Was ist Lebenshilfe

Das ist Beratung

Lebenshilfe ist für Menschen mit Behinderungen und deren Familien da. Lebenshilfe unterstützt sie mit verschiedenen Dingen. Lebenshilfe begleitet Menschen mit geistiger Behinderung und versucht, sie am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen.

Die Lebenshilfe, was will sie? - Bundesstelle Lebenshilfe e.V.

Die Lebenshilfe war in den ersten Jahren der Arbeit weitgehend ablehnend gegenüber Menschen mit geistigen Behinderungen. Die Lebenshilfe hat dagegen bis heute das Recht auf ein uneingeschränktes Leben von Menschen mit geistigen Behinderungen hervorgehoben. Die Verweigerung dieses Rechts für Menschen mit geistigen Behinderungen verletzt das Grundgesetz der BRD und die auch für Menschen mit geistigen Behinderungen geltenden grundlegenden Rechte ohne Einschränkung.

Die Lebenshilfe lehnt es strikt ab, dieses Recht auf Lebensqualität den Interessen der Forschung und den Versuchen im Menschen zu unterwerfen. Die Lebenshilfe hat damit entscheidend dazu beigetragen, dass das deutsche Grundgesetz 1994 um den Ausspruch "Niemand darf wegen seiner Invalidität beeinträchtigt werden" ergänzt wurde, Artikel 3 Absatz 3.

Dazu müssen die gesetzlichen Grundlagen und die sozialen Randbedingungen sowie die erforderlichen Förder- und Unterstützungsleistungen geschaffen werden. Es geht nicht um die Geltendmachung von besonderen Rechten für Menschen mit geistigen Behinderungen, sondern um den Ersatz von Benachteiligungen, die sich für die Menschen aus ihren eigenen Behinderungen oder auch aus sozialen Verhältnissen ergaben.

Dass die Durchsetzung von Grundrechten für Menschen mit geistigen Behinderungen im Rechtssystem oft nur am Rande thematisiert wird, zeigen die langjährigen Erfahrungen der Lebenshilfe. Diese Situation muss geändert werden, denn Menschen mit geistigen Behinderungen sind wie andere auch. Mit der konsequenten Durchsetzung von Grundrechten für Menschen mit geistigen Behinderungen wird den Betreffenden geholfen, ihre Lebensumstände zu stabilisieren und ein möglichst selbstbestimmtes Zusammenleben zu ermöglichen.

"Anders sein ist normal" ist ein Leitspruch der Lebenshilfe. Dies soll verdeutlichen, dass es die Vielfältigkeit und Vielfältigkeit der menschlichen Existenzformen ist, die das menschliche Dasein bereichert. Die Lebenshilfe will in diesem Kontext verdeutlichen, dass psychisch beeinträchtigte Menschen wie alle anderen Menschen einmalig und unverkennbar sind.

In den vergangenen Jahren hat die Lebenshilfe einen entscheidenden Beitrag zum tief greifenden Umbau der so genannten Behindertenbildung in Deutschland geleistet. Pädagogen " und "Betreuer" für Menschen mit geistigen Behinderungen sind heute "Begleiter" und "Helfer". Auf der Grundlage des Lebenshilfe-Kongresses "Ich weiss doch selbst, was ich will" (1994) hat die Idee der umfassenden Eigenbestimmung von Menschen mit geistigen Behinderungen in Deutschland Wurzeln geschlagen und wirkt sich positiv aus.

Die Menschen mit geistigen Behinderungen sind in ihren geistigen Eigenschaften anders als Nichtbehinderte. Personen mit geistigen Behinderungen haben nicht nur eine große Emotionalität. Lebenshilfe engagiert sich dafür, dass Invalidität nicht als Erkrankung betrachtet wird. Behinderungen sind nur eine von vielen Formen der menschlichen Existenz. Die Natur eines Menschen ist nicht nur von einer Beeinträchtigung gekennzeichnet.

Die Lebenshilfe versteht sich auch 60 Jahre nach ihrer Entstehung als Stimme für Menschen mit geistigen Behinderungen und ihre Angehörigen in diesem Sinn.

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