Beziehungsschwierigkeiten

Beziehungskrise

Die Beziehungsschwierigkeiten aus der Sicht der Bindungstheorie. Was sind die Gründe für Beziehungsprobleme? Und wie können wir Probleme in der Beziehung lösen?

Beziehungsprobleme aus der Perspektive der Bindungslehre

und mit dem es beinahe nicht möglich ist, über das Gefühl und die an ihm haftende und ständig nach Bestätigung seiner geliebten Person zu sprechen, ohne jemals zufrieden zu sein. Sie kann dem Mann eine Waffe auf die Brust legen und ihm klarmachen, dass er sich endlich entschließen muss: für ein Zusammenleben mit ihr, in dem er Annäherung erlaubt oder ein nicht.

Vielleicht versucht der Mann der klebenden Dame klar zu machen, dass er mehr Atemluft und Distanz bräuchte. In der Bondtheorie sind die vier Bondmuster (sichere, unsicher-vermeidliche, unsicher-ambivalente und unorganisierte Bindung), die in der so genannte Fremdsituation entstanden sind, in der das Bondverhalten von Kleinkindern gegenüber ihren Muttern betrachtet wird, zentral.

In dieser seltsamen Lage erscheint das fest gefesselte Kleinkind als Kleinkind, das, obwohl besorgt, wenn die Mama das Kinderzimmer verlässt, sich nach der Heimkehr der Mama rasch wieder beruhigt und ihre Umgebung intensiv erforscht. Die unsichere Vermeidung des Kindes hingegen scheint vollkommen gelähmt - sowohl wenn die Frau geht als auch wenn sie zurückkehrt.

Keine emotionalen Gefühle. Dagegen ist das zweideutig gefesselte Mädchen ambivalent: Sie macht sich große Sorgen um den Abgang ihrer Mama, läßt sich aber nicht wieder ausruhen. dass die Betreuungsperson in der Regel kühl und unempfindlich gegenüber einem gefesselten Baby ist, um dies zu verhindern. Mit seinem Vermeidungsverhalten hat dieses Kinde eine optimierte Taktik erarbeitet, d. h. jede weitere Ablehnung durch Vermeidung von Emotionen zu unterdrücken.

Umgekehrt hat das zweideutig gefesselte Kinde auch eine eigene Herangehensweise entwickelt: Durch die permanente Aktivierbarkeit des Beziehungsverhaltens will es das unvorhersehbare Pflegeverhalten seiner Betreuerin anpassen. Entsprechend dem vermeidbaren Bindungsbild wird dann von der Vermeidung von Bindungsstrukturen gesprochen, bei denen es dem Menschen immer noch darum geht, Ablehnungen zu verhindern. Verbindliche Organisationen beziehen sich nun nicht nur auf die Beziehung zu den Eltern, sondern auch auf andere Beziehungsformen, also auch auf die Beziehung zu Partnern.

Wer die Annäherung vermeidet oder die festhält, die eine verschränkte Bindung hat, kann sich umstellen. Der Mann merkt also zum Beispiel, dass er aus Angst vor Ablehnung keine Annäherung dulden kann. Oder, dass die Dame merkt, dass sie vermutlich erst in ihrer Jugend unvorhersehbare Pflege erlebt hat und nun in ihrer partnerschaftlichen Beziehung immer noch wachsam ist, um jedes Anzeichen von Pflege und Zuwendung unmittelbar mitzunehmen.

Ihre Gedanken über andere Menschen sind wohl eher unsicher und zweifelhaft. Vielmehr sind aber neue und zufriedenstellende Beziehungserlebnisse wichtig, die dem Mann beweisen, dass er nicht abgelehnt wird und der Partnerin nicht unsicher ist. In dieser Hinsicht sollte man einem Mann, der das Nähen vermeidet, keine Waffe auf die Brust legen, sondern sein Streben nach Freiheit annehmen und ihm immer wieder beweisen, dass er nicht abgelehnt wird.

Die klammernde Dame sollte unter keinen Umständen zweideutig behandelt werden, sondern immer wieder gezeigt werden, dass sie sich auf Sie verlässt.

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