Coaching Therapie

Trainingstherapie

Was sind die Unterschiede und wann sollten sie sein? Ob Coaching oder Therapie: Was ist das richtige Format? Das Coaching und die Psychotherapie haben eine gewisse methodische Nähe.

Unterschied zwischen Coaching & Psychotherapie

Für Führungskräfte ist Coaching keine versteckte psychotherapeutische Therapie, auch wenn viele psychotherapeutische Schulmethoden zum Einsatz kommen (Konversation, Kognitionsverfahren, Kreativität straining, Rollenspiel und vieles mehr). Grundsätzlich ist Coaching auf "gesunde" Menschen ausgerichtet und konzentriert sich in erster Linie auf die Anforderungen, die sich aus der beruflichen Rolle ergeben. Das kann natürlich mit Privatangelegenheiten und individuellen Problemen zu tun haben, aber der Ansatzpunkt sind vor allem die Belange der "Berufspersönlichkeit", die ohne die entsprechende Expertise des Coaches nicht bewältigt werden können.

Geisteskrankheiten, Alkohol, Medikamente und Drogensucht oder die Berücksichtigung der ganzen Lebenserwartung eines Kunden liegen in der ausschließlichen Verantwortung von angemessen geschulten Therapeuten, Medizinern und ärztlichen Institutionen; sie fallen nicht in den Verantwortungsbereich eines Coaches. Für die Durchführung der psychotherapeutischen Massnahmen ist geschultes Personal verantwortlich. Im Rahmen des Coachingmagazins 2/2015 (Rubrik: Spotlight; Titel: "Ist Coaching Therapie?

Auf der Grundlage der aktuellen Rechtslage") geht Coach und Rechtsanwältin Nina Meier der Fragestellung auf den Grund, wann die Grenze des Coachings zur psychotherapeutischen Behandlung durchbrochen wird. Der Artikel hat folgende Rechtsfolgen: Die Ausübung der Therapie darf nur von einer Person erfolgen, die über eine Zulassung nach dem Psychotherapeutischen Gesetz (PsychThG) verfügt.

1 Abs. 3 PsychThG bezeichnet die Praxis der psychotherapeutischen Behandlung als jede Aktivität, die mittels naturwissenschaftlich anerkannten psychotherapeutischen Methoden zur Bestimmung, Behandlung oder Milderung von Erkrankungen mit Krankheitswerten durchgeführt wird, für die eine psychotherapeutische Behandlung angezeigt ist. Darüber hinaus ist es fragwürdig, ob der Einsatz von Therapieansätzen im Coaching genehmigungspflichtig ist. Vor diesem Hintergrund sind zum Beispiel die folgenden Vorgehensweisen als entscheidend anzusehen:

Ähnlichkeiten/Differenzen zwischen Coaching und Psychotherapie

Für die Beteiligten ergibt sich oft die Frage: Welcher Berufshelfer ist für die Erledigung der Anfrage tauglich, da verschiedene Offerten mit Benennungen wie z.B. Beratung, Coaching, psychotherapeutische Betreuung vergleichbare Verfahren aufweisen, vergleichbare Intentionen verfolgen und damit die Hilfe suchenden Personen durcheinanderbringen können. Um die Arbeit rechtlich sicher durchführen zu können und den Coachees die größtmögliche Hilfestellung zu bieten, sollten die Ähnlichkeiten und Differenzen zwischen Coaching und psychotherapeutischer Behandlung jedem Coachees bekannt sein.

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass Menschen, die sich oft ratlos und überfordert vorkommen, auf geringen Stress deprimieren, vermehrt Angst im Alltag haben, sich immer mehr aus gesellschaftlichen Beziehungen herausziehen, ihr Denkvermögen und Benehmen kaum noch kontrollieren können, vom Psychotherapeuten besser betreut werden als von einem Trainer.

Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass es sich bei der psychologischen Betreuung nicht um gesetzlich abgesicherte Fachbegriffe oder Aktivitäten handelt, d.h. jeder kann diese Leistung quasi ohne gesetzliche oder berufliche Voraussetzungen bereitstellen. Demgegenüber ist die psychotherapeutische Behandlung in Deutschland vom Staat reguliert, d.h. in begrenztem Umfang eine Genehmigung als Arzt, Therapeut, Psychologischer Therapeut, Heiler oder Heiler für die psychotherapeutische Behandlung zur Verfügung stehen muss, da sonst ein Gesetzesverstoß vorliegt und strafbar ist ( 5 Heilpraktikergesetz (HeilprG): Wer ohne Berufsberechtigung und ohne Genehmigung nach 1 Heilpraktikergesetz mit Freiheitsentzug bis zu einem Jahr oder mit einer Geldbuße abkommt.

Rechtlich gesehen bedeutet dies, dass sich psychologische Beratungen und Coachings nicht mit Themen des Leidens befassen dürfen, die bis in den Klinikbereich der Geisteskrankheiten reichen. Zusätzlich zu den physisch bedingten mentalen Krankheiten (F0 und F1 = Praktiker ist der Spezialist), den so genannten körpereigenen Krankheiten aufgrund von Neurotransmitterproblemen (bezüglich Hirnstoffwechsel, Subkapitel F2 und F3 = vorwiegend psychiatrisch ), sind in den Kapiteln ICD10, Kap. FF, Subkapitel F4, F5 und F6 die psychiatrischen Krankheiten aufgelistet, die in den psychotherapeutischen Behandlungsschwerpunkt einfallen.

Im psychotherapeutischen Sektor sind staatliche anerkannte Fachleute für psychotherapeutische Behandlungen, psychotherapeutische Therapeuten, Heiler und Heiler mit Einschränkungen in der psychotherapeutischen Behandlung. Der Unterabschnitt F4 enthält weitere Hinweise zur Psychotherapie: akute Stressreaktionen, neurotische und somatoforme Störungen, F5 Verhaltensstörungen in Bezug auf Schlafen, Ernährungsgewohnheiten und Geschlecht sowie F6-Beschwerden. Unterschiede zwischen Coaching und psychotherapeutischer Behandlung Diese gesetzlichen Anforderungen können in der Praxis jedoch nicht immer klar unterschieden werden, da viele Überlappungen möglich sind.

Daher wird empfohlen, dass alle im Psychosozialbereich arbeitenden Personen (psychologische Berater, Coaches) über eine fundierte Kenntnisse der Manifestationen von psychischem Stress verfügen, um zum einen das Behandlungsgesetz nicht zu verletzen und zum anderen die optimale Therapie für den Beratungssuchenden in Gestalt einer Überweisung (falls erforderlich) an einen Therapeuten zu sichern.

Grundsätzlich gilt: Je stärker die persönlichen psychosozialen Beeinträchtigungen, umso wahrscheinlicher ist es, dass man von einer psychotherapeutischen Behandlung spricht und nicht von einem Coaching. Dies kann durch eine Anamnese mit einem zugelassenen Arzt geklärt werden. Ist eine psychologisch diagnostizierte Erkrankung nach ICD10 deutlich vorhanden, ist immer eine psychotherapeutische Behandlung angezeigt, kein Coaching. Ab wann ist Coaching Sinn? Unter Coaching versteht man grundsätzlich Hilfen zur Eigenhilfe im Kontext der Suche nach Problemlösungsstrategien.

Das Coaching gibt in diesen Situationen Lösungen an die Hand, um auf Probleme und Hürden angemessen eingehen zu können. Die Lösungskompetenzen werden gefördert und die Persönlichkeitsentwicklung des Coachee soll zielgerichtet gefördert werden. Darüber hinaus soll Coaching den Klienten in die Lage versetzen, Veränderungspotenziale in seinem eigenen Wirkungskreis bestmöglich auszuloten.

Die psychologische Betreuung und das Coaching erfolgt, vergleichbar mit der Therapie, mit vergleichbaren Interventionsverfahren. Bei einem Burn-Out zu Anfang des Problems kann man zwar noch von Coaching sprechen (Burnout erkennen), aber wenn gewisse Beschwerden wie z. B. Schlaflosigkeit, Depressionen, Angst, Entzugserscheinungen auftreten, sollte der Trainer in der Lage sein, seine eigenen Einschränkungen zu kennen und die Notwenigkeit einer ärztlichen und therapeutischen Therapie gegenüber dem Klient zu erörtern.

Wie läuft die Therapie ab? Im Gegensatz zum Coaching sind in der psychotherapeutischen Praxis nicht nur die aktuellen, bewußt greifbaren Inhalte Thema der Arbeiten, sondern auch die biographischen Gesichtspunkte von Stress. Dementsprechend ist der ziel- und ergebnisorientierte Ansatz des Behandlers (zumindest zu Therapiebeginn ) zurückgehalten. Die Psychotherapeutin verwendet in einem Therapiekonzept, das die psychodynamische Komponente einbezieht, Eingriffstechniken, die die ganze psychologische Lage des Betroffenen einbeziehen.

Nach dem Beschwerdebild richtet die psychotherapeutische Behandlung mehr Aufmerksamkeit auf die Belastbarkeit des Betroffenen, beinhaltet im Wesentlichen die Behandlung weitreichender psychologischer Probleme unter Einbeziehung der eigenen Lebenshistorie, die Integration von Übertragungsphänomenen, Widerständen und Sekundärgewinnen des Betroffenen in das Therapieverfahren unter Einbeziehung eines störungsbedingten Therapieplanes als es beim Coaching üblich ist.

Verfasser: Bernhard Tille, DVNLP Lehrtrainer, Lehrtrainer und Pädagogischer Therapeut, Heilpraktikerin für Therapie.

Auch interessant

Mehr zum Thema