Krise

Auseinandersetzung

mw-headline" id="Wortherkunft_und_Agrenzung">Wortherkunft und_Agrenzung"> In der Krise (altgriechisch ?????

? crísis ursprünglich'opinion','assessment','decision', später eher im Sinn von'escalation') wird eine problembehaftete Beschlussfassungssituation im Zusammenhang mit einem Umkehrpunkt beschrieben. "Krise " wird in den einzelnen wissenschaftlichen Disziplinen sehr unterschiedlich behandelt: in der Humanmedizin und Psychologie,[1] in der Ökonomie und Sozialwissenschaft (Soziologie als Krisenwissenschaft[2]) sowie in der Umwelt- und System-Theorie.

"Crisis " ist ein griechisches Wort für das altgriechische Verben Krinein, was "trennen" und "unterscheiden" heißt (das Wort "Kritik" geht ebenfalls auf das selbe Verben zurück). 3] Sie steht für "(Scheidung)", "entscheidende Wendung" (Duden) und meint eine "schwierige Lage, Zeit, die den Höhepunkt und die Wende einer gefahrvollen Entfaltung darstellt" (Duden).

Daß dies ein Umkehrpunkt ist, kann jedoch oft erst nach Abwehr oder Beendigung der Krise festgestellt werden. Dagegen ist das dazugehörige Verben kriseln[5] in der Ober- und Schriftensprache recht formlos und (noch) wenig verbreitet. Das Krisenforschungsinstitut der Kieler Uni definiert Krise als alle inneren und äußeren Vorgänge, die das Leben, die Umgebung, das Vermögen oder den Ruf eines Betriebes oder einer Einrichtung bedrohen.

Es gibt drei verschiedene Formen von Krisen: Buchhaltungskrisen ("Insolvenzen"), Kommunikationskrisen ("Skandale") und Betriebskrisen ("Störungen")[7]. Laut Umfragen des Institutes treten im deutschen Sprachraum jährlich etwa 250 bis 280 (öffentlich bekannte operationelle und Kommunikationskrisen ) und etwa 250.000 bis 400.000 Bilanzkrisen auf[8]. Krisenspezialist Steven Fink hält eine Unternehmenskrise nicht unbedingt für negativ.

Als Vorboten der Krise bezeichnet er aus ökonomischer Sicht jede "prodromale Situation" (wörtlich "vorhergehende Situation", d.h. eine Zeit, die ein Warnsignal für das Eintreten einer Krise enthält), die das Risiko mit sich bringt, so akut zu werden, dass es schwierig wird, den Verdacht der Medien oder der Politik, Merkmale einer Krise nach Anthony J. zu kontrollieren, anzuziehen.

Subjektiver Teil der Krise ist ihre Sichtweise durch den Betreffenden, die objektiv und distanziert die (historisch retrospektiven und) einzelnen Faktoren gemeinsam bewertet. Nicht jede Kritik muss im Begriff der "kritischen Situation" mit einer Krise verglichen werden. Krisensituationen sind in der Regel jedoch eine Anhäufung von Krisensituationen. Für die psychotherapeutische, klinische- und psychiatrische Praxis ist eine seelische Krise oder Konfliktsituation, wie im ganzen Psychosozialbereich, ein schmerzlicher psychischer Status oder eine Konfliktsituation innerhalb einer Persönlichkeit (innere seelische Krise) oder zwischen mehreren involvierten Menschen, verursacht durch ein Überraschungsereignis oder ein Akutevent.

Die Krise in diesem Sinn manifestiert sich in einer plötzlichen oder fortschreitenden Einschränkung der Wahrnehmungs- und Wertvorstellungen sowie der Handlungs- und Problemlösungsfähigkeit. Die Krise hinterfragt frühere Erlebnisse, Standards, Zielsetzungen und Wertvorstellungen und hat oft einen drohenden Charme für den Menschen. Psychoanalystin Verena Kast präsentierte ein Modell, das sich auf das kreative Potenzial des Krisenverlaufs konzentriert.

Es wird davon ausgegangen, dass die unterschiedlichsten Arten von Krisen (Wachstumskrisen, Reifekrisen, trauernde Krisen usw.) einen charakteristischen Ablauf haben. Diese kann in mehreren Stufen dargestellt werden und ermöglicht dem Behandler eine rasche Diagnose zur Aufnahme einer Krisensituation. In dieser Episode differenziert Kast - nach der Krisensituation - eine vorbereitende Phase, in der der Betreffende alle Materialien und Ansichten sammelt, die für ihn nützlich sein können; eine Inkubations-Phase, in der das aufgetretene Thema und das aufgefangene Wissen unbewusst aufbereitet werden; eine Erkenntnisphase, in der die vorangegangene Erschließung retrospektiv zum ersten Mal nachvollzogen wird; und eine Prüfungsphase, in der die bisherigen Erkenntnisse weiter gestaltet und überprüft werden können.

11] Wie bei allen Phasemodellen muss sich der Therapeut / Begleiter der Bezugsperson bewusst sein, dass Phasemodelle immer nur eine idealistische Herangehensweise an die betrachtete Lage erlauben. Die Betroffenen werden die einzelnen Etappen ihres Krisenprozesses nicht linear ablaufen, sondern auch Rückschläge erleiden. Bei den meisten Menschen in psychologischen Krisensituationen sind diese beiden Etappen sehr gleich.

Der Weg nach draußen ist differenziert, die dritte Stufe. Bei der einen Version entzieht sich der Betreffende vollständig und entfernt sich sowohl von den Menschen als auch von seinen Vorstellungen und Zielen, so dass er keine Enttäuschungen mehr erfährt. Bei der anderen Möglichkeit strebt der Betreffende das genaue Gegenteil an, und alle verbliebenen Streitkräfte werden für einen guten Weg aus der Krise eingesetzt.

So kann er ungeahnte Fertigkeiten aufbauen und so die Krise überwinden. Die Betroffenen befinden sich hier trotz vereinzelt fehlenden Zeichens völlig in der Krise. Im Krisenfall ist es notwendig, Hilfe zu holen. Dies ist unerlässlich, wenn der Betreffende keinen Weg mehr aus seiner Lebenssituation herausfindet und nicht in der Position ist, eine neue Lösungsstrategie zu erarbeiten.

Die Soziologin Ulrich Oevermann hat eine kristentheoretische Rechtfertigung der Sozialwissenschaft vorgebracht. Man unterscheidet drei Grundtypen von Krisen: 1) "Brute Fact"-Krisen, die sich direkt über ein Thema ereignen, z.B. bei einem Verkehrsunfall. Beschlusskrisen, die bereits viel weniger direkt und an ein bestimmtes zeitliches Fenster geknüpft sind, in dem die vorhandene krisenartige Unsicherheit, welche Maßnahme die geeignete wäre, für einen begrenzten Zeitraum mit einer Beschlussfassung zu beenden ist, mit der Maßgabe, dass auch eine Nicht-Beschlussfassung tatsächlich einer Beschlussfassung gleichkommt.

Die " Krise durch die Freizeit ", die ohne jegliche externe Entschlossenheit und Einschränkung entsteht, nur weil man sich um seiner selbst willen mit einem Objekt ohne Zweck befasst und in ihm bei diesem Eintauchen in das Objekt Einzelheiten gefunden werden, widerspricht den früheren Wahrnehmungsformen, so dass dieses in die Krise gerät. Eine Krise wird von Oevermann allgemein als das Hinterfragen von Wahrnehmungs-Routinen, das Brechen von fixen Prädikaten eines Objekts, das Entstehen von Zweifeln, das Entstehen von Unsicherheit verstanden.

Ist das Objekt X in einer Übung eng mit einem PrÃ?dikat P verknüpft und damit spezifisch festgelegt, bewegt sich das Objekt in einer Krise wieder in seine unvorhersehbare "X"-Natur, in seine unendliche Eigenart, die erst zum Ausdruck gebracht werden muss. Unter dem Gesichtspunkt dieser Krisestheorie gibt es nicht nur negative, sondern auch negative wahrgenommene Krisensituationen, wie etwa einen überwältigenden Höhepunkt, um nur ein Beispiel zu geben.

Post-traumatische Belastungsstörungen (PTSD) können als Folgeerscheinung einer unzureichend gemanagten Krise auftauchen. Für intensivere psychische Probleme empfehlen viele Mediziner so genannte Kriseninterventionen. Vor allem bei geringen psychologischen Effekten kann das Krisenmanagement nur von Freunden und Verwandten mitgestaltet werden. Dies ist auch die gebräuchlichste Form der Bewältigung von Krisen.

In der zweiten Version der dritten Stufe des Krisenmodells von Caplan können neue Möglichkeiten für den Krisenfall erkannt oder "wiederbelebt" werden. 13 ] Nach erfolgreichem Krisenmanagement kann bei Bedarf eine Bedeutung im Auslöser wiedergefunden werden. Es gibt in vielen Großstädten besondere Krisenservices für die psychosozialen Belange, die auch den Hilfe suchenden Menschen zu Hause besuchen können.

Es gibt spezielle Krisenservices für Geisteskranke, für Alkoholkranke, für Frauen, für Menschen, für junge Menschen und für viele andere Bevölkerungsgruppen. Andererseits geht die Theorie der marxistischen Krise davon aus, dass eine Kapitalismuswirtschaft regelmäßig von Krisensituationen geplagt wird und bemüht sich, diesen Kreislauf der Krise zu ergründen. Abhängig von der Größe und dem Ausmass einer Krise wird unterschieden zwischen weltweiten Krisensituationen (Weltwirtschaftskrise oder weltweite Finanzmarktkrise ab 2007), auf ein Land beschränkten konjunkturellen Krisensituationen wie der griechischen Staatsverschuldungskrise, der auf einen bestimmten Wirtschaftszweig oder eine bestimmte Branche beschränkten strukturellen Krise, der Unternehmens- oder der Bankkrise.

Der Abschwung selbst ist noch keine Krise im engeren Sinn. Bei einer schweren Wirtschaftskrise sinken die Absatzmengen, die Produktivität geht zurück, die Inflation schwächt sich ab, es gibt keine rentablen Anlagen mehr, es kommt zu Zahlungsunfähigkeiten, Entlassungen und Arbeitslosenzahlen. In der modernen Wirtschaftstheorie werden die Gründe für endogene Krisensituationen im Zusammenspiel unterschiedlicher Einflussfaktoren gesehen, wovon insbesondere die monetären Einflussfaktoren von großer Wichtigkeit sein können.

Wirtschaftsforschung, Zentralbankpolitik, staatliche Interventionsmöglichkeiten und länderübergreifende Kooperationen sollen starke Konjunkturschwankungen abfedern und größere körpereigene Krisensituationen in Zukunft vermeiden. Historische Forschung und Politikwissenschaft sprechen in der Regel von Krisensituationen im Sinn einer Eskalation von Auseinandersetzungen, die zu Aufständen, Umwälzungen oder gar Krieg auslösen kann. Darüber hinaus ist vor dem Hintergund der globalen Wirtschaftskrise aus dem Jahr 2007 und anderer damit verbundener Krisenprozesse auch von einer Mehrfachkrise oder Mehrfachkrise die Rede.

Die Bezeichnung Krise ist gesetzlich festgelegt. Als Krise gilt nach 4 der § 4 Abs. 1 Satz 1 der Verordnung (VSVgV) jede Lage, in der ein Schadenereignis aufgetreten ist, das weit über das Ausmaß der Schadenereignisse im Alltag hinausreicht. Auch aus rechtlicher Sicht werden kriegerische Auseinandersetzungen und Auseinandersetzungen als Krisen angesehen. Das Konzept der Kritikpunkte oder allgemein der Kritikpunkte in den Bereichen Mathe und Physis oder

kritischer Vertreter, die vom Konzept des Wendepunkts einer bestimmten Aufgabe ausgehen, z.B. die so genannten Renormalisierungsgruppen, die in der Phasenübergangs- und Quantenfeldtheorie[14] bzw.[15] verwendet werden. Kennzeichnend für diese Erscheinungen ist das Vorkommen großer Schwankungen an den Grenzwerten.

Wiederhart Koselleck: Krise. Zu: Otto Brunner, Werner Conze, Reinhart Koselleck (Hrsg.): Historische Grundlagen. Jahrgang 3, Klett-Cotta, Stuttgart 1982, S. 617-650 Dieter Farwick (Hrsg.): Krise, die große Aufgabe unserer Zeit. Bericht des Verlags, Frankfurt am Main et al. 1994, ISBN 3-9802828-9-9 A. Goeze, K. Strobel: Krisestheorie. Gert Ueding (Hrsg.): Geschichtliches Lexikon der Redekunst.

Jahrgang 10 (2011), Kol. 511-530 Thomas Mergel (Hrsg.): Die Krise nachvollziehen. Der Campus Verlagshaus, Frankfurt am Main/New York 2012, ISBN 978-3-593-39307-0 Carla Meyer, Katja Patzel-Mattern, Gerrit Jasper Schenk (Hrsg.): Krisengeschichte(n). Krise " als Leitbild und narratives Muster aus der kulturwissenschaftlichen Sicht. Franzsteiner Verlagshaus, 2013, ISBN 978-3-515-09659-1. Hochsprung ? Annette Mülberger, Thomas Sturm (Hg.): Psychologie, eine Wissenschaft in der Krise?

2012, pp. 425-521. ? Hans Uske, Dankwart Danckwerts: Sociology as Crisis Science: Commemorative publication on the 65th birthday of Dankwart Danckwerts. Höchstspringen Frank Röselieb, Marion Dreher (Hrsg.): Krisenbewältigung in der Praxis: Von versierten Krisenmanagern gelernt. Höchstspringen ? Verlag: Der Schöpferische Frühling. dtv, Munich 1987, 7th edition 1997, pp. 24-28. x -ray hrsg ingenieure. hrsg. von: Helfen in Krisen:

Möglichkeiten der persönlichen Intervention in Krisensituationen.

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