Hiv Antikörpertest

Hiv-Antikörper-Test

Der HIV-Test ist eine Methode, um festzustellen, ob eine Person oder eine Blutspende mit dem Human Immunodeficiency Virus (HIV) infiziert ist. Je nach Testverfahren kann eine HIV-Infektion nach sechs bis zwölf Wochen nach der Infektion festgestellt werden. Allerdings benötigt der Körper bis zu drei Monate, um diese Antikörper zu produzieren. Das Gesundheitsministerium bietet kostenlose und anonyme HIV-Antikörpertests an.

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Bei dem Antikörpertest handelt es sich um den "Klassiker" der HIV-Diagnostik: Das Vorhandensein von HIV-Antikörpern wird in einer Blutentnahme erprobt. Immunglobuline sind Eiweiße, die unser Abwehrsystem produziert, um Krankheitserreger abzuwehren. Die HIV-Antikörper zeigen also verlässlich die Existenz einer HIV-Infektion an. Nach einer HIV-Infektion kann es jedoch bis zu zwölf Wochen dauern, bis die HIV-Antikörper nachweislich sind.

Ein HIV-negativer Nachweis im Antikörpertest ist also erst zwölf Monate nach einem Krankheitsrisiko wirklich sinnvoll. Selbstverständlich ist es notwendig, dass der Antikörpertest weder Falschpositiv noch Falschnegativ ist. Der Antikörpertest setzt sich daher aus zwei Testverfahren zusammen: dem ELIZA-Screening-Test, der hochempfindliche HI-Viren nachweist, und - falls der ELIZA getroffen wird - einem Bestätigungs-Test WESTERN-BLOT, der hochspezifische Falschmeldungen, z.B. durch andere Antigene, ausblendet.

Der reine Antikörpertest ist obsolet geworden und sollte daher nur noch in Ausnahmefällen eingesetzt werden. Neben dem Antikörpertest enthalten die heutigen HIV-Tests auch eine zweite Teilkomponente. Eine sehr spezifische Viruskomponente, das sogenannte "p24-Antigen", kann in vielen FÃ?llen bereits etwa zwei Wochen vor der Ansteckung mit HIV nachgewiesen werden, jedoch nur so lange, wie sie in freier Form im Blute vorkommt.

Für Antigen-Antikörpertests ist dies jedoch kein Problem: Die Antikörperkomponente des Testes wird dann wie immer auftreffen. Der Antikörpertest beinhaltet auch einen hochempfindlichen ELIZA-Screening-Test und einen hoch spezifischen Bestätigungs-Test WESTERN-BLOT. Der Einsatz des Antigen-Antikörpertests, auch "Antikörpertest der vierten Generation" genannt, ist mittlerweile Standard in allen Gesundheitsbehörden und der überwiegenden Mehrheit der Praxen und Krankenhäuser.

Der HIV-positive Nachweis im Antigen-Antikörpertest ist jederzeit möglich. Eine negative Bilanz ist sechs Monate nach einem Wagnis aussagefähig. Der Begriff "Schnelltest" ist etwas irreführend: Denn auch der schnelle Versuch sollte nicht "schneller" (im Sinn von früher) als der normale Versuch sein. Auch ein HIV-negatives Ergebnis im Schnellversuch ist daher erst zwölf Monate nach einem Krankheitsrisiko aussagefähig.

Jedoch kann der Schnellversuch rascher evaluiert werden. Von der Blutentnahme bis zum Ergebnis vergehen je nach Eingriff zwischen einer und zwanzig Minuten. 2. Die verlässlichsten sind Schnelluntersuchungen, bei denen das Vorhandensein von HIV-Antikörpern im Labor erprobt wird. Darüber hinaus haben sich die reinen Antikörperschnelltests als unbedenklicher herausgestellt als die Antikörperschnelltests. Doch bei einem heutigen Antikörperschnelltest auf der Grundlage der Blutentnahme ist ein negatives Ergebnis zwölf Monate nach dem letzen Mal so eindeutig wie ein negatives Ergebnis im Antigen-Antikörpertest.

Weil es beim Kurztest nur einen gibt. Dies bedeutet, dass der Versuch beginnt, wenn es in der Realität überhaupt keine HIV-Infektion gibt. Achtung: Bei einem "positiven" Schnelltestergebnis muss zunächst ein regelmäßiger Antikörpertest durchgeführt werden. Trifft der Versuch, ist das Resultat reaktiv: d.h. der Versuch hat etwas getroffen - was eigentlich noch nicht geprüft wurde.

Im PCR-Test wird das Vorhandensein von viralem Erbgut erforscht. Der PCR-Test ist also ein "direkter Virennachweis" für HIV. Mit dem PCR-Test kann auch die virale Belastung, d.h. die Anzahl der im Körper befindlichen Erreger, bestimmt werden. Der PCR-Test ist daher auch eine Erfolgskontrolle der HIV-Therapie: Ist die Virusbelastung durch die Behandlung so gering, dass der PCR-Test nicht mehr wirksam ist, sprechen wir von einer "Virusbelastung unterhalb der Nachweisgrenze".

Mit dem PCR-Test kann HIV ab dem ersten Tag nach der Ansteckung nachgewiesen werden. Für den PCR-Test gelten jedoch die folgenden Einschränkungen: Mit dem PCR-Test kann nur HIV-1, nicht aber HIV-2 nachgewiesen werden, was in Deutschland selten ist. Der PCR-Test kann bei erfolgreichem Therapieverlauf kein HIV aufspüren. Allerdings müssten auch dann noch Antikörper nachgewiesen werden.

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