Gewalt Partnerschaft

Partnerschaft für Gewalt

Zusammenhänge, in denen der Partner wiederholt toxisches Verhalten zeigt? Immer wieder wird die Frage gestellt, warum Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, ihren gewalttätigen Partner nicht verlassen. Die häusliche Gewalt ist überwiegend nicht physisch. Beschimpfungen, Beleidigungen, Kontrolle, Drohungen sind einige der Formen von Gewalt in der Partnerschaft. In dieser Beziehung ist häusliche Gewalt nicht ungewöhnlich!

Gewalttätigkeit und Verliebtheit gehören nicht zusammen.

Noch ist Julia bei dem Mann, der sie wie einen Diener betrachtet, der sie rumkommandiert und sie belästigt, wo er kann. Es ist mir immer noch nicht klar, warum er sich so sehr geändert hat", sagt Sybille. Sie will ihm eine einzige Gelegenheit bieten. Wieso bleiben sie in einer Beziehung, die sie schon lange hätten verlassen sollen?

Zusammenhänge, in denen der/die PartnerIn immer wieder toxisches Verhalten aufzeigt? Warum nimmt Julia das hin? Und wer hat Sybilla gesagt, dass es okay ist, sein eigenes zu vergeuden? Das nicht ganz so beruhigende: Oft bemerken sie es sehr gut (siehe Julia's Bauchgefühl), aber sie verdrängen dieses Wissen, dass hier etwas völlig falsch ist.

Die Menschen sind überzeugt, dass sich ihr Lebenspartner verändern wird. Die Problematik: Julia und Sybilla haben ein niedriges Selbstbewusstsein. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie erfolgreich am Arbeitsplatz arbeiten oder in bisherigen Geschäftsbeziehungen gleichberechtigt waren: Was die physische Gewalt betrifft, ist es klar, dass alles, was außerhalb von Sadomasos vereinbarten Gewaltvorlieben geschieht, in einer Partnerschaft nie in Ordnung ist.

Wenn du denkst, dass es okay ist, andere zu besiegen, zeigst du, wie zerbrochen dein Wertsystem ist. Das ist nicht die Art und Weise, wie sich jemand, der sich für eine Partnerschaft oder einen Geschäftspartner interessiert, aufführt. Dabei geht es aber nicht nur um physische Gewalt. Genauso giftig ist die psychologische Gewalt, die durch Wörter oder Vernachlässigung ausdrückt wird. Seelische Gewalt ist oft nicht unmittelbar erkennbar, weil sie verborgener erscheint.

häuslicher Gewalt: Etappen und Dynamiken der häuslichen Gewalt

Häufig verbleiben sie in einer Beziehung, in der sie Gewalt erproben. Immer wieder wird die Frage aufgeworfen, warum durch häusliche Gewalt geschädigte Mädchen ihren gewaltsamen Lebensgefährten nicht aufgeben. Der Psychologe Leonore E. Walker hat die Zyklus-Theorie der Gewalt entwickelt. Danach versucht die Frau, Spannungen zu minimieren und ihren Lebensgefährten zu beruhigen (Fürsorge, Nachgeben, Rückzug).

Sie fühlen sich bei der anschließenden öffentlichen Gewalt ratlos und können nicht vorhersagen, wann es zu einem Ausbruch von Gewalt kommen wird oder was damit verbunden ist, noch können sie die Gewalt durch ihr eigenes Handeln verhüten oder mindern. Laut Spaziergänger versucht man dann, die Verletzung zu "vertuschen", um den Mann nicht wieder in Frage zu stellen und für die Außenwelt sichtbar zu machen.

Die Täterin zeigt nach der Gewalt oft ein liebevolles und reumütiges Benehmen, fordert den Partner zur Vergebung auf und versprach, nie wieder Gewalt einzusetzen. Laut Wanderer führt dies zu kurzfristigen, realistischen Bewertungen der Lage und Gefahren, Ärger und Ängste der Beteiligten, die in den Schatten gerückt werden.

Diejenigen, die diesen Kreislauf zum ersten Mal durchmachen, wünschen sich, dass die Gewalt aufhören wird. Mehrmals durchgegangene Mütter wissen nach dieser These, dass sie ihre Geborgenheit und ihr Wohlergehen für diesen Idealzustand aufgegeben haben, der zu ihrer Selbsterniedrigung und Verlegenheit beitrug. Auch soziale Faktoren und Sozialisierungsbedingungen sind wichtig: Girls und Women werden gezielt gelehrt, dass ihr eigener Nutzen nicht primär auf ihren eigenen Möglichkeiten basiert, sondern auf ihrer Anziehungskraft auf Männer und ihrer Bindung zu ihren Mitmenschen.

Girls und Women werden zu passiver Haltung und Compliance und nicht zu Aktivitäten ausgebildet. Darüber hinaus wird Gewalt nach wie vor sozial trivialisiert; das Problem der Gewalt von Partnern ist von vielen Vorbehalten gekennzeichnet (z.B. "Pack schlägt sich, Pack verträg sich"). In den soziopsychologischen Thesen wird versucht, universelle Erklärungsansätze für die Dynamisierung von Gewalt zu ergründen. Nicht berücksichtigt wird, dass Gewalt in der Familie vielschichtige und vielfältige Erlebnis- und Verhaltensformen darstellt, die in ihrer Ausprägung sehr verschieden sein können.

Auch die Beweggründe der betreffenden Personen, z.B. keine Scheidung zu erreichen, können sehr verschieden sein und basieren keineswegs nur auf psychologischen Gründen wie Ohnmacht, Zweideutigkeit oder Abhaengigkeit. Zum Beispiel, wenn die Abspaltung die Gefahr für die Ehefrau und ihre Tochter enorm erhöhen würde, was oft der Fall ist.

Zusammengefasst können folgende Punkte zur Stabilität des Gewaltverhältnisses beitragen:

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