Astrologie Sterne

Sternenhimmel

Astrologie kennt weder gut noch schlecht. Die Astrologie: Ein Blick in die Sterne. In den Sternen liegt unsere Zukunft. Astrologen sind seit Jahrtausenden davon überzeugt.

Astrologie: Von der Betrachtung zur Interpretation| Wissenswertes | Thema

Die antiken Ägypten waren bereits mit den Strömungen im Luftzelt befasst, haben sie aber noch nicht interpretiert. Sie gehörten zu den fünf mit dem bloßen Blick erkennbaren Planeten: Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn sowie der Sonne und dem Mond. 2. Bereits im siebten Jh. v. Chr. hatten die Babyloner die Sternzeichen des Tierkreises etabliert.

Für "den Nachkommen Schumas " wurde am 29. 4. 410 v. Chr. das bisher bekannteste Horn in Naturstein gehauen. Astrologie, die wir heute wissen, stammt aus der Zeit um 500 v. Chr. Im Einflussbereich der griechischen Bevölkerung bauten die Babyloniern ihre Kunst der Sternenbeobachtung aus und lasen das Los der Menschen vor. In der griechischen Astrologie wurde die Astrologie weiter verfeinert.

Aber es gab auch Kritiker: Schon im zweiten Jh. v. Chr. fragt der Denker Karneades, warum in der gleichen Schlägerei tausend Menschen ums Leben kommen, wenn sie nicht das gleiche Horn haben. Imperator August war ein großer Fan der Astrologie. Auch sein Sternzeichen, ein Capricorn, wurde auf Münze und Schmuck geprägt. Die Römer besiegten im zweiten Jh. v. Chr. die griechischen Völker und nahmen ihre astrologischen Vorurteile an.

Eine der ältesten astrologischen Abhandlungen aus dem ersten Jh. n. Chr.: das "Astronomicon" von Marcus Manilius. 140 n. Chr. folgten die "Tetrabiblos" von Claudius Ptolemäus. Die ältesten deutschen Horoskope gehörten Kaisers Barbarossa: Er hatte sie 1164 für seinen eigenen Sohn aufbereitet. Die Astrologie im christlichen Glauben konnte einen solchen Einfluß wie im antiken Rom nicht erringen.

Die Sternenbeobachtung wurde jedoch im Hochmittelalter weiter betrieben - teilweise geahndet, aber weitgehend toleriert. Am Ende des Mittelalters hat sich die Astrophysik, die immer noch der Herkunft, den Charakteristika und der Betrachtung des Kosmos gewidmet ist, abgespalten. Im Renaissancestil wurden die Ideen der Altertumswissenschaften neu belebt und der Astrologie neue Impulse gegeben.

Die großen Errungenschaften der Sternguckerei im XVII. und XVIII. Jh., im Alter der Erleuchtung, führten jedoch dazu, dass mit dem neuen Fernrohr die Sterne beobachtet werden konnten. Isaak Newton erklärt endlich die Bewegungen der Gestirne durch die Gravitation. Diese Funde deuten nicht darauf hin, dass die Sterne das Menschenleben beeinflussten.

Sternguckerei wurde nicht mehr als wissenschaftliche Disziplin angesehen. Die Astrologie wurde im neunzehnten Jh. kaum noch praktiziert. Die Astrologie kehrte über die USA und England nach Deutschland zurück, verblieb aber im Reich der Mystik. Zum ersten Mal erschien am Tag des Erscheinens am Tag des Erscheinens ein Zeitungshoroskop: 2. Juli 1930:

Schon bald erhielt er eine Wochenkolumne, in der er für jedes Tierkreiszeichen vorhersagte. Da heute jeder jeden Tag mehrere hundert Mal eine Entscheidung trifft und es immer schwerer wird, sich zurechtzufinden, schauen die Menschen gern wieder zu den Sternen: Etwa 97% aller Bundesbürgerinnen und Bundesbürger wissen ihr Tierkreiszeichen, mehr als jeder Dritte kennt ihr Haus.

Astrologe in Deutschland sollen einen Jahresumsatz von rund 150 Mio. EUR erwirtschaften. Manche schätzen sogar eine Viertelmilliarde für Beratung, Fachliteratur, Seminar- und andere Dienstleistungen.

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