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Was ist der Sinn des Lebens?
Innerhalb des 20. Jahrhunderts hat sich die Weltbevölkerung fast vervierfacht und die wirtschaftliche Produktion verfünfzigfacht!
Der Mensch fühlt sich zu Beginn des 21. Jahrhunderts als der Herr seines Lebens und als Gestalter der Zukunft.
Doch woher kommt es dann, dass die heutige Zeit so erfüllt ist von geängstigten Seelen, von
Entmutigung und Depression, von Flucht in betäubende Drogen und Alkohol? Woher kommt es, dass sich so viele Menschen in die Enge getrieben fühlen und dann aufeinander losgehen? Ganz einfach: Weil sie ohne Bindung zu Gott leben.
Die Statistiken der weltweit größten Versicherung für Katastrophenschäden – die Münchener
Rückversicherung – beweisen, dass die großen Naturkatastrophen in den letzten dreißig Jahren, weltweit deutlich ( um fünfhundert Prozent ) zugenommen haben, Sturmschäden sogar um den Faktor zehn. Vulkanische und seismologische
Aktivitäten haben seit 1975 um über fünfhundert Prozent zugenommen. Und die Geowissenschaftler der Münchener Rückversicherung warnen, dass dies alles erst der Anfang einer globalen, "unheilvollen" Entwicklung ist.
Naturkatastrophen 1980 - 2011
Fast ist es, als ob man sich durch die täglich verabreichten kleinen Dosen an Gewaltmeldungen
( auch an dessen Irrsinn ) und die um sich greifenden ethischen und moralischen Zerfallserscheinungen der Gesellschaft gewöhnt und nach kurzem Kopfschütteln wieder zur Tagesordnung übergeht.
Doch ist es nicht vielmehr die Aufgabe des Menschen, die Ordnungsgesetze Gottes zu erkennen und
sich ihnen unterzuordnen, ansonsten der Mensch - nach dem Prinzip von Ursache und Wirkung - das Gericht Gottes auf sich zieht, um diese Welt als Schulungsstätte zur Kindschaft Gottes zu erhalten.
Der Mystiker Meister Eckehart ( 1260- 1328 ) schreibt über diese Schulung zur Kindschaft Gottes:
"Du sollst wissen, das Allerbeste und Alleredelste, zu dem man in diesem Leben gelangen mag, ist: Du sollst schweigen und Gott da wirken und sprechen lassen! Wenn alle Kräfte der Seele von allem Schaffen und Vorstellen abgezogen sind,
dann wird dieses Wort gesprochen."
Darum sagt Meister Eckehart: "Mitten im Schweigen ward zu mir das heimliche Wort gesprochen. Und
darum, wenn du alle deine Seelenkräfte ganz zusammenraffen und aller Dinge und aller Bilder, die du jemals aufnahmst, vergessen kannst, und je mehr du so alles Geschaffenen vergisst, desto näher und empfänglicher bist du für dieses
Wort."
Religiöse Musik im "modernen" Zeitgeist
"God Is A DJ" von Faithless
Das Ende der Angst ist somit nur von Gott her möglich. Durch Ihn wird die Aggression ein Ende haben.
Denn durch Gott wird der Mensch seine persönliche Geborgenheit finden und der Liebe vertrauen. Das heißt: Dort, wo Menschen die Liebe Gottes spüren, hört die Angst der Menschen auf.
Aus diesem Grund haben alle Menschen über die Jahrhunderte hinweg nach dem Sinn des Lebens gesucht ... und ihn im eigenen Innern gefunden.
Einzig der aufgeklärte, moderne Zeitgeist will den Menschen von dieser Bindung an Gott "befreien".
So hat sich der reiche und mächtige Mann von heute weitgehend von Gott isoliert, da er in Lärm und Sinnlichkeit flieht: Er will durch Leistung sich
selber bestätigen und sein Leben stark und sinnvoll gestalten. Aber es gelingt ihm nicht. Denn die Ängste holen ihn immer wieder ein.
Wer dagegen an die Liebe Gottes glaubt, weiß, dass es sinnvoll ist, sich in dieser Welt für diese Liebe einzusetzen. So unvollkommen auch die
eigene Liebe zu Gott sein mag, man spürt doch im Innern, dass diese Liebe ans Ziel gelangt, weil in ihr und durch sie die Liebe Gottes am Werk ist.
In der Welt gibt es viele Wegweiser, die einen die falsche Richtung anzeigen. So wird einem zum Beispiel gesagt: "Du musst etwas werden, dann wirst du was."
Die anderen sagen: "Du musst gut verdienen, dann hast du alles." Die dritten sagen: "Erfolg ist alles. Setz dich durch!" Und dann gibt es noch die tägliche Fernseh-Werbung: "Kauf und geniess! Das macht dich glücklich."
Aber alle diese Rezepte ergeben keinen echten Sinn. Im Gegenteil. Sie erzeugen im Menschen immer mehr Wünsche, immer mehr Forderungen und
immer mehr Enttäuschungen. Je mehr der Mensch verlangt und beansprucht, um so größer wird die Enttäuschung.
Gott hat im Neuen Testament einen ganz anderen Weg zum Glück und zur Seeligkeit gezeigt. Er sagt ( Apostelgeschichte 20, 35 ): "Geben ist seliger als nehmen." Das Glück beginnt demnach bei Gott dort, wo der Mensch zu geben beginnt. Das heißt: Das Glück stellt sich ein, sobald der Mensch zu lieben
beginnt und die Liebe Gottes erfährt. Denn Liebe will geben.
Die wahre Liebe ist demnach sanftmütig und barmherzig. Sie versucht, auch im anderen die Liebe zu wecken. Deshalb zeigt sich die Liebe daran,
dass sie scheinbar "nichts davon hat"! Sie schenkt dem anderen Zeit, Hilfe und Aufmerksamkeit, obwohl sie nichts dafür bezahlt bekommt. Doch das eigene Herz wird groß dabei. Denn wer Gott liebt, der besiegt den Zeitgeist,
der ja nur das ( tote ) Materielle anbetet.
Wer dem "modernen" Zeitgeist folgt ...
... und dabei die Achtsamkeit verliert
Je mehr der Mensch äußerlich haben und nehmen will, um so ärmer wir er seelisch. Und umgekehrt: Je mehr der Mensch geben kann, sich an Gott und den
Menschen hingeben kann, um so "reicher" wird er innerlich, um so mehr Liebe besitzt er, und um so kraftvoller wird er.
Das Grundproblem der heutigen Zeit ist deshalb die Gott-losigkeit ... und damit die Lieb-losigkeit des Lebens: Solange der Mensch ohne
wirkliche Bindung an Gott lebt, spürt er die Sinn-losigkeit seines Lebens. In seinem tiefsten Innern weiß er,
dass sein Leben über einem Abgrund aufgebaut ist, ohne Grund und ohne Ziel, ohne bleibenden Wert und ohne Geborgenheit.
Wer jedoch mit seinem ganzen Leben Gott erkennt und anerkennt, weiß sich auch in Gott geborgen. Er befindet sich nicht mehr auf der Flucht vor der Angst
und den Problemen, sondern weiß, dass alle Probleme im Gebet lösbar sind.
Nicht ohne oder gegen den Menschen, sondern zusammen mit ihm will Gott die Welt zu jener Vollendung in "einen neuen Himmel und eine neue Erde" ( Jesaja 65, 17 ) führen,
die der Mensch aus eigener Kraft nie schaffen könnte. So erweist sich erst von Gott her der Weg der Liebe als sinnvoll und des vollen Einsatzes wert.
Und nun fragt sich jeder Mensch: Wenn ich Gott gefunden habe, warum brauche ich dann noch die ( katholische ) Kirche? Ganz einfach: Weil sie ein Wegweiser ist,
der den Menschen den Weg zum wahren Ziel, zum Sinn des Lebens, zeigt.
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