Partnerschaft Krise

Die Partnerschaftskrise

Ohne Krisen wächst keine Partnerschaft. Inwiefern es danach besser wird, hängt nur vom gemeinsamen Willen von Ihnen und Ihrem Partner ab. "Auch eine Krise birgt Chancen", betont Claudia Wille. Die Beziehungskrise treibt die Partner leicht in Verzweiflung. Und die Partner vermasseln es mit der Zeit?

So überlebt man als Ehepaar eine Krise.

Lieben ist Arbeiten! Verwandtschaft ist Beruf! Nun bin ich sehr glücklich, dass ich meine Freude an der Sache habe, die ich ohnehin habe, und ich hätte nicht heiraten können, wenn mir eine Partnerschaft als große Belastung erschienen wäre, die nur zwei stark belastete Maultiere über den Hügel kommen. Krisensituationen sind dabei. Immer wenn Pärchen zu mir kommen, weil sie zu lange warten.

Als ob der eine Gesprächspartner und der andere.... naja, auf dem Handy tippen würde. Pärchen, die sich einfach verlieben, sprechen nicht nur, sie zuhören sich. Von da an fühlen sich viele Gesellschafter wie auf sich allein gestellt an.

Auswege aus der Partnerschaftskrise

Er ist nie rechtzeitig, er vergißt immer etwas - und wie lange ist es her, seit er das letzte Mal "Ich hab dich lieb" gesagt hat? "Während Controllerin Monica, 36, über ihren besten Freund, Rechtsanwalt Robert, 37, weint, sieht sie im Kürbis mit seinen Kolleginnen und Kollegen Abwechslung.

Das Fazit ist: Was ist zwischen Monica und Robert los? Steht die Sexualität am Rande, wird sie zu Irritation, Indifferenz oder gar Missachtung, was in der Regel auf Probleme in mindestens einem von vier Gebieten zurückzuführen ist, bemerkt Dr. Claudia Wille, Paar- und Sextherapeutin und Hausärztin in Wien.

Zu den vier "Minenfeldern der Liebe" gehören:1 Die Problemkommunikation Natürlich ist es gut, dass Monica einen verständnisvollen Freund hat und Robert gute Freunde. Doch was dem Ehepaar offensichtlich mangelt, ist eine Diskussionsgrundlage, eine "konstruktive Interaktion", wie Claudia Wille hervorhebt. "Ist die Mitteilung einschläfernd oder im Falle von Robert und Monica auf Anschuldigungen und Entzug beschränkt, ist sie auf zerstörerische Verhaltensmuster beschränkt, ist die Gefährdung im Ausstand.

Selbst der amerikanische Diplompsychologe John Gottman bezeichnet solche Verständigungsmuster als "apokalyptische Reiter" der Beziehung eines Paares; dazu gehören neben Missachtung und Verteidigung auch Missachtung, Mauer und Einkehr. "Laut Forschung ist der Kampf gegen Streß einer der bedeutendsten Gründe dafür, ob eine Beziehung und eine Ehe Bestand hat oder nicht", so Claudia Wille. Das bedeutet sowohl den Druck, mit dem der Einzelne für sich selbst fertig werden muss, als auch den Druck in der Partnerschaft.

Wenn es den Partnern gelingt, die schwierigen Situation so ruhig wie möglich zu bewältigen, kommt dies auch der Partnerschaft zu Gute. Zweite Arme Gesellschaft Monica und Robert haben ein weiteres Problem: die Gestaltung ihres (gemeinsamen) Alltag. Neben ihrer Nebentätigkeit ist Monica nahezu ausschließlich für ihren eigenen Nachwuchs und den Hausstand verantwortlich, während Robert die meiste Zeit im Büro arbeitet und manchmal kaum mehr als ein Nachtgast ist.

Es geht dabei keinesfalls um ein ausgefeiltes Relationship Management, im Gegenteil, es wäre zerstörerisch: "In unserer Zeit sind wir gefordert, immer und in jedem Gebiet Erfolg zu haben, auch in einer Beziehung", stellt er fest. "Perfektionisten sind daher besonders gefährdet, weil sie nie perfekte Bindungen haben.

"Auf einer ganz anderen Ebene, Susanne, 40, und Peter, 38: Die 15-jährige Zusammenarbeit zwischen dem Lehrer und dem Arzt ist durch unterschiedliche unbearbeitete Erfahrungswerte belast. "Beanstandungen aus der Geschichte, die noch nicht behandelt wurden, z.B. wenn ein Ehepartner betrogen hat, können ein Anlass für Probleme in der Partnerschaft sein", so der Paartherapeut.

"Sie ist nicht allein mit dieser Erfahrung: "Frauen klagen sehr oft, dass sie mit ihren Befürchtungen oder Klagen während der Trächtigkeit allein gelassen wurden", bekräftigt er. Es ist zum Beispiel nicht realistisch, eine dauerhaft fröhliche Partnerschaft zu verlangen, "niemand ist immer fröhlich", sagt er. Manche glauben auch, dass sie gewisse Rechte in der Partnerschaft haben, sei es nun in Bezug auf das Geschlecht oder die Zuneigung.

"Im Idealfall empfinden Sie Dankbarkeit für das, was Ihr Gesprächspartner in Fürsorge, Sorgfalt und Herzlichkeit zu erweisen hat. "Verschmutzte Orte aus der KindheitKaum ein Ehepaar wird verschont, sind Abdrücke aus der Familie der Herkunft, die auch die Beziehung beeinflussen. Eine strikte Mama, die sich nie vertragen konnte, der liebelose Papa, der für jede kleine Sache schimpfte: All diese Erlebnisse lassen Verletzungen zurück, die der Ehepartner (unwissentlich) berührt.

"Oftmals kennt man die Abdrücke gar nicht", sagt Claudia Wille. Es ist dann schwierig, die eigenen Empfindungen zum Ausdruck zu bringen, statt dessen gerät man in ein Verhalten aus der Kindheit: "Wir werden von unserem Gesprächspartner bemängelt? Verstanden? Der Mann nicht? Ältere Unfälle gehen z.B. im Zusammenhang mit der psychotherapeutischen Behandlung verloren: "Wenn man weiss, wie man tickte, warum einem manche Dinge am Herzen liegen oder warum man in gewissen Gebieten leicht beleidigt ist, kann man etwas dagegen tun", unterstreicht Claudia Wille.

"ln einer Partnerschaft sollte der eine über sich selbst und den anderen wissen - und darüber sprechen. Sie merken nur Positives und ignorieren die weniger Positiven", umreißt er. "Sie benehmen sich so, wie es traditionell dem anderen Geschlecht entspricht. "Oft haben die Gesellschafter das Gefuehl, dass der andere nicht der rechte ist", sagt er.

Nach etwa vier oder fünf Jahren der Zusammenarbeit treten in dieser Machtkampfphase die meisten Abspaltungen auf. "Dies ist der fall, wenn Sie die Partnerschaft aufgegeben haben und eine vereinbarte Partnerschaft leben. "Krise als WendepunktEgal, auf welcher der vier Stufen sich ein Ehepaar in einer Krise befindet, kann man in jeder Lage die Notbremsung durchziehen.

"Auch eine Krise bietet Chancen", betont Claudia Ville. Ich bin nicht mein Teilhaber, ich bin für mein eigenes Wohlbefinden und mein eigenes Wohlbefinden mitverantwortlich. Worüber bin ich froh? "Man könnte sich auch die Frage stellen, was den eigenen Lebenspartner froh macht", schlägt er vor und ermuntert auch zur Dankbarkeit: "Im anderen habe ich einen Menschen, der mich jeden Tag reflektiert.

Dies macht die Partnerschaft zu einer Persönlichkeitsentwicklungsquelle. "Wer dies versteht und auch auf die Mittel einer Partnerschaft zurückgreift (siehe "Ressourcen der Liebe" unten), wird die Partnerschaft auf ein stabiles Fundament stellen und der liebenden Person - auch wenn sie bereits am Rande steht - möglicherweise zu einem genialen Wiederaufleben verhelfen.

Die Wienerin und Psychotherapeutin Dr. Claudia Wille bereute, dass das Stichwort Krise heute zu früh in den Munde genommen wird. Aber wann ist es wirklich entscheidend für eine Partnerschaft? "Ein Verhältnis ist in Gefahr, wenn das Ungenügende über einen längeren Zeitraum das Befriedigende überwiegt", resümiert der Experte.

Eventuelle Zeichen einer Krise: Haben Sie sich schon lange unzufrieden in Ihrer Partnerschaft gefühlt? "Auch psychosomatische Leiden sind eine echte Krise", unterstreicht Claudia Wille. Sogar eine krisengeschüttelte Verbindung kann dann errettet werden. Konversation, Passion, Respekt: Mittel der LiebeZum Erhalt der eigenen und vor allem zur Rettung der eigenen Liebesbeziehung sollte man sich an die Mittel einer Partnerschaft erinnern: "Zeit zum Zusammensein, in der man sich unterhält oder etwas tut, verbindet", sagt die Therapeutin des Paares Dr. Claudia Wille, die erste Quelle der Kraft.

In eine Partnerschaft sollte nicht nur Zeit, sondern auch Kraft investiert und auf ein Bankkonto eingezahlt werden - eine bedeutende Investition: "Das Gefühlshirn lagert die negativen Ereignisse fünf Mal so stark wie die positiven", so der Experte. Wenn du also deinen Freund anschreist, musst du fünf Mal etwas Schönes tun oder sogar ausgleichen.

lch mag dein Grinsen. "Sie sollten sich regelmässig Zeit für Gespräche über Probleme nehmen", unterstreicht er. "Das Wochengespräch, in dem sich die Gesprächspartner gegenseitig erzählen, was ihnen gefällt und was sie nicht mögen, hat sich als erfolgreich erwiesen. "Sie sollten auch Ihr lnteresse an Ihrem Gesprächspartner behalten.

"Es ist ein Fehler zu glauben, dass man den anderen Menschen in- und außerhalb des Hauses sowieso gut kannte. "Man muss nicht alle seine Bekannten miteinander verkuppeln oder jeden Feiertag zusammen verbringen", sagt er. "Alle brauchen ihren eigenen Raum. "Es sollte auch Achtung voreinander geben: "Behandle ich meinen Gesprächspartner so, wie ich selbst gerne gehandhabt werden möchte?

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