Lebenskrise bei Männern

Die Lebenskrise bei Männern

Menschen in der Krisensituation - und ein Trainer, der helfen kann Der war unter der Brause, und das einzigste, was er sich vorstellen konnte, war: "Wie oft muss ich noch geduscht haben, um diesen Mist hier rüberzubringen? Als Dirk Schröder, 49, jetzt darüber redet, erfährt man, wie alles zusammen gehört. Mit Dirk Schröder kann man viel über die Krisensituation des Menschen ausrichten.

Er ist ein Männercoach, und er ist einer der Ersten. Der Mann hat die Beherrschung über sich selbst eingebüßt. "Zu ihm kommen Menschen, die sich verlaufen haben, die jemanden benötigen, der auf ihre Hände schaut, aber auch Menschen, die sich entwickeln wollen. Zu seinen Kunden zählen Mediziner, Anwälte, Diplomatinnen, meistens erfolgreiche, sie kommen aus Hamburg oder der Schweiz zu ihm nach Éutin, die meisten von ihnen Mittvierziger.

"Wenn Schröder gut mit ihnen zusammenarbeitet, werden sie nie wieder zu ihm kommen. Ein Mann für diejenigen, die, wie er sagt, genug "Arsch in der Hose" haben, um ihre Zeit mit einem Trainer zu verbring. In Deutschland leiden sechs Prozente der Bevölkerung im Verlauf ihres Leben an Depressionen.

Obwohl die Betroffenen zweimal so oft sind, haben die älteren Menschen das größte Selbstmordrisiko. Menschen konsumieren mehr Alkoholika, sie sind häufiger erkrankt, sie haben lieber ihren Arbeitsplatz verloren. Es geht nicht um die Manner. "Für eine Untersuchung befragte sein Lehrstuhl in einer repräsentativen Befragung die Deutschen nach ihren Empfindlichkeiten, woraufhin ihm deutlich wurde: "Wir müssen uns um die Menschen in Deutschland kuemmern.

"Das ist alles, was Schröder sagt. "Waehrend die Frau ihre Rollen viel besser kennt, wackeln die Maenner mehr und mehr umher. "Dirk Schröder trug ein Shirt, das zu seinen grauen Äuglein passte. Da gibt es schlimmere Orte zum Wohnen. Der hat den Zugriff auf das Menschenleben verloren. Er hat nach der drei Jahre andauernden Krisensituation sein eigenes Schicksal umstrukturiert, er, der 20 Jahre vorher als Trainer in der kirchlichen Jugendarbeit tätig war, hat wieder gesattelt und eine Trainerausbildung gemacht, Spezialisierung: Mann.

Das war die schönste Wahl seines ganzen Leben.

SCHRÖDER erzählt in kurzen Worten, ohne unscharf zu erscheinen, die Sache ist ihm ein Anliegen. Es geht um Wertvorstellungen, um die Familien und um den "Stolz, der in den Paradies weint" der Menschen, die ein Verwüstungsfeld hinterlassen; zerbrochene Hochzeiten, desorientierte Nachkommen. Marlene Dietrich schrieb, dass die meisten Weiber alles tun würden, um einen Mann zu verändern, "aber sobald sie ihn verändert haben, mögen sie ihn nicht mehr".

Die Rheingold-Studie zeigt: "In ihrer Hilflosigkeit richten sich viele Menschen heute unbewußt am Anblick der Frauen aus. Die Konsequenz ist, dass die Menschen ihre eigenen Bedürfnisse und Forderungen oft gar nicht formulieren, sondern sie zu lieben Kindern im vorausschauenden Gehorsam werden. "Auch Dirk Schröder ist überzeugt: "Die meisten Menschen wissen zwar ganz genau, worum es geht, aber sie sind davon beeindruckt.

"Kein Wunder, dass vor allem die Frau mit dem Bedürfnis nach Training zu ihm kommt - für ihre Ehemänner. Schau nach vorn. Schau nach vorn.

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