Angst

Kummer

Furcht ist ein Grundgefühl, das sich in Situationen ausdrückt, die als bedrohlich und unwillig empfunden werden. Furcht ist ein menschliches Urgefühl, manchmal lebensrettend. Furcht ist das Gefühl von "Unheimlichkeit" und "Enthüllung" in der Welt. Angst geht oft Hand in Hand mit psychischen Störungen. Die Angst ist ein "Urinstinkt", der seit Millionen von Jahren das Überleben der Menschheit sichert.

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Die Angst ist ein grundlegendes Gefühl, das sich in bedrohlichen Zuständen ausdrückt, die als besorgniserregend und unwillig empfunden werden. Pathologisch übertriebene Angst wird als Panikstörung beschrieben. Konzeptionell wird die objektunabhängige Angst (Latin Angor) von der Objekt-bezogenen Angst (Latin Timor) abgegrenzt. Die Angst ist der Sammelbegriff für eine Vielfalt von Emotionen, deren Allgemeinheit auf einer Unsicherheit des emotionalen Lebens aufbaut.

In seinem weitläufigen großen Werk über Angst differenziert der psychoanalytische Fritz Riemann zwischen dem "schizoiden", dem "depressiven", dem "obsessiven" und dem "hysterischen" Persönlichkeitstyp[4]. Die " Angst vor Veränderungen ", die " Angst vor der Finalität ", die " Angst vor der Verbundenheit " und die " Angst vor der Selbstentwicklung " bezeichnet er als die damit verbundenen "Grundängste" des Menschen. Nach dem Spektrum der Angst[6] des Versuchspsychologen Siegbert A. Warwitz reicht die Manifestation der Angst von simplen "Unsicherheiten" (Angst, Schüchternheit, Schüchternheit...) bis hin zu "Zwängen" (Esszwang, Kontrolle, Reinigung etc.).

Die " Angst " (Angst vor Verletzungen, Angst vor Versagen, Angst vor Berührung usw.), die " Phobie " (Akrophobie, Angst vor agoraphobischen Einflüssen, Klaustrophobie usw.), die " Panik " (Angstzustände, Schocksteifigkeit, Katastrophenlähmungen usw.) bis hin zu den " psychosomatischen Störungen " (neurotische Befürchtungen, Verfolgungswut, Angst vor dem Leben, usw.). Im nicht-spezialisierten Umfeld wird Angst oft mit verschiedenen Emotionen konfus gemacht oder vermengt, wie z.B. dem Schamgefühl (Schutz des Intimbereichs), dem Mißtrauen (Zweifel an der medizinischen Kompetenz) oder einem hohen Maß an psychologischer Spannung bei der Beherrschung einer gefährlichen Lage (Risikokonzentration).

In der Evolutionsgeschichte hat die Angst eine bedeutende Schutz- und Überlebensfunktion, die die Sinnesorgane schärft und die physischen Kräfte aktiviert und ein entsprechendes Benehmen (Kampf-oder-Flug) in aktuellen oder sogar vermeintlich gefährlichen Situationen auslöst. Bei den physischen Symptomen der Angst handelt es sich um ganz normalen (d.h. nicht pathologischen) physischen Reaktion, die im Falle einer (realen oder vermeintlichen) Gefährdung die physikalische oder psychische Integrität, im extremen Fall das Fortleben sicherstellt.

Zusätzlich zu diesen Einzelreaktionen hat das Aufzeigen von Angst durch den typischen Ausdruck des Gesichts oder durch Gespräche mit anderen den gesellschaftlichen Zweck, um Sicherheit zu ersuchen. Die Benzodiazepine haben eine stimulierende Auswirkung auf den Rezeptorkomplex GABA-BDZ, was unter anderem ihre ängstliche und besänftigende Auswirkung erläutert. Darüber hinaus gibt es weitreichende Zusammenhänge des GABA-Systems mit den noradrenergischen und Serotonergischen Neurotransmittersystemen. Noradrenergisches System: Noradrenergische Wege (mit Austritt im Locus caeruleus und Wirkungen in den meisten Gehirnstrukturen) scheint eine ausschlaggebende Bedeutung bei Angstzuständen zu haben.

Das serotonerge System: Das Serotoninsystem ist für verschiedene Angstzustände von großer Bedeutung, aber die exakten Wirkungsmechanismen sind noch nicht bekannt. Eine klassische und einflussreiche lerntheoretische Theorie der Angstbildung und -erhaltung ist die Zwei-Faktor Theorie von Michael Müller (1960), die die folgenden Punkte postuliert:

Klassisches Konditionieren: Angst wird durch klassisches Konditionieren hervorgerufen, bei dem ein ursprünglicher Neutralreiz durch gleichzeitiges Vorkommen mit einer Panikreaktion zu einer bedingten Angst wird (siehe Experiment Little Albert). Operative Konditionierung: Durch die Umgehung der klassischen bedingten Angst (ein Gegenstand oder eine gewisse Lage, z.B. Straßenbahnfahren) werden Angst und Spannung reduziert und damit das Vermeidungsverhalten und die Angst vor Erwartungen negativ verstärkt und aufrechterhalten.

Es gibt drei Gründe für Angst: innere Angst oder Neurosenfurcht: Sie entsteht, wenn das Ego von den übertriebenen Antriebsansprüchen des Egos überfordert zu werden scheint. Sittliche Furcht: Sie entsteht, wenn das Über-Ich mit der Bestrafung von Regelverstößen und tabuisierten Handlungen gedroht und sich in Schande oder Schuld manifestiert.

In der Angstsoziologie geht es um die soziale Ursache und Auswirkung sowie um die soziale Manifestation der Angst. Zahlreiche Thesen beschäftigen sich seit den Ursprüngen der Sozialwissenschaften mit der Angst, wenn auch oft inbegriffen. Zum Beispiel in Max Webers Dissertation über die letztendlich angstgetriebene protestantische Moral und ihre Wichtigkeit für die Herausbildung des Kapitalismus [38] oder in Norbert Elias' Lehre von der zunehmenden Kontrolle der Affekte, die weitgehend von der Angst vor gesellschaftlicher Schande und Verlegenheit untermauert wird.

39 ] Unsicherheit und Angst vor Kontingenz aufgrund von anomischen sozialen Bedingungen werden auch als Gründe für Selbstmord (Emile Durkheim)[40] und den Kollaps von verbindlichen sozialen Standards (Robert K. Merton)[41] in sozialwissenschaftlichen Anomientheorien angesehen. In einigen zeitgenössischen sozialwissenschaftlichen Diagnosen (u.a. Ulrich Beck[42] und Zygmunt Bauman[43]) wird die Angst in den westlichen Ländern in den vergangenen Dekaden immer stärker wahrgenommen.

Auf der Grundlage philosophischer und psychologischer Bestimmungen der Angst kann zwischen der konkreten Angst und der Angst vor dem Zufall differenziert werden. 44 ] Betonte Angst konzentriert sich auf ein konkret gefährdetes Ziel (z.B. körperliche Integrität, Erkenntnis oder Sachlage ) und manifestiert sich in der Regel in Angst vor oder vor etwas, während sich Zufallsangst auf "Leiden für Unsicherheit" verweist, d.h. auf Verunsicherung, Unkenntnis, Desorientierung oder gar eine Vielzahl von Optionen.

Gerade diese Art von Angst wird in der heutigen sozialwissenschaftlichen Diagnostik als typisch für die komplexen Gesellschaften der Gegenwart angesehen. Die gesellschaftlichen Verhältnisse der Angst umfassen sowohl soziostrukturelle als auch kulturbedingte Beeinflussungen. Nach soziostrukturalen Herangehensweisen sind besonders Leistungsdefizite für die Angstentstehung verantwortlich[45], während Kulturtheorien die Wichtigkeit von Gefühlsnormen, d.h. gesellschaftlichen Spielregeln des Gefühlsausdrucks und der Gefühlswahrnehmung, betonen[46].

Diese Erkenntnis wird von Max H. E. H. Dehn ausgebaut und systematisch auf so genannte Bewertungsdimensionen bezogen, nach denen Angst auftritt, wenn eine bestimmte Bewertung einer Lage vorgenommen wird - vor allem entlang der Dimension des Objekts der Identifikation, Unsicherheit/Wahrscheinlichkeit und Beherrschbarkeit. Transitutionsebene: Wie Fakten in der Regel bewertet werden, ist abhängig von der soziostrukturellen Lage (z.B. Gehalt, Ausbildung, Alter) und den Kulturbedingungen (z.B. Gender, Religionszugehörigkeit, Herkunftsland).

Unter anderem haben die Vertrauenswürdigkeit und das Ansehen der einzelnen AkteurInnen einen maßgeblichen Einfluß auf die Entwicklung von angst-spezifischen Bewertungen. Die Frage, ob und in welchem Umfang dies passiert, ist abhängig von der Moderation der gesellschaftlichen Verhältnisse (Repräsentativität der Lage, vorhandene Wissenstrukturen, emotionale Normen usw.). Ängste können überwunden werden, zum Beispiel durch eine Neuinterpretation der Situationslage.

Das kann aber auch dazu beitragen, dass andere Befürchtungen entstehen, indem Sachverhalte oder gesellschaftliche Minoritäten - die tatsächlich unverbunden sind - als Bedrohungen erdacht werden. Durch das Ausweichverhalten wird angestrebt, angstauslösende Ereignisse, Räume oder Menschen so weit wie möglich zu vermeiden. Ziel der Trivialisierung ist es, die Gefühle der Angst, die man vor sich selbst und anderen als beschämend empfindet, zu mildern. Durch das Repressionsverhalten wird die vorgegebene Funktion der Verhinderung von Angstgefühlen unterdrückt oder verschoben.

Die Verleugnung verbirgt Zeichen der Angst vor dem Bewußtsein oder verbirgt die als schwach empfundene Angst vor anderen. Die Bewältigung strebt ein realistisches Angstniveau und ein "funktionierendes Angstgewissen" an. Die Heroisierung des Verhaltens übernimmt den emotionalen Zustand der Angst, strebt ihn an und spürt dabei einen gewissen Heroismus.

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