Brasilien Land der Zukunft

Das brasilianische Land der Zukunft

Zweig schrieb das Buch Brasilien - Ein Land der Zukunft. Bei seiner Flucht vor den Nazis fand der Schriftsteller im stillen Petrópolis Asyl. Ein Land der Zukunft.

Die Petrópolis in Brasilien

1940 wanderte der Autor Stefan Zweig nach Brasilien aus. "Hier ist alles perfekt", schreibt Lotte von Petropolis. "Wir sind auf den Hügeln, 3000 Fuss über dem Meeresspiegel, und doch sind die Tropen allgegenwärtig, Orangen, Bananen und Bambussträucher." Ihr Mann Stefan fügt hinzu: "Selten in meinem ganzen Land habe ich einen schöneren Platz gefunden, eine ruhigere, geschmackvollere Großstadt.

Das kleine Bungalow mit seiner großen Terasse hat einen herrlichen Blick in die Bergwelt und gleich gegenüber ein kleines Café namens Elgante.

Brasilien: Ein Land der Zukunft von Stefan Zweig

Kaum ein anderes Land hat den Weltbürger Stefan Zeig mehr inspiriert als Brasilien. Vorausschauend prognostiziert er die aktuelle Situation Brasiliens, indem er aus historischen Tatsachen Zukunftsprognosen ableitet, von denen einige derzeit nicht nur erfüllte, sondern auch übererfüllte sind. 1905 übernimmt Anton Kippenberg die Geschäftsführung des Inselverlages.

Schon bald wurde Stefan Zeig neben Hofmannsthal und Stefan Zeig sein bedeutendster Berater: Ihm ist es zu verdanken, dass 1912 die Insel-Bücherei gegründet wurde; er legte Kippenberg ständig und regelm? Stefan Sweig war als Schriftsteller einer der meistverkauften Autoren des Inselverlags: 1906 publizierte er dort erstmals einen Lyrikband; danach erscheint "fast jedes Jahr ein Werk, an dem er mitwirkte" (H. Sarkowski) im Insel-Verlag: von "Sternstunden der Menschheit" bis zur Gefühlsverwirrung und den großen Biografien über Joseph Fouché und Marie Antonette.

Seinen Ruhm hat er ihnen zu verdanken.

Die Raststätte Stefan in Brasilien - Zeitschrift - World

Jetzt fährt sein Wagen die Strasse entlang, als er im Park des Autors Stefan Zweig eine ungewöhnliche Anzahl von Menschen erblickt. In der Annäherung an Rua Goncalvas Dias 34 teilt ihm ein Beamter mit, dass der bekannte österreichische Staatsbürger und seine Ehefrau Lotte sich das eigene Schicksal auferlegt haben. Eine Privatstiftung errichtete im vergangenen Haus ein Denkmal für Stefan Zweig, den Weltautor, dessen Berühmtheit auf Romanbiographien ("Marie Antoinette") und Erzählungen ("Burning Heart") beruht.

Heutzutage gehen Urlauber über das Anwesen, Östereicher, Deutsche, Brassin. Dies war im Jahre 1941, der Schriftsteller war bereits 60 Jahre jung und von den Belastungen eines langen Fluges geprägt. Er beschwert sich in seinen Schreiben an Bekannte und Angehörige nicht über physische Beschwerden, sondern nur über die abnehmende gesundheitliche Verfassung seiner Ehefrau. Sie ist erschüttert vom nächtlichen Aushusten, und ein Nachbarhund antwortet auf jeden Angriff mit Bellen.

In einem größeren Saal mit Ausstellungsstücken wird das Leben im brasilianischen Verborgenen beschrieben, ein kleiner Saal ist dem Tode des Paares geweiht. Zweig wurde in eine wohlhabende Handelsfamilie geboren. Bis 1934 pflegte er ein palastartiges Gut in Salzburg, floh dann vor den Nationalsozialisten zunächst nach England, wo er sich ein schönes kleines Haus in Bath sicherte, und schliesslich 1941 nach Brasilien, wo ihn die Landesregierung enthusiastisch begrüßte, weil er kurz vor der Veröffentlichung des Buches "Brasilien".

Das Land der Zukunft". Ein Vorwurf, wie ihn viele kritische Stimmen beschuldigten, denn in seinem Lobgesang versteckte er, dass Brasilien eine militärische Diktatur sei. Sie war die erste geplante Stadt des jugendlichen Brasilien. Bereits während seines ersten Aufenthaltes in Rio 1936 bereiste er die kaiserliche Stadt, einen europäischen Flecken in den Tropen, dinierte mit dem Österreichischen Botschafter und machte mit dem Platz einen "Pakt fürs Leben", wie der Biograph Alberto Dines schrieb.

In Petrópolis, im Herzen des Atlantiks, inmitten des grünen Dschungels, bat er 1941 seinen Brasilianer Abrahão Koogan, ein kleines Haus zu errichten. "Dies schrieb er am 1. Januar 1941 an seine erste Ehefrau Friderike, immer noch eine gute Freundin.

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