Karma

Schicksal

Die Gesetze des Karma sind die gleichen wie die Gesetze des Handelns und der Reaktion in dieser Welt. Wie kann man sein Karma beeinflussen? Das Karma ist ein beliebtes Konzept der New Age Gemeinschaft.

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Das Karma (in Sanskrit: ???? Karma, Pali: kamenma "Arbeit, Tat") beschreibt ein geistiges Bild, nach dem jede Aktion - körperlich und seelisch - zwangsläufig eine Konsequenz hat. Die Karmalehre ist in den Indianerreligionen stark mit dem Samsaraglauben, dem Zyklus der Wiedergeburt und damit mit der Geltung des Ursache-Wirkungsprinzips auf spiritueller Stufe über mehrere Lebensspanne hinweg verknüpft.

Das Karma entspringt also durch ein Gesetz und nicht durch ein Urteil eines Richters der Welt oder Gottes: es geht nicht um "göttliche Gnade" oder "Strafe". Das " schlechte " Karma schafft nicht nur den Zyklus der Wiedergeburt, sondern auch das " gute ". Das ultimative Bestreben ist es, überhaupt kein Karma mehr zu schaffen. Das Karma und Samsara wurden in den heiligen Schriftstücken aus dem ca. sechsten Jahrhundert v. Chr. bewiesen und sind die Grundlage für den hinduistischen Glauben.

Es geht darum, den immerwährenden Zyklus der Neugeburten zu durchbrechen. So hat jeder Mensch sein eigenes zu erfüllendes eigenes Karma (kosmisches Recht auf der einen Seite, Sozialgesetz auf der anderen Seite), und die Verwirklichung ist entscheidend dafür, ob eine Tat gutes oder böses Karma bewirkt. So soll beispielsweise das von einem Krieger (Kshatriya-Kaste) gelegentlich gezeigte und bei Bedarf getötete Kriegsmaterial.

Wenn ein Kämpfer einen Gegner umbringen muss, darf dies kein schlimmes Karma verursachen, weil er sein eigenes Karma, seine Pflicht erfullt hat. Wenn jemand jedoch aus anderen, selbstsüchtigen Gründen mordet, kann dies sehr wohl zu schlechtem Karma führen. Es gibt eine sehr ausgeprägte ethische und moralische Seite, die das Konzept des Karma mit dem des Dharmas verbindet.

Karmatheorie gibt unter anderem mehrere Erläuterungen in der Geschichte von Maahabharata zur Verbindung von Tat und Wirken. Weit verbreitet ist die Auffassung, dass die Arbeiten ihre Wirkungen auslösen. 1 ) Die Seelen verlassen den Organismus nach dem Tode und werden in einem neuen, durch Karma verursachten Teil wiedergeboren.

Zu einer zeitweiligen Glückseligkeit im "Himmel" kann gutes Karma gelangen, aber ein schlechter Karma kann einen Halt in der "Hölle" erreichen, aber nicht als Endzustand, sondern z.B. im Austausch mit der Geburt von Tieren. Jede gute Arbeit kann zu religiösen Verdiensten (punya) führen, die das Karma reduzieren. Die Menschen sind befreit und absolut für ihr Karma mitverantwortlich.

Doch obwohl Karma ein Gebot der "Ursache und Wirkung" ist, setzen vor allem die Gläubigen der Bhakti-Bewegungen auch auf die unbedingte Güte von Gott, die die Auswirkung des Karmas zerstören und den Menschen retten kann. Auch eine oberflächlich "schlechte" Handlung kann eine gute Auswirkung haben, wenn die Motive pur und ohne Eigeninteresse sind.

Diese Herangehensweisen entsprechen dem Gesichtspunkt der "Arbeitstätigkeit" (pravritti): man unternimmt etwas, um eine gute Auswirkung zu haben. Die Bezeichnungen "non-self" (p.: Anatta, skt.: An?tman) und "conditional emergence" (p. Pa?iccasamupp?da, skt. Prat?tyasamutp?da) sind wichtig für das Verstehen der Lehre des Karmas im Buddhismus. Daraus entsteht die Legitimität des "bedingten Auftauchens": Jede Aktion formt so die ganze Erde um, sowohl auf der stofflichen als auch auf der spirituellen Eben.

Karma, an dessen Platz die buddhistischen Schriftsteller auch die Bezeichnungen "Imprints" oder "Seed" benutzen, verweist in diesem Sinne auf das Sinnesverlangen und die Verbundenheit mit den Phänomenen der Erde und den daraus resultierenden Überlegungen und Handlungen. Alle Handlungen und Denkweisen verursachen Karma und führen zu weiteren Verwicklungen in der ganzen Erde.

Die buddhistische Übung zielt darauf ab, kein Karma mehr zu schaffen und damit diesen Zyklus (vgl. Samsara) hinter sich zu lassen bzw. zu verlassen (vgl. Nirwana). Es gibt drei Möglichkeiten für positives Karma: Demut ( "non-attachment"), Gutmütigkeit und Durchblick. Drei verschiedene Karmaarten können nach der Wirkungszeit (Vipaka) unterschieden werden:

Einige Handlungen oder Einstellungen können auch ohne Karma-Effekt verbleiben, wenn die für das Auftreten des Effekts notwendigen Voraussetzungen nicht gegeben sind oder wenn sie aufgrund zu niedriger Intensitäten aufgrund des Übergewichts der gegenläufigen Neigungen (z.B. wenn die positiven Absichten den negativen Effekt übersteigen) keine Auswirkungen haben. Wir sprechen in diesem Fall von ineffektivem Karma (Pali: Ahosi-kamma).

Wiedergeburten erzeugendes Karma (Pali: Janaka-kamma), das in der Neugeburt (vgl. Reinkarnation) und im Laufe des Lebens die Gruppen der Existenz bestimmt, das Karma unterstützt (Pali: Upatthambhaka), das keinen Karma-Effekt hervorruft, sondern nur aufrecht erhält, Karma zerstört (Pali: Upaghataka), das andere Karma-Effekte übersteigt und nur selbst eine Auswirkung hat. "Je weniger hintergründige Motive einer Aktion zugrunde gelegt werden, umso weniger Karma wird anhäufen.

Es gibt keinen "Täter" der Urkunden, kein "Wesen", das die Auswirkung beeinflusst. Während also die Tat und die Auswirkung im Gang sind, kann aufgrund der Wurzeln, wie bei Saatgut und Bäumen, kein Beginn gesehen werden. Das Karma des Yainismus hat eine Eigenart im Gegensatz zu anderen indischstämmigen Religionen:

Das Karma wird hier nicht nur als Gesetz von Ursachen und Wirkungen auf der Grundlage von Handlungen begriffen, sondern auch als etwas Wesentliches. In diesem Kontext spricht man von feinen, unmerklichen "Karma-Partikeln" (Karma vargana) oder auch von "karmischer Materie" (Karma pudgala) und unterscheidet zwischen 148 Spezies, die in zwei Hauptgruppen eingeteilt sind.

Der Übende wird in aufeinanderfolgenden Stufen darüber informiert, wie der zur Verhaftung führender Karma-Einfluss zustande kommt und welche Mittel ihm zur Verfügung stehen, um diesen Karma-Einfluss zu stoppen und das bestehende Karma zu reduzieren, um die endg. zu dem Karma gehört, (2) Platz (akasha), (3) Medium der Bewegung (dharmastikaya), (4) Medium der Ruhe (adharmastikaya) und (5) Zeit (kala).

Eine Spannung zwischen karmischer Substanz und Geist lässt den Zyklus der Wiedergeburt ( "Samsara") nach dieser Repräsentation weitergehen. Zahllose Karmateilchen, die seit jeher ohne Anfang in das Weltall eingedrungen sind, werden von den Menschen durch Taten angelockt, die sie aus Unkenntnis ausführen. Dadurch akkumuliert sich das Karma im kausalen Körper jeder individuellen Person - eine subtile Schale, die sie umgibt und in zwei weitere Schalen mit allmählich zunehmender Dichte bindet.

In diesem Zusammenhang verweist der Ausdruck "Unwissenheit" (mithyatva) auf die Tatsache, dass die individuelle Person ihre wirkliche Persönlichkeit durch ihr Engagement in Samsara, dem sie immer ausgesetzt war, in Vergessenheit geraten ist. Das Identifizieren, das sich aus der karmischen Verbindung mit dem Unbewussten, besonders mit dem Leib und seinen Aufgaben ergibt, verdeckt seine inhärenten Eigenschaften: grenzenlose Wahrnehmungsfähigkeit (anant darshan), allwissende (ananta jnana), endlose Kraft (ananta virya) und ewiges Glück (ananta sukha).

Wenn diese Eigenschaften frei werden, bedeutet dies ein allmähliches Aussterben der Ignoranz und schließlich eine Ablösung von den Banden des Karmas. Sogar Gebirge, Steine, Hügel, Bäche, Weiden, Gras, Windböen und Gewitter sind von zahllosen Menschen besiedelt, die nach jainistischen Vorstellungen ihre Wanderung durch die Samsara ausschliesslich in Menschengestalt enden lassen können, da der Mensch als einziger die Vorraussetzungen für eine völlige Befreiung mit sich trägt.

Siddhas" heißen die befreit gewordenen Menschen, die alle Karma losgeworden sind. In " Siddhashila ", dem obersten Teil des Universums, der jenseits von Samsara und von der Kraft des Karma unbeeinflusst ist, haben sie ihre natürliche Qualität vollständig wiedererlangt und verharren in einer ewigen, vollkommenen Eintracht. Hierfür ist es notwendig, die Gründe der karmischen Bindung zu kennen, um sie in Zukunft verhindern zu können.

Zu diesen Gründen gehört neben der Ignoranz auch der Mangel an Selbstbeherrschung ( "avirati"), Nachlässigkeit ("pramada"), Passionen ("kasaya") wie Habgier, Wut und Stolz, sowie die Aktivitäten von Leib, Leben und Verstand ("yoga"). Gesundheitsschädliches Karma (Ghati-Karma), das Jnana-varaniya-Karma, das die allwissende Wirkung der Seelen vernebelt, Darshana-varaniya-Karma, das die grenzenlose Wahrnehmungsfähigkeit der Seelen verdeckt, Mohniya-Karma, das die Fähigkeiten zur rechten Empfindung und zum rechten Benehmen reduziert und die Seelen mit anderen Stoffen zu identifizieren vermag, und Antaraya-Karma, das die grenzenlose Seelenenergie abschwächt und auch die Verwirklichung guter Werke verunmöglicht, beinhaltet.

Harmloses Karma (ahgati karma), das das Vedniya-Karma einschließt, das Glück und Leiden schafft und dadurch die unendliche Seelenseligkeit verdeckt, Nama-Karma, das die physische Beschaffenheit schafft und dadurch die Formlosigkeit der Seelen verdeckt, Gotra-Karma, das die Gleichgültigkeit der Seelen verdeckt und Kaste, Verwandtschaft, gesellschaftliche Position und Personalität und Ayu-Karma festlegt, das die Lebensdauer und damit die Unvergänglichkeit derseligkeit der Seelen ausmacht.

Lediglich das schädigende Karma, das nur die Seelen betrifft, kann im Laufe des Lebens reduziert werden. Ist dies erfolgreich, erhält der Praktiker "Kevala jnana" (Allwissenheit). Die " Drei Beschränkungen " (gupti), die die Beherrschung von Leib, Sprache und Verstand begleiten, die " Zehn Vorzüge " (yati dharma): Geduld, Demut, Ehrlichkeit, Sparsamkeit, Selbstbeherrschung, Verzicht, Gleichgültigkeit und Abstinenz, die " Zwölf Beobachtungen " (bhavna):

Inkonsistenz, Wehrlosigkeit, Neugeburt, Seeleneinsamkeit, Trennung von Bewusstsein und Unbewusstem, Verunreinigung des Leibes, Karmaeinfluss, Beendigung des Einflusses von Karma, Karmareduktion, Weltvergänglichkeit, Schwierigkeiten bei der Verwirklichung der Drei Edelsteine (die Rarität der Erleuchtung), die Schwierigkeiten die richtige Unterweisung zu finden. Wenn der Einfluß des neuen Karma zum Erliegen gekommen ist, muß auch das bereits angehäufte Karma eliminiert werden.

Äußere Entsagung (bahya tapas) setzt den Organismus gegen das Entstehen von Wünschen ein. Diese beinhalten: Bedauern über schlechte Werke (prayashchitta), Bescheidenheit gegenüber dem Mönch, der Nonne, dem Lehrer und den Älteren (vinaya), selbstloses Dienen für Mönche, Ordensschwestern, ältere Menschen und Leidende (vaiyavrata), Studium der Heiligen Schrift und sorgfältiges Hören auf Vorträge (svadhyaya), Besinnung (dhyana), Rückzug der körperlichen und seelischen Tätigkeiten (kayotsarga).

Wenn die vier gefährlichen Karma-Typen durch kontinuierliches Praktizieren eliminiert sind, betritt der Übende das Allwissenschaftsstadium (kevala jnana). Fallen zum Todeszeitpunkt auch die vier harmlosen Karma-Typen von der See, gelangt sie zu "Moksha" ("Nirvana"), der endgültigen Erleuchtung. An der Spitze des Universums erhebt sie sich auf die höchste Ebene, um dort für immer in stiller Glückseligkeit zu bleiben und nie wieder in den Zyklus von Samsara zurückzukehren.

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