Pendel von Foucault

Das Pendel von Foucault

Foulspiel Noch heute ist die Begeisterung für Foucaults Pendel im Tower des DSM spürbar. Damit knüpfte das Haus an eine Ausstellung an, die bereits zur Hälfte des neunzehnten Jahrhundert großes Publikumsinteresse hervorgerufen hatte. Im Jahre 1849 hatte der Franzose Jean Bernard Léon Foucault (1819-1868) eine Reihe von Experimenten mit einer großen Kundgebung abgeschlossen.

Durch ein Pendel hat er die Drehung der Erdoberfläche beeindruckend dargestellt. Bei allen Beobachtern erscheint die Oszillationsebene des Panels als eine langsame Drehung. Aber diese Änderung ist in der Tat auf die Drehung der Erdoberfläche zurück zu führen. Er hatte bereits mehrere Versuche mit kleinen Pendel gemacht und das PhÃ?nomen demonstriert. Damit die Wirkung einem breiten Fachpublikum gezeigt werden konnte, setzte er bei seinem Auftritt im Pantheon in Paris 1851 eine 28 kg schwere Schwermetallkugel auf einem 67m langem Metallgarn ein.

Die große Sensation, die Foucault mit seinem Auftritt auslöste, hatte zwei Hauptgründe. Selbst zu Foucaults Zeit in der Bauphysik ging es natürlich nicht mehr darum, dass sich die Welt jeden Tag um ihre Achse dreht. Trotzdem fehlte noch eine glaubwürdige Versuchsdemonstration. Foucault selbst bemerkte: "Das Pendel hat den Vorteil, die Effekte zu akkumulieren und aus dem theoretischen in den beobachteten Raum zu übertragen.

Der Tod des großen Forschers jährt sich zum ersten Mal.

In Paris ist der Diplomphysiker Jean Bernard Léon Foucault vor 150 Jahren gestorben - sein Namen ist eng mit dem bekannten Pendelexperiment verknüpft. Im Pantheon von Paris machte Foucault ein Pendel von knapp 70 Metern Länge. An der Unterseite der Kugel zog ein Stachel eine Spur in ein Sandsteinbett. Schon nach wenigen Augenblicken wurde klar, dass sich das Pendel zu wenden scheint - es zog immer wieder neue Bahnen in den Strand.

In Wirklichkeit war es aber nicht das Pendel, das sich drehte, sondern das Sandsteinbett. Weil ein Pendel, das einmal oszilliert, sein Schwingungsniveau immer beibehält. Diese physikalischen Gesetzmäßigkeiten lassen sich in einem simplen Versuch aufzeigen. Sie lassen ein Pendel an Ihrem gestreckten Hebel schaukeln - mit ganz simplen Hilfsmitteln wie dem Ladeleiter eines Mobilfunktelefon.

Drehen Sie nun mit dem Pendel und gestrecktem Hebel ganz vorsichtig, wird das Pendel nicht mitgedreht. Wenn Sie ein Pendel am Nord-Pol schaukeln lassen, wendet sich die Masse innerhalb von vierundzwanzig Minuten einmal darunter. Ein Pendel benötigt auf dem Breitengrad Deutschlands etwa 31 Std. für eine ganze Umdrehung der Erdscheibe.

Der Versuch von Léon Foucault in Paris war eine kleine Sensation. Was? Mit dem Pendel konnten nämlich auch Laie im wahrsten Sinne des Wortes erkennen, dass sich die Welt umdreht.

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