Veränderungen Annehmen

Änderungen übernehmen

Zahlreiche übersetzte Beispielsätze mit "accept changes" - Englisch-Deutsches Wörterbuch und Suchmaschine für Millionen von englischen Übersetzungen. Karriere-Tipps: Veränderung akzeptieren - aber wie? Inwiefern man offen für Veränderungen im eigenen Inneren ist oder sich ihnen widersetzt, ist von der eigenen persönlichen Struktur abhängig. Die Auseinandersetzung mit Veränderungen ist eine von vielen verschiedenen Persönlichkeitsbestandteilen, die einen Menschen in seiner Individualität ausmachen. Diese prägen unser tägliches Handeln, vor allem aber in Stress-Situationen.

Die Selbstreflektion und das Bewusstsein, was die eigenen Anforderungen sind und in welchem Umfeld man sich wohl fühlt, erlaubt es jedoch, Verhaltensmuster in verschiedenen Lebenslagen anzupassen. Wenn ich meine (versteckten) Wünsche nicht weiß, riskiere ich, dass ich unter Streß überreagiere. Ausgehend von seinem alltäglichen Verhalten könnte man annehmen, dass Roland in der Regel keine Schwierigkeiten mit Veränderungen hat, da er sich in der Regel für neue Techniken und neue Aufgabenstellungen ohne Schwierigkeiten begeistert.

Niemand kann jedoch sehen, dass Roland auch einen großen Bedarf hat, bedeutende Arbeiten zu erledigen. Sie lassen sich in ihrer alltäglichen Tätigkeit nicht gern verwirren oder beunruhigen und brauchen genügend Zeit, um neue Möglichkeiten zu erwägen. Er will als versierter IT-Experte zunächst an wichtigen Innovationen beteiligt sein und bittet um Mitwirkung vorab.

Der Supervisor hat das Projektteam kürzlich darüber informiert, dass es im kommenden Kalendermonat einen neuen Testmanagementprozess gibt. Roland, der mit seinem Entwicklerteam seit drei Monate eine neue Digitalanwendung erstellt, wird von dem neuen Test- und Genehmigungsverfahren beeinflusst. Die Tatsache, dass es hier und da Veränderungen gibt, wurde bereits diskutiert, aber es wurde davon ausgegangen, dass man noch um Eingaben gefragt wurde, um in der Lage zu sein, in den kommenden Jahren einen optimierten Prozess mit höchstem Qualitätsanspruch zu garantieren.

Gemeinsam mit dem Projektteam hatte der Supervisor auch Anregungen und Rückmeldungen dazu eingeholt, wie der Genehmigungsprozess aus ihrer Perspektive optimiert werden kann. Anschließend schickte das Projektteam eine umfassende PowerPoint Präsentation an den Abteilungsleiter. Die neuen Steuerungsfunktionen, ein weiteres Dokumentationswerkzeug mit Versionsnummer und eindeutigen Verantwortlichkeiten sowie ein Weiterschritt zur endgültigen Veröffentlichung der neuen Version der Lösung lagen nicht im Sinne von Roland.

Das neue Verfahren bringt auch mehr Aufwand mit sich. Anschließend stellte sich Roland seinem Verein und seinem Chef von einer neuen Mannschaft vor. Für diesen Wandel war er überhaupt nicht offen und war nicht gewillt, die neuen Erfordernisse und Schwerpunkte zu akzeptieren. Darüber hinaus wehrte er sich bewußt gegen die von aussen vorgegebenen Veränderungen und konzentrierte sich weiterhin auf die digitale Bewerbung, ohne das neue Verfahren zu berücksichtigen.

Auch seine Kolleginnen und Kollegen, die von den Veränderungen nicht gerade angetan waren, lassen sich auf dieses kleine Spiel ein, bis ihre Vorgesetzten das Wort ergreifen. Es begann ein Kreislauf, die Laune im gesamten Kollektiv wurde immer böser. In seinen anderen Arbeiten hat Roland S. immer mehr den Blick verloren und wurde immer widerstandsfähiger gegen alle Einflüsse.

Die Zeit war gekommen, ein persönliches GesprÃ?ch mit dem Chef zu fÃ?hren und Ã?ber das eigene Benehmen nachzudenken. Was ihn letztendlich beunruhigt hat, sollte Roland zunächst analysieren: Waren es wirklich der veränderte Prozess und der damit einhergehende Mehraufwand, oder war es eher die Frustration, dass sein Beitrag bei den Veränderungen nicht genügend Berücksichtigung fand?

In einem Interview mit seinem Chef verrät Roland zum ersten Mal seine Bedürfnisse: Im Prinzip ist er kein Fan von Veränderung, wenn ein Vorgang in seinen eigenen Augen vorprogrammiert ist. Zudem hat der neue Vorgang den derzeitigen Projektabschluss in einem bereits knappen Zeitrahmen verschoben.

All diese Stressfaktoren haben letztendlich dazu geführt, dass Rolands Haltung und sein Widerstand gegen Veränderungen den Erfolg des Projekts selbst gefährden. Allerdings erkennt er die Ursache dafür nicht in seinem Benehmen, sondern in der Veränderung des Prozesses. Die Betreuerin geht die Lage und das Gespräch mit Roland objektiv an.

Auf der einen Seite weiß er jetzt, dass sich sein Angestellter ausgegrenzt fühlt und versprach, ihn in zukünftige Veränderungen einzubinden. Sie verstehen auch, dass ihre Angestellten mehr Zeit brauchen, um Veränderungen zu erkennen. Letztendlich beharrt er aber auch auf professionellem Handeln und bittet Roland, bei künftigen Veränderungen mitzugestalten.

Es ist in der eigenen Person verwurzelt, ob jemand mit Veränderungen wohltätig oder nicht. Wie man mit Veränderungen und Ablenkungen umzugehen hat und wie sich diese empfundenen Beeinträchtigungen auf das eigene Handeln auswirkt, bestimmen die eigenen Bedürftigkeit. Diejenigen, die sich selbst und ihre Belange besser kennen, können sie deutlich und objektiv ausdrücken, um Konflikte zu vermeiden und ihr Handeln besser steuern zu können.

Wenn interne Erfordernisse z.B. nach Wiedererkennung, Frieden, Stabilität etc. nicht befriedigt werden, macht sich das in der Regel deutlichere Belastungsverhalten in Abweichung vom Normalverhalten bemerkbar. Wenn die eigenen Ansprüche im Arbeitsalltag auf Dauer nicht befriedigt werden, kommt es zu großer Unbefriedigung, Leistungsverlust und im Extremfall zum Ausbrennen. Es macht Sinn, die eigenen Ansprüche regelmässig zu überprüfen und mit dem aktuellen Arbeitsumfeld und der aktuellen Aufgabe zu vergleichen: Stimmen meine Ansprüche, Wertvorstellungen und Interessenslagen mit meiner Tätigkeit überein?

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