Physikalische Medialität

Körperliche Medialität

Dies ist es, was physische Medialität/Mediumismus auszeichnet. Langfristiges Training mit dem außergewöhnlichen physikalischen Medium Warren Caylor in Trance, physikalische Medialität, physikalische Phänomene, Verklärung. Körperliche Medialität ist nichts Neues.

Körperliche Medialität: zu unfassbar? von Prof. Dr. Eckhard Kruse

Ich hatte in den vergangenen paar Wochen die Möglichkeit, drei solcher Sitzungen selbst zu erleben, und ich bin nun davon überzeugt, dass es sich gelohnt hat, diese Erscheinungen näher zu betrachten. Ich will nicht die Authentizität solcher Erscheinungen beweisen. Schließlich hat die Forschung an physischen Datenträgern eine mehr als 100-jährige Tradition, an der sich trotz vieler Anstrengungen nichts verändert hat:

Wenn die einen fundierte Beweise für die Anwesenheit von Phänomenen erkennen, haben andere immer einen Anlass, das ganze Argument in Zweifel zu ziehen und alles als Schwindel zu betrachten. Der Mediziner Fréiherr von Schrenck-Notzing beispielsweise veröffentlichte bereits 1914 umfassende Untersuchungen zu "Materialisierungsphänomenen" und war überzeugt, dass er alle Bedenken zerstreuen und vor allem die Existenzberechtigung des Ektoplasmas, der schönen, zumeist weißlichen Materie, die von den Medienöffnungen des Körpers ausgeht, selbst ein Leben entfalten und letztlich auch die Form von Hand, Gesicht oder ganzen Menschen haben kann.

Noch weniger als einhundert Jahre später, zum Beispiel im Scole-Report 1999, waren die Wissenschaftler erneut davon Ã?berzeugt, dass sie den Unsicherheitsbeurteilungen keine GegensÃ?tze mehr Ã?berlassen konnten, nachdem beispielsweise unverschlossene Filmbilder, die wÃ?hrend der Laufzeit in Schachteln eingeschlossen waren, Nachrichten, Dichten oder sogar EntwÃ?rfe von technischen Zeichnungen wiedergaben. Möglicherweise kann ich Sie ein wenig neugierig machen, so dass das Gesprächsthema auch in Ihr Sichtfeld kommt oder Sie selbst eine körperliche Sitzung aufsuchen.

Die eigenen Erlebnisse sind die besten Voraussetzungen für die eigene Meinungsbildung um die jenseitige Wirklichkeit und ihren Einfluß auf unsere physische Wirklichkeit aufzuzeigen. Die Möglichkeit, an Sitzungen von Kai Mügge (DE), Mychael Shane (USA) und Warren Caylor (UK) im Psi-Verein mitzumachen. In allen drei Massenmedien gab es eine Vielzahl von Phänomenen, Nachrichten wurden von den entsprechenden "spirituellen Ansprechpartnern" gehört und es entstand ein (oft witziger und humorvoller) Austausch mit den Teilnehmenden.

Hier möchte ich ein paar Dinge aufzählen, die mich beeindruckt haben und bei denen ich keine Ahnung habe, wie man sie mit Täuschung und Täuschung durchsetzen kann. In Mychael Shane wurde ein Teil der Sitzung bei normalem Licht abgehalten. Das Kabinett (eine "dunkle Zelle" für das Mittel, wie es in Sitzungen üblich ist) wurde verschlossen und nach einer gewissen Zeit grunzte Mychael durch den geschlossenen Maul und gab das Signal, dass die Show gleich beginnen würde.

Ich habe mich mit Caylor in einer Privatsitzung im Psi-Verein getroffen. Aber selbst wenn er das Talent hätte, so verschiedene Figuren so anschaulich, witzig und wortgewandt in Bezug auf Gesang, Sprache und Charakter zu spielen, bleibt die Frage, warum er nicht als Schauspieler auf Comedy-Bühnen gefeiert werden würde.

Schließlich war ein ganzer, matt glänzender Körper mit Arm und Hand zu erkennen, auf natürlichem Wege erhoben, als wollte sich "Yellow Feather" in seiner ganzen Herrlichkeit erweisen. In den Sitzungen war mein Geist beunruhigt und begierig, aber vergebens, nach konventionellen Erklärungsansätzen für das, was ich erlebt hatte, zu forschen.

Dies und viele andere Fragestellungen wurden von Forschern, die sich mit solchen Phänomenen beschäftigen, seit längerem aufgeworfen, und die Massenmedien reagieren oft auf Befürchtungen und erlauben es, traditionelle Erklärungs- und Täuschungsmuster auszuschließen, wie das Binden oder Halten am Sessel, die vorhergehende Suche in den Räumen, den Massenmedien, ihrer Bekleidung und gelegentlich auch in ihren Mündungen.

Deshalb hier nur kurz meine eigene Einschätzung: In allen Sitzungen gab es Erscheinungen, bei denen ich mir im Prinzip (ohne zu wissen wie) vorstelle, sie könnten mittricksen. Aber es gab auch immer wieder Erscheinungen, bei denen ich kein Hintertürchen für Täuschungen oder Täuschungen sah, selbst mit viel Phantasie.

Die einen sind davon ueberzeugt, dass es eine gewisse Wahrheit in den Erscheinungen geben muss, die anderen kommen zu dem Schluss, dass, wenn nur eine Sache betruegerisch sein koennte, alles betruegerisch sein muss. Für diejenigen, die (noch?) keine unerklärlichen Betrachtungen ertragen können, besteht die Gefahr, dass sie für zu simple Erläuterungen ("alles Unsinn, alle Lügen und Täuschungen") oder gar für Glaubenssätze ("Wer damit umgeht, ist kein ernst zu nehmender Wissenschaftler") empfänglich werden.

Daß sich die Forscher so oft davor zurückhalten, das Paranormale zu untersuchen, ist wahrscheinlich gerade auf die Furcht zurückzuführen, daß sie vielleicht auf Täuschungen oder Täuschungen sitzen und dann als Dumme aufstehen. Aber nicht nur für die Naturwissenschaft, sondern für uns alle könnte es eine wundervolle Aufgabe in unserer geistigen Lebenswelt sein, den selbstbewußten, manchmal überschätzten Geist mit seinem angeblich gesicherten Wissen in eine wehrlose Situation zu versetzen, in der es um reines Erlebnis und Wahrnehmung geht - und damit letztendlich auch um körperliche Medialität: zu unglaubwürdig? von Eckhard Kruse über die Stärkung von Gefühlen und Herzen für einen weltoffenen, allumfassenden Menschen.

Möglicherweise können auch neue Wege zur Erkundung der physischen Medialität beschritten werden, wenn man sich nicht an die immer wieder umstrittene Standard-Frage "real oder irreführend? kann man die Wirkungsmechanismen von Religionskriegen - die wir weltweit mit verheerenden Konsequenzen erfahren - in einem Themenmikrokosmos erforschen, wo sie gewaltlos, aber ziemlich bösartig und unvernünftig stattfinden; es gibt viele spannende Querverweise zur Bewusstseins- und Kultforschung; und man könnte auch in der Wissenschaft kühn überlegen, ob (wo?) das Phänomen wirklich ein solches Problemfeld für unser Weltanschauungsbild sein würde, wie es reflexiv beansprucht wird.

Leute mit Medienkenntnissen genießen in vielen Bereichen unserer heutigen Zeit einen Ruf, der wahrscheinlich zwischen Enkelkindern und Haus-zu-Haus-Betrügern liegt. So erzählte mir Warren Caylor in einem Privatgespräch, dass er in England zumindest sechs oder sieben Gruppierungen kannte, die aufgrund einer möglichen öffentlichen Feindseligkeit ihre körperliche Medialität ausschließlich privat praktizierten.

Für mich selbst zum Beispiel scheint es, dass ein dauerhaftes wirtschaftliches Wachstum auf einem beschränkten Globus unsere weltweiten Schwierigkeiten löst, viel mehr als die Idee der Existenzberechtigung einer spirituellen Umwelt, viel mehr als die der physischen Absurdität. Anders als viele Politiker und andere Fachleute der Eigeninszenierung habe ich Kai Mügge, Mychael Shane und Warren Caylor als sehr glaubwürdig, herzlich und unkompliziert empfunden.

Alle drei konnte ich bis auf ihre Sitzungen kennen lernen und es gab keinen Gegensatz zwischen "öffentlicher Aufführung auf der Bühne" und privater Begegnung. Im Gespräch miteinander zeigte sich ein großes Verständnis für die Arbeiten des anderen, und es erschien eine selbstverständliche Tatsache, dass es sich um reale Erscheinungen handelte, z.B. als er mit Begeisterung Mychaels Apporte fotografierte (Magier würden sich kaum die weißen Hasen des anderen fotografieren) oder als er in Mychaels Séance mit "Lady Nada" sichtbar berührte.

Es wird wohl auch in absehbarer Zeit keine einfache, allgemein gültige Erklärung für die Erscheinungen der physischen Medialität sein. Manchmal haben Prominente wie Thomas Mann Séancen aufgesucht und darüber in der Öffentlichkeit gesprochen, und ich betrachte es als eine Gelegenheit, unser eigenes Gedankengut zu vermischen - wenn wir uns auf unsere eigenen Erfahrungen einlassen.

Auch ich selbst bin gespannt auf weitere Besuche, um diese wunderbare Umgebung besser kennen zu lernen. Vielen Dank an Lucius Werthmüller vom Psi-Verein für die interessanten Gespräche und die Gelegenheit, die Presse kennen zu lernen und an einer persönlichen Sitzung von Warren Caylor teilnehmen zu können.

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