Geistheiler Adressen Schweiz

Spirituelle Heilerin spricht die Schweiz an

PRÄXEN LETEN VERMETEN SCHWEIZ " kostenlos. Geistheilerin: Die Geschäfte mit den "heilenden" Händern Geistige Riten sind sehr beliebt: In den vergangenen zwei Dekaden hat das Bewusstsein für geistige Heilung in Europa stark zugenommen. 2. Nach Schätzungen der Veranstalter der Basler PSI-Tage werden allein in Deutschland und der Schweiz jedes Jahr rund fünf Mio. Menschen durch Handfesseln, Fernheiler und andere Spiritualtherapeuten behandelt.

Eine Befragung von 1500 Menschen in der Schweiz zeigte, dass jeder zweite in der Schweiz bereits eine Alternativ- oder Esoteriktherapie hat. Aber auch die spirituelle Heilerszene ist für viele skrupellose Scharlatane ein Zufluchtsort. Sie reichern sich unverschämt mit der Furcht, Hoffnungslosigkeit und dem Schmerz ihrer Mitmenschen an. Neben den eingetragenen Ärzten gibt es tausend Heilpraktiker, die keinem Verein angeschlossen sind, und weitere tausend Geistheiler, deren Praxis von den Kassen nicht erkannt wird.

Dazu Max Giger, Mitglied des Vorstands der Schweizerischen Ärztekammer (FMH): "Grundsätzlich sind alle Behandlungsverfahren möglich, die den Betroffenen keinen Schaden anrichten. In Basel wurde im vergangenen Monat ein Afrikaner zu viereinhalb Jahren Gefängnis wegen nicht nur finanzieller Schäden an seinen Opfern, sondern auch wegen Drohungen und massiven sexuellen Missbrauchs - darunter ein 13-jähriges Kind - zuerkannt.

Die Täterin wurde verhaftet und die Betroffenen wurden finanziell entschädigt. Meistens aber kommen die Taeter damit durch - und die Betroffenen bekommen nichts. So wie beim Magnetopath Karl-Ulrich Gerzner. Bei einem Jubiläumsfest der neuapostolischen Gemeinde in Weißenfeld trat der edel bekleidete Gentleman an das Rentnerpaar Suter heran.

Mit Erwin Suter, damals 71, spricht er über eine deutlich erkennbare Konjunktivitis und macht sich auf Wunsch als Naturheilpraktiker bekannt. Er gab dem Pärchen seine Geschäftskarte. Gerzner forderte für die wundersame Genesung im Vorfeld 48.000 Francs. Weil das Pärchen Suter nur 24.000 Francs hatte, ließ Gerzner es dabei "großzügig".

Bei der Magnetopathie hat sich der Gesundheitszustand von Erwin Suter deutlich verschlechtert. Gerzners Frau forderte auf Betreiben ihrer Tocher das Bargeld zurück. Wenig erfolgreich: Obwohl das Landgericht Wien TG Gerzner 1997 zu einer Rückzahlung von CHF 20'000 verurteilt hat, hat es bisher keinen einzigen Cent gegeben.

Gerzner, der Jaguar-Fahrer, Boots- und Hauseigentümer, ist insolvent und hat vorsichtshalber den gesamten Pfändungsbesitz seiner Ehefrau unterfertigt. In jedem Fall ist Betrug durch selbsternannte Heilpraktiker schwierig aufzudecken. Dazu kommt die Schande der Betroffenen. Doch die neugierigen Heilpraktiker sind nicht nur auf der Suche nach schnellem Bargeld. Somit ist von vielen, auf den ersten Blick glaubwürdigen Heilpraktikerinnen und -praktikern bekannt, dass sie z.B. zur rechten, sektenartigen Grals-Bewegung gehören oder den Kontakt zur Sektion Lux der kreischenden Heilpraktikerin Uriella pflegen.

Und auch der Arzt Ryke Geerd Hamers fordert von seinen Kranken kein Bargeld, sondern einen völligen Verzicht auf die konventionelle Therapie. Er und seine Unterstützer der "Neuen Medizin", die auch in der Schweiz aktiv sind, sind fest davon überzeugt, dass die Ursache von Krebspatienten in ungelöste psychische Konflikte mündet. Laut ihm tötet er nur diejenigen, die den psychischen Streit nicht lösen oder sich von den konventionellen Ärzten mit Chemotherapie, Strahlen- und Schmerzmittel "vergiften" lassen.

Er wurde in Frankreich und Deutschland zu einer monatelangen Haftstrafe wegen der Versuchung verhaftet, die Behandlung einzustellen. Das berühmteste Todesopfer war das junge Olivia, die 1995 in der letzten Sekunde nach der Operation des Kindes in ein Versteck gegangen war, um es aus der schulmedizinischen Behandlung auszuschließen. Dasselbe gilt für die erfolgreiche Behandlung von Hämorrhoiden mit der konventionellen Medizin gegen Testikularkrebs.

Die Zehntausenden von Fans des Bruno-Gröning-Freundeskreises sind der Meinung, dass Aluminiumfolienkugeln mit den Nägeln, dem Haar oder dem Samen des 1959 gestorbenen Heilpraktikers auch die schwersten Erkrankungen auskurieren. Wenig erfolgreich war auch das Zürcher Naturheilinstitut, als es von den PSI-Tagen Basel beauftragt wurde, die Auswirkungen der Fernwirkung auf 60 Diabetespatienten zu testen.

Obwohl einige Patientinnen eine vorübergehende Verbesserung der Beschwerden verspürten. Und vor allem, so Schneider, funktioniert es oft ohne einen spirituellen Heiler: "Wenn wir zweifellos daran zweifeln, dass eine Fernbetreuung für uns stattfindet - auch wenn wir später feststellen, dass in der Realität niemand an uns denkt.

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