Krise Psychologie

Kriminalpsychologie

K. wird in der Psychologie als die dramatische Konfrontation mit psychologischen Konflikten verstanden. seelische Krise Unter einer psychosozialen Krise versteht man den mentalen Gleichgewichtsverlust, den ein Mensch empfindet, wenn er mit Geschehnissen und Lebenssituationen zu kämpfen hat, die er im Moment nicht aushalten kann. Denn die Natur und das Ausmass dieser Ereignisse überfordern seine Fähigkeit und seine bewährten Werkzeuge, wichtige Ziele im Leben zu erreichen oder mit seiner Lebensumstände umzugehen.

Krisensituationen sind Geschehnisse, die sich immer wieder im Alltag wiederholen. Es gibt drei Krisenarten: die Traumakrise, die von plötzlichen, meist unvorhergesehenen Schicksalsschlägen hervorgerufen wird, wie z. B. Krankheiten oder plötzlichen Behinderungen, Todesfällen eines nahen Verwandten, Trennungen, Entlassungen, die Krise der Veränderung, die in jedem Lebensverlauf durch ihren natürlichen Verlauf auftritt, z. B. durch Adoleszenz, Heimgang, Ehe, Kindergeburt, Kinderersatz, Klimakterik, Überalterung etc.

Die Krise als Phänomen der systemischen Funktionsstörung, d.h. ohne vorheriges traumatisches Ereignis oder Wandel, aber dass eine gesellschaftliche Lage in einem solchen Fall eine Eskalation in Gang setzt, dass der Zusammenhang in existenzieller Weise in Zweifel gezogen wird. Häufig ist der Grund für die Krise der Umgebung und teilweise auch des Betreffenden selbst unverständlich, wodurch jeder Mensch aufgrund seiner eigenen Entfaltung zerbrechliche Persönlichkeitsfelder hat, so dass es in diesen Gebieten dann einfacher zu Krisensituationen kommt.

Charakteristisch für eine Lebenskrise ist der Wegfall des innerlichen Gleichgewichtes, da der Betreffende in seiner aktuellen Lebenslage mit stressigen Geschehnissen zu kämpfen hat, die den früheren Umgang miteinander und mit den damit verbundenen Aufgaben und Zielsetzungen stark in Zweifel ziehen. Überbeanspruchung durch Lebensverhältnisse oder Geschehnisse erzeugt ein Überforderungs-, Spannungs- und Bedrohungsgefühl, so dass das seelische und soziale Gleichgewicht beeinträchtigt wird.

Es wird vor allem keine Möglichkeit des Handelns gesehen, sondern eine Einschränkung, Paralyse der Gesamtenergie, mangelnde Handlungsfähigkeit, so dass das subjektive Empfinden aufkommt, dass es keinen mehr gibt. Furcht ist in der Regel eine Begleiterscheinung in einer Krise, deren Ausmass immer ein Indiz für die Ernsthaftigkeit der Krise ist.

Denn je stressiger eine Krise wird, je stärker wird der interne und externe Veränderungsdruck oder der Entspannungsdrang. Es gibt vier Krisenphasen: Stufe 1: Das Hauptproblem tritt auf, d.h. die Auseinandersetzung mit dem Problemereignis, bei dem die üblichen Fertigkeiten und Mittel nicht ausreichend sind, um das Phänomen zu überwinden, so dass eine Verspannung auftritt, in der die Betroffenen versuchen, das Phänomen mit intensiverem Einsatz zu erfassen, wodurch in der Regel auch die anderen Menschen stärker belastet werden.

Die Betroffenen erfahren, dass der Stress nicht überwunden werden kann, dass sie mit Gefühlen des Versagens, der Furcht, des Drucks, der Aggressivität, der körperlichen Symptomatik und des Selbstwertgefühls konfrontiert werden, die Anspannung steigt, die Empfindungen, Wahrnehmungen kondensieren und einengen.

Etappe: Bei der Steuerung der Signalverarbeitung wird oft eine selbstschädigende Steuerung angestrebt, z.B. durch Anästhesie wie z. B. mit Hilfe von Medikamenten oder alkoholischen Getränken. Mal kommt es zu einer physischen Krankheit, der Innendruck bringt zur Mobilmachung aller Möglichkeiten der Selbstbewältigung, mal wird sehr ungewöhnlich oder gar ungewohnt probiert, d.h. "die eigene Lage wird bewußt als neue und andere bewertet, wodurch es in dieser Zeit entweder zur Überwindung der Krise oder zum Ausstieg aus der Situa -tion oder zur Kündigung kommt.

Stufe 4: Ein Kollaps tritt ein, wenn die Behandlung nicht möglich ist und ein Ausstieg nicht möglich ist. Die Krise ist dann zugespitzt, und in vielen Faellen droht Selbstmord als Loesungsversuch. Eine Tendenz zum Kontrollverlust führt neben der Hilflosigkeit oft zu Untätigkeit und Taubheit.

Aber auch in dieser Zeit kommt es wieder entweder zur Vollendung oder zur Zeitmessung. Wichtiger Hinweis: Eine Krise ist kein pathologischer Befund, denn ein Kirschbaum kann jeden Menschen in jeder Lebenslage betreffen, aber in der Krisenzeit kann er nicht lange auf seine praxiserprobten Lösungsstrategien zurückgreifen. Kriseninterventionen und Selbstmordprävention.

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