Gründer Lebenshilfe

Stifter Lebenshilfe

Tommutters - Bundesverband Lebenshilfe e.V. Dr. med. h.

c. Tom Mutters, Gründer und ehrenamtlicher Vorsitzender der Lebenshilfe der Bundesvereinigung, kam am 23. Jänner 1917 in Amsterdam zur Welt. Tom Mutters als UN-Vertreter für "Displaced Persons" - der Begriff für von den Nationalsozialisten entführte Menschen - lernt das Leid psychisch kranker Menschen in den Flüchtlingslagern und in der hessischen Einrichtung Goddelau in der Zeit nach dem Krieg besser kennen. 2.

In ihrer Ohnmacht und Hingabe haben diese beiden mich in die Lage versetzt, den wahren Lebenssinn zu sehen und mich meinem Gegenüber zuwenden. "Tom Mutters, der Gründer der Lebenshilfe, in den 1950er Jahren mit den Goddelauer Nachkommen. Bild: Archiv der Lebenshilfe. Weitere Infos zur Lebenshilfe gibt es hier.

Gemeinsam mit Familienmitgliedern und Experten gründet der Holländer 1958 die Lebenshilfe der Bundesrepublik Marburg, deren geschäftsführender Direktor er 30 Jahre lang war. Inzwischen hat sich die Lebenshilfe mit rund 130.000 Mitglieder, 509 Ortsverbänden und 16 Landesvereinen zu Deutschlands größter Selbsthilfe-Organisation für Menschen mit geistiger Behinderung und deren Angehörige weiterentwickelt.

Die Palette der Hilfe reicht von frühzeitiger Intervention über familienunterstützende Dienstleistungen, Kindertagesstätten und Schule für behinderte und nicht behinderte Menschen, Freizeitaktivitäten, Workshops und Jobs bis hin zu mehr oder weniger intensiv betreuten Wohnungen bis ins hohe Lebensalter. Jahrzehntelang wurde der Holländer zum Antrieb der Lebenserhaltung; er wird heute noch "Tom, der Gründer" getauft.

Er bereiste in den ersten Jahren die ganze Bundesrepublik und trug die Botschaft der Lebenshilfe in jeden Winkel der Welt: Dazu zählen Menschen mit sogenannten geistigen Behinderungen ohne Wenn und Aber. Die Idee der Selbsthilfe hat Tom Mutters in andere Staaten gebracht: Indien, Afrika und Osteuropa. Dort haben sich mit Hilfe der Lebenshilfe ähnliche Vereine von behinderten Kindereltern gebildet.

1965 war Mutter's Mutter maßgeblich an der Entstehung der ZDF Fernsehlotterie "Aktion Sorgenkind" beteiligt, die heute unter dem Namen "Aktion Mensch" vor allem Behindertenprojekte unterstützt. In den 60er und 70er Jahren wurde mit der Einführung der Pflichtschule für psychisch beeinträchtigte Mehrlingskinder ein erstes großes Etappenziel der Lebenshilfe verwirklicht.

Selbst als die Wand 1989 gefallen ist, hat Tom Mutters den alten Geist der Pionierarbeit wiederbelebt. In Ostdeutschland gab es bereits rund 120 neue Helfer: von Annaberg-Buchholz bis Zeulenroda. "Tom der Gründer" prägt und begleitete die Lebenshilfe seit Jahrzehnten. Sie hat Menschen mit Behinderungen und ihren Familien ein ganz neues Selbstvertrauen gegeben.

In der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, die seit 2009 die unbeschränkte Teilnahme von Menschen mit Behinderungen in Deutschland gewährleistet und eine integrative Zivilgesellschaft fordert, findet seine Sichtweise aus den 1950er Jahren ihren Niederschlag. Für sein Gesamtwerk wurde Tom Mutters mehrfach ausgezeichnet: Die Lebenshilfe-Stiftung "Tom Mutters" wurde 1996 zu seinen Gunsten gegründet und trägt deutschlandweit mehrere Einrichtungen der Lebenshilfe.

Mehr zum Thema