Psychologie Coaching

Das Psychologie-Coaching

Psychologie versus Coaching: Brauchen Coaches ein psychologisches Training, um effektiv zu arbeiten? Urkunde der Deutschen Gesellschaft für Positive Psychologie. Welche Berufe gibt es für Psychologen in verschiedenen Bereichen wie Wirtschaft, Coaching, Psychologische Beratung oder Forschung? Die Ausbildung umfasst: Positive Psychologie, Systemisches Coaching, NLP, Lösungsorientiertes Coaching und Psychopathologie. Ihre persönliche Betreuung in München.

Coaching/Psychologie

Der Begriff Klärung zuerst: Ich begreife Coaching als gezielte, wissenschaftliche und fachpsychologische Diagnose, Vermittlung und Bewertung bei beruflichen und privaten Fragen. Coachingaufgabe ist es, Kunden bei der Suche nach beruflichen und privaten Zielen zu begleiten. Diese auch vom Bundesverband der Psychologischen Berufsverbände (BDP) verwendete Begriffsbestimmung von Coaching bringt deutlich zum Ausdruck, was viele Coachingverbände in ihren Coachingbeschreibungen vorschlagen, aber nicht in Worten ausdrücken (wollen): Coaching ist vor allem echte psychische Aktivität.

Ganz gleich, wie heftig Fach- oder Wirtschaftswissen benötigt wird, es kann die Psychologie nie verdrängen. Wer ist am besten geeignet, eine psychologische Aktivität durchzuführen? Psychologen können sich darüber erfreuen, wenn ihre Aufgaben, ihr Spezialwissen und ihr "Handwerkszeug" auch für andere Arbeitsgruppen wünschenswert sind - denn auch andere wollen mehr als ein "Alltagspsychologe" sein.

Seit jeher stellen Psychologinnen und -wissenschaftler ihre Ergebnisse und ihr Know-how grosszügig anderen Fachdisziplinen zur VerfÃ?gung. Dies bedeutet jedoch nicht, dass auch andere Berufe psychische Aktivitäten ebenso gut ausführen können. Aussagen, dass ein Minimum an Klugheit, Erfahrung und gesundem Verstand als Basis für einen Job als Trainer ausreichen, erscheinen fast schon seltsam.

Dies wird weder der Wichtigkeit der Aufgabe noch den Sorgen unserer Betreuerinnen und Betreuer Rechnung tragen. Coaching-Training ist nicht in der Lage, die nötigen Fertigkeiten zu erwerben, um Schlussfolgerungen aus Psychotheorien für den jeweiligen Einzelfall zu ziehen, weitere Ergebnisse in die Hypothesenprüfung einzubeziehen und die Wahrhaftigkeit der angenommenen Fakten zu ergründen. Natürlich gibt es auch nicht-berufliche Trainer (d.h. solche, die als Trainer ohne Abschluss in Psychologie arbeiten), die ihre Trainerinnen und Trainer beim Erreichen ihrer Zielsetzungen unterstützen.

Und wer weiß nicht, was sich zwischen dem Termin und der ersten Coaching-Sitzung manchmal wunderbar entwickelt hat? Nur eine Grundausbildung (Psychologiestudium) schafft die Voraussetzungen für die Bewältigung psychologischer Kompetenzen und die damit verbundenen Fähigkeiten zur flexibleren Gestaltung von Interventionsverfahren und zur Bewertung der eigenen Tätigkeit. Dies ist der Unterscheid zwischen Trainern und Psychotrainern - und damit das Alleinstellungsmerkmal und die Qualitätsmerkmale dieser Trainer.

Bei Außenstehenden ist es nicht möglich zu beurteilen, was sie mit dem Spezialwissen aus einem Grundstudium der Psychologie anfangen können und wie es ihre Beurteilungs- und Handlungsgrundlagen nicht nur erweitert, sondern auch befähigt. Der Qualitätsstandard kann aus Sicht der Verbraucher nicht hoch genug sein, vor allem in einer Zeit, in der unter dem Schirm der IHK die Business Coaches in fünf Tagen ausgebildet (und "zertifiziert" mit Qualitätseindruck) werden.

Wenn Sie sich einem Psychologen anvertrauen, können Sie sich darauf verlassen, dass alle Anforderungen an eine ernsthafte und hochqualitative Betreuung erfüllt werden. Auch die im BDP zusammengeschlossenen Mitarbeiter, die im Coaching tätig sind - und das sind mehr als 4000 -, haben sich zu Ethikrichtlinien (der Standesregeln des BDP) verpflichtet, mit denen sie auch vor einem Schieds- und ehrenamtlichen Gericht zur Rechenschaft gezogen werden können.

Bedeutet "besser" hier "effektiver" im Hinblick auf die Erwartungshaltung und das Erreichte? Besser" bezieht sich auf den professionelleren Umgang mit Coaching-Strategien und -Tools? Besser" heißt noch grundsätzlicher: besser als Trainer mit anderen fachlichen Hintergründen und Ausbildern? Hobby-Therapeuten sind in ihrer Effektivität den geschulten Therapeuten gleichgestellt. Dass dies auch für das Coaching zutrifft, steht außer Frage.

Das Beherrschen und Ausführen von formellen Spielregeln einer grundlegenden Coaching-Theorie zeichnet den besten Trainer sicher nicht aus. Häufig sind es gerade die "professionellen" Irrtümer, die einen Coachingprozess zum Ziel haben. Ist ein Psychologe ohne qualifiziertes Coaching im Grunde besser als z.B. ein Arzt, Krankenschwester, Theologe, Pädagoge, Soziologe, Akteur, Betriebswirt mit qualifiziertem Coaching-Training? Bei der Frage "Wie schaffe ich eine Laufbahn in einem großen Unternehmen" sucht man einen Manager mit Führungserfahrung als Trainer oder vielleicht auch einen Sozialwissenschaftler mit dem Fokus auf Mikro-Politik sinnvoll und zielgerichtet.

Das Problem "Wie kann ich mich und mein Interesse in der Öffentlichkeit glaubhaft darstellen" kann einen Diplompsychologen (bei gestörter Selbstaufmerksamkeit) oder einen Schauspielercoach (bei Sorglosigkeit bezüglich der eigenen körperlichen Präsenz) oder einen befreundeten, sachkundigen Mitarbeiter für eine Befragung am Arbeitsplatz (bei fehlendem unmittelbaren Feedback) nachfragen. Wissenschaftlich-wissenschaftliches Psychologiewissen macht nicht den entscheidenden Unterschied aus.

Was hat der Psychologe, wenn er nicht - wie wir nur zu gut wissen - als eine erfolgsentscheidende Größe zu begreifen ist, gegenüber all denen, die in ihrem Studieren den Menschen zum Gegenstand ihrer Neugierde als einer psychosozialen Instanz machen können? Mit einer fundierten Zusatzausbildung als Schauspieler, erfahrene Managerin, Betriebswirtin, Philosophin oder Juristin haben sie die Grundlage, um ihre Expertise in Coaching-Prozessen effektiv einzusetzen.

Aber eine solche zusätzliche Ausbildung ist unerlässlich, auch und gerade für Psychologinnen und -wissenschaftler, die aus dem Therapiekontext oder der Klinikpsychologie kommen: So werden die defizitären, störungsorientierten Disasterbeschwörungen von psychischen Business-Coaches endlich beendet und es wird sichergestellt, dass sie nicht unzulässigerweise psychologisch aufgearbeitet werden, wenn beispielsweise ein Strukturkonflikt auf wundersame Art und Weise zur " Depressionsfolge " des Kunden wird.

Worin besteht also der Unterschied zwischen einem guten Trainer und der Mittelmäßigkeit, wenn es nicht Ihr Selbststudium ist? Das kann man nicht in der Ausbildung erwerben - weder in der Coaching-Ausbildung noch im Psychologiestudium: Sich von Eitelkeiten zu distanzieren, sich im Coachingprozess nicht stärker in den Vordergrund zu stellen als der Klient.

Mittelmäßigkeit und Hochwertigkeit sind nach wie vor unterschiedlich in den lebensethischen Grundsätzen, zu denen auch das Nichtüberschätzen und die Unterschätzung der eigenen Person zähle. Weil die Erfolgsfaktoren Person alität und professionelles Arbeitsumfeld in den meisten Fragen des Business-Coachings stark verflochten sind, sind neben der Initiierung und Unterstützung selbstreflexiver Veränderungsprozesse auch Fachkompetenz sowie Führungs- und Unternehmenserfahrungen für den Erfolg des Coaches unabdingbar.

Das Coaching scheint ein zu kompliziertes gesellschaftliches Ereignis zu sein, um es mit einem konkurrierenden "Wer kann es besser?

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