Was Bedeutet Esoterik

Und was bedeutet Esoterik?

Die Esoterik wird im Volksmund oft als "Geheimlehre" verstanden. Genau genommen muss jeder Pastor, Bischof usw. auch als Esoteriker betrachtet werden. Farben haben in allen Kulturen der Welt mehr Bedeutung als nur Farben. "Esoterik" bedeutet "inneres Wissen";

das Gegenstück wäre "äußeres Wissen", also "Exoterik".

Die Esoterik - Ursprung und Sinnhaftigkeit | Esoterik | Zeitschrift

Auch eine andere Interpretation des Begriffes Esoterik verweist auf den eigenen Weg des Wissens. Eine Einschränkung des sehr breiten Feldes der Esoterik ist ebenso komplex und komplex wie die Erklärung von Begriffen. Weil die wesentlichen Charakteristika der Esoterik nicht greifbar oder nachweisbar sind, begegnet man ihnen sehr verschieden.

Die einen sind willens und offen für esoterisches Denken, die anderen weisen alles zurück, was nicht bewiesen oder begriffen werden kann. Eine sehr beliebte Sparte der Esoterik ist die Astrologe. Im Allgemeinen wird darunter die Vorstellung verstanden, auf der Grundlage von Stern- und Planeten-Konstellationen das Geschehen in der Erde und das Schicksal oder die Charakterzüge des Menschen zu erahnen.

Astrologe legen jedoch wenig Wert auf die gängigen Zeitungshoroskope und legen ihnen lediglich einen Unterhaltungswert zu. Auch in der Sternzeichenkunde wird großer Wert auf die oft im Volksmund als Zodiaczeichen bezeichneten Zeichen gelegt. Esoterische Ideen breiteten sich im Verlauf des zwanzigsten Jahrhundert aus und gewannen an Wichtigkeit. Viele, die ohne Kirchen- oder Religionszugehörigkeit aufwuchsen, suchen nach Sinn und finden ihn in einer der vielen Facetten der Esoterik.

Aus einer alten Überlieferung sind einige Arten der Esoterik hervorgegangen, wie zum Beispiel der Shamanismus. Das Beispiel verdeutlicht, wie sich die Bedeutungen der Esoterik verändert haben. Die Kritik stellt jedoch fest, dass die Esoterik zur Handelsware verkommt. Auch die Vielfältigkeit der Angebote lockt den einen oder anderen dazu, jedem neuen geheimen Thema zu folgen, in der Erwartung, mehr darüber zu erfahren.

Besorgniserregend wird dieses PhÃ?nomen, wenn alle Bodenständigkeit verschwindet und man sein ganzes ganzes Wissen dem geheimen Weg des Wissens unterwirft.

Die Wikis, die Ihnen leicht verständlich machen....

Die Esoterik ('innerlich','zum Innern gehörend') ist in ihrer originären Form eine Unterweisung, die nur einem begrenzten'inneren' Kreis von Menschen offen steht und für eine breitere Bevölkerung ohne entsprechendes Vorwissen nicht nachvollziehbar wäre. Esoterik bedeutet also soviel wie "nicht allgemein zugänglich/ verständlich" und ist das Gegenstück zur Exoterik (öffentliches Wissen).

Der Begriff "Esoterik" wurde im zweiten Jh. in Griechenland verbreitet. Beispielsweise beschrieb der Grieche Galenos gewisse Griechischlehren als "esoterisch" und Lukian von Samosata einige von Aristoteles' Belehrungen als "esoterisch" und andere als "exoterisch". Diese Auszeichnung machte er selbst und beschrieb seine Ausländerkurse und seine für Einsteiger geeignete Ausbildung als exotisch und unterschied sie von seinen "esoterischen" Kursen, die für Einsteiger strikt naturwissenschaftlich und damit nicht nachvollziehbar waren.

Aristoteles' für die Allgemeinheit bestimmte Texte werden daher in der Archäologie immer noch "exoterisch" und seine inneren Texte "esoterisch" genannt. Die " esoterische " Schrift enthielt keine "geheimen Lehren", sondern nur Aussagen, deren richtiges Verstehen einen bestimmten Bildungshintergrund vorausgesetzt hat. Aristoteles' Lehrmeister Platon war bereits davon überzeugt, dass einige seiner Belehrungen nicht zur Publikation eigneten (und daher nur oral weitergereicht wurden).

Platon spricht daher auch von seiner "esoterischen" und seiner "exoterischen" Unterweisung. Ähnlich unterscheiden Hippolyth von Rom und Chalkis Jünger des Pythagoras zwischen exotischen und geheimen Jüngern, die einen engen Kreislauf bilden und ausschließlich gewisse Belehrungen erhalten. Doch auch in Klostern (vor allem im Tibetischen) gibt es natürlich die Trennung zwischen geheimen und exotischen, da einige der in einem Stift überlieferten Belehrungen und Vorschriften unweigerlich nur für den Mönch und nicht für die Allgemeinheit zutreffen, und so wurden die Bezeichnungen "esoterisch" und "exoterisch" auch in Relation zur allgemeinen und nicht staatlichen Belehrung eines Klösters oder einer Religionsgemeinschaft gesetzt, und so bekam das Begriff "esoterisch" schrittweise die Untertönungen von "geheim" und "religiös", die es nicht hatte.

In der heutigen Zeit sind jedoch sowohl die ursprünglichen Begriffe "nicht öffentlich" als auch "geheimes Wissen" völlig in Vergessenheit geraten oder werden im Sprachgebrauch vernachlässigt. So sind die heutigen Bezeichnungen unter den Unerzogenen (!) in etwa synonym mit "spirituell". Häufig bedeutet es auch Sachen wie Karten lesen oder auf einer Messe Wahrsagerei und da solche Leute natürlich hauptsächlich daran interessiert sind, mit der Zeit etwas zu gewinnen, erhielt der Ausdruck eine immer negativere Bedeutun.

So mancher Laie, der die eigentliche Wortbedeutung des Begriffs "esoterisch" überhaupt nicht versteht und über solche Sachen wie Kartenlesen oder Wahrsagerei etc. schreibt, beschreibt seine Werke bewusst als "esoterisch" in der Erwartung, dass seine Leserschaft glaubt, das würde "geheimes Wissen" heißen und seine Werke würden sich dann besser verkauften.

Wenn Sie beispielsweise bei Amazon nach einem Buch mit dem Stichwort "Esoterik" im Buchtitel suchen, finden Sie weit über hunderttausend Bände. In der Realität bedeutet dies, dass es hunderttausende Bände gibt, die vorgeben, "esoterisch" zu sein, von denen kein einziges wirklich "esoterisch" ist (sonst wären sie nicht kostenlos zugänglich).

Dies bedeutet auch, dass es über hunderttausend Autorinnen und Autoren gibt, die nicht einmal die Wortbedeutung im Buchtitel mitbekommen haben. Auch die selbst ernannten "Gegner" der "Esoterik", die in jüngster Zeit zunehmend auch im Netz auftauchen, begreifen die Wortbedeutung nicht. Als abfälliger, negativer Ausdruck wird das Stichwort "esoterisch" verwendet, was in etwa mit " Zauberei ", " Schwindel " oder " Kurpfuscherei " gleichzusetzen ist.

Sie beschreiben auf diese Weise nicht nur gierige Wahrsager, Schausteller oder Verfasser sogenannter "esoterischer" Werke, sondern alle Menschen mit einem Glaubensbekenntnis, das sie nicht mitbekommen. Damit es in Zukunft nicht zu Vorurteilen aufgrund der unkorrekten Benutzung des Begriffes kommt, sollte man für die Neutralität des ursprünglichen Begriffes lediglich ein Begriff wie "nicht öffentlich" und für die heutige, negativere, umgangssprachlich gesprochene Bezeichnung ein Begriff wie "Betrüger" benutzen (wenn es sich um einen " Täuscher " handelt).

Wenn nicht, laufen Sie leicht das Risiko, Menschen zu beschuldigen, betrügerisch zu sein (oder sind Platon, Aristoteles, Pythagoras und tibetanische Ordensbrüder alle nur deshalb betrügerisch, weil sie "esoterisch" sind).

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