekehrt die nötige Planungssicherheit geben", sagt er. Bei Selbstfahrern denkt er gerne um die Ecke: "Dank der Technologie sollte es weniger Unfalltode und damit weniger Organspender gibt.

Letztendlich ist das einzig gesicherte Wissen über die zukünftige Entwicklung, dass sie sich von der Gegenwärtig ist. Also warum brauchen Sie immer noch Ratschläge für die weitere Entwicklung? Zukunftsbilder, so Andreas Walker, sind oft eine Projektierung unserer Hoffnung, unserer Angst und unserer Alpträume. Zukünftige Beratung ist wie eine gute Science-Fiction-Geschenkdiagnose. Es kann, wie von Gerd Leonhard verlangt, dazu beitragen, sich gegen fehlerhafte Pfade wie die komplette Technik zu schützen.

Möglicherweise kann es auch hilfreich sein, denn Stephan Sigrist wünscht sich, dass wir wieder mit Unsicherheiten umgehen werden.

Mehr zum Thema