Ausgebrannt

Durchgebrannt

Bereits am frühen Morgen fühlte sie sich müde, erschöpft, ausgebrannt. Wer ausgebrannt ist, muss vorher schon einmal etwas verbrannt haben, weshalb Burnout oft als "Managerkrankheit" bezeichnet wird. Abgeschöpft, ausgebrannt, gestresst - ist das noch normal oder ist es schon ein Burnout?

Hartnäckige Spannungen begünstigen den Ausbrand.

Bei dem Streß und den Menschen ist es ein wenig wie bei einem unglückseligen Paar, das sich nicht verlassen kann: Heutzutage helfen uns diese Fähigkeiten, die Annäherung an Fahrzeuge zu vermeiden, Arbeiten unter hohem Zeitdruck durchzuführen und uns auf Tests zu beschränken. Die Menschen von heute hingegen sind über lange Zeit hinweg Belastungen ausgesetzt: zunehmende Beanspruchung am Arbeitsplatz, Lärmbelastung, Staus und familiäre Probleme.

Chronische Belastungen haben eine weitreichende Wirkung auf den Körper und die Seele. Hartnäckige Spannungen fördern depressive Zustände, Libidoverluste - und einen Burn-Out. Die Betroffenen sind oft erschöpft und träge, die Arbeiten werden zur Qual und sie erleiden das Gefuehl, in einem Rad des Hamsters gefangen zu sein und nichts mehr unter Kontrolle zu haben. Der Begriff Burn-Out ist noch nicht amtlich als Krankheitsname erkannt worden, weshalb Mediziner ähnliche Bezeichnungen wie z. B. depressive Verstimmungen und Anpassungsstörungen verwenden.

Aber es ist unbestritten, dass das Ausbrennen mehr ist als nur eine modische Diagnose für Sissy Refuseniks. "Immer mehr Menschen kommen zu uns", bekräftigt Isabella Heuser, Leiterin der Psychiatrischen und Psychotherapeutischen Abteilung der Charité in Berlin. "Vor allem der Arbeitsdruck im Berufsleben erhöht die Anzahl der Erkrankungen.

"Burnout hat viele Gesichter: Experten benennen bis zu 130 Zeichen, die das PhÃ?nomen auslösen können. Die Krankheit zeichnet sich durch drei Hauptmerkmale aus: andauernde seelische Erschöpfungszustände und Abneigung gegen die Menschen, denen man am Arbeitplatz begegnet. Häufig verbrennen Menschen, die unter Überlast stehen und in ihrer freien Zeit keinen Druck mehr abbaut.

Der Zeit- und Performancedruck, Multitasking, Verärgerung mit Arbeitskollegen, private Schwierigkeiten, all dies kann zu völliger Ermüdung und Ermüdung beitragen. Doch auch permanente Untertreibungen können einen Menschen in einen Burn-out drängen. Wo Alltag und Langweiligkeit den Alltag bestimmen, eigene Entscheide und Ansichten nicht gefordert sind und nicht gelebt werden kann, leidet vor allem der hochqualifizierte und ambitionierte Arbeitnehmer.

Doch ob ein Mensch einen Burn-out hat, ist auch von seiner Person abhängig. Arbeit Tiere, die gerne unter Stress arbeiten, ihre Umgebung beherrschen und schlecht entsenden, sind ebenfalls in Gefahr. Selten verbrennen Menschen, die sich in ihrer freien Zeit einbringen, aber auch regelmässig ausschalten; die nicht verschlossen sind und davon ausgehen, dass sie Einfluss auf das Geschehen am Arbeitsplatz und in der Familie haben.

"Inwieweit ein Mensch einen Grad völliger Abgeschlagenheit erlangt, ist unter anderem abhängig vom Umfang der Beanspruchung und seiner Haltung dazu", sagt Heuser. Die Betroffenen werden danach am Anfang oft sehr engagiert und lassen die privaten Belange außer Acht. Wenn sie sich des Konflikts bewußt werden, leugnen sie die Überforderung. So entziehen sie sich der Arbeit weitestgehend, empfinden sich unbrauchbar und entleert, bis sie in völliger Abgeschlagenheit untergehen.

Zu diesem Zeitpunkt sind die Menschen oft selbstmörderisch. Zunächst einmal gilt es, gegen Burnout und andere Konsequenzen von Dauerstress zu helfen: aufpassen. Vielfach ist es schon jetzt für gestresste Menschen hilfreich, sich mehrfach pro Tag zu bewegen und regelmässig zu entspannen. Hierzu zählt auch, zufrieden zu sein, wenn es Ihnen erst gelungen ist, Ihre freie Zeit bewußt in den Tag hinein zu planen und Ihre eigenen Limits zu respektieren.

Wenn sich der Betreffende nicht mehr von der Spirale nach unten lösen kann, benötigt er kompetente Mithilfe. "Das Entscheidende ist, dass der Arzt die Beschwerden auf den Streß anspricht. Die Patienten müssen sich bei der Wahl eines Therapiearztes oder einer Praxis auf ihr Gefühl oder ihre Empfehlung stützen. "Möchte der Kranke in eine Praxis gehen, sollte er dort zunächst fragen, ob und wie viele Psychotherapiesitzungen werden.

Die Ursachen für Dauerbelastung und Ausbrennen sind zu unterschiedlich, um mit schematischen Verfahren zu bewältigen. Bei einer optimalen Therapie lernen die Patienten, Überforderungen zu vermeiden und sich bewußt Zeit zu lassen. Für den Burn-out genügt es nicht, die Füße für ein paar Tage in einem Wellnesshotel aufzustellen.

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