Coaching Vertrag

Trainervertrag

Ein schriftlicher Coaching-Vertrag sollte vor Beginn der Coaching-Maßnahme abgeschlossen werden. Ich habe in diesem Blog-Artikel beschrieben, warum es sinnvoll ist, als Coach mit einem Vertrag oder einer Coaching-Vereinbarung zu arbeiten. Er leitet einen individuell mit dem Kunden abgestimmten, methodisch geführten Coach. Deshalb werden Inhalt, Ziel und Zweck des Coachings in der Regel nur kurz und allgemein im Vertrag beschrieben. Kontrakt: Kunde und Coach schließen einen formellen Coaching-Vertrag ab.

Das ist Coaching

Entscheidend für das Coaching sind zwei Verträge: der formelle (rechtliche) Vertrag und der "psychologische" Vertrag (die Spielregel zwischen Trainer und Klient). Mit Beschluss vom 6. Mai 2005 (12 C 519/03) hat das Landgericht Kamen festgestellt, dass ein formeller Vertrag nicht unbedingt in Schriftform abgefasst werden muss, um gültig zu sein. Hintergründe des Gerichtsurteils sind ein Sachverhalt, in dem es im Zusammenhang mit einem zunächst persönlichen Kontakt zwischen einem Trainer und einer leitenden Person zu einem Gesprächstermin in einem Hotelseminarbereich kam.

Im Rahmen des 3-stündigen Meetings wurden die Berufssituation und Berufsfragen des Managers besprochen. Es wurde jedoch kein vorheriger Vertrag schriftlich abgeschlossen. In der Folge leugnete der Manager, dass es sich um ein professionelles Meeting handelte und lehnte es ab, eine Gebühr zu bezahlen, auch unter Hinweis auf die fehlenden schriftlichen Vereinbarungen.

Doch das Bezirksgericht Kamen widersprach der Forderung nach einem expliziten oder gar schriftlich erteilten Coachingauftrag. Aufgrund der geschäftlichen Atmosphäre und der exakten Erbringung der Leistung, die seinem Anforderungsprofil entsprach, hätte dem Berater deutlich werden müssen, dass es sich nicht um einen persönlichen Gesprächstermin handelt.

Der Zeitplan des Meetings, die intensiven gemeinsamen Anstrengungen und die Zahlung eines Honorars an das jeweilige Hotelzimmer hätten auch einen unternehmerischen Aspekt des Meetings nahegelegt. Die psychologischen Verträge sind variabel, d.h. sie können von beiden Parteien zu jeder Zeit neu verhandelt werden, wenn dies für den Coachingprozess vonnöten ist.

Allerdings können gewisse Punkte des Vertrages nicht nach Belieben geändert werden, z.B. ob die grundlegenden Voraussetzungen für ein Coaching erfüllt sind.

Was ist bei Coachingverträgen zu beachten?

Das Coaching ist eine interpersonelle Auseinandersetzung und ohne vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Trainer und Kunde undenkbar. Damit diese Vertrauensbeziehung nicht gefährdet wird, muss Vertragsklarheit geschaffen werden. Was Sie bei einem Coaching-Vertrag beachten sollten, finden Sie hier. Der formale Rahmen für das Coaching wird in einem Vertrag zwischen Trainer und Kunde definiert. Der Trainer hat nach Erbringung der Leistung ein Anrecht auf Entlohnung.

Es ist unerheblich, ob ein Vertrag schriftlich oder nur verbal abgeschlossen wurde. Zur Vermeidung von Problemen und Missverständnissen empfiehlt es sich jedoch, einen Coaching-Vertrag zu unterzeichnen. Beim Coaching wird zwischen dem förmlichen (rechtlichen) Vertrag und dem psychischen Vertrag unterschieden. Der Dienstleistungsvertrag legt den förmlichen Rahmen der Coach-Client-Beziehung fest, während die besonderen Regeln des Spiels zwischen Coach und Kunde im Psychologievertrag festgelegt sind.

In welchen Bereichen wird gecoacht und in welchen nicht? Was erwartet und wünscht der Kunde? Das Zustandekommen des Psychologievertrages ist kein Routineprozess, sondern wird ganz persönlich durch die speziellen Bedürfnisse und Belange des Kunden mitbestimmt. Im Psychologievertrag zwischen Auftraggeber und Coach sollen diese Fragestellungen erörtert werden: Wie kann man sich in der Praxis verhalten?

Paßt die weltanschauliche Ausrichtung von Trainer und Kunde? Ist die Effektivität und Notwenigkeit von Coaching ersichtlich? Was sind die Anforderungen an das Coaching und den Trainer? Sind die Coachingverfahren und Verfahren akzeptabel? Sind die realen Chancen und Limits von Coaching ersichtlich? Bei Psychologieverträgen sind Neuverhandlungen möglich, wenn dies im Verlauf des Coachingprozesses vernünftig erscheint.

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