Sorge

Fürsorge

mw-headline" id="Begriff">Begriff[Edit< class="mw-editsection-divider"> | | | edit editiert den Quellcode ]>> Die Bezeichnung Sorge bezeichnet eine Beziehung des Menschen zu seiner Umgebung und zu sich selbst, die von vorausschauender Sympathie geprägt ist. Es wird ein geistig-seelisch erwartetes Beduerfnis (Beduerfnis, Gefahr) antizipiert und beeinflusst das Gefuehl, die Denkweise und das Verhalten der Betroffenen. Die Bandbreite geht von innerer Sorge oder Angst bis hin zu aktiver Sorge um oder über etwas.

Die Besorgnis ist in erster Linie eine mehr oder weniger greifbare, manchmal lang andauernde Angst oder emotionale Bedrängnis. In diesem Sinne wird das englische Wort oft im Plural benutzt, zum Beispiel: "I'm worried....". Fortgesetzte ernsthafte Befürchtungen können auch als Trauer beschrieben werden. Weiterhin beschreibt die Pflege von etwas oder jemandem (auch Pflege) ein Verantwortungsverhältnis zwischen Menschen oder lebenden Organen, in dem sich ein (Betreuer) verantwortungsvoll um ein anderes ihm anvertrautes Leben bemüht (z.B. ein Tier, ein Baby oder eine hilfsbedürftige Person) (siehe zum Beispiel Mütterliebe, vgl. auch Sorgerecht).

Im Begriff "sich um etwas kümmern" (vgl. auch "Vorsorge treffen"), der mehr auf die geschriebene Sprache zurückzuführen ist, kann Pflege in einem dritten Sinn als die bewusste Erreichung oder Förderung eines gewünschten Zielzustandes verstanden werden und korrespondiert mit der allgemeinen Sprache "dafür Sorge leisten, dass....", oder mit der umgangssprachlicheren Sprache "dafür Sorge übernehmen....".

Obwohl andere Sprachfassungen manchmal andere Ausdrücke für die traurige Besorgnis, die fürsorgliche Besorgnis und die einfache Beschaffung von Sachen oder Sachen benutzen (vgl. z.B. die englische Sprache zum Sorgen, Vorsehen und Beschaffen), spiegeln sich die engen historischen Zusammenhänge dieser Sinnnuancen nicht nur im Deutsch wider.

Vielmehr werden diejenigen, die wenig oder keine Sorge haben, als sorgenfrei, unbesorgt oder rücksichtslos bezeichnet. In fast jedem Menschen gibt es Ängste, wenigstens zeitweise. Die Psychologin T.D. Borkovec und andere definiert Bedenken als eine Kette von Gedanken und Ideen (Assoziationskette), die mit Negativgefühlen Hand in Hand geht (1983). Krankhaftes, unrealistisches Anliegen wird wahrgenommen, wenn es als unkontrolliert erfahrbar wird.

Der Betreffende ist unruhig und kann sich nicht erholen, bis die qualvollen Ängste endlich im Vordergrund des Geschehens sind und auf andere Zustände übertragbar sind (generalisierte Angststörung). Im philosophischen Bereich wurde der Gedanke der Sorge zu einem zentralen Punkt im Schaffen des Denkers Martin Heidegger. Die Sorge entscheidet für ihn über die Existenz des Menschen - sie macht ihm seine Existenz bewußt.

Die Besorgnis - im Blick auf die drei Zeitdimensionen als " voraus sein - im Sein in der Erde - als das Sein mit der Existenz in der Erde. "Im Verhältnis zur Umwelt, in der er lebt, stellt sie sich als "sorgend" (d.h. den tatsächlichen Nutzen der Sache wahrnehmend), im Verhältnis zu seinen Nächsten als ("eintretend" oder "hervortretend") dar.

Laut einer von McKinsey im Jahr 2005 publizierten Untersuchung waren die deutschen Bürgerinnen und Bürger in zunehmendem Maße beunruhigt und deprimiert. Arbeitsplatzsorgen waren für 42% die Hauptursache für Zukunftsangst. In der Poesie wird das Problem oft thematisiert. Das fatale Ergebnis großer Besorgnisse wird zum Beispiel in Gottfried August Bürger's Ballade Lenore von 1774 beschrieben ("Lenore ist im Morgengrauen / aus heftigen Traumen aufgestiegen.").

Bei Johann Wolfgang von Goethes Faust kommt am Ende die "Sorge" auf den Hauptperson.

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