Minderwertigkeitsgefühl

Unterlegenheitsgefühl

Minderwertigkeitskomplex oder -gefühl ist ein mentales Gefühl, das ein Gefühl der eigenen Unvollkommenheit ausdrückt. Neben Angstgefühlen sind Minderwertigkeitsgefühle die häufigsten Gefühle der Menschen. Strategien für den Umgang mit Minderwertigkeit und geringem Selbstwertgefühl. Was kann man tun, um Minderwertigkeitsgefühle zu besiegen? Alle diese Fragen haben wir aufgrund von Minderwertigkeitsgefühlen.

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Der Schwerpunkt auf Minderwertigkeit (sentiment d'incomplétude) durch Neurologen wurde zuerst vom französichen Diplompsychiater Pierre Janet geschildert und stimmt mit den Erkenntnissen von Adler überein, wie er 1912 in seinem Werk Über den Nervencharakter schrie. Alfred Adler akzeptierte im Unterschied zu Janet bei jedem Menschen Unterlegenheit.

Oswald Spengler erkennt in seinem " krummen Anblick von oben " die Neider- und Unterlegenheitsanlagen. Leute mit einem minderwertigen Komplex empfinden sich minderwertig, winzig und bedeutungslos. Das Minderwertigkeitsgefühl kann sich auch in Beschwerden äußern, die Zeichen sein können, mit denen man andere (unbewusst) für sich gewinnen will. Das Gefühl der Minderwertigkeit kann zu Beziehungsmangel, Unfähigkeit zur Liebe in Gestalt einer Einseitigkeit, Sozialphobie und permanenter Furcht, etwas Falsches zu tun, sowie zu Sprachhemmungen fÃ?hren.

Das Minderwertigkeitsgefühl führt zu kompensatorischen Verhaltensweisen wie einer inneren wie äußeren wahrnehmbaren Opferstellung (siehe auch: Drama Triangle von Eric Bern oder Claude Steiner), bei den Menschen - oft besonders in jüngeren Jahren - zu nach aussen gerichteter Aggression, Alkoholüberkonsum und Entweichen in Statussymbolen oder der gesellschaftlichen Lage des Menschen zu unbezahlbaren Wertgegenständen. Überheblichkeit wird gewöhnlich als sicheres Kompensationszeichen eines minderwertigen Komplexes angesehen.

Nach Sigmund Freuds Antriebstheorie liegen die Gründe für den Inferioritätskomplex und die daraus resultierende Depression in der mündlichen Form (Fritz Riemann: Grundformen der Angst, 1961), die nicht gelebt oder erfüllt werden konnte. Wenig Aufmerksamkeit in diesem Lebensalter und kein Stillverhalten des Babys, keine oder nur wenig Empathie führt zu einem minderwertigen Komplex.

Zu sehr verwöhnt, so Paul Häberlin, fördert "der Kindertanz "[11] in der Jugend auch die Entwicklung von Unterlegenheit. Beides beseitigt die Basis für den Erwerb eines guten Selbstwertes und führt oft zu einer Suchtneigung. Hochsprung nach: ab Brachfeld: Minderwertigkeitsgefühl, S. 10 Hochsprung Brachfeld: Minderwertigkeitsgefühl, S. 14 Hochsprung Heinz Ludwig Ansbacher: Individuelle Psychologie, S. 245. Hochsprung Niklas Luhmann: Rechtsoziologie, Reinbek bei Hamburg 1972, Bd. 1, S. 56.

Höchstspringen Brachfeld: Gefühle der Minderwertigkeit, S. 163. Alfred Adler: Über den Nervencharakter, S. 1 912. Oliver Brachfeld: Los sentimentos de inferioridad. Luz Miracle, Barcelona 1935: Gefühle der Minderwertigkeit im Individuum und in der Gemeinde. Klett, Stuttgart 1953. Paul Häberlin: Unterlegenheit. Zürcher Spiegelverlag, Zürich 1947 Heinz L. Ansbacher, Rowena R. Ansbacher: Alfred Adlers Individuelle Psychologie.

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