Systemischer Therapeut

Körpertherapeutin

Die Systemische Therapie ist heute eine weit verbreitete und erfolgreich angewandte Therapieform. Einführung in die Systemische Therapie / Psychotherapie / Familientherapie & Beratung. Das Institut für Systemische Forschung, Therapie und Beratung. Ausgebildet als Kinder- und Jugendtherapeutin | Systemische Therapeutin. Kursbezeichnung: Systemischer Therapeut.

mw-headline" id="Theoriegeschichte">Theoriegeschichte="mw-editsection-bracket">[Bearbeiten | /span>Quellcode bearbeiten]>

Bei der Systemischen Psychotherapie (auch Systemfamilientherapie genannt) handelt es sich um ein Psychotherapieverfahren, bei dem der soziale Zusammenhang von psychischen Erkrankungen, vor allem die Wechselwirkungen zwischen Familienmitgliedern und ihrem gesellschaftlichen Umfeld, im Mittelpunkt stehen. 1 ][2] Im Gegensatz zur psychoanalytischen Analyse unterstreichen Repräsentanten dieser Therapieform die Wichtigkeit stillschweigender Koexistenznormen für die Entwicklung und Bewältigung von psychischen Erkrankungen (Familienregeln).

3] Aber auch andere Therapien wie die der kognitiven Kurzzeitbehandlung tragen dem "systemischen" Gesichtspunkt Rechnung. 4] Die Systemtherapie zeichnet sich nach Ansicht ihrer Repräsentanten dadurch aus, dass andere für den Betroffenen relevante Personen aus dem gesellschaftlichen Umfeld in die Versorgung miteinbezogen werden. 5] Die Systemtherapie ist in Deutschland seit Ende 2008 als wissenschaftliche Psychotherapie etabliert.

8] Als Student von Ackerman hat Salvador Minuchin eine strukturierte Therapie der Familie entwickelt. Bei der Strukturtherapie in der Familie ist die Trennung zwischen Familiensubsystemen (z.B. Eltern- und Kindersystemen) sehr wichtig. Jay Haley half als Student von Minuchin bei der Entwicklung einer strategischen Familie. Mit dem perverse Dreieck[9] beschreibt Jay Haley eine in der Familie oft grundlegende gestörte (Kommunikations-)Struktur, die als (dysfunktionale) Trias ihren Weg in die Therapie gefunden hat und auch heute noch als relevante Muster von Störungen auffällt.

Daraus entstand das neue Familientherapiekonzept. Die Problemlösung für die systemische Behandlung wurde in den 1950er Jahren am Mental Research Institute (MRI) in Palo Alto (Kalifornien) von Don D. Jackson, Gregory Bateson, John Weakland und Richard Fisch erforscht. Obwohl die ursprüngliche Gleichung von Familien- und Systemgleichung in der Entstehungsphase der Systemtherapie formativ war[14], trat sie ab den 1980er Jahren in den Hintergrund ein ("konstruktivistischer Wandel")[15].

Mit der Zeit haben sich methodische Vorgehensweisen und zugrunde liegende Voraussetzungen unterschieden, so dass heute mehrere Schulformen unterschieden werden: Struktur- und Strategietherapie, aber auch Mehrgenerationentherapie ( "Mailänder Modell" und die Heidelbergische Schule), erzählerische Zugänge (nach Michael White oder Harold A. Goolishian), Familienplastiken nach Virginia Satir, die lösungsorientierte Zugänge der Milwaukee-Schule.

Mara Selvini und Luigi Boscolo, Gianfranco Cecchin und Giuliana Prata stellen mit ihrem mailändischen Leitbild einen wichtigen theoretischen und praxisnahen Zugang zur (systemischen) Therapie in der Familie dar. Dabei wurden sie von Paul Watzlawick ständig begleitet, der regelmässig nach Mailand fuhr und die Resultate des Familientherapiezentrums mit den Ärzten besprach.

In kürzester Zeit gelang der mailändischen Unternehmensgruppe der Erfolg bei Schizophrenie und Eßstörungen. Ein prägendes Verfahren und Wegbereiter des Reflexionsteams war die Zwei-Kammer-Methode, bei der Therapeut und Klient in einem Zimmer sitzen und von den Mittherapeuten örtlich abgetrennt betrachtet werden. Sie folgen der Behandlung mittels Einweg-Scheiben oder Video-Übertragung.

Die behandelnden und beobachtenden Therapeutinnen und Therapeuten diskutieren das Therapiekonzept (Hypothesengespräch). Die Konversation wird vom eigentlichen Behandler geführt. Bei Bedarf werden der Therapeut und der/die Co-Therapeut(en) in kurzen Pausen miteinander sprechen. Am Ende des Interviews wird das Team von Psychotherapeuten konsultiert, um eine für den Patienten optimierte letzte Intervention (z.B. eine Hausaufgabenaufgabe oder eine Interpretation der Symptome) zu ermitteln, die dem Patienten unmittelbar danach mitteilt wird.

Ziel dieser Maßnahme ist es, das aus Familienangehörigen und bedeutenden anderen Menschen bestehende Netz in ihren Wechselwirkungsmustern zu stören und die beanstandeten Symptome in zweiter Linie zu ändern. Der norwegische Sozialpsychologe Tom Andersen erweiterte den therapeutischen Rahmen um das sogenannte Reflektierende Institut. Am Ende einer Behandlungssitzung stehen Therapeut und Klient(en) im Austausch mit dem Co-Therapeutenteam.

Der Therapeut und der/die Klient(en) sehen nun, wie das Co-Therapeutenteam das bisher Geschehene aus ihrer Perspektive hilfreich und unterstützend nachdenkt. Die gesteigerte Anstrengung (mehrere Therapeuten) führt zu einer größeren Perspektivenvielfalt, reduzierten Therapiefehlern und Einseitigkeit und wird mit einer hohen Wirksamkeit honoriert. Die Virginia Satir wird als die Göttin der Systemtherapie angesehen.

Das Systemrepertoire und die Methodologie hat sie ausgebaut und weiter entwickelt - durch Familienplastik, Familienumbau, Teileparty. Das Werk Satirs wird als Vorläufer der Systemaufstellung angesehen. Der US-Amerikaner Virginia Satir gab viele Vorträge in Europa und prägte nicht nur die Körperpsychotherapie, sondern war neben Fritz Perls (Gestalttherapie) und Milton H. Erickson (Hypnotherapie) Modell für neurolinguistisches Schreiben (NLP).

Von 1974 bis 1991 hatte der promovierte Familientherapeut [19]Helm Stierlin den Lehrstuhl für Psychoanalytik und Familiestherapie an der Uni Heidelberg inne. Eine Gruppe von jungen und engagierten Therapeutinnen, die Heidelberg School, versammelte sich um ihn herum und verbreitete den erzählerischen Zugang, die generationenübergreifende Perspektive, das Genealogie- und Paartherapie. Wird Hellingers Familienkonstellation von der Systemtherapie als "zu phänomenologisch" und "zu direktiv" abgelehnt,[23] werden systemische Konstellationen, wenn sie dem erzählerisch-konstruktiven Zugang folgen, nach Insa Sparrer und Matthias Varga von Kibéd heute vor allem in der Systemtherapie im deutschsprachigen Raum praktiziert.

Unter dem philosophischen Einfluss des Österreichers Ludwig Wittgenstein geht dieser Zugang davon aus, dass Probleme und Lösungen zu zwei unterschiedlichen Lebenswelten gehören. Dabei tritt das Phänomen in den Hintergrund, ebenso wie die ganze Systemfamilie (mit den Familienangehörigen als Einheiten). Angeregt durch Milton H. Erickson begreift Steve de Shazer den gesamten "Therapieprozess" als einen Entwicklungs- und Ablöseprozess vom entsprechenden Thema.

Der wichtigste Ansatzpunkt einer Systemtherapie ist eine genaue Klärung der Anwendung in der Beziehung zwischen Therapeut und Klient (der Begriff des Patienten wird vorwiegend abgelehnt). Wenn die Zielsetzungen konkret und für Klienten und Psychotherapeuten annehmbar sind, kann die tatsächliche Behandlung begonnen werden. Soll sich eine Behandlung über mehrere Behandlungen hinwegziehen, ist gelegentlich eine neue Applikationsklärung zu empfehlen, da sich die Therapieziele im Laufe der Zeit verändern können.

Die bevorzugte Therapieform sind einige wenige Behandlungstermine mit möglichst längeren Intervallen zwischen den Einzelsitzungen, in denen der Klient bzw. Kunde neue Ergebnisse aus den Behandlungen in der eigenen Praxis erproben und/oder sogenannte Heimarbeit machen kann. Dabei ist der systemische Therapieansatz von einer sparsamen und eigenverantwortlichen Arbeitsweise geprägt.

Metaphern, Gleichnisse und Erzählungen als Umtechnik für potenzielle "resistente" Affektionsstörungen (ICD-10: F3x), Ernährungsstörungen (ICD-10: F50), psychische und soziale Aspekte bei Körperkrankheiten (ICD-10: F54), Mißbrauch und Abhängigkeit (substanzgebunden und nicht substanzgebunden) (ICD-10: F1x, F55, F63), schizophrene Erkrankungen und Wahnvorstellungen (ICD-10: F2x). Auch in der Kinder- und Jugendbehandlung fand der Fachbeirat für Psychotherapie für folgende Anwendungsgebiete wissenschaftlich Anerkennung: Gefühlsstörungen (ICD-10: F30 bis F39) und Stressstörungen (ICD-10: F43), Ernährungsstörungen (ICD-10: F50) und andere verhaltensbedingte Erkrankungen mit physischen Erkrankungen (ICD-10: F5x), Verhaltenskrankheiten (ICD-10):

Tic-Beschwerden (ICD-10: F95), Persönlichkeits- und Verhaltensauffälligkeiten (ICD-10: F60, F62, F68 bis F69), Pulskontrollstörungen (ICD-10): F63 ), sexuelle Identität und sexuelle Erkrankungen (ICD-10: F1x bis F66), Sucht und Mißbrauch ( (ICD-10: F1x, F55), schizophrene und Wahnvorstellungen (ICD-10: ICD-20 bis F29).

Es gibt in der Systemtherapie keine spezifische Störungstheorie, da eine Diagnose von "Störungen" oder gar "psychischen Erkrankungen" einschließlich traditioneller Konzepte der Psychopathologie als unzulänglich weitestgehend ausgeschlossen wird. Damit kontrastiert die Systemtheorie mit den Grundausrichtungen der bewährten Psychotherapie und dem Selbstbild des überwiegend störungsorientierten und prinzipiell überwiegend verhaltens- oder verhaltensanalytisch orientierten Gesundheitswesens in Deutschland.

Gesellschaftliche oder psychologische Anomalien werden in der Systemtherapie nicht als "krank" oder krankhaft angesehen, sondern als grundsätzlich verständliche Antwort auf Problemstellungen oder Bedürfnisse, die manchmal selbst schwierig sein können. Waldorfpädagogik Rudolf Klein, Andreas Kannicht: Einleitung in die systemische Heil- und Beratungspraxis. Erstausgabe, Carl-Auer-Verlag, Heidelberg 2007, ISBN 978-3-89670-571-6 Jürgen Kriz: Systemische Theorie für Therapeuten, Diplompsychologen und Ärzteschaft.

Systemisches Bearbeiten von Sprachaufnahmen. Wandenhoeck & Röhricht, Göttingen, 2016, ISBN 978-3-525-40275-7 Holger Lindemann: Die große Metapher Schatzkiste. Systemisches Bearbeiten von Sprachaufnahmen. Volume 2: Die Reise des systemischen Helden. Wandenhoeck & Rauprecht, Göttingen, 2016, ISBN 978-3-525-40264-1 Kurt Ludewig: Systemtherapie, Klett-Cotta, Stuttgart 1992, 1997 Vierte Ausgabe, ISBN 3-608-91648-2 Klaus Mücke:

Systemberatung und psychotherapeutische Betreuung - ein pragmatisches Vorgehen. Ausgabe 3rd, Potsdam, 2003, ISBN 978-3-9806094-4-9 , Jochen Schweitzer: Textbook of Systemic Therapy and Counselling I. Wandenhoeck & Robert Bosch, Göttingen 2012, ISBN 978-3-525-40185-9. Artist von SCHLIPP, Jochen Schweitzer: Lehrbuch für Systemberatung und Behandlung III Wandenhoeck & Rauprecht, 4th edition 2012 ISBN 978-3-525-46256-0 Jochen Schweitzer und Gunthard Weber: Relationship as Metaphor.

Das Familienplastik als Diagnose-, Heil- und Trainingstechnik. Zu: Family Dynamics, Ausgabe Nr. 1, Ausgabe Nr. 1, Ausgabe Nr. 1, Ausgabe Nr. 1, S. 113-128, Kirche von Sydow, Stefan Beher, Rüdiger Retzlaff: The Effectiveness of Systemic Therapy/Family Therapy. Hogrefe-Verlag, Göttingen 2006, ISBN 3-8017-2037-3. Hans-Ulrich Wittchen und Jürgen Hoyer (ed.): Klinikische Psychologie u. Psychotherapie, Berlin und Heidelberg 2011, p. 462. u. a. m. S. 462. u. a. Wissenschaftslicher Beirat: Wissenschaftliche Therapien, 13. December 2008: Gutachten zur wissenschaftlichen Anerkennung der systemischen Therapien (PDF, p. 1.).

Christian Reimer, Jochen Eckert, Martin Hautzinger, Eberhard Wilke: Psychotherapy, 3rd Edition, Heidelberg 2007, p. 293. Luc Isebaert, Kurzeittherapie, Stuttgart 2005, p. 21. Scientific Advisory Board on Psychotherapy, 14 x December 2008: Gutachten zur wissenschaftlichen Anerkennung Der Systemischen Therapien (PDF), p. 2. ? Alan S. Gurman, David P. Kniskern: Handbook Of Family Therapy.

Persönliches Lexikon der psychotherapeutischen Arbeit (Hrsg. Stumm, Nemeskeri, Voracek, Nemeskeri, Stumm, Hrsg. K. Pritz, Nemeskeri). In : J. Zuk & I. G. M. Hagy (Hrsg.), Familientherapie und gestörte Familien. A. Schindler, U.J. Küstner, P.-M. Sack, R. Thomasius: Systemtherapie. Grundlagen, Therapieübungen, Prävention. Stuttgart 2005, S. 156. Deutsch: Invisible Bonds, Die Dynamiken der Familiensysteme.

Familiestherapie und Vorsorge. Ort: Paare und Familie (Hrsg. Wirsching, Scheib). ? Lexikon der psychotherapeutischen Behandlung (Hrsg. Gerhard Stumm, Alfred Pritz). In Wien und New York 2009, S. 195: "Durch diesen konstruktiven Wandel wird der Terminus Familiestherapie immer mehr durch Systemtherapie ersetzt [....]. "Artist von Schönstatt, Jochen Schweitzer: Schulbuch der Körpertherapie und Therapieberatung I.

Göttingens 2016, S. 95. . - ? Artist von Schönstatt, Jochen Schweitzer: Schulbuch der Körpertherapie und Therapieberatung I. In seinen Aussagen (S. 95) verweist Artist von Schönberg auf die Political Correctness ("Gender Correctness") dieses Vorgehens innerhalb der Systemtherapie: "Eher'quer' zu den beiden Himmelsrichtungen, denn obwohl mit den konstruktiven Annahmen der Systemtherapie verknüpft, aber nicht mit dem Systemkonzept verwandt, ist die Erzähltheorie zu erwähnen [....].

"Fritz B. Simon, Ulrich Clement, Helm Stierlin: Die Programmiersprache der Familie. Stuttgart 2004, S. 232. - ? Artist von Schönstatt, Jochen Schweitzer: Schulbuch der Körpertherapie und Therapieberatung I. Göttingens 2016, S. 123: "Wie gesagt, der gesellschaftliche Konstruktivismus ist mit dem erzählerischen Zugang verknüpft. Die Erzählweise geht nicht vom Systemkonzept aus, aber ihre Aussage ist durchaus vereinbar mit Systemkonzepten.

Wir haben es in Sozialsystemen mit der "Allgegenwart der Narrative" zu tun, die das Miteinander in einer Unternehmenskultur kennzeichnet, mit einem Fluss von ununterbrochener, selbstorganisierender Bedeutungsgenerierung. Therapeutischer Wandel heißt immer eine Selbstdarstellung. "E. Steiner, A. Brandl-Nebehay, I. Reiter: Die Familiengeschichte aus systemischer Sicht.

Ort: Paare und Familie (Hrsg. Wirsching, Scheib). Berlins und Heidelbergs 2002, S. 15 , S. 15 u. a. Ulrich Pfeifer-Schaupp: Systemischer und personenzentrierter Blick. Perspectives of Encounters (PDF), S. 4: "Der Gründer Bert Hellinger spricht von einem systemisch-phänomenologischen Ansatz" (Hellinger, 1994). Diese Herangehensweise wird von anderen Systematikern gelegentlich als'nicht-systemisch' beschrieben und wegen der bisweilen dogmatischen Einstellung des Firmengründers und vieler seiner Repräsentanten heftig bemängelt.

"Psychotherapeutisches Lexikon (Hrsg. Gerhard Stumm, Alfred Pritz). Durch diese konstruktivistische Veränderung wird der Terminus Familie immer mehr durch Systemtherapie ersetzt, da Familien-Sitzungen nur einer der Schauplätze der systemischen Behandlung sind", so Wien und New York 2009, S. 195. "Kurt Ludewig: Leitsätze der systemischen Behandlung.

Mehr zum Thema