Club of Rome Kritik

Rückblick Club of Rome

Zukunftsreport des Club of Rome: Was für ein Blödsinn - Kommentare Die Club of Rome ruft dazu auf, daß die Frau bestochen wird, damit sie weniger Söhne hat. Mit dem neuen Report "Ein Prozentpunkt genügt. Die beiden Schriftsteller und Autorinnen der Studie nennen zu Recht die hohen Ungleichheiten, die Arbeitslosenquote und den Klimaschutz als drei Kernprobleme unserer Zeit.

Der krönende Abschluss des Berichtes ist die Aufforderung an die Industriestaaten, dass sie die Frau in finanzieller Hinsicht bestochen sollten, um keine oder höchstens ein einziges Baby zu haben. Die pessimistische und unmenschliche Sichtweise des Club of Rome hat sich seit seinem bekannten Report "The Limits to Growth" von 1972 erhalten. In dem neuen Report wird dieselbe Philosophie verfolgt, dass es zu viele Menschen auf unserem Globus gibt, dass dies die Naturressourcen überfordert und zwangsläufig sehr bald zu Verarmung und dem Zusammenbruch der Kultur führt.

44 Jahre lang wurden die These des Club of Rome wiederlegt. Der Mensch hat sich als extrem schöpferisch und erfinderisch bei der Lösung von Problemen, der Erschließung neuer Möglichkeiten oder ihrer besseren Nutzung erweist. Kurz gesagt, es geht nahezu allen Staaten der Erde heute viel besser als in den 70er Jahren.

So ist die Armutsrate in Staaten wie China stark zurückgegangen, weniger Menschen hungern und verhungern an Infektionskrankheiten, der Reichtum nahezu aller Industriestaaten ist angestiegen und wir sind in einer eindeutig friedvollen Zeit zuhause. Den Wirtschaftsnobelpreis bekam Amartya Sensor auch für seine Arbeiten, dass der weltweite Mangel an Rohstoffen oder eine zu geringe Lebensmittelproduktion nicht die Folge ist, sondern nur eine Verteilungsfrage.

Schon heute könnte die Erde mehr als 10 Mrd. Menschen versorgen, wenn sie wollte und musste. Für den Club of Rome besteht die Antwort auf den Klimawechsel offenbar in der Beseitigung der Menscheit. Dies ist einer der "radikalen Vorschläge", in den Industriestaaten für das Fehlen eines oder nur eines Kindes eine Prämienzahlung von USD 80000 zu leisten.

Sie würde zu einem elitär geprägten Auswahlverfahren für einkommensschwache Haushalte mit weniger oder gar keinen Kindern beitragen. Aus vielen naturwissenschaftlichen Untersuchungen wissen wir, dass die Entscheidung, ein Kind zu haben, nur sehr unbedeutend mit Geldmitteln erklärt oder beeinflusst werden kann. Weil es für sie Freude und Lebensfreude ist.

Die Anzahl ihrer Geburten ist nicht von finanziellem Nutzen abhängig, sondern von der Ausstattung und der Betreuung ihrer Nachkommen. Das menschliche Grundbild des Club of Rome spiegelt sich in der Erklärung des Schriftstellers Randers bei der Buchpräsentation wider, dass seine Tocher "das gefährliche Lebewesen der Welt" sei, weil sie 30 Mal mehr Mittel verbraucht als ein Kind in einem Entwicklungsland.

Eine Tochtergesellschaft, die erneuerbare Energien nutzt, kann weniger Auswirkungen auf die Umgebung haben als eine Tochtergesellschaft, die 30 Mal weniger Strom aufwendet. Ebenso gegensätzlich wie dieser familienpolitische Ansatz ist die Vorstellung des Berichtes, dass die Einkommens- und Vermögensungleichheit durch weniger Wirtschaftswachstum erreicht werden kann.

Erst wenn die Menschen - neben einer reinen Umgebung, Geborgenheit, einer unversehrten Gastfamilie, sozialer Friede und vielen anderen Wertvorstellungen - auch über Beschäftigung, höheres Gehalt und Wohlstand verfügen, können sie ihre Lebensqualität aufbessern. Auf seiner aussergewöhnlichen Reise durch Deutschland präsentiert Ihnen Det Müller eindrucksvolle Plätze und spannende Ausflüge. Inwieweit sich die im neuen Bericht des Club of Rome enthaltenen Vorschläge widersprechen, beweist auch die Forderung, den Freihandel zu beschränken, um die Beschäftigung zu erhalten.

Wäre man dieser Philosophie in den letzten 70 Jahren nachgegangen, wäre der heutige Standard in Deutschland kaum größer als in Staaten wie Kuba, die einer vergleichbaren Philosophie folgen und sich vom übrigen Ausland abgrenzen. In den vergangenen sieben Dekaden konnte Deutschland einen großen Reichtum erreichen, gerade weil es sich für die offenen Landesgrenzen eingesetzt hat und durch den Export gute Arbeitsplätze und ein hohes Lohnniveau erwirtschaften konnte.

Nicht weniger Schulkinder sind die beste Voraussetzung, sondern der Einsatz der wichtigen Mittel, ihrer kreativen und innovativen Kraft. Wäre dies nicht der Fall, würde ich mich fragen, warum es einen täglichen Kampf um Mittel gibt, Menschen hungern und an Durst sterben und Menschen auf der Flucht sind. Nein, ich bin nicht Ihrer Meinung, dass es für das Kind unerheblich ist, wie viel Mittel zur Verfuegung stehen.

Der Vorwurf der These des Club of Rome beweist nur, dass der Verfasser und alle anderen Kritikern den zukunftsträchtigen Gehalt nicht begreifen oder sich vor den Folgen fürchten. Dieser Artikel verdeutlicht mir nur die Furcht vor grundlegenden Änderungen und die Notwendigkeit, sie so lange wie möglich zu unterdrücken.

In nicht allzu ferner Zukunft wird sich die Grundthese des Club of Rome als richtig herausstellen - aber dann wird die Gegenmaßnahme, wenn überhaupt möglich, viel stärkere Restriktionen erforderlich machen. Wenn uns, wie alle Unkenrufer, besonders in diesem Land, ständig sagen, die schwindenden fossilien Brennstoffe ins Unheil treiben, dann verändern weniger Menschen nichts daran, allenfalls würde sich die Tragödie etwas verzögern.

Es gibt kein "alles wird zu viel" und kein "die ganze Erde geht den Bach runter und alles wird schlimmer", das ist alles nur eine gemütliche Horrorrhetorik, in die der schräge Apocalyptiker eintauchen kann, um sich sittlich besser zu fühlen, ohne zu viel nachzudenken. Wie aus dem Beitrag richtig hervorgeht, wird die Lage in den meisten Bereichen des Lebens immer besser.

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