Der Heiler

Die Heilerin

Das ist Antti Tuomainen: Die Heilerin He würde alles, was sie tun. Als Dichter hat Tapani Lehmann nur Bücher mit einer Auflage von rund 200 Exemplaren veröffentlicht. Dagegen hat Tapanis Ehefrau den geheimnisvollen  "HeilerÂ" in einer Geschichte auf über aufgespürt und ist in ihrer jetzigen Forschung ohne jede Spuren weg. Es herrschen Durcheinander und Gewalttätigkeiten, die privaten Sicherheitskräfte sind bedeutender als die ohnmächtige Gendarmerie, die es sich erlauben kann, in noch viel nördlicher gelegenes privates Städte einzuziehen, um dort bis zu einem gewissen Grad unterzubringen erträglich

Der " Heiler " bewegt sich in dieser Situation von prekären als unsichtbare Beschattung durch die Großstadt und tötet gezielt Führungskräfte und Geschäftsleute zusammen mit ihren Angehörigen, was er für zur Klima-Katastrophe macht. Verzweifelt sucht Tapani nach Johanna, stößt aber auf eine Wand des Stillschweigens mit Kolleginnen und Kollegen auf.

SchlieÃ?lich kommt es immer zum  "HeilerÂ" näher, und gerÃ?t dabei in höchste Gefahren. Ein beeindruckendes erstes Werk des Finnen Antti Touomainen. Das Vernachlässigen der Stadt und die allgemeinen menschlichen Schwierigkeiten werden nur so weit beschrieben, dass die Handlung wirklich von Bedeutung ist. Ganz ohne exzessive Situationsanalysen seiner Akteure geht es auf dafür ganz auf das persönliche Empfinden ein.

Stattdessen beschreibt der Verfasser seine Hauptperson, den manchmal ungeschickt aussehenden Schreiber Tapani Lehmann, die Suche nach seiner lieben Ehefrau. Schließlich wird er von Johannas Kollegen, einem Polizeibeamten und seinem bedeutendsten Gehilfen, einem Taxifahrer, unterstützt. Die Lyrikerin träumerische holt wegen seiner Harmlosigkeit Attitüde einige Sympathiepunkte beim Lesen ein und taucht zeitgleich mit hartnäckige und phantasievollem Spürnase auf, die auch vor der Gefährdung für nicht zurückschrecken.

Die Heilerin ist eine Form von Phantom, die für die militante Flügel der Umweltschutzbewegung steht. Der Blutpfad, den dieser selbst ernannte Rächer der Menschlichkeit durch die Finnenmetropole reist, führt Tapani endlich auf seiner Fährte. Antti Tutomainen schildert all dies nicht übertrieben und eloquent, sondern mit harter Abkürzung. Direkt, unverfälschte beherrscht diesen lesbaren Buch, der leicht als Vorbild für ein gutes Buch diente.

Es ist regelrecht bedrückend bei der Lektüre, dass viele der Entwicklung, deren Wirkungen und Ende Antti Tutomainen so dringend beschreibt, bereits begonnen haben.

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