Lebenshilfe Haustarifvertrag

Betriebsvereinbarung Lebenshilfe

Anerkennung der Arbeiten Oberhausen. In der Lebenshilfe Oberhausen besteht die reale Gefahr eines Tarifkonflikts. Dies wurde von Wolfgang Cremer (Verdi) bestätigt. Der Konflikt geht auf die aus gesetzlichen Gruenden erforderliche Umwandlung der seit 1988 geltenden Betriebsvereinbarungen fuer die Beschaeftigten der Lebenshilfe Oberhausen zurueck. Cremer bemängelt, dass die von der Lebenshilfe unterbreiteten Angebote für die Beschäftigten manchmal zu massiven Einkommensverlusten von mehreren hundert Euros pro Monat geführt hätten.

Verdi verlangt "faire Löhne", die Lebenshilfe "korrigiert" die Gehälter nach unten. 3. "Die Lebenshilfe bezahlt seit knapp fünf Dekaden auf der Grundlage des Bundesangestelltentarifs BAT. Die BVT-orientierte Lebenshilfe-Hausvereinbarung ist nicht mehr rechtskonform und muss umgestellt werden. Cremer: "Ein Beispiel dafür sind die diskriminierenden Faktoren wie z.B. die Gehaltseinstufung nach Jahren.

Wären die Jugendlichen jetzt bei der Lebenshilfe angestellt, müssten sie den Höchstlohn bezahlen, "weil den alten Arbeitnehmern nichts weggenommen werden kann". Die Lebenshilfe wollte das nicht, sie wollte die Gehälter nach unten anpassen. Kremer weist dies zurück: "Es geht darum, eine neue, faire Vergütungsstruktur für die Mitarbeiter der Lebenshilfe zu schaffen.

Die aktuellen Vorschlaege der Lebenshilfe sind nach anfangs konstruktiver Tarifverhandlung nicht akzeptabel, sagt der Verdi-Mann: "Die Lebenshilfe setzt sich mit der sich verschlechternden wirtschaftlichen Situation der Institution auseinander, weil das Lande die Refinanzierungsraten fuer die Pflege senkt". Die Lebenshilfe muss aber statt "im Voraus" klar machen, dass gewisse Vorteile nicht billig zu erzielen sind: "Seit Jahren betont die Politik, wie bedeutsam die Arbeit mit Behinderten ist, dann entscheiden sich dieselben Politiken, Subventionen zu kürzen.

Das Gleiche tut auch die Landeshauptstadt Oberhausen, indem sie von der Lebenshilfe Sozialhilfe übernimmt - zu viel zu wenig, sagt Cremer und führt als Beispiel die begleitende Hilfe für behinderte Mitmenschen an. Kremer macht deutlich: "Wenn wir jetzt aufgeben, werden wir eine Spirale der Vergütung in Bewegung bringen. Dies hat auch etwas mit der Würdigung der Leistungen der Mitarbeiter der Lebenshilfe zu tun."

Die Lebenshilfe Oberhausen verlangt von Cremer: "Es muss der Bevölkerung und dem Staat klar gemacht werden, dass der Subventionsabbau inakzeptabel ist.

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