Spirituelles Bewusstsein

Geistiges Bewusstsein

" Wir sind keine Wesen, die eine spirituelle Erfahrung haben. Es sind spirituelle Wesen, die aus Ihrem Bewusstsein eine menschliche Erfahrung" machen und Raum für schöne Beziehungen schaffen. Bewußtsein und Spiritualität helfen uns, die Welt und uns selbst zu verstehen und weiterzuentwickeln. Bewußtsein und Spiritualität sind die Säulen des Bewußtseins.

Spanne class="mw-headline" id="Intuition">Intuition

Spirituelles Bewusstsein, auch intuitiv bezeichnet (von lateinisch übersetzt in" direkte Kontemplation", zu lateinisch übersetzt in"[1][2]), die direkteste nicht-diskursive Erkennungsform, ist ein umfassendes holistisches Bewusstsein, durch das geistliche Ereignisse letztlich im ganzen Universum erfahren werden können. Intuitives Bewusstsein kann durch spirituelles Training bereits in einem gewissen Maße entwickelt werden, wenn die Seele der Empfindung in die Seele der Eingebung transformiert wird.

Ein Vorläufer ist ein klares, bewusstes, intuitives Nachdenken. Was Rudolf Steiner intuitiv nennt, ist nicht zu vermischen mit dem in der Umgangssprache oft als intuitiv bezeichneten, träumerischen Gefühl, das nur ein letztes Überbleibsel einer sehr uralten, heute nicht mehr zeitgenössischen Kognitionsform ist, die letztendlich auf dem in der Anfangszeit verbreiteten abdominalen Lichtsehen beruht.

Dagegen steht das von Steiners geschilderte geistige Bewusstsein in Bezug auf Reinheit und Grad des Bewusstseins drei Ebenen über dem heutigen wach em Bewusstseins und ist damit die höchst bewusste Erkenntnisform, die dem Menschen heute - jedenfalls in seinen ersten Ansätzen - zuteil wird. In seiner Freiheitsphilosophie hat Rudolf Steiners bereits gesagt, was Eingebung auf der Denkebene ist: "Was ist das?

Der Mensch hat also im intuitiv denkenden Menschen bereits eine reine spirituelle Erfahrung: "Man kann den Begriff Ahnung sehr leicht missverstehen, weil zum Beispiel derjenige, der Vorstellungskraft hat, der poetische Fähigkeiten hat, die emotionalen Gefühle der ihn umgebenden Umwelt als intuitiv bezeichnet. Doch das ist eine düstere, nur gespürte Eingebung.

Aber sie ist mit dem verbunden, was ich hier intuitiv nannte. So wie der Mensch hier als Mensch auf Erden seine ganze Sinneswahrnehmung hat, so hat er durch das Erdengefühl und den Erdenwillen ein Spiegelbild der höchstmöglichen Einsicht. Damit das, was für den Menschen im Bewusstsein bewusst ist, eine Reflexion, in gewisser Weise ein schattiges Bild des Supremen ist, das nun nur noch in wahrer Einsicht, in der höchstmöglichen Form des Wissens für den Menschen als irdischer Mensch erst auftaucht.

Konkret aus der übernatürlichen Wahrnehmung heraus gesagt, ist intuitiv das perfekte Einssein mit anderen spirituellen Lebewesen, indem man in sie eintaucht oder sie in uns eintaucht, ohne die eigene Persönlichkeit zu verlieren. Da gibt es keinen Gegensatz mehr zwischen mir und den anderen Geistwesen, man steht sozusagen in Gott - und doch ist man gerade dann vor allem bei sich selbst.

Intuitiv und intuitiv nutzen die Menschen die Kraft, die den Körper bis zum Wechsel der Zähne im siebten Jahr des Lebens formt. "Also ist die Idee zwischen Perzeption und Konzept. Es ist der spezifische Ausdruck, der auf Wahrnehmungen hinweist. "In Steiners Bemerkungen ist auffallend, dass die Wörter'Konzept' und'Intuition' Seite an Seite benutzt werden, als wären sie synonym.

Warum wählte er das Wort'Begriff', dann wieder'Intuition', aber auch Kombinationsmöglichkeiten wie'konzeptuelle Intuition'? Zusätzlich erscheinen die Wörter'Inhalt' und'Form'. Der Gedanke kommt zuerst in Gestalt von Eingebung. Siehe auch S. 154, wo wir vom "idealen und damit allgemeinen Inhalt" der Anschauung sprechen, und S. 153 von der Tatsache, dass der "Inhalt eines Begriffs durch reines Anschauen aus der idealen Kugel heraus ermittelt werden kann", ohne Wahrnehmungsbezug.

Der ursprüngliche Begriff der intuitiven Wahrnehmung als Gestalt, oder dass nur formale Wahrnehmung erwähnt wird, wird von Steiners Worten anscheinend nicht konsequent aufrechterhalten. Aus der ganzen Welt der Ideen durch Eingebung. Dann ist die Gestalt auf S. 240 wieder gemeint: "Der Einzelne muss seine Konzepte durch seine eigene Eingebung erlangen.

Der Einzelne muss seine Eingebung durch seine eigene Eingebung erringen. Im Nachtrag zur Ausgabe von 1918 wird ein weiteres Feature der Eingebung erwähnt. Wir sprechen von "Kräften" der Eingebung, die es uns erlauben würden, unser Wissen zu vertiefen: Es ist fragwürdig, ob diese "Kräfte" der Eingebung ein anderes Schlagwort für Intuitionsfähigkeit oder Intuitionsfähigkeit sind, von der anderswo die Rede ist, oder ob man doch etwas anderes nennen sollte.

Rudolf Steiner formulierte dann weiter, was auf der Denkebene intuitiv bedeutet: Dann heißt es, dass die Essenz des Gedankens selbst eine selbstverständliche ist. Intuitives Handeln ist nur durch Einfühlung zu erfassen. Da das Konzept der Eingebung in der Freiheitsphilosophie offenbar nicht eindeutig festgelegt ist und das Stichwort "Eingebung" in verschiedenen Bedeutungszusammenhängen oder Zusammenhängen gebraucht wird, ist es naheliegend, dass Rudolf Steiner in den Ergänzungen der Neuausgabe noch einmal darauf verweist, wo im Klartext nachzuschauen ist, um Informationen über Eingebung oder intuitives Nachdenken zu bekommen.

Im oben genannten Angebot wird klar zwischen Term und intuitivem Handeln differenziert. Diese Ausdrücke werden intuitiv vergeben. Es sagt auch, dass die Bedingungen der Eingebung auftauchen:? Weil intuitives oder intuitives Nachdenken für das eigene Nachdenken eine bewusste Erfahrung[3] als "rein spiritueller Prozess" möglich machen soll, ist es wichtig, exakt zu bestimmen, wie das Konzept der "Eingebung" in der Praxis bewusst erlebt werden kann.

"Erfahrungen " ist selbst ein erklärungsbedürftiger Ausdruck oder ein undeutlicher Ausdruck, der in diesem Kontext nicht hilft. Der Typ des Bewusstseins liegt jedoch sicherlich in einem konzeptuellen Feld der Betrachtung, Erkenntnis, Erfahrung bzw. des Erlebens. Das Intuitionsbewusstsein im Denkvermögen muss von genau definierbarer Natur sein und sich von anderen Bewusstseinsarten differenzieren, zum Beispiel von einem unbestimmten Gefühl der Erlebbarkeit.

Die Mittel, den Intuitionskonzept genau zu erfassen, können jedoch nur diejenige selbst sein. "Konzepte werden durch Eingebung vermittelt." Selbst wenn es nicht so einfach ist, auf der Grundlage solcher Informationen ein genaues Konzept von intuitiver Wahrnehmung zu erhalten, ergibt sich der Gedanke, dass "intuitives" Handeln nichts damit zu tun hat.

Das ist keine spezielle Denkweise, sondern das Nachdenken. Jegliches Nachdenken, das Alltagsdenken des Menschen ist intuitiv. So ist es ein wenig überraschend, warum so ein Schauspiel über "Intuition" gemacht wird. Ein Konzept von "Intuition" und "intuitivem Denken" ist jedoch noch nicht etabliert.

Aber es ist sicherlich völlig verkehrt, intuitiv mit dem in Abschnitt 4 erwähnten Notstand in Zusammenhang zu stehen. Einfühlung ist kein Notstand. Der Begriff "Intuition" wird von Steiners Worten für "Denken" benutzt. Obwohl er auch das Ergebnis mit dem Begriff intuitiv bezeichnet, ist es nicht ungewöhnlich, das Ergebnis einer gleichnamigen Aktivität zu nennen.

Bei der Formel, dass das Gespür für das Nachdenken das ist, was das Beobachten für die Erkenntnis ist, wird eine Differenzierung vorgenommen, die den Gedankengehalt von der Erkenntnis ausgrenzt. Dementsprechend würde man sich nicht mit dem Gespür zufrieden geben. Es hat auch keinen Gedankengehalt, oder noch nicht, in der Phase, in der es einen Terminus aufwirft.

Hat er den Terminus verstanden, dann hat er diesen auch. Dabei gibt es eine Prozessphase, die einen vergleichbaren Stellenwert wie die Wahrnehmungsbeobachtung hat: Suche nach einem Suchbegriff. Sie muss kein Ausdruck für eine Erkenntnis sein, sie kann auch die Suche nach einem Ausdruck sein, verursacht durch den Gehalt eines anderen Begriffes, also mit einer folgerichtigen Konsequenz, z.B. Dies passiert dann im Denken ohne Verweis auf die Erkenntnis.

So kann sich auch im Denken selbst die Eingebung in Beobachtungs-, Such- oder Aufmerksamkeitsposition befinden, oder wie auch immer man es nannte. Ob sich der Begriff der Beobachtung, wie er für die Wahrnehmungen zutrifft, jedoch nur auf die Anschauung überträgt, ist zweifelhaft. Wenn man nämlich einen Begriff "beobachtet", dann ist das Wissen vollständig.

Wahrnehmungsbeobachtung hat diese Eigenschaft nicht, denn das Wissen um sinnliche Empfindungen muss erst durch das Hinzufügen von Fingerspitzengefühl ergänzt werden oder stattfinden. Man kann diese Formel nur so begreifen, dass die "Erfahrung" oder "Wahrnehmung" des Spirituellen durch das Erfassen der eigenen Aktivität in der eigenen Umsetzung entsteht.

Intuitiver weise erfahrenes Handeln ist nicht gleichbedeutend mit intuitiver Denkweise (ansonsten macht die Ergänzung des Begriffs "Erfahrung" keinen Sinn), sondern nutzt auch Eingebung. Doch in welchem Maße weicht das Objekt des instinktiv erfahrenen und des " rein " instinktiven Denks ab? Scheint intuitives und intuitives Handeln sowohl intuitive Denkweise als Thema zu sein?

Ein Intuitionsobjekt, das sich von den anderen Intuitionsinhalten abhebt? Vielleicht will Rudolf Steiner'intuitiv erlebtes Denken' als jenes begreifen, das die alltägliche Ahnung in ihrer Umsetzung auf sich selbst mit einbezieht. Nur wenn man'intuitiv erlebtes Denken' als das eigentlich wichtige Intuitionsdenken differenziert und dann begreifen will, ergibt sich die Fragestellung, wie man sich selbst betrachten kann, was man unter einem sogenannten Notstand versteht und wie die Unaufmerksamkeit des gegenwärtigen Gedankens (nach dem dritten Abschnitt der'Philosophie der Freiheit') mit diesem instinktiv erfahrenen Gedanken als einem instinktiv erfahrenen Gedankenzusammenhängen kann.

In Kapitel drei wurde noch kein Intuitionskonzept erarbeitet, das das gleichzeitige Nachdenken und Betrachten eines Wesens beinhaltet. Das Nachdenken und Betrachten erscheint als zwei unterschiedliche Aktivitäten: Dieses Kapitel soll das Gedankengut so begreifen, dass es als transparente, völlig transparente Grundlage für die weitere Anerkennung der Umwelt diente.

Die Mittel dazu sind Beobachtungen. Doch angesichts dieser Feststellung geht das Nachdenken voraus, was keinesfalls selbstverständlich ist: Müsste man dann nicht erst die Beobachtungen prüfen, um eine solide Grundlage für die Anerkennung zu erhalten? Rudolf Steiner ist zudem der Meinung, dass diese Feststellung auch gilt, wenn man das Gedankengut eines anderen Subjekts betrachtet.

Dies ist schwierig zu verstehen, da es bei der Betrachtung des Denkprozesses eines anderen Subjekts zwei Themen gibt und eine Simultaneität der produzierenden Aktivität und der beobachteten Aktivität ebenfalls möglich zu sein scheinen. Ist der Beobachtungsgegenstand'Denken' zeitlos plötzlich vorgegeben? Alternativ kann man das eigene Gedankengut während der Betrachtung niemals wahrnehmen, was bedeuten würde, dass das eigene Gedankengut zur Betrachtung notwendig ist.

Es ist aber durchaus nachvollziehbar, dass ein Gedanke, der zusammen mit der Betrachtung versucht werden müsste, das Gedächtnis zu erkennen, schon ein anderes wäre, wenn das zu betrachtende Gedächtnis immer da sein müsste. Weil es mit einer Betrachtung in Verbindung steht, die nur dann stattfinden kann, wenn das zu betrachtende Gedankengut bereits vorhanden ist.

Soll das Wissen des Gedankens, obwohl das gegenwärtige Gedankengut nicht beobachtet werden kann, möglich sein, weil das vorhergehende zu betrachtende Gedankengut bereits vorhanden ist, und zwar in seinen Ergebnissen? Rudolf Steiner ist daher der Meinung, dass durch das Anerkennen der Denkergebnisse auch die Aktivität, die zu diesen Ergebnissen geführt hat, erkannt wird, obwohl diese Aktivität bereits zum Beobachtungs- und Erkenntniszeitpunkt vorbei ist[6].

Vielleicht weil, um die Resultate eines Gedankens zu kennen, die Aktivität, die diese Resultate hervorgerufen hat, noch einmal ausgeführt werden muss, um die Gedankenergebnisse nachvollziehen zu können. Wenn man der vorhergehenden Aktivität folgt, hat man nicht nur die Resultate des vorhergehenden Gedankens vorliegen, sondern könnte die Resultate neu durchdenken.

Will Rudolf Steiner die Möglichkeiten, das eigene Gedankengut auf diese Weise zu erfassen, begreifen, so liegen die Einwände auf der Hand, dass es nichts Außergewöhnliches ist, die eigenen Gedankenergebnisse später nicht zu verstehen: Verständnis ist nicht erfolgreich, Gedanken kommen zum Stillstand. Aber das ist eigentlich kein Widerspruch, denn es beweist nur, dass man in diesem speziellen Falle nicht in der Lage war, zu dachten.

Im Prinzip ist dies aber möglich und auch nötig, um überhaupt nachzudenken. Rudolf Steiners Notstand ist nur dadurch gekennzeichnet, dass man sich auf das eigene Selbstdenken konzentriert und nicht wie üblich nur auf die Sinnenobjekte. Nach Rudolf Steiners Auffassung muss jedoch etwas, das dem Notstand entspricht, das Gedankengut dauerhaft, wenn auch zumeist unbewusst, begleitet, sonst würde es den roten Faden einbüßen.

Das Beobachten des Gedankens und das intuitive Erleben des Gedankens sind ein und dasselbe und schließen Selbstkenntnis ein. Die mentale Empfindung durch Denkintuition müsste daher so gedacht werden, dass der gedankliche Inhalt der intuitiven Empfindung über den üblichen Inhalt des Begriffs hinausgeht, sofern die Aktivität, die diesen Inhalt produziert hat, im Inhalt des Begriffs enthalten ist und durch Verständnis erfahrbar wird.

Das gilt dann nicht nur für das eigene Denken, sondern auch für andere Geistwesen in der Denkintuition: Die Empfindung (das Wissen) des Geistwesens ergibt sich durch das Verständnis der Aktivität dieses Geistwesens, das sich in seiner Erscheinungsform als Denkinhalt auswirkt. Eine solche Sicht der spirituellen Perzeption offenbart die Unbeobachtlichkeit des gegenwärtigen Gedankens in einem anderen Lichte, da es sich dann um die Unaufmerksamkeit der gegenwärtigen fremden Aktivität handeln würde[9].

Das Streben nach dem Denkprozess eines anderen Menschen durch Nachdenken und Beobachten ist eine solche spirituelle Einsicht. Aber indem ich den von einer anderen Persönlichkeit produzierten Denkinhalt, das Bewusstsein seiner äußeren Gestalt, beobachte, habe ich diesen Gehalt meines Bewusstseins noch nicht begriffen. Nur wenn ich verstehe, wie der andere Mensch zu seinem Gedächtnis kam, kann ich diesen Gedanke selbst wahrnehmen und so die gedankliche Tätigkeit des anderen Menschen wiedererkennen, wie sie sich im wahrnehmbaren Gedankengut wiedergegeben hat.

Das ist anscheinend mehr oder weniger eine Verkostung, ein Ansatz nach dem Original, wie Sie selbst meinen, den selben Gedankengehalt zu produzieren, den eine andere beobachtete Persönlichkeit hat (oder was Sie glauben, dass es ist). Aber das wäre keine genaue und an sich transparente Einsicht, sondern bestenfalls ein hermeneutischer Ansatz, eine "Interpretation".

Dieser Abschnitt, eine Beilage in der zweiten Ausgabe der "Philosophie der Freiheit", gibt ein Beispiel für spirituelle Wahrnehmungen und Wissen durch Denksinn. Der Beobachter versucht daher eine Ahnung von der spirituellen Eigenart der betrachteten Personen. Doch kann diese Eingebung nur diejenige sein, die die gefühlte Person sich selbst gibt, wenn sie für die gefühlte Körperlichkeit der betrachteten Personen exakt geeignet sein soll.

Das Wahrnehmen der aktiven Eingebung der betrachteten Personen durch Verstehen hat zu seinem Wahrheitsmaßstab die Zustimmung in völliger Genauigkeit mit der Denkintuition, die die betrachtete Personen sich selbst geben. Nicht einmal die Koexekution erscheint uns geboten, sondern die stille Rezeption des Gedankens des anderen, der mit seiner Aktivität im Bewusstsein des Betrachters erscheint.

Aber es gibt auch ein "Erfassen" dieser Denktätigkeit des anderen im eigenen Bewusstsein als eine Erfahrung wie das eigene Nachdenken. Diese Erkenntnis ist die Erkenntnis des anderen: "Ich habe das Gedankengut des anderen wirklich mitbekommen. Die Erfahrung des anderen Menschen, seine Vorstellung als denkende Gestalt, ist in seiner Natur völlig die selbe wie die Erfahrung des eigenen Denks.

Dieser Wahrnehmungszustand des anderen Gedankens hält nicht lange an, sondern verändert sich mit der Vorstellung des eigenen Denks. Aber dieses eigene Nachdenken richtet sich an die andere und versucht, die Intuition zu begreifen, die diese selbst gibt. Im Falle einer inhaltlich bedingten Identitätsbildung der selbstgenerierten Intuition des empfundenen Seins und der "ergriffenen" Intuition des anderen Seins, die im eigenen Bewusstsein auftritt, erlebt und erkannt wird, gibt es eine genaue spirituelle Kenntnis des einen von anderen.

Unter der Annahme, dass die Anerkennung der Denkintuition wirklich als umrissen verstanden wird, erhebt sich die Fragestellung, wie es möglich ist, das Wahrheits-Kriterium der materiellen Selbstverständlichkeit der eigenen Einsicht des zu erfassenden Seins und der gefühlten Einsichten dieses anderen Seins anzuwenden, um über die reine Hermeneutik und " Deutung " hinauszugehen und das genaue Wissen zu vertreiben.

So verstanden, führt dies nicht nur zu einer schnellen Abfolge des eigenen und des eigenen Gedankens, sondern auch zu einer schnellen Abfolge von Erfahrungen des eigenen und des anderen in Abwechslung. Der von Rudolf Steiner benutzte Begriff "Ergreifen" kann in diesem Kontext tatsächlich nur die Aussage der Betrachtung und nicht die der Erzeugung einer Eingebung haben.

Das andere denkende Wesen ist bereits im eigenen Bewusstsein vorhanden (vgl. FN 4). Indem man begreift, d.h. beobachtet, wird es zu einer Erfahrung wie das eigene produzierte Gedankengut. In rascher Abfolge findet also die Selbstbetrachtung des eigenen Gedankens im Sinn des instinktiv erlebten Gedankens statt, d.h. die Betrachtung der eigenen Denkergebnisse und die Betrachtung des anderen zu erkenne.

Das ist ebenso intuitive Erfahrung, aber unter dem Gesichtspunkt, dass nicht das von einem selbst erzeugte Denkvermögen betrachtet wird, sondern das andere "fremde" in der spirituellen Erkenntnis oder seinen Ergebnissen vorgegebene Denkmuster. Wahrheitsmaßstab wäre also die Übereinstimmung der selbst generierten und der gefühlten Eingebung. Der Weg zur Identitätsfindung ist die Observation.

Stimmen Selbstbetrachtung des eigenen Gedankens und Betrachtung des zu erfassenden Gedankens überein, d.h. haben den selben Gehalt, dann muss der Gehalt die selbe Eingebung sein. Zugleich heißt das, dass das Verständnis der Aktivität des betrachteten Geistwesens, um als richtig angesehen zu werden, zum selben Resultat kommen muss wie das Resultat, das bereits durch die Betrachtung des anderen im eigenen Bewusstsein stattfindenden Gedankens existiert.

Lässt sich die Betrachtung des Geistwesens durch Selbstbetrachtung ( "Ergebnis des Verstehens") gleich wiedergeben, so kann die Kenntnis des Geistwesens (die Anerkennung der spirituellen Tätigkeit, die in ihrer Erscheinungsform als gedanklicher Inhalt zum Ausdruck kommt) als zutreffend angesehen werden. So muss man sich wohl die spirituelle Welt der Wahrnehmung vorstellen, wie sie sich dem Gedanken als Beobachtungsorgan präsentiert:

Die Geistwesen in den Universen wohnen durch das Nachdenken und die Wahrnehmbarkeit von Eingebungen. Es gäbe ohne dieses Verständnis keine differenzierten, bestimmten spirituellen Wahrnehmungen, wenn sie auf die Verwirklichung dessen gerichtet wären, was oder wer diese Universen oder Anschauungen vorantreibt. Die so verstandene und jemals ausgeführte Eingebung war immer ein wahres (Selbst-)Wissen, das durch Verständnis bestimmt und in seinem Erfolg nötig ist (als individuelle Beobachtung), das sich vom Universum abhebt, indem es eine gewisse Denkaktivität erkennt, die als Denkinhalt erscheinen lässt.

Die spirituell Wahrnehmbare im engen Sinn wäre also als die wahrnehmbare Dimension der spirituellen Realität der Gedanken zu betrachten, wäre ein noch missverstandener Inhalt der Ideen, der betrachtet wird, ohne ihn vorher produzieren zu müssen. Wenn man zur vollständigen spirituellen Realität kommen will, dann muss auch das Innere wiedergefunden werden.

Auf diese Weise betrachtet, ist das Verstehen eines durch die Vision vorgegebenen Denkens, das ein anderes Geistwesen erzeugt hat, die Gewinnung des Teils der Realität, der das geistlich Wahrnehmbare ergänzt: die Aktivität des Geistwesens, das durch diese Aktivität den gesehenen Gedanke hervorgerufen hat. Das Geschehen hinter der mentalen Erkenntnis wird durch Verständnis erfasst, d.h.

Die intellektuell wahrnehmbare wie die außerhalb der gedanklichen Wahrnehmung muss jedoch so viel "Kontur" haben, dass sich daraus die Erkenntnis der dahinter liegenden Aktivität ableiten lässt: Das Verständnis dieser Aktivität, die das gedankliche Erscheinungsbild erzeugt hat, muss sich einfügen. Dadurch können sich diese beiden Teile von außen und innen darstellen, und so wird die Aktivität durch die Wahrnehmung von Denkinhalten erkannt, wie sie durch richtiges Verstehen ans Licht kommt.

Welche Eingebung als Denkinhalt reproduzierbar produziert, muss die selbe Inhaltsform haben wie der von der Eingebung zu erfassende Gedanke: die Art der inhaltlichen Aktivität. Aktivität ist der Gehalt der Denkform. In intuitivem Handeln verändern sich Inhalte und Formen im Wandel von Schöpfung und Beobachtung: So wird aus Formularen Inhalte, aus Inhalten werden Formen.

Aktivität ist eine Art von Denkinhalt, und die Denkform hat Aktivität als deren Inhalte. Aber gleichzeitig inhaltlich und formal zu sein, ist eine Eigenschaft von Bildform. Sie würde nur von der Fähigkeit abhängen, die entsprechende Intuition zu erzeugen, und von der genauen Betrachtung dessen, was man produziert und wie es zu den bereits gegebenen passt[12][13].

Inhalte und Aktivität zusammen ergeben also die Realität des Denkens, die als Abbild "nur" das Erscheinen der Vorstellung ist, für die das Wesentliche hinter dem Erscheinen für ein noch tiefergehendes Verständnis der Realität neu zu suchen und zu erkennen wäre. Intuitives Nachdenken als solches wäre noch nicht die eigentliche Vorstellung, sondern "nur" der Begriff der Vorstellung, in dem der für intuitives Nachdenken erforderliche Gegensatz zwischen Inhalten und Aktivitäten aufgehoben oder vergegenständlicht wird[14].

Wollte jemand denken, dass man sich zu gegebener Zeit nicht mehr mit solchen Problemen wie der richtigen Umsetzung eines Wahrheitskriteriums[15] und dergleichen befassen muss, dann muss dies ein Fehler sein, denn alle spirituellen Erlebnisse müssen durch das Eingangstor des Intuitionsdenkens zurückkehren, um als wissenschaftliches Wissen betrachtet zu werden.

Die Erfahrung von Inhalten, nicht die Aktivität als solche im Gegensatz zum Inhalt: "Intuition ist die bewusste Erfahrung reiner spiritueller Inhalte" (S. 146). Dies könnte bei dem speziellen Beobachtungsgegenstand "Denken" durchaus der Fall sein, da die beiden "Hälften" von Realität, Konzept und Vorstellung, die für das Wissen verbunden werden sollen, vorhanden sind.

Beim Beobachten des Gedankens ist vielleicht keine weitere Eingebung nötig, da es bereits als Beobachtungsgegenstand existiert, sondern "nur" als Gehalt. Ob der Sinn des Gedankens, einer der zwölf Sinnesorgane des Menschen, für diese Beobachtungen verwendet wird, oder ob die intuitive Wahrnehmung unmittelbar, ohne diesen Sinn des Gedankens, für die Beobachtungen hier keine Bedeutung hat, da es immer und ausschliesslich die intuitive Wahrnehmung ist, sei es mit Hilfe der physischen Sinnesorgane oder auf andere Weise.

Wollte man diesem bereits instinktiv gegeben auch das hinzufügen, was als das Äußere der gedanklichen Überlegungen angesehen wird, die andere geistige Wesen erzeugt haben, so müsste für eine genaue, naturwissenschaftliche Kenntnis auch dieses Gesehene erst durch Verstehen nachvollzogen werden. Die Selbstbetrachtung des instinktiven Gedankens würde also von einer Anfangsabstraktion unmittelbar im Sinn einer schrittweisen oder vielleicht auch schlagartigen Erhellung in die Vorstellung übergehen, indem sich das Gedanke (als Ganzheit von Gedanke und Betrachtung oder Aktivität und Inhalt) (zunehmend) von sich selbst (als die Vorstellung, der Prototyp selbst) abhebt.

Diese Erfahrung kommt zu einem deutlichen Bewusstsein im phantasievollen Nachdenken. Durch die Phantasie kann das denken die Vorstellung selbst betrachten, es kann sich in ihr fortbewegen und gleichzeitig mit ihr wie von einem Sein. Wahrscheinlich könnte man dies auch als das Aufholen, Bewusstmachen des in FN 3 erwähnten Urunterschieds, der noch unbewusst zum Intuitivdenken verbleiben musste, oder als die Neuzuordnung des (noch unbewussten) Urunterschieds einen Schritt weiter in die Vorstellung nachvollziehen.

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