Foucaultsche

Fincaultsche

Der Gedanke von Foucault (2) - Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät auf einen Blick Das Foucault ist nichts anderes als eine Last (z.B. eine Kugel), die auf einem Drahtseil oder Gewinde in alle Himmelsrichtungen oszillieren kann: nach vorne und unten, nach vorne und unten oder in jedem Winkel zu ihm. Zur Gegenüberstellung: Das Uhrenpendel ist so montiert, dass es nur nach vorne und vorne, nicht aber nach vorne oder in einem Winkel schwenken kann.

Die Drähte des Foucault-Pendels bewegen sich in der Regel in einer Fläche, die wir die Schwingungsfläche des Panels nannten . Betrachtet man ein solches Phänomen längere Zeit, so erscheint diese Oszillationsebene als langsame Rotation. Tatsächlich aber ist es der Boden, der sich unter dem Hängependel befindet, weil sich die Masse umdreht!

Aufgrund der Massenträgheitsgesetze schwenkt das eigentliche Drehpendel immer in die selbe Drehrichtung. Die schwingende Ebene erscheint im Rechtslauf, in der Realität bewegt sich der Untergrund mit der Zeit gegen den Uhrzeigersinn, für Wuppertal innerhalb eines Tags um etwa 281º. An der Nordspitze wäre es ein Vollkreis mit 360 Graden, am äquator drehte sich das Pedal überhaupt nicht.

Gerhardt Richter überreicht Münster ein Foucault-Pendel

Der berühmteste deutsche Künstler, Steinbildhauer und Photograph hat der Hansestadt ein Werk für die dominikanische Kirche nachgeschenkt. Nun präsentiert Gerhard Richters Schenkung der Allgemeinheit. Im westfälischen Dom ist eine kulturelle Attraktion reicher: In der 29m hohen Domkuppel der Barockkirche der Dominikaner hat der Architekt ein Foucault-Pendel geschaffen. Richters Aussage in Muenster war, dass er seit Jahren ueber das Vorhaben nachdenke.

Foucaults pendelndes Werk ist ein "Sieg für die Wissenschaft". Nach der Pendelbewegung sagte Richter: "Ich bin sehr erleichtert. Durch ein Foucault-Pendel lässt sich die Rotation der Erdoberfläche erkennen und die Idee der mittelalterlichen Erdoberfläche als nicht drehende Platte wiederlegen. Richter hatte die jetzt geschändete Pfarrkirche bereits in Münster für die Skulpturenprojekte der Ausstellung im Vorgriff auf die Ausstellung betrogen.

Richters Arbeit stellt den Zuschauer vor die großen Herausforderungen der Zeit. Lewe sieht in dem Vorhaben "einen markanten Anstoß für den internationalen Standort Münster". In der geschändeten dominikanischen Kirche ist seit dem 17.6.2018 das Stück "Zwei grau doppelte Spiegel für ein Pendel" öffentlich zu sehen.

Er hatte sich explizit erhofft, dass sein Schaffen nicht in einem Haus aufhängt. "Es hat sechs Monaten gedauert, bis das Gesamtkunstwerk fertig war. Der 86-Jährige schenkte es der Landeshauptstadt Münster, die die Anlage selbst finanziert hat - 650.000 EUR waren dafür vorgesehen. Bereits 2006 hatte er für den Dom ein weltberühmtes Kirchfenster entworfen: 11.500 Quadratmeter mundgeblasenes Kristallglas in 72 Farbtönen.

Mit dem Münsteraner Raumpendel ist nun Richters zweites Stück in einem heiligen Schrank. Er wird in diversen Ranglisten als der bedeutendste lebendige Maler der Erde aufgeführt.

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