Wege aus der Ehekrise

Auswege aus der Ehekrise

Jede Partnerschaft hat ihre kontroversen Momente. Eine Ehekrise zu beenden ist immer ein Weg zu sich selbst. Heiratskrisen gibt es verschiedene Arten. Was kann ein Paar tun, um seine Ehekrise zu überwinden? Die Ehekrise ist nichts Ungewöhnliches, aber vor allem eine Chance, sich gemeinsam zu entwickeln.

Auswege aus der Ehekrise

Abgesehen von der Berufstätigkeit, dem Haus und den Kinder gibt es kaum eine Möglichkeit, sich in aller Stille zu unterhalten, geschweige denn ein paar nette gemeinsame Arbeitsstunden zu haben. Die Beraterin für Familien- und Frühförderung der Deutschen Diakonie Deutschland, Angelika Wolff, schildert, was eine Pärchenberatung kann: "Oft ist ein fester Beratungstermin schon ein hilfreicher Eingriff, denn im Alltag werden Ehepaare nur wenig arrangiert und können keine gemeinsame Zeit haben.

Im Rahmen der Konsultation werden die Leidensursachen der Beteiligten zusammen erforscht und Wege zur Problembewältigung erforscht. "Tanja und Martin waren in einer solchen Sackgasse: "Im täglichen Leben ging es nur um die Kleinen, bevorstehende Verabredungen und Pflichten, die nötige Haushaltsarbeit oder nicht bezahlte Scheine.

Wir haben uns nur über jede kleine Sache unterhalten.... Das begann mit Vorwürfen, dass der Geschirrspüler nicht ausgeräumt wurde und ging weiter mit verschiedenen Aufzuchtideen. Ich habe auch so etwas wie eine Umarmung, ein freundliches Wörtchen, einen Abschiedskuss vermisst.... Alles, was mir einmal auf der Strecke blieb.

Noch bevor sie ihren Mann an Bord brachte, schickte Tanja dem Berater eine E-Mail über die Lage und konnte endlich all die Frustration, die angesammelte Raserei, aber auch ihre Hoffnungslosigkeit und die Furcht vor einer Abtrennung von der See. Martin nutze dann auch die Gelegenheit zum anonymen Meinungsaustausch mit einer externen Neutralität: "Endlich konnte ich meine Sichtweise präsentieren, ohne mich zu fürchten, wieder etwas auszusprechen.

Es war nett zu erfahren, wie gut Martin über mich geschrieben hat. Wenn er dem Berater schreibt, wie sehr er mich liebte und dass er sich vor einer Scheidung fürchtete, musste ich gar ausweinen. "Mit der Zeit änderte sich die Stimmungslage in den Medien und das Ehepaar konnte wieder ungestört mit einander sprechen.

Auch wenn es ihm nicht mehr wirklich wichtig war, hatte ich befürchtet, dass es früher oder später zu einer Scheidung kommen würde, wenn wir es nicht herausfinden würden. Bei den ersten Treffen musste das Ehepaar viel erzählen: über sich selbst, ihre Beziehungen und ihre Vorstellungen von einer Paarbehandlung. "Ein Jahr lang haben sie an über 20 Treffen teilgenommen - mit großem Erfolg! - und das mit der Zeit!

Bei Eheproblemen können in Absprache mit dem behandelnden Arzt gemeinsam mit dem Ehepartner Gespräche geführt werden. Einige Anbieter beraten nicht nur im Einzelgespräch, sondern auf Anfrage auch per Telefon oder Internet. Auch Angelika Wolff vom evangelischen Bundesverband für Ernährung der Bevölkerung erläutert die Beratungsangebote für Ehepaare in Krisenzeiten: "Je nach Konfliktursache gibt es Sexual- und Partnerschaftsberatungsstellen sowie Bildungs- und Familienberatungszentren für Kinder.

Dieses Beratungsgespräch ist kostenlos. "Sogar schon getrennte bzw. in Konflikt stehende Erziehungsberechtigte werden in der Beratungsstelle kostenlos beraten, damit sie zusammen für ihre gemeinsamen Anliegen aufkommen. Dann kam mein Mann auf die ldee mit der Konsultation, die meiner Meinung nach zu spaet war. Trotzdem habe ich mich darauf konzentriert, um die Scheidung so gut und reif wie möglich zu machen.

"Das Ehepaar nahm in einer konfessionellen Beratungseinrichtung in der Innenstadt zwölf Sessions auf, die in der Regel 14 Tage dauerten. Maria, 2fache Mutter: "Gemeinsam mit dem Ratgeber haben wir das wahre Anliegen formuliert: die Scheidung zu bearbeiten, sie zu akzeptieren und aus der schwierigen Zeit verstärkt auszusteigen. Bei meinem Mann die Scheidung von viel verwundetem Hochmut, Traurigkeit und Ohnmacht.

In all den Jahren hat er noch nie so viel geheult wie in diesen Vorträgen. "Zuerst waren die Beratungen für Maria sehr anstrengend: "Es war schwierig, diesen Mann zu sehen, den ich einst liebte zu weinen und zu weinen, mich zu beschuldigen und mir alle für unser gemeinsames Problem zu beschuldigen.

"Zur Erledigung der Trennungsformalitäten besuchten die beiden Mediatoren denselben Beratungsdienstleister. Der Weg war nicht immer einfach: "Die Vermittlung wurde zu einem echten Kampf um meine Rechte, er wollte alles tun, damit ich wenig oder gar nichts von ihm erhalte. "Ich habe viel über mich selbst erfahren und meine Auffassung der Sache wurde nicht betrogen, sondern eher untermauert.

Dies erlaubte mir, mit meiner eigenen Trennungsentscheidung zurechtzukommen. Ratschläge von außen können beiden Seiten neue Perspektiven öffnen, eingefahrene Strukturen aufbrechen und den Weg zu einem vertrauensvollen Miteinander aufzeigen. Wird Suchtverhalten in der Therapie (z.B. durch Konsum von Alkoholika, Rauschgift, Glücksspiel, Kauf oder Arbeit) aufgedeckt, sind auch die Beratungsmöglichkeiten für Paare eingeschränkt.

Wichtig ist es dann, den Betroffenen in die Fachberatung und Weiterbehandlung zu überweisen".

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