Seelsorge

Beratung

Wie kann ein Selbstmörder umdenken und worauf müssen Pastoren achten? Sei es in der Gemeinde, in der besonderen Seelsorge oder in Beratungsstellen: Die Seelsorge gründet in der Wahrnehmung des Mitmenschen als geliebtes Kind Gottes um seiner selbst willen. Die Seelsorge und Beratung sind zentrale Handlungsfelder der Kirche. In der Diözese Würzburg stehen Pastoren im Sinne des Wortes zur persönlichen geistlichen Begleitung und Unterstützung zur Verfügung.

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Das Wort Seelsorge (lateinisch cura animarum) ist im Deutsch historisch gewachsen und setzt sich aus den Begriffen Geist und Fürsorge zusammen. Sie beschreibt die personelle spirituelle Betreuung einer Person, besonders in Lebenslagen, durch einen angemessen geschulten Pastor, in der Regel einen Pfarrer der entsprechenden Denomination. Die Seelsorge kann je nach Konzeption anders strukturiert werden; in den meisten Fällen ist es ein persönliches Gespräch.

Dem Pfarrer obliegt die Vertraulichkeit oder seine noch strengere Form, das Bekenntnisgeheimnis. Für die als "Seelsorge"[1] bezeichnete Interaktion werden im Neuen Testament Bezeichnungen wie paraclese (griechisch ?????????? parákl?sis) verwendet, die sich im weiteren Sinn mit "Begleitung", im weiteren Sinn mit "Ermutigung", "Ermutigung", "Ermahnung" und "Trost"[2] ausdrücken lassen (Beispiele: Röm 12,8,EU EU, Phil 2,1 EU, 1 Tim 4,13 EU, 1 Thess 5,14,EU).

Weiteres neutestamentliches Pastoralvokabular sind z.B. z.B. die folgenden: z. B. ??????????? nuthetein ( "Apostelgeschichte 20,31 EU, Spalte 1,28 EU")[3] und die folgenden: ??????????? catartízein (1 Cor 1,10,LU EU, 1 Thess 3,10,EU EU)[4], die das pastorale Wirken in ihrem Kontext regelm? Unterschiedliche Vorgehensweisen und Vorgehensweisen in der Seelsorge spiegeln sich im Pimenik wider (aus dem Griechischen ?????? poim?n "shepherd").

Die Seelsorgelehre ist Teil der Praxiswissenschaft. Seelsorge darf nicht mit psychotherapeutischer Betreuung verwechselt werden. Das Arbeiten mit pathologischer Dynamik fällt nicht in den Zuständigkeitsbereich eines Pastors und ist daher bewußt ausgeschlossen. 11 ] Psychotherapeutische Verfahren werden aber auch in der Seelsorge eingesetzt. Gerade die von Carl Rogers und der niederländischen Pastoralbewegung in Deutschland geprägte Hirtenpsychologie misst einem intensiven Dialog zwischen Seelsorge und Psyche (hier vor allem Psychotherapie) große Bedeutung bei.

An der Schwelle zum mittelalterlichen Zeitalter schrieb Gregor der Große das an den Heiligen Vater adressierte Buch Freiheit für den Herrn und eines der bedeutendsten seelsorgerischen Nachschlagewerke. Die Seelsorge war im Hochmittelalter stark mit der Ausübung des Sakramentes der Buße verbunden, das Schuldeingeständnis, Sühne und Absolution durch den Pfarrer beinhaltete. Die Reformer betonten nicht mehr die Sünden, sondern die Gottesvergebung und den Trost, besonders Martin Luther[17] und Heinrich Bullinger, aber in vielen Faellen ersetzten die kirchliche Disziplin bald die Seelsorge.

Das Pietentum lehnt jede formale Seelsorge ab; zum ersten Mal wird die Seelsorge zum Problem. Die pietistische Seelsorge hatte zum Zweck, die Frucht des Vertrauens in das persönliche Dasein, in die diakonische und missionarische Arbeit zu bringen, während zugleich in der Erleuchtung die Bedeutung der Seelsorge in der Lehre ersichtlich wurde, die es den Glaubenden ermöglichte, ein moralisches Dasein zu führen.

Die Seelsorge sollte die Freiheiten und die Reife des jeweiligen Kirchenmitglieds fördern. Sie wurde in Deutschland vor allem unter Johann Michael Sailer weiterentwickelt und verbreitete sich und wird als Vorreiter der heutigen Seelsorge angesehen. A. T. Boisen, einer der bedeutendsten Vertreter der US-Pastoralbewegung, hat in den 1920er Jahren in den USA das Leitbild "Clinical Pastoral Training" erarbeitet, das Seelsorge, Psyche und Erziehung umfasst.

Der kerygmatische Teil der Seelsorge wurde von Eduard Thurneysen als "Orientierung der Nachricht und damit um die Wiederbelebung des spirituellen Lebens...." hervorgehoben. Die Pastoralbewegung kam über die Niederlande nach Deutschland, wo sie auch zur Entstehung der Hirtenpsychologie diente. Auch in der Landeskirchentheologie ist die pastoral-psychologisch ausgerichtete Seelsorge bis heute der Maßstab geblieben.

Die Kirchenseelsorge findet heute in verschiedenen Zusammenhängen statt (Gemeinde-, Krankenhaus- und Notseelsorge, psychiatrische Betreuung, Telefonseelsorge, Flughafenpastoral, Bahnhofseelsorge, Schul- und Polizeipastoral, Künstlerpastoral, Beratungszentren, besonders Opfer haben durch das vorangegangene Einzelgespräch einen pastoralen Charakter: Während des Taufgesprächs begleiten wir die jungen Menschen in eine neue Phase des Zusammenlebens, im Vorbereitungsgespräch bei Trauungen geht es um die Abklärung von organisatorischen Fragestellungen zu pastoralen Augenblicken, besonders im Hinblick auf den Segensgottesdienst werden Fragestellungen über den Abschluss und den Lebenssinn geweckt.

Das erfolgt im Einzelgespräch, aber auch, je nach Lage, durch das Beten, durch die Verwaltung der Bibeln, durch tröstliche und ermutigende Bibelworte, durch Gesten des Segens (z.B. Handauflegen), aber auch durch gesellschaftliche Unterstüzung. Mittlerweile gibt es auch im Netz die Möglichkeiten der Seelsorge. Die Seelsorge muss sich immer wieder aufs Neue an der Person orientieren.

In der pastoralen Praxis hat es also seit den Anfängen des Christentums auch einen ständigen Wechsel gegeben. Auf diese Situation hat die kirchliche Territorialorientierung reagiert. Seit Ende der 1990er Jahre geht ein neues Konzept, die habitatorientierte Seelsorge, auf diese Herausforderung ein. Theologisch und soziologisch soll ein pastoraler Zugang erarbeitet werden, der den Umständen der Seelsorge im dritten Millennium Rechnung tragen kann.

Die Erlebnisseelsorge kombiniert die Seelsorge mit Herangehensweisen aus der Erfahrungspädagogik und Bewegungs-Therapie. Die Erfahrung (in der Natur) ist Ort, Ausgangspunkt und Metapher für das pastorale Gesprächsthema. Aus der Seelsorge der Klinik und der Wallfahrtsbewegung der vergangenen Jahre sind praxisorientierte Herangehensweisen an die Seelsorge erwachsen. Das übergeordnete Anliegen der Seelsorge ist es, den Menschen in ihrer besonderen Lage zu helfen: "Freude und Zuversicht, Leid und Furcht der heutigen Menschen, besonders der Ärmsten und Unterdrückten aller Couleur, sind auch die Fröhlichkeit und Hoffnungen, das Leid und die Furcht der Nachfolger Christi.

"Nach dem katholischen Selbstverständnis wird die Seelsorge von der gesamten Gläubigengemeinschaft wahrgenommen. Pfarrer und Diakone sind in der Pfarrei oder in pastoralen Vereinigungen aktiv. Vollzeitpastorinnen und -pastoren können auch als Seelsorgerinnen und -berater oder Pfarrerinnen arbeiten, und Ordensmänner und Ordensfrauen können auch pastorale Tätigkeiten in ihrem Tätigkeitsbereich ausüben. Es ist zu differenzieren zwischen Seelsorge in der Gemeinde (Gebietsseelsorge) und Seelsorge in Kategorien wie Krankenhäuser, Altenheime, Schule und Gefängnisse.

Zahlreiche Landeskirchenpfarrer werden in eigenen Landeskirchenseelsorgeinstituten geschult, von denen das "modernste" von Winkelmann an der Betheler Religionsschule bei Bielefeld entstanden ist. Mit der Einrichtung eines Pastoralinstituts an der Kirchenuniversität Bethel mit einem hochmodernen Fundament änderte sich die theologische Orientierung der Kirchenuniversität Bethel. Erst Dietrich Stollberg und dann sein Amtsnachfolger Klaus Winkler, die ersten beiden langjährig tätigen Direktoren der Seelsorgeanstalt, gaben ihr einen seelsorgerischen Charakter, der ihr das Recht gibt, der seelsorgerischen Seelsorge einen größeren Platz in der protestantischen Gemeinde zu geben.

Diese Ausrichtung der psychotherapeutischen Seelsorge hat in den letzten Jahren große Zustimmung von Professorinnen und Professoren für Praktische Theologie bekommen, die an vielen Hochschulen durch Kurse in die Psychotherapiepastoral einführen. Zahlreiche Pastoren der protestantischen Gebietskirchen sowie Pastoren der römisch-katholischen Kirchen sind Mitglieder der Dt. Wildfried Engemann (Hrsg.): Handbook of pastoral care.

Vollständig revised and extended edition, Evaluation Institute, Leipzig 2016, ISBN 978-3-374-04258-6 Albert Höfer, Katharina Steiner, Franz Feiner (ed.): Manual of Integrative Gestalt Pedagogy and Pastoral Care, Counselling and Sorg. LogoMedia, Nittendorf 2004, ISBN 3-902085-03-7 Anja Kramer, Freimut Schirrmacher (Hrsg.): Pastoralkirche im 21..

neukirchen-luyn 2005, ISBN 3-7975-0072-6 Christoph Morgenthaler: Seelsorge (= Schulbuch der Praktischen Theologie Bd. 3). Ausgabe, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2012, ISBN 978-3-579-05404-9 Doris Nauer: Widersprüchliche pastorale Konzepte. Joachim Scharfenberg: Seelsorge als Kommunikation. Ausgabe, 4th edition, Göttingen 1987, ISBN 3-525-62142-6 Eduard Thurneysen: The doctrine of pastoral care.

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Wandenhoeck & Rauprecht, Göttingen 2007, ISBN 978-3-525-61596-6 Christian Möller (Hrsg.): Seelsorgegeschichte in Einzelportraits. Wandenhoeck & Rauprecht, Göttingen 1994-1996 Klaus Thieme: Zwischenbericht aus meinem Arbeitsgebiet. Zu: Michael Klöcker, Udo Tworuschka (Hrsg.): Handbook of Religions. Dr. Peter Zimmerling (Hrsg.): Protestanten. Wandenhoeck & Rauprecht, Göttingen 2005 Peter Zimmerling: Nikolaus Ludwig von Zinzendorf als Herausforderer der Seelsorge heute.

Monatliche Zeitschrift für Seelsorge und Seelsorge, Heilung und soziale Aktion. P&S, Zeitschrift für psychotherapeutische und seelsorgerische Betreuung, SCM Bundes-Verlag, Sitten. Modernes Seelsorgekonzept, erstellt von Peter Godzik, 1996 (überarbeitet 2011) (online bei pdf-Datei; 174 kB). Hochsprung ? Philipp Müller: Seelsorge II. Buch arest: Walter Kasper (ed.): Wörterbuch für Theorie und Religion. Heft Nr. 8 Herder, Freiburg im Breisgau 2000, 385. High Jumping ? Christoph Morgenthaler: Seelsorge.

Höchstspringen ? vgl. Christoph Morgenthaler: Seelsorge.

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