Umgang mit Krisen

Krisenbewältigung

Aber nicht jeder kommt mit ihnen gleich gut zurecht. Die Verantwortung für das eigene Denken, Fühlen und Handeln ist im Umgang mit Krisen sehr wichtig. Krisenbewältigung - Verzweiflung oder Wachstum Erkrankungen, Arbeitsprobleme, der Todesfall eines engen Verwandten - möglicher Auslöseimpuls. Isabel Schupps Tocher ist im Alter von 16 Jahren nach mehreren Jahren des Kampfes an Blutkrebs gestorben: "Man glaubt nicht, dass man es überlebt, man kann es nicht ertragen! "Es geht so weiter, und es geht so weiter.

Das ist auch ein Prozeß, auch ein Auf und Ab, eins, wie soll ich denn nun mal behaupten, es ist dann wieder einfacher und dann wieder schlimm.

"Es kann sich von einem Tag auf den anderen verändern, für alle. Mit 21 Jahren ist Kirsten Bruhn mit ihrem Mann auf einer Griechenlandinsel Motorrad gefahren. Dazu Kirsten Bruhn: "Das pflanzliche Nerven-System hatte ein solches Gedächtnis und Aha-Erlebnis. Das haben Sie auch in der Therapiewelt bemerkt, und das haben Sie unterstützt und gefördert.

"Kirsten Bruhn musste erlernen, mit den Grenzen der Querschnittslähmung zurechtzukommen. "Restriktionen, die Spontaneität, Freiraum und Leichtheit in jungem Alter schmälern, was auch die Jugendlichen bestimmt. Die Toilettenbesuche, die Katheter, wenn man nicht urinieren kann, das sind schlicht Dinge, bei denen man merkt: a) man ist nicht mehr freiwillig und b) man ist auch auf Material, Technik und nicht einmal in Rollstuhlform angewiesen, sondern in vielen anderen Dingen.

"Istabel Schupp dachte viel über die Zeit nach, als sie und ihre Tocher hofften, dass sie den Tumor besiegt. Nach zwei Jahren wurde mir klar, wie viel ich schon längst verlernt hatte, und dann, um das alles so festzuhalten, musste ich auch die Stimmung zeigen und klarstellen, wie es ist, wenn man ein so kranker Junge zu Haus hat, aber ich musste wirklich wieder in die Tiefe gehen, um mich wieder zu merken und zu versuchen, sie zu fangen.

Ich konnte mir nur denken, dass das nützlich war. Dass ich nach dem Roman wie ein Phönix aus der Asche aufgetaucht bin, kann ich jetzt nicht behaupten, aber ich denke, dass dies auch ein kleiner Zwischenschritt in einem Trauerprozess ist. Das sind alles kleine Arbeitsschritte und jede Lektüre, die ich mit dem Büchlein durchführe, wo ich mich noch einmal vertiefe, ist ein weiterer Teil.

Außerdem beinhaltet das Werk Texten ihrer Töchter, Tagebucheintragungen, Gedanken über Krankheiten, über Leib und Seele. Istabel Schupp: "Sie schrieb auch, weil sie ein Klappenventil benötigte, um mit ihren Befürchtungen zurechtzukommen. Die Bewältigung von Krisen und Schicksalen ist von Person zu Person unterschiedlich. Manche können andere besser brechen oder kein Weg zurück in den Alltag führen.

Das psychologische Gleichgewicht, das Menschen bei der Bewältigung von Krisen unterstützt, wird als Belastbarkeit bezeichnet. Es geht darum, dass soziales Engagement, gesellschaftliche Förderung ein schützender und schützender Aspekt in einer Krisensituation ist, weil sie ein objektives Sicherheitsgefühl und Hilfe schafft und die Bewältigung von Krisen erleichtert", so Donya Gilan.

Vieles kommt darauf an, wie die Situation beurteilt und beurteilt wird und ob man in der Lage ist, in der Krisensituation nach vorn zu schauen. Mit Kirsten Bruhn war es vor allem die Hilfe ihrer Familienangehörigen, die ihr half, nach dem Unglück nicht zu zögern. Sie müssen die Orientierung vorgeben, wir tun, was in unseren Fähigkeiten und Kräften steht, Sie müssen wirklich der Antrieb, der Impulsgeber sein und bestimmen, in welche Richtungen es geht.

Ich wußte, daß ich nicht derjenige bin, der launenhaft ist. Diese Pragmatik, nur mit den Sachen, die Ihnen zur Verfuegung gestellt werden, dass Sie mit ihnen arbeiten, als Handwerkzeuge, die Sie benutzen, und dementsprechend versuchen, das Bestmoegliche aus der Lage zu machen, dass Sie sich selbst und sich selbst einleiten koennen, aber Sie brauchen nur Unterstuetzung, und Sie muessen diese unterlassen.

"Die Annahme ist ein bedeutender Fortschritt, sagt Georg Pieper, einer der erfahrenen Deutschen. Georg Pieper: "Es gibt Sachen, die wir mit unserem eigenen Wollen nicht verändern können. Wir alle wollen natürlich ein wunderschönes, sicheres und unglücksfreies Dasein, aber solche Sachen geschehen, und wenn sie geschehen, dann müssen wir das annehmen und dann das Bestmögliche aus ihr machen können.

Dies sind die Chancen, die wir nicht nur verhältnismäßig unversehrt aus heftigen Schlägen des Schicksals herausholen, sondern möglicherweise noch verstärken müssen. "Kirsten Bruhn hat nach der Rehabilitation eine Lehre als Sozialversicherungsassistentin bei der AOK begonnen. Aber sie fühlte sich an einem gewissen Punkt nicht zufrieden: "1991 war der Zufall - 1995 war eine solche Kluft, wo ich mit mir selbst, der Umwelt und dem, was jetzt das ganze Jahr über auf dem Spiel stand, gar nicht zurechtkam.

Dann habe ich diese Selbstreflektion für mich noch einmal viel besser visualisiert, so dass ich erkannt habe, dass ich nur noch an mir selbst arbeite, in mir selbst, damit ich für mich selbst Fortschritte machen kann, nach aussen auch im Alltag wieder danach handeln kann. "Sie hat durch mentales Training erlernt, sich zu sammeln und ihr Zentrum zu erreichen.

und nein zu verneinen. Es ist für mich noch nicht leicht, nein zu sagen oder abzulehnen, aber das muss man im Alltag tun, um voranzukommen. Doch es ist schwierig für mich und zu dieser Zeit fand ich es noch schwieriger, ein Mensch mit einer Behinderung zu sein, nicht mehr so rasch zu sein, nicht mehr so tatkräftig zu sein und mein ganzes bisheriges Dasein nicht so sehr zu genießen, wie ich es immer war.

Ich hatte das Gefuehl, dass du in dieser Gemeinschaft nicht erwünscht bist, das war sehr dominierend, dieses Gefuehl, und das war nicht etwas, das ich in meinem ganzen Land hautnah erfahren und fuehlen wollte. "Auch Isabel Schupp nahm fremde Unterstützung an: "Ich bemerkte, dass es als Mama nicht genug Platz zum Heulen gab.

"Für viele Menschen spielen spirituelle Aspekte im Umgang mit Schicksalen und Krisen eine große Bedeutung. Unterstützung erhielt Isabella Schupp in der Arbeit mit dem Buddhismus und in Meditations- und Gedankenübungen. lsabel Schupp: "Das Schlechte ist, wenn so ein Damoklesschwert über dir schwebt, so eine Furcht vor einem Wiederauftreten. Der einzige Weg, mit dieser Furcht fertig zu werden, ist, sich immer wieder daran zu erinnern, was gerade jetzt passiert: Wir sind jetzt am leben, es gibt gerade keine Injektion, die Sonne leuchtet gerade jetzt.

Jetzt sind wir am leben und jetzt haben wir auch Spaß am Wohnen. "Kirsten Bruhn war vor dem Unglück Leistungssportler und hat durch das Baden wieder Spaß am Sport gefunden: "Das heißt für mich Mobilität, Bewegungsfreiheit, Leichtheit, Glück, ganz nach dem Motto: Ich muss mich nur mit der Arznei auseinandersetzen. Für mich war das die Unterstützung par excellence, die Rüstung des Ritters, die mich geistig und körperlich so stärkte, dass andere schlechte Sachen nicht an mich herankamen, und ich denke, das ist ganz wichtig.

Bruhn: "Ein Startpunkt war wohl der erste Rekord in der nationalen Schwimmannschaft der Paralympics und das war 2003 in Edmonton/Kanada. Das war nicht der Zeitpunkt für mich, als ich sagte, dass alles sinnvoll sei, sondern dass ich eine gewisse Zufriedenheit mit dem Unglück und meiner Lage hatte.

Könnte es sein, dass mir der schlimmste Tag meines Lebens vielleicht die besten Augenblicke bringt, wie diesen. Ich denke, dieser Rekord war ein wichtiger Moment für mich. Das ist immer mit jemandem zu vergleichen, der zum Frisör geht und 80 EUR dafür bezahlt, warum nicht etwas entsprechend für ein Coachingkonzept einplanen, wo es um die eigene Gesundheit geht, wo es um das Wohlergehen geht, wo es um die Stärke geht, die man bekommt, um Krisen vorbeugend zu wirken, gewissermaßen.

Es ist vor allem wichtig, regelmässig etwas für sich selbst zu tun, das bei der Bewältigung von Stress behilflich sein kann, um im Krisenfall verstärkt zu werden. Mariam Moll: "Manche Leute führen ein Notizbuch, andere müssen eine andere Übung machen, andere meinen, ich brauch nur etwas Ausruhen.

Jeder ist also anders und muss seinen eigenen Weg gehen und ich bemühe mich, während des Trainings eine Farbpalette zu setzen und sie müssen die Farbe wählen. Für den Psychologen Georg Pieper macht es Sinn, sich auch auf große Krisen vorzubereiten: "Zum Beispiel mit Rettungsdiensten, Feuerwehr, Polizei, Soldat Innen, wo man sich bereits mit bestimmten Situationen auseinandersetzt.

"Auch im privaten Bereich sollten wir bedenken, dass sich das Schicksal durch einen unerwarteten Zwischenfall oder eine Erkrankung rasch verändern kann: "Ich werde Ihnen ein Beispiel für eine Patientin mit diagnostiziertem Mamma geben, und diese Dame, von der ich viel erfuhr, war die erste, die sagte: Ja, warum nicht ich?

"Für sie war der Tot der Töchter ein tiefes Einschnittchen, obwohl er nicht unerwartet kam: "Acht Monate nach dem Tode meiner Töchter ging ich zu einem Bestattungsseminar, und das half mir enorm, als ich in diesen Saal kam, waren 20 weitere Frauen und Männer, die auch um den Tode eines Mädchens trauern mussten, und ich spürte, dass ich so gut versorgt und verständnisvoll war.

Da ging ich hinein und fing gleich an zu heulen, ich denke, ich weinte fünf Tage lang, weil es ein sehr intensiver fünftägiger Beerdigungsseminar war. Auch bei Kommunikationsseminaren für Palliativärzte, weil sie im Spital allzu oft die Erfahrung gemacht hatte, dass die Ärzte im Umgang mit den Erkrankten und ihren Verwandten nicht sehr feinfühlig waren.

Das ist auch das, was ich sage, das ist wirklich etwas, das einem helfen kann, mit einer so schlechten Lage fertig zu werden, wenn auf einmal etwas aufblüht, was es nicht vergeblich gemacht hat, dass ich seit sechs Jahren in diesen Hospitälern herumschwirre. "Isabel Schupp hat diesen Weg der Verarbeitung des Todes ihrer Tocher eingeschlagen.

Mit anderen Worten, wir können ganz deutlich feststellen, dass dies ein bedeutender Zwischenschritt ist. Am besten ist es, wenn es den Menschen gelingt, aus der Isolation der Unterdrückung herauszukommen und zu sprechen, sich mit anderen Menschen zu unterhalten, sich zuzugeben, was z.B. geschehen ist, es aufzuschreiben, es mit ihren nächsten Verwandten zu diskutieren.

Das Weltbild hat sich für immer verändert: lsabel Schupp: "Der Sterblichkeitsgedanke ist definitiv bei mir und ich weiss bei anderen Menschen, die solche Dinge erfahren haben, ist viel naher. "Für Kirsten Bruhn beginnt im Nov. 2014 ein neues Kapitel in ihrem Leben, das ihre Laufbahn als Wettkampfsportlerin beendet.

"Heute ist es immer noch so, dass ich nach den Wettbewerben nicht lange zurückbleibe, ich bin nur lange zurück zu dieser Freude, die mir dieses Gefühl des Trainings gab, diese Körperbefriedigung in mir, in mir, in mir, in mir, in mir,,, das ist es was mir fehlte. Jetzt, wo ich wieder einen Fluss oder einen Weg finde, ist es ein wenig wie damals, als ich'95 zum ersten Mal zum mentalen Trainieren ging.

Diese Lebensfreude muss ich wiederfinden, die ich bei diesem Wettkampfsport nur hatte. Bruhn: "Wir denken oft, dass es nicht möglich ist, ohne Waffen zu sein, wir denken, dass es nicht möglich ist, ohne Waffen zu sein. Auch diese Menschen mit Behinderungen, besonders im Behindertenbereich, zeigen das genaue Gegenteil, dass sie damit gut zurechtkommen und auch befriedigt und teils froh und vor allem auch sehr engagiert und gut sind.

"Das Unglück hat ihr Schicksal geändert. Sie hat sie noch realistischer gemacht, wie sie sagt: "Ich denke, das Dasein ist auch etwas ein Ringen, der eine ringt mehr, der andere ringt mehr, der andere hat das Gefuehl, dass er nicht wirklich so ringen muss, aber er war schon immer eine Aufforderung.

"Wie man durch dieses turbulente und herausfordernde Schicksal kommt, ist von vielen verschiedenen Aspekten abhängig, nicht nur von den Eindrücken und Erfahrungen in der Kinder- und Jugendzeit. Es stellt sich die Frage, ob Krisen und Schicksalsschläge aus ihnen herauswachsen und verstärkt werden können. Ja, sagt Donya Gilan vom German Resilience Centre in Mainz: "Es hat sich herausgestellt, dass Menschen, die sehr schwere Krisen durchlebt haben, mit zeitlicher Verzögerung sehr viel besser aus ihnen herausgekommen sind, zum Beispiel vertiefte Kontakte zu anderen Menschen entwickelt haben, eine neue Perspektive auf das Zusammenleben haben und das ganze Leben mit mehr Wertschätzung betrachten.

"Psychologin Pieper: "Ich habe selbst Menschen erfahren, die behaupten, dass ich mir mein bisheriges Dasein nicht mehr so vorzustellen vermag, ich wollte es nicht mehr, ich wohne heute viel bewusst und völlig anders, habe viel bedeutendere Lebensziele, als ich sie je zuvor hatte.

"Isabel Schupp: "Natürlich bin ich davon überzeugt, dass man daran heranwachsen kann, ich denke, dass das Herzen vor allem heranwächst, ich denke, dass es die Herzbildung ist, wenn man nicht bitter ist, das kann natürlich auch sein. Wir von den Waiseneltern behaupten also oft, dass es uns gegeben hat, dass es uns gegeben hat, dass es uns gegeben hat, dass ich dort aufgewachsen bin, und wir fügen generell hinzu, dass wir auf diesen Zuschlag gern verzichten würden, wenn wir in der Lage gewesen wären, unsere Söhne und Töchter dafür zu haben.

"Kirsten Bruhn: "Man kann in Krisen heranwachsen, aber es gibt auch viele, die in Krisen versagen. Ein Sprichwort, denn es gibt so viele, ja, es wäre nett, wenn viele aus ihren Krisen gestärkt würden und man dafür die nötige Stabilität hätte.

Dafür brauchst du ein Vorbild, das dir das gezeigt hat, damit du angeregt und angeregt bist, denn vielleicht einen Weg zu gehen, den du dir wünschst oder aussuchst.

Mehr zum Thema