Stimmen aus dem Jenseits

Die Stimmen aus dem Jenseits

Das neue Buch von Wolfgang Herrndorf: "Stimmen": Stimmen aus dem Jenseits. Einzelheiten zu "Die Stimme aus dem Jenseits". Religionswissenschaft - Stimmen aus dem Jenseits Man muss nicht unbedingt kotzen, um Stimmen zu hören. Dies ist jedenfalls die Ansicht in vielen Glaubenstraditionen, in denen Gott oder die höheren Glaubenswahrheiten durch Stimmen offenbart werden. Diese Erscheinung ist bisher kaum untersucht worden, weshalb die Münsteranerinnen und Münsteraner nun auf Stimmen verschiedener Glaubensrichtungen hören.

Jeder, der die Sprache einer Person umschreiben will, hat bald keine mehr.

Jeder Ton ist einzeln und schwierig zu verstehen. Du hörst es und im selben Augenblick ist es weggeflogen. Sie hat keinen festen Platz. Es kommt von aussen, während wir es mit unserem Hörgerät drinnen vernehmen. Sie hat eine gewisse Zwischenposition - in vielerlei Hinsicht, sagt die Literaturspezialistin Martina Wagner-Egelhaaf von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

So wurde die Singstimme auch als ein PhÃ?nomen bezeichnet, das wir ohne Körperwahrnehmung empfinden können. Man hört Stimmen, aber man sieht nicht die Persönlichkeit, die zu ihnen gehört. Von einer jenseitigen Gesangsstimme könnte man auch reden. "All diese Erscheinungen bestimmen die Sprache, um bedeutende Aufgaben in den Weltreligionen zu übernehmen.

Da diese Verbindung zwischen Glaube und Gesang bisher wenig untersucht wurde, haben Wagner-Egelhaaf und andere Forscher ein fächerübergreifendes Forschungsvorhaben mit dem Namen "Voices from the Hereafter" ins Leben gerufen. 2. So trifft Gott in der kirchlichen Überlieferung oft allein auf Menschen in Gestalt einer eigenen Sprache. Die Menschen vernehmen irgendwo eine Sprache und kommen so zum Christentum.

So wie der Kirchenpfarrer Augustine. "Augustine ist in einem Mailänder Gärtchen und will unbedingt konvertieren", sagt Wagner-Egelhaaf. "Dann geht er in diesen Park und hörte auf einmal die kindliche Sprache aus dem Vorgarten. Sie sagt zu ihm immer: "Großer Schlag".

"Die Vergänglichkeit der Stimmen, die Augustine gehört hat, die fehlende Ortung erlaubt es ihm, sie so zu interpretieren, dass sie von Gott kommen. Das ist im hinduistischen Stil etwas anders. Allgegenwärtig sind hier Stimmen und Töne, die als göttliche Interpretationen auftauchen. "Sie ist das fundamentale Religionsmedium im Hinduismus", sagt Wagner-Egelhaaf.

"Om wird im hinduistischen System als geheiligt angesehen. Das Vertrauen in ihre Macht ist im hinduistischen System weitläufig. "Der Begriff Gott im hinduistischen System ist natürlich viel umfassender", erläutert Wagner-Egelhaaf. Nichtsdestotrotz muss dieses Konzept den Menschen vermittelt werden und im hinduistischen Sinne gelingen diese Kommunikation durch so genannte Gurus. Jeder Christ hat einen Lehrer, der ihm den Weg aufzeigt.

Er hat eine führende Position im Glauben an die Hindu. Er verkörperte die Nachricht genau durch seine eigene Sprache und galt als Ausdruck des Gottes. Die religiösen Strophen oder Gesänge, wie das Lied des beliebten Gurus Tejomyananda, haben daher eine geistliche Relevanz für die Gläubigen unter ihnen. Ein weiteres Beispiel für das Forschungsprojekt "Stimmen aus dem Jenseits" finden Sie auch in Indien, wenn auch im islamischen Umfeld.

In den Schreinen von Sufi in der Provinz Guijarat hat die Volkskundlerin Helene Basu Einspielungen gemacht, die die Stimmen der Geister widerspiegeln. Beim Bava Gor-Schrein gibt es drei Gräber von Heiligtümern. Der Sarg steht auf einer Galerie, um die sich die Gläubigen, meist die Frau, versammelt, erklärt Martina Wagner-Egelhaaf: "Wir würden diese Erscheinungen mit Geisteskrankheiten auf moderne Weise umschreiben, aber in diesen traditionellen Zusammenhängen wird es anders betrachtet.

"Besessene treten in Kontakt mit den im Grabe liegenden Seligen, die hier die Aufgabe von Bannern haben. Aus dem Jenseits dringt hier ganz deutlich in das Gehör der Glaubenden ein: Sie denken, sie würden die Stimmen der Heiligen aus dem Grabe vernehmen und die Seelen würden allen lautstark zu Gehör kommen.

"Nach ihrem Verstehen sind diese Rufe nicht die Stimmen der Menschen, sondern die Stimmen der Dämonen. Wenn man sie hört, sind es wirklich seltsame Stimmen. Spricht man danach wieder mit eigener Sprache, hat man wirklich das Empfinden, dass dies eine ganz andere ist.

"Wagner-Egelhaaf, Martina (Hg.): "Stimmen aus dem Jenseits".

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