Therapie

Beratung

Vom Chemotherapeut über die Sprachtherapie bis zur Akupunktur: ein Überblick über wichtige Behandlungsmethoden. Sozialpsychiatrie, Sozialpsychotherapie und Psychosomatik: Therapie Das Behandlungsspektrum bei seelischen Beschwerden oder Krankheiten ist sehr vielseitig; die beiden wichtigsten Säulen der Therapie sind die Psycho- und die Pharmazeutika. Welche dieser beiden Bestandteile im Mittelpunkt der Therapie stehen, hängt von der Form und Schwere der Krankheit ab. Für die Therapie von bestimmten Krankheiten gibt es eine große Anzahl von krankheitsspezifischen Therapien, die sich in der Praxis durchgesetzt haben.

In den vergangenen Jahren hat sich die psychoedukative Ausbildung auch als weitere wichtige therapeutische Komponente für die Therapie individueller Erkrankungen sowohl medizinisch als auch psychotherapeutisch bewährt und liefert zielgerichtete Informationen über das Krankheitsbild. Hinzu kommen zahlreiche ergänzende therapeutische Maßnahmen wie z. B. Sozial-, Entspannungs- und Beschäftigungstherapie.

Die Zusammensetzung der Therapiekomponenten hängt von unterschiedlichen Faktoren ab, wie z.B. Typ und Schweregrad einer Krankheit oder Krankheit, die durch die Krankheit verursachten Behinderungen, aber auch die Präferenzen, die ein Pflegebedürftiger hat und welche Fähigkeiten er braucht, um mit der Krankheit umgehen zu können. In Einzelfällen kann zusammen mit dem Spezialisten für psychiatrische und psychotherapeutische Behandlung entschieden werden, welche Therapie und unterstützende Behandlungsmethode Sinn macht.

Und was können Sie selbst tun?

Häufig kommen Betroffene mit einer Angsterkrankung erst nach jahrelanger Krankheit zum behandelnden Arzt. 2. Signifikante Erfolge wurden in den letzten Jahren bei der Therapie von Angstzuständen erreicht. Der überzeugendste Nachweis der Wirksamkeit liegt für die Wirkungen der kognitiven verhaltenstherapeutischen Therapie, der medikamentösen Therapie (SSRI, SNRI, Pregabalin und andere) und der Kombinationen von kognitiven Behavioral therapie und diesen Arzneimitteln vor.

Ausschlaggebend für eine vielversprechende Therapie sind die Leistungsbereitschaft des Betroffenen und eine umfangreiche Information über das Erkrankungsbild. Dabei ist es von Bedeutung, dass der Betroffene lernen kann, seine Leiden als Ängste zu verstehen und auch zu seiner Erkrankung beizutragen. Am wichtigsten ist, dass Sie den angstauslösenden Zuständen nie entkommen.

Dies bedeutet, dass man zum Beispiel in einer Agrophobie nicht vor einem Aufzug "kneift", sondern die Treppen nutzt, den Kauf in einem kleinen Laden vermeidet und in einem teueren Laden einkaufen geht oder ein Taxidienst nimmt, weil man sich vor einer Fahrt mit dem Bus fürchtet. Umso öfter und je mehr man sich diesen angstauslösenden Zuständen ausgesetzt sieht, umso schneller kann man die Ängste mildern.

Bei einer verallgemeinerten Störung der Ängste sollten Sie nichts tun oder verzögern, z.B. die Anreise. Am wirkungsvollsten ist die psychotherapeutische Therapie bei Angststörungen die der kognitiven verhaltenstherapeutischen Therapie. Darin wird dem Patienten vermittelt, welche mentalen Prozesse seiner Furcht zugrundeliegen oder sie verschärfen. Im Falle einer Reizsättigung wird der Betroffene - begleitet vom Behandler - lange Zeit mit der ängstlichen Lage auseinandersetzt.

Zuerst erfährt der Betroffene die Ängste sehr stark, bemerkt dann aber, dass sie von selbst nachlassen. Solche Konfrontations-Übungen werden immer gut besprochen und der Betroffene bestimmt selbst, ob er zu einer Bewegung bereit ist oder ob ihm eine noch weniger beängstigende vorangestellt wird. So können in der Praxis meist auch sehr ängstliche Menschen gut versorgt werden.

Heutzutage werden antidepressive Mittel zur Drogenbehandlung einer Angsterkrankung eingenommen. Eine weitere Droge bei der allgemeinen Angsterkrankung ist Pregabalin, ein Arzneimittel aus der Reihe der Antiepileptika (Antikonvulsiva). Bei Benzodiazepinen, die gegen Angstzustände wirksam sind, besteht das Gefahr der Abhängigkeit und erhöht das Sturzrisiko für ältere Menschen merklich. Nur in Ausnahmefällen sollten sie temporär eingenommen werden.

Die Therapie kann in der Regel durch eine behutsame Anpassung des Medikaments durch den behandelnden Arzt beibehalten werden. Die Arzneimitteltherapie sollte für einen Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten nach der Verbesserung fortgesetzt werden. Mit einer zusätzlichen kognitiven verhaltenstherapeutischen Behandlung kann die Rückfallrate nach Medikamentenabbruch reduziert werden.

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