Spiritualität Religion

Geistigkeit Religion

Die Spiritualität mit oder ohne Religion (Archiv) "Oder möchtest du etwas leiseres, etwas Religiöseres? Ist das Spiritualität? "Grundlegende Erfahrungen des Glaubens" - "spirituelle Gefühle" - "etwas wie Glück" - "ein menschliches Konzept" - "transzendent immer auf Gott bezogen" Jeder macht etwas aus sich selbst. In den heute gemachten Äußerungen zum geistigen "Gefühlszustand" würden sich wahrscheinlich im Grab mehrere Dutzend Denker aus zwei Jahrtausenden umher drehen, die im Beitrag "Spiritualität" in der Philosophie-Enzyklopädie zitiert werden.

Aber sie alle haben den Terminus anders bestimmt, beginnend mit dem fromme Fellagius im fünften Jahrtausend. Doch was diese Denker und Denker geschrieben und gesagt haben, ist für den aktuellen weltanschaulichen Disput über Spiritualität nahezu irrelevant. Die deutsch-ägyptische Politikwissenschaftlerin und Autorin Hamid Abdel-Samad erfährt " es " als unbeschreiblich. "Die Spiritualität ist, als hätten sie noch nie Mango gefressen, und ich muss ihnen jetzt einen Mango Geschmack schildern.

Du hast es erfahren, du hast es gefühlt, das war's! "Spiritualität ist kein frommer Gedanke, sondern ein menschliches Konzept", .... "Leider begannen die Gemeinden früh zu behaupten, dass Empfindungen nur durch die Religion vermittelt werden können, d.h. die Sublimität der Erde, oder ein Religionsgefühl, das das Allerhöchste ist, das die Gemeinde anbieten kann, vielleicht mit dem zusätzlichen Empfinden von Sublimität, Grösse, Omnipotenz, das ist der unmittelbare Zugriff auf Gott.

Aber behaupten die Gemeinden wirklich noch ein Spiritualitätsmonopol? Jawohl - und wenn man Ralf Meister, den Bischoff der Protestantischen Kirche Hannover, befragt, dann nicht. "Auf der anderen Seite hebt der Bischoff hervor: "Die Spiritualität kommt immer zu mir, ich würde es gleich ausdrücken, immer zu Gott, oder Gott kommt immer wieder zu mir durch die Spiritualität.

Dort, wo ich es unmittelbar erfahre, gibt es im Alltag geistlicher Gemeinden, zum Beispiel in Klostern. Spiritualität erfahre ich auch in spirituellen Gemeinden, die es in kirchlichen Gemeinden, in Gebetszirkeln gibt. Ich erfahre auch in einem großen Kreise, dass Menschen grundlegende Erfahrungen machen, also grundlegende Glaubenserfahrungen, die sie an ganz anderen Stellen erleben, zum Beispiel in einem Orchester oder einer Bach-Passion.

Liegt der Geiste, der Geiste, außerhalb meiner selbst? Ist Spiritualität nur in Zusammenhang mit etwas zu erleben, das die eigenen Körper- und Geistesgrenzen durchdringt? Ist das der Grund, warum die Religion verantwortlich ist? Das leugnet der Denker und Autor Michael Schmidt-Salomon: "Eigentlich sind ja gerade die Religion ja auch Mittel zur Verhütung der Spiritualität.

Aber ich mag dieses Schlagwort nicht wirklich, denn es hört sich immer wie der Kontrast zwischen Mensch und Seele an, von dem wir nicht ausgingen. Es waren vor allem beinahe alle Mythen monistisch, für sie gab es überhaupt keinen dualen Ansatz zwischen Leib und Seele, zwischen Gut und Schlecht, zwischen Gott und Erde oder zwischen dem Untertan und dem Gegenständlichen.

Für die Religion versucht, das Mysteriöse zu interpretieren, das der Mystische offenzuhalten. Wie der nicht religiöse Denker Schmidt-Salomon. Tatsächlich sind diese frommen Geschichten Comics, im Vergleich zu der Dichtung, die in diesem Universum tatsächlich vorkommt. "Spiritualität ist eine Kluft, selbst unter Theologen. Das hängt davon ab, ob sie "religiös musikalisch" sind, wie Schmidt-Salomon sagt, oder nicht.

"Nein, das habe ich noch nie erfahren, Spiritualität ist mir vollkommen eigen. Man kann sich über Dinge glücklich machen, über die Umwelt oder so, aber ich habe nicht das Gefühl, dass ich etwas wie Spiritualität brauche. Doch er bleibe unempfindlich gegenüber Religion und Spiritualität, sagt er. "Als ich vor geistlichen Menschen stand, wenn sie irgendeine Verrenkung oder so etwas tun, schmunzelt es in mir.

"Der Büchermarkt ist gut gefüllt mit spirituellen Bänden. Eine andere Autorin verfasst ein "Handbuch" zum Thema "Digitale Spiritualität". Was Spiritualität für das Personal bedeutet, erforscht die diakonische Gesellschaft - 14 Arten von Spiritualität finden sich in der Kunst. Schon in ihrer Dissertation stellte die Hamburgische Bischofin Maria Jepsen fest, dass es von Vorteil sei, die Religiosität durch den Ausdruck Spiritualität zu verdrängen.

So wie ihr ehemaliger Mitarbeiter Wolfgang Huber: Spiritualität ist der Lifestyle der Christen. Weihbischof Ralf Meister: "Eine kleine Einschränkung der Anwendung dieses Begriffs der Spiritualität wäre sehr bedeutsam. Inzwischen haben wir alles irgendwie geistig belastet, und ich wundere mich, was denn nun wirklich der eigentliche Sinn ist, um was es geht.

Das, was ich weiss, hast du früher Abendgottesdienst getauft, oder, keine Idee, welche Bezeichnungen es hatte, es ist jetzt plötzlich ein geistlicher Tag, oder wie auch immer du es nennst, also solltest du auch hier ein wenig aufpassen. "Der protestantische Diözesanbischof empfiehlt Mäßigung.

Die Spiritualität sollte nicht bewußt z.B. durch Gruppenrituale geschaffen werden. Er stimmt dem nicht-religiösen Islam-Kritiker Hamed Abdel-Samad zu. "Es sollte man sich nicht zu sehr darum kümmern, ob die Menschen in dieser eisigen, heutigen Zeit ohne Spiritualität zurechtkommen. Alle wissen, wie man Spiritualität einsetzt. Die Suche nach Spiritualität ist viel schöner, als zu denken, dass man an einem bestimmten Ort ist.

"Und wer ein geistliches Gefühlsrezept benötigt, bittet den Gottlosen und ehemaligen Pfarrer Paul Schulz. Die Spiritualität ist eine große Bandbreite von Empfindungen."

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