Endogene Depression

körpereigene Depression

Endogene Depression ist eine schwere Depression mit Phasenverlauf. Die Depressionen, die "von innen heraus" entstehen. Es entsteht eine "endogene (innere)" Depression ohne erkennbare äußere Ursache. Allerdings ist eine schwere Depression oder endogene Depression typisch.

ENDOGENE DEFINITION

Nicht alle Vertiefungen sind gleich. In der Vergangenheit wurde zum Beispiel zwischen reaktiven, neurotischen, physisch vertretbaren und Erschöpfungsdepressionen unterschieden. Kernstück, sozusagen der "klassische Typ" der Depression, war die endogene Depression, eine primär biotechnisch vertretbare Depression mit einem charakteristischen Verlauf der Erkrankung und bestimmten Symptomschwerpunkten. Mit den neuen Klassifizierungen (World Health Organization - WHO, American Psychiatric Association - APA) wurden nun neue Klassifizierungen vorgenommen, in denen die alte Depressionsunterteilung in dieser Ausprägung nicht mehr existiert.

Infolgedessen ist zum Beispiel die Diagnostik der "endogenen Depression" nahezu erloschen. Doch da viele der Betroffenen und ihre Angehörigen früher damit zu tun hatten und auch heute noch befragt werden, folgt ein kurzer Überblick über die endogene Depression. Die Depression nimmt zu. Aber Depression ist keine Depression, auch wenn diese Stimmungsstörungen zu den verbreitetsten Erkrankungen zählen und immer noch als die am meisten gefürchtete aller psychischen Erkrankungen angesehen werden - und aufgrund ihrer Neigung zum Selbstmord wahrscheinlich auch die gefährlichste sind.

Depression hingegen ist eine Erkrankung, eine Stimmungsstörung, die sich auch aufspalten kann. Bisher wurde zwischen psychogenen (rein psychischen) Störungen wie reaktiven, neurotischen und Erschöpfungsdepressionen und somatogenen (körperlich vertretbaren) Störungen unterschieden, die damals noch in organisch und symptomatisch (z.B. wenn körperliches Leid unmittelbar oder mittelbar das Hirn betrifft) unterschieden werden konnten.

Von der Melancholie der Altertumswelt bis ins zwanzigste Jh. waren die so genannten körpereigenen Vertiefungen, eine primär aus biologischer Sicht vertretbare Depression mit einem für die Erkrankung kennzeichnenden Verlauf, gewissen Mitverursachern und einem mehr oder weniger typischem Symptomfokus, der im Wesentlichen die Ursache der Depression war. Wären alle wissenschaftliche Studien und Befunde vergeblich, wenn wir jetzt die neuen (modernen) Klassifizierungen bevorzugen, die die WHO heute zum Beispiel als depressiv, rezidivierend, anhaltend oder bipolar affektiv bezeichnet oder die US-Psychiater als schwere Depression, Dysthymen oder Bipolarstörungen usw. einstufen?

Für diejenigen, die wissen wollen, was die frühe endogene Depression bedeutet, folgt daher eine Zusammenfassung dieses psychischen Leidens: Woher kommt der Ausdruck körpereigen? Das bedeutet schlicht "von drinnen, vom Inneren des Organismus", aber ohne sichtbare oder überprüfbare physikalische Einflüsse. Der Gegenpart dazu ist exogen: "Herkunft von außen".

  • Als endogene psychische Krankheit (psychische Erkrankung) bezeichnet man daher eine stärker biochemisch determinierte Krankheit wie die endogene Depression und ihr Pendant, die endogene Wahnsinn igkeit (pathologische Übermut) oder andere endogene psychische Erkrankungen wie die Schizophrenie. - Dagegen ist die äußere psychische Störung eine physische psychische Krankheit, die durch eine pathologische körperliche Verfassung erklärt werden kann, z.B. Kopfverletzung, Stoffwechselstörungen, Vergiftungen usw. Was zeichnet die endogene Depression aus?

Die folgenden Eigenschaften wurden zuvor als typisch (wenn auch nicht unbedingt notwendig) für endogene Depressionen beschrieben: nicht nur kranke, sondern vermutlich unheilbare Krankheiten, sondern auch Wahnvorstellungen von Verarmung und Sünde, Tendenz zur Selbstanklage, sogar selbstzerstörerisches Benehmen (Selbstmordrisiko), - oft auch Gewichtsabnahme (mehrere Kilogramm), - mentale und körperliche Hemmung oder Erregung (Fachbegriffe): Depressionen), - Ohnmacht mit Leistungsverlust, - mangelndes Interesse, - geschlechtliche Indifferenz, - mentale Verluste, vor allem Gedächtnis- und Konzentrationsschwächen, sogar Leerheit im Schädel, - massenhaftes Schulleben ("Ich bin nichts, ich kann nichts tun, du magst mich nicht und ich bin an allem selbst schuld") und.

a. Charakteristisch für eine endogene Depression nach einer früheren Einstufung sind auch eine plötzliche Aufhellung der Stimmung und oft psychisch, physisch oder psychosoziale begründete Krankheitsursachen (wenn auch nicht die eigentlichen Gründe, wie sie oft fälschlicherweise von den Erkrankten und ihren Verwandten vermutet werden). Die Leiden der körpereigenen Depression ist eine der vielseitigsten und qualvollsten, die durch eine psychische und auch physische Erkrankung verursacht werden können.

Würde (nicht unbedingt, es gibt auch verdeckte, sogar lachende Depressionen), Freude (wichtige Eigenschaft), Unfähigkeit zu genießen, Mangel an Interesse, Mangel an Energie, zumeist als Müdigkeit während des Tages, unerklärbare ständige Müdigkeit oder sogar Ohnmacht bis hin zu einem Gefühl von Schwäche oder Elend. Aber auch entmutigt, voller Angst und Minderwertigkeitsgefühl, hypersensibel, reizbar, sogar agressiv ( "feindliche Depression", besonders im Alter), mit Gedächtnis- und Konzentrationsschwierigkeiten und schwerem Vergessen (fatale Fehlinterpretation im Alter: demenziell, d.h. eine Alterserhöhung, aus der man nie hervorgeht, d.h. ein recht selbstmörderischer Fehler).

  • Körperschmerz: schwindende Tränensekrete (viele Betroffene können nicht mehr schreien, weil sie keine Flüssigkeit mehr erzeugen, daher die glanzlos und "tot" wirkenden Augen), dazu Wärmewallungen, kalte Duschen, Libido- und Potenzerkrankungen, Stimmstörungen (ruhig, monoton), Körperhaltung und Bewegungseinschränkungen (gebeugt, ohnmächtig, träge Stufe) u. Die psychosozialen Folgen: Abnahme der zwischenmenschlichen Beziehungen, Tendenz zur Isolation, unerklärbare Schwierigkeiten mit Partnern, Kinder, Vorgesetzte, insbesondere durch "innere Abkühlung und Leistungsverlust und damit das Risiko von Transfer, Downgrading, Arbeitsplatzabbau, usw. Wer ist am stärksten von endogener Depression betroffen?

Manchmal gibt es eine erste Etappe zwischen der Geschlechtsreife und dem zweiten oder dritten Jahrzehnt des Lebens, aber oft nicht als Depression anerkannt oder durch verständliche geistige, körperliche oder psychosoziale Auslöser erklärbar. Besonders betroffen sind im dritten Jahrzehnt des Lebens und in den Wechseljahren oft im fünften und sechsten Jahrtausend. Die weiblichen Geschlechter dominieren im Verhältniss 2(3): I Wenn sich die depressiven und manischen Stadien abwechseln, d.h. wenn es sich um eine psychische Krankheit mit der Bezeichnung manuelle Depressionen handeln, ist dieser Abstand weniger stark.

Worauf beruht die endogene Depression? Wird körpereigene Depression als "von innerhalb ", d.h. innerhalb des Körpers, herrührend bezeichnet, dann muss es sich um ein natürliches Ereignis handelt, das für die psychischen, physischen und seelisch-sozialen Symptome zuständig ist. Es wird daher auch gesagt, dass endogene Depression überwiegend erbliche, biologische Krankheiten sind, auch wenn die vermutlich komplexen biologische Ursache noch nicht vollständig geklärt und vor allem noch nicht sicher sind.

Daher reagieren diese Arten von Depression auch besonders gut auf gewisse antidepressive Mittel (Psychopharmaka mit stimmungsaufhellenden Wirkungen), die ein solches Botenstoffdefizit beseitigen. Sind die depressiven Stadien von Dauer? Die endogenen Vertiefungen sind in der Regel phasenweise, d.h. in Episoden, die zwischen einigen Tagen und einem Jahr oder mehr ablaufen. In der postnatalen Phase treten häufiger lange Stadien in so genannten späten oder involutionären Dellen auf.

Bei der Anzahl der Stadien gibt es große Differenzen zwischen einmaligen und vielen verschiedenen Phasenerkrankungen, manchmal mehrmals im Jahr (oft saisonal bedingt): Frühling, Spätherbst, aber auch Spätherbst, wenn sich ein sogenannter Lichtmangel oder eine winterliche Depression auf phasenweise deprimierende Stadien verlagert). Was ist der Verlauf einer körpereigenen Depression? Im Falle von emotionalen oder Stimmungsstörungen im Sinn von früher so genannter endogener Depressionen treten folgende Formen der Depression in sinkender Frequenz auf: Wahrscheinlich mehrere Depressionsphasen, die kein manisch, d.h. ungewöhnlich hohes Zustandsmuster aufweisen.

Früher wurde dies als periodischer oder monopolarer Tiefstand bezeichne. Auf dem zweiten Platz eine einzigartige Depressionsphase ("monophasische Depression"). Dann variable wechselnde manuelle und Depressionsphasen, die so genannte Cyclothymie. Kann äußerer Stress auch eine endogendepressive oder manuelle Periode einleiten? In der Tat ist es nicht ungewöhnlich, dass externer Stress eine deprimierende ( "manische") Zeit auslöst.

Inwieweit ist das kontrovers (jeder fünfte Fall?). - Psychische /psychosoziale Beispiele sind vor allem der Ausfall wichtiger Betreuer, Erkrankungen des Familien- oder Wohnbereichs durch Krankheit, Todesfall oder Trennungen von Verwandten (auch von Kindern), familiäre Unterschiede und Lasten, z.B. Auseinandersetzungen mit Bewohnern, insbesondere im Alter, aber auch stressintensiver Wohnungsbau, insbesondere neben der Berufsbelastung.

Darüber hinaus Veränderungen am Arbeitsort, beruflicher Abstieg oder Übergang, aber auch Aufstieg, plötzlicher Abbau nach längerer psychischer und physischer Belastung, schwierig zu integrierender Rollenpflichten, sexueller Belästigung, Gefährdung des gesellschaftlichen Ansehens (Arbeitsplatz, Finanzen), chronischem Streß und anhaltenden emotionalen Anspannungen, die nicht nach "Ziel", sondern nach den jeweils individuell gegebenen Bearbeitungsmöglichkeiten (insbesondere in jugendlichem und höherem Alter) bewertet werden müssen, und vieles mehr.

  • Auslöseimpulse sind zum Beispiel Gewichtsverlustbehandlungen mit und ohne Appetithemmer, craniozerebrale Traumata (auch kleinere Störfälle, oft mit einer gewissen Phasenverzögerung), Abrechnungen und andere Arten von Krankheiten wie Influenza, Pneumonie, Hepatitis, Blutgerinnung usw. - Nicht nur in der ersten, sondern auch in der zweiten Phase muss man auch auf eine erhöhte Krankheitstendenz achten, wie vor allem auf "biologische Krisenzeiten" und "Engpässe im Leben":

Hierzu zählen unter anderem Geschlechtsverkehr, Monatsblutung, Schwangerschaft, Geburten, Puerperium, Menopause, ja selbst Unterricht, Studien- und Militärzeiten, Klimakterium, Pensionierung, Rücktrittsalter usw. Gibt es eine persönliche Neigung zur Depression? Persönlichkeitsbezogene Gesichtspunkte sind - wie bei allen anderen Formen der Depression - durchaus wiedererkennbar, immer wieder in einer Serie von korrespondierenden Prüfungen aufgelistet, jedoch keine zwingenden Bedingungen und außerdem mit unterschiedlichem Schwerpunkt vorgesehen.

Wiederkehrende endogene Niedergeschlagenheit ist sympathisch, herzlich, mitfühlend und sympathisch, aber es kann manchmal zu unerklärlichen und unangemessenen Anfällen von Irritabilität, Aggression und Feindschaft kommen. Manchmal gibt es auch schüchterne, brütende, sentimentale, peinliche und uninspirierte Figuren. Es handelt sich aber - wie gesagt - um (meist recht positive) Charakterzüge, die ebenfalls nicht ungewöhnlich sind und daher nicht notwendigerweise mit einer körpereigenen Bereitschaft zur Depression verbunden sind.

Was ist die endogene Depression? Obwohl die körpereigene Depression in erster Linie medikamentös therapiert wird, ist sie am besten im Gesamtkonzept erfolgreich. Dazu gehören die psychotherapeutische Betreuung (Behandlung mit psychischen Mitteln), die Sozialtherapie (Hilfen und Alltagskorrekturen ), die Stärkung allgemein (vor allem körperlicher Bewegung, d.h. ein alltäglicher "gesunder Marsch bei Tageslicht", da er nachweislich die Stimmung aufhellt und Ängste löst), sowie die pharmakotherapeutische Betreuung mit Psychopharmaka, konkret: Depressiva, die in diesem Falle unverzichtbar ist.

Details finden Sie in der speziellen 3-teiligen Depressionsserie. Vor allem bei körpereigenen depressiven Erkrankungen (heute Fachbegriff: Rezidive) gibt es immer noch so genannte rückfallverhindernde Medikamente. Es handelt sich um Stoffe (Fachbegriff: Phasenprophylaxe, Rezidivprophylaxe), die - wie der Begriff schon sagt - das Wiederauftreten von Depression verhindern sollen.

Das betrifft nicht nur die Depression, sondern auch das pathologische Hoch, die Wut, das Pendant zur Depression. Depression wird als die am meisten gefürchtete aller psychischen Erkrankungen angesehen. Das trifft insbesondere auf die besonders schwere Depression zu, die endogene Depression, wie sie früher genannt wurde.

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