Coaching Evaluation

Trainerauswertung

Worin besteht die Essenz eines qualitativ hochwertigen Coachings? "Der Check-the-Coach" ist ein standardisierter Fragebogen zur Bewertung von Coachingprozessen. Mehr über das kostenlose Coaching-Tool. (siehe Der Coaching-Prozess), Möglichkeiten der Evaluation von Coaching-Maßnahmen (siehe Evaluierungsprozess für Coaching-Aufträge),. Befragung von Coaches und Kunden zur Wirksamkeit von Coaching.

Bewertung von Coaching

Jeder, der über das Thema Coaching reden möchte, ist mit einer Fülle von erschwerenden Aspekten verbunden. Das Qualitätsverständnis ist nicht eindeutig festgelegt, was qualitatives Coaching ist, kann nicht einfach benannt werden. Einerseits gibt es Fachleute mit langjährigen Berufserfahrungen, einem akademischen Background und einer umfassenden, zum Teil mehrstündigen Zusatzausbildung im Coaching - andererseits gibt es Seiteneinsteiger, die als Einziger über ein kompaktes Coaching-Seminar von wenigen Tagen verfügen.

Andererseits sind nicht nur das Konzept der Qualifikation und der daraus entstehende Qualitätsgrad inkonsistent, sondern auch das Coaching selbst. Obwohl weitgehende Übereinstimmung darüber besteht, was Coaching in der Lehre sein sollte, gibt es in der Tat vieles, was nicht wirklich Coaching ist, sowohl in der Umgangssprache als auch in der praktischen Anwendung, zusammengefaßt unter dem Begriff Coaching.

Dabei haben die Coachingverbände darauf geantwortet und sind bestrebt, die Qualifizierung ihrer Trainer durch Zertifikate durchzusetzen. Sie sind an gewisse Voraussetzungen wie z. B. Länge der Berufspraxis, minimaler Umfang und grundlegende Inhalte der Coaching-Ausbildung, Falldokumentation, Unterrichtsaufsicht oder Befolgung von ethischen Leitlinien geknüpft und werden am Arbeitsmarkt nachvollziehbar. Somit kann eine ungefähre Aussage über die Qualifizierung der Trainer getroffen werden - aber nicht unbedingt über die Qualitäten der Coachingsitzungen.

Inwieweit die Verbindung zwischen Qualifizierung und QualitÃ?t besteht, ist nach wie vor ungewiss und wird im Einzelnen sehr unterschiedlich sein. Auch die Diversifikation des Coaching-Marktes spiegelt sich in einer großen Zahl von Assoziationen mit ebenso vielen - zum Teil vielschichtigen - Zertifikaten wider. All dies macht klar, warum potentielle Klienten unsicher sind und bei der Suche nach einem Trainer vor allem durch Befragungen im gesellschaftlichen Kontext voranschreiten - eine Weiterempfehlung schafft eine gewisse (falsche) Gewissheit gegenüber der Vielfalt der heterogenen Nachweise.

Es ist auch ein großes Hindernis für die Trainer selbst, ihre eigene Leistungsfähigkeit zu beurteilen. Es gibt viele kontroverse Wege, denn die damit einhergehenden Heilsversprechungen passen sehr gut zu den Erwartungen der Kunden. Andere allgemeingültige Verfahren können aufgrund einer geringen Anpassung an die jeweilige Lage, den Menschen und das Unternehmen nicht funktionieren. Eine gute Methode erfordert daher gute Nutzer, die mit ihnen angemessen umzugehen wissen - das betrifft sowohl das Coaching als auch die handwerklichen und künstlerischen Hilfsmittel.

Wer also über das Thema in differenzierter Weise reden und es mit einheitlichen Mitteln messtechnisch abbilden will, braucht einen Ansatz, der nicht nur das Resultat, sondern auch den Prozess und die Strukturen berücksichtigt. Der Erfolg eines Coachings wird nicht nur daran bemessen, inwieweit die gesteckten Zielvorgaben erreicht werden - und wie wir wissen, können sich die Zielvorgaben im Coaching oft verändern -, sondern unterscheidet sich durch eine Vielzahl von Faktoren, die sich drei bestimmten Dimensionen der Qualitätssicherung unterordnen: der Qualität:

Zur strukturellen Qualität gehören unter anderem jene Aspekte, die die Basis für ein kompetentes Coaching sind. Hierzu gehören persönliche Aspekte wie Qualifikationen, Methoden- und Beziehungskompetenzen, persönliche Aspekte wie die Veränderungs- und Kooperationsbereitschaft des Kunden, die das Verhältnis zwischen dem Coach und dem Kunden prägen, aber auch betriebliche Aspekte wie die Offenheit und die fehlende Kooperationsbereitschaft.

Das " Wie " des Coaching wird durch Prozessqualitätsfaktoren erörtert. Dazu gehören zum Beispiel Fragen der Klarstellung, der Definition von Zielen, der Organisation von Meetings (Dauer, Häufigkeit), der Terminplanung, aber auch der Transparenz und Anpassung der Methoden. Dabei sind nicht nur unmittelbare Einflussfaktoren wie der Grad der Erreichung von Zielen und deren Befriedigung, sondern auch Einflussfaktoren von Handlungs- und Einstellungsänderungen von Bedeutung.

Zur Erleichterung der Suche nach einem ernsthaften - also beruflich tätigen - Coach hat der DBVC ein Handbuch mit einem eigenen Abschnitt "Qualitätsentwicklung" zusammengestellt (DBVC, 2010). Der Coach wendet unter anderem Methoden der Qualitätskontrolle an und denkt in regelmäßigen Abständen über seine Tätigkeit nach. Doch wie soll unter Beachtung der hier genannten Probleme die erforderliche Qualitätskontrolle des Coaches im Idealfall ablaufen?

Weil es kaum genormte Messgeräte gibt, sind Kunden, Trainer, Vereine und Firmen vor allem auf die subjektiven Qualitätsbewertungen angewiesen. 2. Das Evaluierungsverfahren ist daher sehr verschieden strukturiert. Die Bandbreite erstreckt sich von mehr oder weniger formalen, konversationsbasierten Befragungen im Rahmen des vergangenen Coaching bis hin zum Gebrauch von zum Teil selbst gestalteten Fragebogen, die den Kunden nach dem Coaching zur VerfÃ?gung stehen.

Selbst wenn mit Instrumenten wie "S-C-Eval" oder "Check-the-Coach" gute Evaluierungsergebnisse erzielt werden können, die eine ausführliche Evaluierung der Coachingleistung in unterschiedlichen qualitativen Dimensionen ermöglichen, gibt es noch Raum für Verbesserungen beim Einsatz der Geräte, der Aufbereitung der Ergebnisse und der Analyseprozedur. Beim Coaching gibt es Gelegenheiten zur Evaluation zu unterschiedlichen Anlässen.

Es wird unterschieden zwischen Auswertungen, die während des Coaching erfolgen (formativ) und Auswertungen nach dem Coaching (summativ). Im Coaching werden einzelne Aspekte, wie z.B. die Zielbewertung, die sich mit der zentralen Frage beschäftigt, welches Resultat erzielbar ist. Aber auch partielle Aspekte wie z. B. die Frage nach der Anpassung des Verfahrens (Coaching-Prozess) werden nicht erst am Ende, sondern idealerweise regelmässig während des Coaching bewertet.

Weitere Fragen, wie das Verhältnis von Aufwand und Zeit im Verhältnis zum erreichten Resultat (Input/Output-Auswertung) können erst am Ende des Coaching oder danach gestellt werden. Auch die Bewertung von Einstellungs- und Verhaltensänderungen oder Langzeitfolgen wie höhere Zufriedenheit am Arbeitsplatz oder Einkommensverbesserungen kann erst nachträglich gemessen werden (Outcome Evaluation).

Daher ist die Fragestellung nach dem richtigen Bewertungszeitpunkt nicht flächendeckend zu klären, sondern hängt auch vom Gegenstand der Bewertung ab. Nachfolgend wird auf die Bewertung "im Rückblick" verwiesen. Da es nicht direkt in den laufenden Coachingprozess eingreift, sollte es nicht in der vergangenen Session wiederverwendet werden. Die Erfahrung hat gezeigt, dass zwei bis drei Monaten nach dem Ende des Coaching eine gute Zeit ist - das Gedächtnis ist noch verhältnismäßig jung, aber das Coaching ist auch schon lange genug her, um Nachhaltigkeitsaspekte einschätzen zu können.

Idealerweise haben die aus der Evaluation gewonnenen Ergebnisse jedoch einen indirekten Einfluß auf das weitere Coaching. Wenn sich herausstellt, dass z.B. die Kunden die Planung als ziemlich komplex eingestuft haben, kann der Trainer sein künftiges Vorgehen darauf abstimmen. Förderkriterien in Feedback-Prozessen sind unter anderem fehlende Transparenz und die Reduzierung von Einflußfaktoren.

Nicht nur die Antwort auf die Fragen "Wo sind meine wichtigsten Resultate, wo sind meine Stärken", sondern auch die Antwort auf die Fragen "Was ist die Güte meines Coaching im Verhältnis zum Gesamtmarkt? So sieht die optimale Bewertungsplattform aus: Mit einer solchen Bewertungsplattform würde ein Maßstab geschaffen, der eine sachliche Beurteilung der Coachingqualität ermöglicht.

Das anonyme, gemittelte Ergebnis über graphische Echtzeitberichte und ausführliche Tabellenvolumina geben dem Trainer konkrete Hinweise zur ständigen Optimierung und ermöglichen eine realitätsnahe Beurteilung der eigenen Coaching-Qualität. So konnte eine einheitliche und hochqualitative Evaluation mit klarem Zusatznutzen gegenüber anderen Ansätzen mit wenig Arbeitsaufwand in den Coachingprozess integriert werden. Einer der Schwerpunkte des neunten "Coaching Survey Germany" (BCO & DBVC, 2011) war die Evaluation.

In einer speziellen Auswertung zum Stundensatzvergleich von solchen Trainern, die eine Bewertung vornehmen, wurde ein um 28,9 Prozentpunkte höherer Stundensatzbetrag für die bewertenden Trainer ermittelt! Sie gehen davon aus, dass "die Evaluation von Coaching-Leistungen von einer entsprechenden Professionalisierung begleitet wird, die einen erhöhten Stundenlohn ermoeglicht. "Rückmeldungen von Dritten - wie der hier skizzierte Weg - sind die erwünschten.

Neben den bereits erwähnten Gesichtspunkten der ständigen Qualitätssteigerung ist eine überprüfbare Bewertung daher ein klarer, messbarer und wertvoller Vorteil im Wettbewerb. Was sind die spezifischen Folgen für diejenigen Firmen, die Coaching nutzen, für Trainer und vor allem für Kunden, die das Coaching unmittelbar oder über Dritte in Anspruch nehmen wollen?

Die im Coachingbereich tätigen Führungskräfte - wie Personalabteilungen, Personalverantwortliche, Führungskräfte oder Qualitätsmanagement-Einheiten - verfügen über eine objektiv und qualitativ nachweisbare Argumentationsbasis für die Trainerauswahl und die Wirksamkeit dieser Personalentwicklungsmaßnahmen. Das Coaching wird in all seinen Facetten meßbar. Nicht nur gegenüber Coaching-Dienstleistern, für die ein Qualitätsverbesserungsprozess eingeleitet werden kann, sondern auch gegenüber internen Kunden, die noch immer eine kritischere Einstellung zum Coaching haben.

Es ist bekannt, dass die Tragfähigkeit einer Massnahme durch Nachdenken gesteigert werden kann, daher ist die Beteiligung an einer Evaluation nach der Veranstaltung eine gute Möglichkeit. Es ist eine gute Möglichkeit für diejenigen, die den Coachingprozess leiten, die Teilnehmer wieder zusammenzubringen. Zugleich ist die Evaluation ein Weg aus dem Konflikt zwischen Diskretion und Informationsbedarf der Dreieckskonstellationen:

Dabei ist es nicht notwendig, über bestimmte inhaltliche Aspekte zu reden, die zwischen Coach und Klient vertraulich sind, aber dennoch ist eine ausführliche Besprechung über Wirkungsfaktoren, Passform, Stärke und Verbesserungspotenzial auf allen drei Ebenen möglich: Zum Beispiel könnte das Ergebnis der Evaluation ein Gespräch über die langfristige Erreichbarkeit des Kunden, über die Rahmenbedingungen des Coachings im Unternehmen oder über die Methodenanpassung auf der Coachingseite sein.

Coaches, die in der Regel als Solokämpfer auf Reisen sind, ermöglichen eine ausführliche und modellhafte Bewertung, die Coaching-Leistungen in unterschiedlichen Qualitäts-Dimensionen mißt, um unterschiedlichste und passgenaue Verbesserungsmassnahmen abzuleiten. Es ist aber auch möglich, anspruchsvollere Ziele im Hinblick auf eine bessere Betreuung des Auftraggebers bei der Erreichung dieser Ziele zu erreichen. Durch eine überprüfbare Bewertung wird der Anspruch auf Professionalität für den Auftraggeber nachvollziehbar, der Trainer wird bei der Vermarktung und Akquisition argumentiert und die Visibilität des Coaches gesteigert (Marktpräsenz).

Darüber hinaus ist die Aufforderung zur Beteiligung an der Evaluation einige Zeit nach Ende des Coaching eine Kontaktveranstaltung zum Kunden, die sich günstig auf die Kundentreue und Empfehlungsbereitschaft auswirkt. Es ist sicher ein ebenso von Ängsten und Erwartungen geprägtes Gesprächsthema, die eigene Handlungsqualität zu messen.

Das ist eine dynamische Entwicklung, die den Trainern aus der Zusammenarbeit mit Managern im Bereich der Leistungsbewertungssysteme bekannt ist. Abschließend wird ein Qualitätskriterium der Trainerauswahl für Coaching-Kunden zur Verfügung gestellt. Damit wird nicht nur die Suche nach einem Trainer vereinfacht, sondern auch die Investition sicherheit durch ein sicher notwendiges, aber keineswegs ausreichendes Qualitätskriterium wie z. B. berufliche Erfahrung, Coaching-Ausbildung oder Netzwerk-Empfehlungen geboten.

Damit wird die Suche nach Berufstrainern in einem verwirrenden Umfeld erheblich erleichter. Auch aus konzeptionellen Gründen kann eine retrospektive Evaluation nicht die während des Coaching notwendigen Evaluierungsschritte ablösen (z.B. zur Sicherung von Zielen / aktuellen Zielen, zur Überprüfung von Hypothesen oder Fragestellungen zur Anpassung von Verfahren oder des Gesamtprozesses ) und für die ein direktes Beratungsgespräch mit dem Auftraggeber eine Vorbedingung ist.

Standardfragebogen zur Bewertung individueller Coachingprozesse "Check-the-Coach". Hrsg. BCO & DBVC (Hrsg.) (2011). Trainer-Umfrage Deutschland 2010 (Coaching-Umfrage Deutschland 2010). Der DBVC (Hrsg.) (2010). Berufliches Coaching. Compendium mit den professionellen Standards des DBVC (3. Auflage). Osnabrück: DBVC. Der Bewertete bekommt mehr Geld. wirtschaft+weiterbildung, 4/11, 28-33. Heß, T. & Roth, W. L. (2001).

Professionelle Betreuung.

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