Coaching Ziele Definieren

Definition von Coachingzielen

Das kreative Ziel Arbeit im Coaching. Für jedes Ziel kann jeder Buchstabe durch einen aussagekräftigen Satz definiert werden. Aber wie definieren Sie individuelle, attraktive Ziele? Um Ziele zu definieren, müssen wir selbstbewusst in einer bestimmten Größe denken. Wo werden Ziele im Coachingprozess angesprochen?

Ziele im Coaching

Dies ist jedoch im Coaching besonders wichtig, da es den Kunden oft schwierig fällt, ihre gegenwärtige Lage und Ziele genau zu schildern. Häufig ist es mehr eine diffuse Unannehmlichkeit oder ein Problem-Symptom als die Ursache, die das Coaching auslöst. In solchen Situationen kann davon ausgegangen werden, dass die gegenwärtigen Wahrnehmungs- und Beurteilungsmuster des Kunden nicht ausreichen, um seine Lage angemessen zu erfassen und funktionelle Ziele für das Coaching festzulegen.

Der Coach und der Kunde erstellen ein Inventar, das zunächst die wesentlichen Daten erfasst, diese dann miteinander in Verbindung bringt und bei Bedarf die zugrunde liegenden Abläufe verdeutlicht. Grundsätzliche Fragestellungen an den Kunden in dieser Projektphase sind: Wie ist die aktuelle Lage aus Ihrer Sicht zustande gekommen? Was würden Sie Ihren Wunsch nennen? Woher wissen Sie denn genau, dass sich Ihre Lage wie geplant hat?

Zusätzlich zu den nützlichen Hintergründen bekommt der Trainer Statements über die Ziele und (unbewussten) Vorstellungen des Teilnehmers. Der Trainer seinerseits nutzt die Fragestellungen des Coaches, da sie ihm bei der eigenständigen und umfassenden Formulierung seiner Belange behilflich sind. Die Auseinandersetzung mit dem Trainer kann bereits zu ersten handfesten Zielsetzungen werden. Für den Coachingprozess ist es wichtig, dass der Trainer die Belange des Kunden ganzheitlich nachvollzieht.

Wichtiger noch, der Kunde ist in der Lage, dies zu tun. Der Lösungsansatz muss "im Sinne des Kunden" erfolgen. Deshalb ist die Zusammenarbeit mit dem Kunden so entscheidend. Ein Coaching kann nicht gelingen, wenn der Kunde eine Leistung (so schnell und reibungslos wie möglich) ohne wesentliche Beteiligung erhofft. In der Abklärung der Ausgangslage muss dem Auftraggeber vermittelt werden, dass seine Stärke und Schwäche immer von den jeweiligen Gegebenheiten seines Umfelds abhängt.

Selbst wenn das Kundenverhalten als mangelhaft bezeichnet werden kann, gilt dies nur für die aktuelle Lage und muss prinzipiell nicht sein. Auch dies sollte dem Kunden wertschätzend mitgeteilt werden, da sich die Beziehungen zwischen Coach und Kunde noch entwickeln und es sonst zu Missverständnissen kommen kann.

Dementsprechend sollte das Coaching zielgerichtet durchgeführt werden, um die Verfolgung falscher Ziele und Symptome zu unterdrücken. So kann das Lernziel einen großen Teil des Gesamtcoachings ausmachen, da ein genau definiertes Lernziel oft schon Lösungswege enthalten kann und der Kunde in der Lage ist, seine Belange aus reiner fachlicher Sicht selbst durchzusetzen.

Bei der Zielvorgabe ist grundlegend zu differenzieren zwischen Zielvorgaben, die sich unmittelbar im Wirkungskreis des Auftraggebers befinden, und den weiter entfernt liegenden Zielvorgaben, die in der Regel nur mittelbar beeinflusst werden können, weil sie von anderen externen Einflussfaktoren abhängt. Coaching ist zwar auf das Mögliche fokussiert und damit auf Ziele, die unmittelbar im Wirkungsbereich des Kunden angesiedelt sind, aber auch weitergehende Ziele sind von Bedeutung, da sie insbesondere den Kunden begeistern und seiner beruflichen und privaten Ausrichtung dienlich sein können.

Zur Strukturierung des Coachings und zur frühzeitigen Erkennung möglicher Zielüberschneidungen wird empfohlen, den Zielsetzungen eindeutige Schwerpunkte zu setzen. Manchmal merkt ein Kunde erst während der Zusammenarbeit mit dem Trainer, dass viele Ziele nicht unmittelbar aufeinander abgestimmt sind, z.B. wenn der Kunde kompromißlos seine Laufbahn weiterverfolgt und bei allen Mitarbeitenden zur gleichen Zeit populär sein will.

Das eigenständige Reflektieren solcher Gegensätze mit dem Coach kann bereits zu zahlreichen Lösungsansätzen führen. Ein unabhängiges Feed-back des Coaches ist deshalb notwendig, weil hinter den Kundenzielen immer gewisse Wertvorstellungen stecken und eine "Verwechslung" der Wertvorstellungen von Coach und Kunde zunächst nicht sinnvoll wäre. Beim Coaching ist es sehr wichitg, die Wertvorstellungen des Kunden zu kennen und ihm zu vermitteln.

Nur so ist es möglich, die Ziele des Kunden in eine Auftragshierarchie zu unterteilen. Darüber hinaus muss der Trainer sicherstellen, dass - bereits um die Zusammenarbeit des Kunden zu gewährleisten und nicht um ein Agent zu werden - nur die gemeinsamen Ziele angestrebt werden. Wird das Ziel beispielsweise vom Auftraggeber festgelegt, kann dies nur gelingen, wenn die Ziele des Auftraggebers eindeutig sind.

Das ist aber nicht immer der Fall und so muss sich der Trainer immer fragen, wessen Ziele tatsächlich zu verfolgen sind. Grundsätzlich müssen die Ziele und Lösungsmöglichkeiten im Protokoll des Coaching dokumentiert werden, damit der Ablauf des Coaching später nachvollzogen und bewertet werden kann.

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