
2000 Jahre Christentum und noch immer Kriege, noch immer Unterdrückung, und zwar
nicht nur in der Welt, in der sich die Botschaft Christi noch nicht durchgesetzt hat ( ca. 80 Prozent der Menschen, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden, sind Christen; das heißt: 200 bis 300 Millionen Christen werden weltweit
als Minderheit diskriminiert ... und dies bedeutet: Weltweit 100.000 tote, verfolgte und vertriebene Christen pro Jahr: Alle fünf Minuten stirbt ein Christ aufgrund der Verfolgung ), sondern leider auch bei den Christen selbst. Diese
religiösen Verfolgungen können zwar nicht die Ankunft des Reiches Gottes verhindern, doch machen sie Gottes Antlitz für die Menschen in der Welt unkenntlich. Denn Jesus gibt - bezüglich der Diskriminierung der Christen - folgende
Anweisung an Seine Jünger ( Matthäus 5, 43-48 ): "Ihr habt gehört, dass gesagt wurde: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde ( tut Gutes denen, die euch hassen ) und betet
für jene, die euch verfolgen ( und verleumden )!
So werdet ihr Kinder eures himmlischen Vaters, der über Gute und Böse seine Sonne
aufgehen lässt und Gerechten und Sündern Regen spendet. Denn wenn ihr nur jene liebt, die euch lieben, welchen Lohn habt ihr davon? Tun das nicht auch die Zöllner? Und wenn ihr bloß eure Freunde grüßt, was tut ihr da Besonderes?
Tun das nicht auch die Heiden? Seid also vollkommen, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist!" In diesem Sinne hat also Gott den Menschen die Verantwortung für Seine Schöpfung anvertraut. Das heißt: Den Menschen ist die
gegenseitige Verantwortung aufgetragen worden.
Doch was bedeutet Verantwortung? Im Buch der Offenbarung des Johannes steht
hierzu der folgenschwere Satz ( Offenbarung 14, 13 ): "Ihre Werke folgen ihnen nach." Alle Werke, die guten und die schlimmen, folgen den Menschen nach bis in die Ewigkeit. Demnach bedeutet Verantwortung in der Konsequenz,
dass eine Person für die Folgen eigener oder fremder Handlungen einmal Rechenschaft ablegen muss.
Dabei sollte auch eines klar sein: Kein Mensch, der in sich noch im Widerstreit
mit der Lebensordnung Gottes befindet, kann in den Himmel oder das Reich Gottes eingehen. Denn der Gott Widerstrebende tut nur eins durch sein Verhalten: Er fügt sich selbst und seinen Mitmenschen Leid - oft unsagbares Leid - zu,
bis er verstanden hat, dass er alleine verantwortlich für sein freies Leben ist. Und nur er alleine kann seinem Leben eine Richtung geben, welche dieses - sein eigenes - Leiden und das seiner Mitmenschen beenden kann.
Denn Gott will die Menschen zu Seinen Mitarbeitern machen - für die Liebe, den
Frieden, das Glück, die Menschlichkeit in der Welt. Wer dagegen die Welt oder die Menschen mit Gewalt verbessern will, endet nicht im Guten, sondern in der Tyrannei. Paulus sagt ( Römer 14, 17 ): "Das
Reich Gottes ist ... Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist."
Und in der Neuoffenbarung - empfangen durch Jakob Lorber ( 1800 - 1864 ) - heißt es hierzu: "Als Ich ( Jesus Christus )
im Fleische auf der Erde wandelte, konnte und durfte Ich nicht tun, was Ich wollte, sondern was Der wollte, der Mich gesandt hat. Dieser war zwar in Mir, wie Ich in Ihm; aber Er war der Geist Gottes als Vater von Ewigkeit, Ich aber war
und bin dessen Seele. Diese besitzt zwar Ihre eigene Erkenntnis und Fähigkeit, als die höchste Seele und die vollendetste Seele aller Seelen; aber dennoch durfte diese Seele nicht tun, was Sie wollte, sondern nur, was Der wollte, von
Dem Sie ausgegangen ist." ( Die Erde, Kap. 70, V. 8 )
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Und bei Emanuel Swedenborg ( 1688 - 1772 ) heißt es hierzu, dass das Böse und das Gute nicht beisammen sein können. Denn sie halten es nicht miteinander aus. So ist das Gute nur zu erlangen, indem man das Böse in sich entfernt. Das heißt, indem man Gutes
denkt und dementsprechend handelt, zieht man die geistige Sphäre des Guten an ... und verbreitet sie rings umher. Durch diese geistigen Ausströmungen werden dann die Guten von den Bösen geschieden. |
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Dass das Böse entfernt werden muss, bevor man das Gute erkennt, wahrnimmt und liebt,
kann man auch in der natürlichen Welt entdecken. Man nehme nur folgendes ( einfaches ) Beispiel: Es kann keiner zu einem anderen in dessen Raum treten, wenn dieser einen Leoparden in seinem Zimmer verwahrt, der darauf auf ist, einen
zu fressen. Man wird sich nur dann sicher fühlen, wenn dieser vorher das wilde Tier entfernt. Und genauso gilt: Wer zur Tafel des Königs und der Königin geladen ist, wird sich vorher erst das Angesicht und die Hände waschen, bevor er
sich hin begibt. Denn wer sondert nicht das Unkraut von der Weizenernte, bevor er diese in die Scheune bringt?
Dass der Mensch sich selbst vom Bösen reinigen, und nicht erwarten soll, dass der
Herr dies unmittelbar tut, ist vergleichsweise so, wie wenn ein Knecht mit Ruß besudeltem Gesicht und Kleid einhergehend zu seinem Herrn träte, und sagte: "Herr, reinige mich." Würde nicht der Herr zu ihm sagen: "Törichter Knecht,
was sprichst du da? Siehe, hier ist Wasser, Seife und ein Handtuch. Hast du nicht Hände und Kraft in dir? Wasche dich selber ab!"
In der oben genannten Neuoffenbarung heißt es hierzu: "Ich gebe euch den Acker, den Pflug, den Weizen, und bestelle die Schnitter; aber arbeiten müsst ihr dann selbst ... Für euch arbeiten kann und darf Ich ewig nicht! Und würde Ich das, so
hättet ihr für die Freiheit und Selbständigkeit eures Lebens keinen Nutzen." ( Gr. Ev. Joh., Bd. 9, Kap. 77, V. 6-7 ) Demnach kann Gott erst dann den Menschen "wahrhaft" reinigen, wenn dieser sich hierzu innerlich bereit erklärt. So
lehrt es Jesus auch selbst ( Matthäus 23, 25-26 ): "Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr die Becher und Schüsseln außen reinigt, innen aber sind sie voll Raub und Gier! Du blinder Pharisäer, reinige
zuerst das Innere des Bechers, damit auch das Äußere rein wird!"
Vom rein materialistischen Standpunkt aus betrachtet müsste eine solche innere Reinigung
auch eine gerechtere Verteilung der Besitztümer in Deutschland hervorbringen. Denn zur Zeit konzentriert sich hierzulande der Besitz und das Kapitaleinkommen auf nur eine kleine Schicht: Im Jahr 2007 besitzt zum Beispiel das reichste
eine Prozent der Bundesbürger 23 Prozent des gesamten Vermögens in Deutschland. Die obersten fünf Prozent verfügen über 46 Prozent. Für die Mehrheit der Bevölkerung bleibt da nicht mehr viel übrig. Die unteren 70 Prozent kommen noch
nicht einmal auf neun Prozent vom Gesamtvermögen. Frage: Ist das nun der "alleinseligmachende" ( christliche ) Fortschritt - ein Fortschritt, bei dem die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden, während die Mittelschicht
schrumpft? Wohl kaum. Denn bei dieser Sichtweise betrachtet man nur den materiellen Fortschritt in der Welt.
"Geht hin in
die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung!" ( Markus 16, 15 )
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Der wahre Fortschritt im Sinne einer Höherentwicklung auf eine jenseitige Vollendung hin ist die fortschreitende christliche Erziehung des
Menschengeschlechts hin zur Erlösung von "oben". Der Kirchenlehrer Irenäus von Lyon ( 135 - 202 ) schreibt
hierzu: "Gottes Ruhm ist der lebendige Mensch; das Leben des Menschen aber ist die Anschauung Gottes." Und nach Bonaventura ( 1221 - 1274 )
besteht die Verbindung des Menschen zu Gott in der Wahrheit. Jesus sagt ( Johannes 18, 37 ): "Wer aus der Wahrheit ist, der hört Meine Stimme." Gott selbst ist die Wahrheit ( Johannes 14, 6 ) und Er ist den Menschen gegenwärtig als die in einem zu vernehmende Wahrheit, die alles Gute liebt:
Überall da, wo in einem die Wahrheit spricht, spricht Gott zur Seele des Menschen. |
In der Neuoffenbarung heißt es hierzu: "Gott, der Herr Himmels und dieser Erde, hat einem jeden nach der Wahrheit strebenden Menschen ein
Gefühl in sein Herz gelegt hat, das die Wahrheit noch viel eher erkennt und erfasst als ein noch so durchgebildeter Verstand. In diesem Gefühle weilt auch die Liebe zur Wahrheit, die sie als solche wahrnimmt." ( Gr. Ev. Joh., Bd. 5,
Kap. 177, Vers 5 )
Diese Wahrheit verlangt nach Klarheit ... und nicht ohne Grund hatten im Urchristentum -
nach dem Zeugnis der Didache ( Lehre der zwölf Apostel ) und anderer Glaubensquellen ( zum Beispiel Paulus: 1. Korinther 12, 28 ) - Apostel und Propheten die eigentlichen geistigen Ämter inne. Nicht dem Priester ( Presbyter ) oder dem Bischof
( Episcopus ) stand also ursprünglich die geistige Führungsrolle zu. Ihre Aufgabe war hauptsächlich organisatorischer Art, die allerdings in dem Maße wuchs, wie die Gemeinden sich vergrößerten. Als dann schließlich mit der
Verstaatlichung und Vermassung der Kirche die charismatischen Gaben immer seltener wurden, rückte von selbst eine durchorganisierte Priesterhierarchie an die oberste Stelle der Christenheit. Lehre und Verkündigung war nun beinahe
ausschließlich denen überantwortet, die nicht mehr unmittelbare Empfänger des Wortes Gottes waren, wie einst Propheten und Apostel.
Der Sündenfall ist demnach der Verlust der Wahrheit: Dass Adam und Eva der Schlange mehr Glauben schenkten als der Wahrheit,
lag nicht daran, dass sie es nicht hätten besser wissen können oder getäuscht worden wären. Durch bloße Vorspiegelung und Phantasie erwachte
in ihnen vielmehr der Hochmut und das Begehren. Da ließen sich die beiden vernunftbegabten Geschöpfe Gottes durch den rein am Irdischen
haftenden Blick verleiten.
In der Neuoffenbarung spricht Jesus über den Verlust dieser Wahrheit zu den Schriftgelehrten: "Ihr hattet in euren Herzen
keinen Glauben und somit auch keine Lebenswahrheit mehr, und darin liegt der Grund, aus dem ihr Mich nicht erkennen mochtet und an Mich auch keinen Glauben fassen konntet; denn wo keine Wahrheit und kein Leben ist,
da kann sich auch keine noch so helle Wahrheit mit ihrem Leben eine Aufnahme und eine bleibende Wohnung verschaffen. Wo aber noch eine Wahrheit mit ihrem Leben in einem Menschenherzen wohnt, da greift denn auch bald
und leicht eine höhere Wahrheit Platz und erzeugt den lebendigen Glauben und dessen Kraft." ( Gr. Ev. Joh., Bd. 9, Kap. 77, V. 6-7 )
Demnach tun sich zwei Sichtweisen auf: Ein Leben nach den irdischen Maßstäben oder nach der geistigen Führung. Die eine
Sichtweise stellt allein den irdischen Vorteil in den Vordergrund, während die andere sich an der Wahrheit orientiert, die als
Gewissensstimme in jedem Menschen klar empfunden oder "gehört" werden kann ... Die materialistische Sichtweise versucht in jedem Menschen,
die Wahrheit zu verdrängen, so dass der Mensch entgegen der Gewissensstimme handeln soll. Oder anders gesagt: Das, woran man sein Herz hängt,
das wird sein Gott.
Jesus sagt hierzu ( Johannes 15, 19 ): "Die Welt wird euch hassen." Doch woher kommt dieser Hass? Es ist, weil die Bösen nicht ertragen, dass es Gute gibt. Man will die Boten der Wahrheit
töten, um diese lästige Botschaft zu ersticken. Von daher passt an dieser Stelle der aufmunternde Satz vom Kardinal Lustiger von Paris ( 1926-2007 ): "Das Christentum in Europa steckt noch in den Kinderschuhen.
Seine große Zeit liegt noch vor uns."
Ist damit "Die große Zeit der Zeiten" ( Die Erlösung - Pathiel ) - die
Zeit der Wiederkunft Christi - gemeint? Zumindest ist es heutzutage ein Kennzeichen der Endzeit, dass das lebendige Bewusstsein für die Welt der Werte erlischt. Mit Pontius Pilatus ( dem ehemaligen Statthalter der
Provinz Judäa ) fragt man sich in dieser Zeit ( Johannes 18, 38 ): "Was ist Wahrheit?" und relativiert auf diese Weise alle geistigen Werte. Damit einhergehend tritt an die Stelle des geistigen Lebens nun der äußere Reichtum,
welcher die Menschen ganz erblinden lässt für das Reich der übersinnlich-göttlichen Welt: Denn die meisten Menschen wollen nunmehr reich werden - auch wenn sie am Sonntag dafür arbeiten müssen, wo es doch gar
nicht nötig wäre - und dann natürlich so schnell wie möglich - wenn nicht auf geraden, dann auf krummen Wegen.
So wird der Spruch: "Trachtet zuerst nach dem Reiche Gottes" umgekehrt in:
"Trachtet zuerst nach dem Irdischen" ... Und diese Menschen opfern dafür vieles: Das Bibelstudium und - wie eben schon erwähnt - auch oft den Sonntag: Man muss ja schließlich die guten Gelegenheiten, Geld zu machen,
mitnehmen, sagen sie ... und werden äußerlich reich, aber innerlich arm, oft bettelarm. Das heißt: Sie haben äußerlich die Form der Gottseligkeit, aber innerlich führen sie ein fruchtloses Glaubensleben ... und können
nur noch durch Katastrophenschicksale aufgerüttelt und für Geistiges erweckt werden. Das heißt: Die Liebe Gottes zeigt sich in solchen Zeiten der Blindheit reiner "Diesseitsmenschen" nur noch als Zorn Gottes.
Am Ende dieser Zeit wird dann der Herr des Lebens stehen und einen fragen: "Was hast du mitgebracht? Was hast du in deinen Händen? Hast du deine Hände gefüllt mit wertlosem Tand oder mit Schätzen,
die in die Ewigkeit hinüberdauern?" Denn darauf kommt es schließlich in diesem Leben an. Jesus sagt hierzu ( Matthäus 6, 19-20 ): "Sammelt euch nicht Schätze hier auf der Erde,
wo Motte und Wurm sie zerstören und wo Diebe einbrechen und sie stehlen, sondern sammelt euch Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Wurm sie zerstören und keine Diebe einbrechen
und sie stehlen."
Durch das Denken, das sich nur am irdisch-sichtbaren, an der Materie orientiert, verfällt der Mensch, mehr und mehr dem
Materialismus. Man kettet sich freiwillig an rein irdische Ziele ( wie zum Beispiel: das Streben nach maximalen Gewinn, Macht- und Ansehen ) ...
und wird dabei zunehmend unfähig, das Gewissen in sich zu vernehmen beziehungsweise zu "erhören".
Mit Jesus wurde diese Gewissensstimme, der unsichtbare Gott, für jedermann auf Erden sichtbar. Denn mit Ihm kam das Licht der
Wahrheit, das im Konflikt stand mit denjenigen Menschen, die ihrer eigenen Überzeugung nach auf realem Boden stehen - aber hier in Wirklichkeit
nur ein arg beschränktes Begriffsvermögen haben: Diese Menschen waren zur Zeit Jesu gerade die Mehrzahl derer, die die Macht vertraten, also
obrigkeitliche und religiöse Gewalt in den Händen hatten. Aufgrund Ihrer ausgeprägten Vorliebe für das Irdische hofften sie, das Werk Jesu zu
unterbinden, da sie es nicht verstanden beziehungsweise verstehen wollten. Denn Ihr ganzes Trachten war auf Prestigegewinn ausgerichtet.
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Jene, die eigentlich dem Volk die Schrift und Propheten richtig auslegen hätten sollen,
die Schriftgelehrten, lieferten Jesus ans Kreuz, anstatt in Ihm den angekündigten Messias zu erkennen ... und so fanden sie keinen "Geschmack" an den Forderungen Jesu, weil sie vom Alten nicht loskommen wollten: Sie warteten lieber
auf Äußerlichkeiten, anstatt sich auf das innere Wesen des Gottesreiches hinzubewegen: Es sollte durch die Lehre Jesu nicht vordergründig die sichtbare Ordnung aufgehoben werden, sondern das gottgleiche Wort wollte mit Seinem
Eintritt in den irdisch-menschlichen Bereich alle heilswilligen Menschen zu "Kindern Gottes" machen, um sie an der "Fülle der Gnade und Wahrheit" teilnehmen zu lassen. So liebten Ihn alle, die mit Ihm in persönlichen Verkehr traten.
Nur diejenigen lehnten Ihn ab, die in Hab-, Ehr- und Herrschsucht verfallen waren.
Zu dieser
Ablehnung der Stimme Gottes weiß man aus der Psychologie, dass ein Kind alle Verhaltensregeln als durch Menschen ( zunächst durch die Erzieher, dann auch
durch andere Autoritäten ) verfügte Norm auffasst, deren Übertretung Strafe nach sich zieht. Man geht davon aus, dass ein Verhalten beispielsweise zu 20 Prozent
biologisch bedingt ist und zu 80 Prozent kulturell. Das heißt: Das Verhalten wird durch die Kultur geformt. Selbst viele Erwachsene kommen zeitlebens nicht über
die kulturelle Moralvorstellung hinaus: Sie orientieren sich in ihrem Verhalten an dem, was "man" tut; sie meiden nur das, was "Sanktionen" nach sich zieht: Strafe
von Seiten des Staates, gesellschaftliche Missbilligung oder Ächtung und andere derartige Nachteile. Aus diesem Grund wird auch der Weg zum Glauben nicht mehr von Umkehr,
Bekehrung, Verwandlung oder Erleuchtung bestimmt, sondern von der Übernahme einer von der Gesellschaft anerkannten und belohnten Lebensinterpretation. Und in Folge dessen
hängen dann 60 - 90 Prozent der christlich aufwachsenden Kinder ihren Glauben im frühen und mittleren Erwachsenenalter an den Nagel. Hauptgrund: Vorgelebte Heuchelei. ( Sie neigen
dann dazu, Gott einfach zu vergessen und mit Ihm ihre so genannte religiöse Sozialisation, also die Summe der Erfahrungen in Elternhaus, Schule, Religions-, Kommunions- oder
Konfirmationsunterricht. Sie wollen es - in einer aufgeklärten und oft areligiösen Zeit - gar nicht mehr wahrhaben, dass sie einmal gläubig und hoffnungsvoll im Gebet waren. )
Zur Überprüfung dieser
Studien wurden in einer weiteren Studie über 40 Jahre lange 698 im Jahr 1955 geborene Einwohner der Hawaii-Insel Kauai beobachtet. Man interessierte sich
insbesondere für jene 210 Kinder, die in ärmlichen oder gewalttätigen Verhältnissen, mit ungebildeten oder alkoholabhängigen Eltern aufwuchsen. Zwei
Drittel dieser Kinder fanden nicht den Weg in ein erfolgreiches Leben, sondern wurden aggressiv, drogenabhängig oder sogar straffällig. Nur ein Drittel der
Kinder entwickelte sich trotz der widrigen Umstände, in denen sie aufgewachsen waren, zu ausgeglichenen und zuverlässigen Menschen. Sie hatten sich hierzu Lehrer
oder andere Bezugspersonen als Vorbilder gewählt.
Mit dieser Studie ist
meines Erachtens auch das Wesen des Unglaubens beschrieben: Es ist die beharrliche Weigerung, sich der inneren Stimme Gottes zuzuwenden. Denn durch nichts wird Gottes
Wirken auf dieser Welt stärker gehemmt als allein durch die Leugnung der Führung Gottes ... Stattdessen folgt man einer Lüge, von der man glaubt, dass sie die Wahrheit
ist ... nur hat diese Lebenseinstellung einen gravierenden Nachteil, den der deutsche Dichter Matthias Claudius ( 1740 - 1815 ) folgendermaßen beschreibt: "Die
Wahrheit richtet sich nicht nach uns, sondern wir müssen uns nach ihr richten."
So muss also letztendlich
die Frage gar nicht lauten: "Was erreicht man "wie" in dieser Welt?", sondern es muss heißen: "Für welche Aufgabe hat Gott einen in dieser Welt vorgesehen?". Um dies herauszufinden,
gilt es auf die innere Stimme zu hören und dem Gefühl mehr Aufmerksamkeit zu schenken als dem Verstand. Denn nur wer Gottes Willen in sich erkennt, wirkt nach außen
authentisch und im wahren Sinne "ganz bei Gott".
Als Ausgangsgrundlage hat jeder
Menschen von Gott ganz bestimmte Eigenschaften erhalten. So ist zum Beispiel der eine Mensch mehr extrovertiert und kontaktfreudig ... und der andere mehr introvertiert und
zurückgezogen. Wenn aber der mehr introvertierte Mensch sich mit Rhetorikkursen und Selbstsicherheitstraining dahingehend schult, auch vor großen Menschenmengen
eine Rede zu halten, so wird er daran höchst wahrscheinlich nie so viel Freude haben wie jemand, der extrovertiert auf die Welt gekommen ist und es sowieso ganz toll findet,
im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen.
Aus diesem Grund ist es wichtig,
Gottes Willen in sich zu suchen und nicht den Ansprüchen der Welt zu verfallen. Denn gerade schüchterne Menschen haben oft den Eindruck, dass sie nicht dem gesellschaftlichen Ideal
entsprechen, dass man dauernd auf Achse sein und sich überall durchsetzen müsse, um anerkannt zu werden. Da braucht es für diese Menschen schon ein gewisses Maß an Rückgrat, um zu sagen:
So bin ich nicht, und so stimme ich auch nicht mit dem Willen Gottes überein: In einer Welt, wo scheinbar jeder seines Glückes Schmied ist und alles machbar scheint, darf man sich nicht
dermaßen unter Druck setzen lassen. Denn sonst sieht man sich selbst noch als schuldig oder als Versager an, da man nicht das "Optimale" aus sich herausgeholt hat.
Es kann demnach niemand abgenommen werden,
das Heil seiner Seele von innen her zu suchen und den Pfad des Heils, den "schmalen Weg" zu betreten und zu gehen ... und dies in einer Welt, in der man von klein auf enormen Leistungsansprüchen
ausgesetzt ist. Hier gilt es, in Ruhe herauszufinden, was im Leben zu einem persönlich passt ... beziehungsweise: Was Gott für einem vorgesehen hat. Denn nur so erlangt man wahre Selbstsicherheit
und größeres seelisches Wohlbefinden als Menschen, denen der Kontakt mit Gott noch fehlt. Hierzu sagt auch Jesus ( Johannes 8, 31-32 ): "Wenn ihr euch an Mein Wort haltet, seid ihr Meine echten Jünger;
dann werdet ihr die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen."
In diesem Sinn liegt die Ursache für die oben beschriebene Krise der Menschheit vor allem in einem Mangel an Gebet ... also in der fehlenden Zeit,
die sich die Menschen ( oft mit leitender Funktion ) für die Offenbarung Jesu in ihrem Leben nehmen. Denn nach Jesu Auffassung beruht die Leitung in der Gesellschaft nicht auf Herrschaft und
Aktionismus, sondern vor allem auf "Diene-Mut" ( Demut ). Aus diesem Grund wurde auch im Neuen Testament das griechische
Wort für Diener ( diakonos ) die wichtigste Bezeichnung für den geistlichen Dienst der Christen.
Der
Apostel Petrus schreibt hierzu in seinem ersten Brief über die Demut an die Ältesten der Gemeinde ( 1. Petrus 5, 2-3 ): "Hütet die Herde Gottes bei euch,
indem ihr nicht gezwungen, sondern freiwillig Aufsicht übt, nicht nach schändlichem Gewinn strebend, sondern mit Hingabe, nicht als solche, die über
das ihnen Zugewiesene herrschen, sondern indem ihr Vorbilder der Herde seid!" Und Jesus sagt ( Matthäus 20, 25-27 ): "Ihr wisst, die Fürsten der Völker gebieten über ihre Untertanen und die Großen üben
Gewalt über sie aus. Unter euch soll es nicht so sein; wer vielmehr unter euch groß werden will, der sei euer Diener, und wer der Erste unter euch sein will, der sei euer Knecht." Hierzu
heißt es in der Neuoffenbarung: "Wer andere bessern
will, der bessere zuerst sich und lebe gerecht, - so werden die anderen ihm nachfolgen, wenn sie den Vorteil ersehen werden." ( Die Erde, Kap. 63, V. 27 )
Dem Vorbild Jesu kann sich
keiner entziehen: Denn obwohl Sein Reich niemals untergeht und Er über alle herrscht ( Psalm 103, 19 ), ist Er dennoch allen gegenüber sanftmütig und von Herzen demütig ( Matthäus 11, 29 ) ...
und Sein Reich tritt überall dort hervor, wo die Menschen sich für Versöhnung, Gerechtigkeit und Frieden einsetzen. Demnach bedarf der Arme in der Welt nicht nur des Mitleids und des Mitgefühls,
sondern vor allem, dass ihm Recht widerfahre. Diesem christlichen Streben steht jedoch in dieser Welt gegenüber: Lieblosigkeit, Unrecht, Unterdrückung und Ausbeutung der Mitmenschen und der Schöpfung.
Es ist demnach aussichtslos, den Frieden in äußeren Dingen zu suchen ... oder ihn von der
Erfüllung materieller Wünsche zu erwarten. Es ist vielmehr so, wie es Gottfried Keller ( 1819-1890 ) schön und treffend formuliert hat:
"Nicht im Feld und auf den Bäumen,
in den Herzen muss es keimen,
wenn es besser werden soll." |

Demnach hängen Glück und Zufriedenheit weniger von dem ab, was man hat, sondern vielmehr
von dem, was man ist und namentlich zur Freude und zum Wohlergehen der Mitmenschen getan hat. Denn innere Leere, Unruhe und Friedlosigkeit können mit keinen materiellen Gütern und durch keine Vergnügungen beseitigt werden. Der
Mensch sucht deshalb umsonst, wenn er den Frieden nicht in sich hat.
Besitz, Verdienst und Talente werden dem Menschen zu einem anvertrauten Pfund im
Dienste des Schöpfers und zur Verbesserung der menschlichen und insbesondere der sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse gegeben. Dagegen trennen beziehungsweise verfeinden Selbstsucht, Eigennutz und Habsucht die Menschen
untereinander. Dem stehen Wohlwollen und Selbstlosigkeit gegenüber: Diese beiden verbinden und bauen auf.
Jesus hat genau dieses selbstlose Leben für Gott vorgelebt. Für Ihn besteht der Grundauftrag des Menschen darin, seine Seele ( und seinen
Körper ) zu vergeistigen und nach Gottes Willen zu handeln. Dadurch bietet sich der Mensch an, dass Gott durch ihn ein Zeugnis von Seiner Gegenwart in dieser Welt abgeben kann ... mit dem Ziel, dass das Glaubenswissen der Menschen
sich mehre und die Urteilskompetenz gefördert wird.
So lebt der Mensch nur dann glaubwürdig und wirklich evangelisch, wenn er sich in erster
Linie nicht nach dem Zeitgeist ausrichtet, sondern nach der Wahrheit des Evangeliums. Ein solcher Mensch macht hier die Erfahrung, die zeitgleich viele andere mit ihm gleich einem Noah machen, der einst seine Mitmenschen auf die
Wahrheit und auf die bevorstehende Sintflut aufmerksam zu machen versuchte, jedoch kein Gehör fand und ganz besonders wegen dem Bau der Arche ausgelacht und als Narr angeprangert wurde.
Jesus erlitt dagegen den Kreuzestod, weil Er als Gottes Sohn bei der göttlichen Wahrheit blieb und die anderen ihre selbst gewählte falsche Lebenseinstellung,
ihre Auflehnung gegen Gott nicht aufgeben wollten. Der Geist dieser Menschen war viel zu sehr von sich selber eingenommen, als dass
sie die Botschaft Christi noch ungetrübt entgegennehmen konnten. Mit der Kreuzigung lehnten sie den Gottessohn als den erwarteten Messias ab.
Darum sagte Jesus ( Lukas 23, 34 ): "Vater vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun!"
Christus wurde gekreuzigt als lästiger Wahrheitsbringer um Seiner Lehre und Taten willen. Denn die Wahrheit war den damaligen
Religionsführern unbequem, ein Ärgernis, weil sie ihren Einfluss stark erschütterte. Deshalb musste der Wahrheitsbringer verdächtigt und
verfolgt werden ... und als es trotz aller Mühe nicht gelang, Ihn lächerlich zu machen, suchte man Ihn als unglaubwürdig hinzustellen. Deshalb musste die irdische
Vergangenheit als Zimmermannssohn dazu dienen, Ihn als ungelehrt abzustempeln. ( Nach Johannes 7, 15 hatte Jesus keine rabbinische Schule
absolviert. )
Ähnlich erging es im Alten Testament Moses: Er lehnte die Karriere als Prinz ab, die ihm als Sohn einer Tochter des königlichen Hauses erwartete und
zog bewusst vor, einer der Israeliten zu sein, die nach seinem Glauben nicht ein Volk von Sklaven, sondern das Volk Gottes waren, das heißt: Ein Volk, dessen Schicksal
in besonderer Weise von Gott abhängig ist. Das bedeutete für ihn, den Frondienst seines Volkes zu teilen anstatt zum Preis des Abfalls von Gott kurzlebigen Komfort und
Luxus am ägyptischen Hof zu genießen: Er wollte lieber Leid ertragen als sündig vor Gott dazustehen.
Mit dem Blick auf den höchsten Lohn, den Gott in Aussicht stellte, kam Moses zu der Überzeugung, dass Schmach um Gottes willen zu erleiden größeren
Gewinn bringen würde als der Reichtum Ägyptens, der ihm zum Greifen nahe war. Solche Schmach ist die "Schmach Christi", weil sie das typische Los der Gesalbten des Herrn
auf dieser Welt ist. Sie ist aber auch das Los derer, die Ihm als Sein Volk verbunden sind.
Im Laufe der ersten 300 Jahre nach Christi Geburt hielt das Volk Gottes in unbezwingbarer Standhaftigkeit an ihrer Wahrheit fest, ohne dafür äußerliche
Anerkennung zu finden, durchlitt Gefängnis und Qualen, musste fliehen und in der Fremde umherziehen: Befreiung von diesen Widerwärtigkeiten auf Kosten der Verleugnung der
Wahrheit kam für dieses Volk nicht in Frage. Denn sie wussten: Das Wort "Wahrheit" fängt mit einem "W" an, das heißt: Die Wahrheit tut weh ... und wehtuende Wahrheit lieben
auch die meisten Gläubigen nicht. So ernteten sie - die Propheten, Apostel und alle wahren Knechte - in Zeiten religiösen und sittlichen Niedergangs für das Verkünden der
christlichen Wahrheit wenig Dank ... Ja, sie wurden sogar stattdessen - nicht gerade selten - gesteinigt beziehungsweise hingerichtet.
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Und wenn ( auch heute noch ) von
vornherein klar ist, dass sich der irdisch-orientierte Blick vieler Menschen nicht ändern wird,
so gilt es doch - in Hoffnung auf eine bessere Zukunft hin - durch Aufklärung und religiöse Bildung das rein materielle und machtorientierte
Denken in dieser Welt zum Verstummen zu bringen. Denn das Ziel Gottes ist die Erlösung in einer friedlich-humanen Gesellschaft, in der Gerechtigkeit
herrscht und Liebe sich ausbreiten kann ... wo man dem Mitmenschen Gutes gönnt und die Liebe für den anderen da ist: Denn das eigene Glück
ist das Glück des anderen. |
In diesem Sinne heißt es auf die Frage:
"Was können die Menschen vor Gott tun?" in der Neuoffenbarung : "Nichts, - nichts
können sie tun, als nur lieben Ihn aus allen den von Ihm den Menschen gegebenen Kräften und dankbar fröhlich genießen jegliche Gabe der ewigen Liebe aus Ihm!" ( Die Haushaltung Gottes, Bd. 2,
Kap. 25, V. 43 ). In stiller, inniger Wonne gilt es demnach den Willen Gottes zu erfüllen und den Menschen, die zu Gott kommen wollen, den Weg dorthin zu weisen.
Hierzu heißt es in der Neuoffenbarung: "Jeder Mensch hat ein doppeltes Erkenntnisvermögen: Ein äußeres, das ist der Kopf- oder eigentliche äußere Seelenverstand. Mit diesem Erkenntnisvermögen lässt
sich nie das göttliche Wesen erfassen und begreifen ... Die Seele hat aber noch ein anderes Vermögen, das nicht in ihrem Kopfe, sondern in ihrem Herzen wohnt. Dieses Vermögen heißt inneres Gemüt und besteht aus
einem ganz eigenen Willen, aus der Liebe und aus einer diesen beiden Gemütselementen entsprechenden Vorstellungskraft. Hat diese einmal den Begriff vom Dasein Gottes in sich aufgenommen, so wird er dann sogleich
von der Liebe umfasst und durch ihren Willen festgehalten, - welches Festhalten dann erst "glauben" heißt.
Durch diesen Glauben, der lebendig ist, wird der wahre Geist erweckt.
Der beschaut dann seinen Erwecker, erkennt und ergreift ihn sogleich, richtet sich darnach auf wie ein mächtig Licht aus Gott und durchdringt dann die Seele und umwandelt in ihr alles ins
Licht. Und dieses Licht ist dann der eigentliche Glaube, durch den jede Seele selig werden kann." ( Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum, Bd. 1, Kap. 35, V. 2-4 )
"Wer die Wahrheit tut, kommt ans Licht." ( Johannes 3, 21 )
Demnach erfolgt alles vor Gott nach dem gleichen ( einfachen ) Prinzip, das sich sowohl
im geistigen als auch im natürlich-kreatürlichen Bereich des Lebens anwenden lässt: Wer Bohnen steckt, wird Bohnen ernten, wer Weizen sät, wird Weizen ernten. Diese Wahrheit ist so banal, dass sie noch keinen vom Hocker
reißt. Was einen aber innerlich aufhorchen lassen muss, ist, dass dieses kausale Gesetz von Saat und Ernte alle Lebensbereiche betrifft: Wer Liebe sät, wird Freundlichkeit ernten und wer Wind sät, wird Sturm ernten.
Dies bedeutet aber auch: Wer ernsthaft nach der Wahrheit strebt, dem fehlt nicht die Liebe. Denn eine solche Liebe sehnt sich nicht nach Selbstsucht,
Eitelkeit und Bequemlichkeit. Sie schaut auf das, was dem anderen dient und nützt ... und will keinen Wucher, keine Armut und keinen
Aberglauben. Denn wer die rechte Herzenseinstellung zu Gott hat, wird auch seinem Nächsten gegenüber brüderliche Liebe empfinden.
Ohne diesen Hang zur Wahrheit empfindet der Mensch das niederdrückende Gefühl der Leere. Mal empfindet er es mehr, mal
weniger. Der Kirchenlehrer Aurelius Augustinus ( 354-430 ) schreibt hierzu: "Du hast uns zu Dir hin erschaffen, o Gott, und das Herz des
Menschen ist ruhelos, bis es Ruhe gefunden hat in Dir." In diesem Sinne ist der Hauptzweck des Menschen die geistige Wiedergeburt ( in das
Reich Gottes, in dem es gilt, die Gesellschaft und das Irdisch-Bestehende zu verschönern beziehungsweise zu veredeln ... und zwar mit gesundem
Blick und geschickter Hand - zum Nutzen für den Einzelnen wie auch für die Allgemeinheit. )
In einem solchen Bemühen um eine christliche Gesellschaft wird es immer
einzelne Menschen oder kleine Gemeinschaften geben, die mit der Gnadenhilfe Gottes, Frieden stiften und Gerechtigkeit üben. Aber das werden niemals Bastionen sittlichen Fortschritts sein, die unangefochten sind.
Sie sind vielmehr wie Inseln, die in der Gefahr stehen, von der Brandung der Ungerechtigkeit und des menschlichen Egoismus überspült zu werden beziehungsweise unterzugehen.
Demnach müssen alle Menschen, die auf der Erde leben,
durch die Versuchung hindurchgehen, müssen die Proben bestehen, die Luzifer ihnen bereitet, der sie mit hineinziehen will in seine falsche Dynamik, in seine Los-von-Gott-Bewegung, in seine Rebellion gegen Gott
( vergleiche Johannes 8, 44-45 ).
In der Neuoffenbarung heißt es hierzu: "Die Erde kann unmöglich ein Paradies sein, da sie ein Prüfungsboden für jeden
in das schwere Schandfleisch des Menschen gelegten Geist für alle Zeiten verbleiben muss, ohne dem kein Geist ein vollkommenes ewiges Leben erreichen könnte." ( Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige
Führung des Robert Blum, Bd. 1, Kap. 85, V. 10 )

"Macht euch die Erde untertan und herrscht über sie, ...
dass ihr sie bebaut und bewahrt." ( 1. Mose 1, 28 + 2, 15 )
Herrschen und Bebauen haben wir inzwischen gelernt. Mit dem
Bewahren bleibt uns aber noch viel zu tun! Denn Gott hat uns Menschen die Erde zur Verwaltung und Pflege anvertraut. Er hat uns das Leben
mit allen seinen Möglichkeiten geschenkt ... und somit sind wir Ihm gegenüber dafür verantwortlich, was mit Seiner Schöpfung geschieht ... Wir
sind die Verwalter einer Schöpfung, in der die Liebe Gottes die Menschen in eine sittliche Gemeinschaft führen will, die durch gegenseitiges
Handeln aus Liebe realisiert wird ... in eine Gemeinschaft ohne Mangel und Leid ... in eine Gemeinschaft des Friedens und der Gerechtigkeit. Wir sind dazu aufgerufen, die Schöpfung zu bewahren und zugleich dafür zu sorgen, dass sie
sich zum Wohle der Menschen weiterentwickelt.
Wenn
demnach heute viele Politiker beim Thema "Umweltverschmutzung" darüber nachdenken, was die Menschen tun können, um diese Erde auch für kommende
Generationen zu bewahren, so ist doch meines Erachtens genauso wichtig, zunächst einmal über das Thema "Inweltverschmutzung" bei den Menschen nachzudenken ...
Es müsste vielmehr die Frage lauten: Wie nutzen die Menschen die ihnen gegebenen Fähigkeiten ... und in welcher Beziehung steht ihr Leben zu dem Willen Gottes?
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Aus der Neuoffenbarung durch Jakob Lorber:
"Die Menschen sind versehen mit verschiedenen Vermögen und Talenten ... Durch die wahre Demut und Liebe zu Mir kann jeder sein angeerbtes Talent erhöhen bis ins völlig geistige Leben! - Jedoch hat keiner etwas vor dem anderen voraus,
sondern dass er mit seinem besonderen Talente seinen Brüdern in aller Liebe dienen könne und solle - darum wird jedem auch Besonderes gegeben!"
( Himmelsgaben, Bd. 2, Kundgabe v. 31.05.1842, V. 1-2 ) |
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Und dennoch: Auch wenn wir lokal versuchen, rücksichtsvoll
mit allem Leben, vernünftig mit der Technik und sorgfältig mit der Umwelt umzugehen, so bleibt nach christlichem Verständnis die Erde ein
Jammertal und die wahre Heimat der Christen der Himmel. Das heißt: Vom Standpunkt des Glaubens her wird die eigentliche Sünde in der Welt
nicht durch Aufklärung oder religiöse Bildung überwunden, sondern allein durch die Erlösung Gottes.
Weder politische Mittel noch Waffen, sondern nur vorgelebte Liebe Gottes
und Gebet helfen daher letztlich und bringen den verheissenen "Frieden auf Erden den Menschen, die guten Willens sind" ( Lukas 2, 14 ). Der schwerste Kampf wird demnach wider einen selbst
sein ... und zwar: Immer wieder in die Stille hineinzugehen und nach Gott zu fragen, um Vergebung und ewiges Leben zu erlangen.
An Belehrungen und Wegweisungen hierzu hat es aus dem Jenseits nicht gefehlt:
Gott hat es zu keinem Zeitpunkt unterlassen, den Menschen Seine Wahrheiten zu vermitteln. Denn es heißt ( Amos 3, 7 ): "Nichts tut Gott, der Herr, ohne dass Er Seinen Knechten, den Propheten, zuvor Seinen Ratschluss offenbart hat." So erweckte Gott
immer wieder neue Boten ( wie zum Beispiel Jakob Lorber und Emanuel Swedenborg ), die die Menschen - getreu Seiner Verheißung - an
all das erinnern, was Er ihnen einst auf Erden ( in der Person Jesus Christus ) gelehrt hatte, um sie "in alle Wahrheit zu leiten" ( Johannes 16, 13 ).
Nicht wenige dieser Gottesboten der letzten Jahrhunderte erging es aber wie
Jesus Christus selbst: Ihre Offenbarungen wurden nicht angenommen, verschwiegen, lächerlich gemacht, unterdrückt oder vernichtet. Und so befindet sich folgende Inschrift in einer Kathedrale in Lübeck: "Christ, unser Meister, so zu
uns spricht: Ihr nennet Mich Meister und gehorchet Mir nicht! Ihr nennet Mich Licht und suchet Mich nicht. Ihr nennet Mich Weg und gehet Mich nicht. Ihr nennet Mich Leben und verlanget Mich nicht. Ihr nennet Mich weise und folget
Mir nicht. Ihr nennet Mich ewig und suchet Mich nicht. Ihr nennet Mich gnädig und vertrauet Mir nicht. Ihr nennet Mich herrlich und dienet Mir nicht. Ihr nennet Mich mächtig und ehret Mich nicht. Ihr nennet Mich gerecht und fürchtet
Mich nicht. Werd' Ich euch verdammen, verarget Mir's nicht."
Das Wunder von Fatima
In dieser Inschrift drückt sich die Erwartung des machtvollen Handelns Gottes aus,
das die Welt und die Geschichte radikal verwandelt. Diese Erwartung des endzeitlichen Handelns Gottes steht in der Tradition der neu- und alttestamentlichen Texte ... und anderer, nicht-biblischer Schriften des Judentums. Hinzu kommen
aktuelle Prophezeiungen - zum Beispiel sagt Maria in der lange zurückgehaltenen und jetzt der Öffentlichkeit übergebenen dritten Botschaft von Fatima nach dem so genannten Sonnenwunder zu den drei Seherkindern ( am 13. Oktober 1917 ):
"Über die ganze Menschheit wird eine große Züchtigung kommen. Nicht heute ( 1917 ), selbst nicht morgen, aber in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts."
Laut der Neuoffenbarung ist damit das große, reinigende Feuer der Endzeit gemeint, das die Wiederkunft Christi vorbereiten soll. Es wird einen dreifachen Charakter haben als ein geistiges, seelisches und naturmäßiges Feuer. Im
zweiten Petrusbrief heißt es hierzu ( 2. Petrus 3, 10 ): "Es wird der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb in der Nacht, an dem die Himmel vergehen mit großem Getöse und die Elemente schmelzen werden vor Hitze."
Wenn man hierzu die Texte der Neuoffenbarung über die Läuterungsfeuer durchliest ( Gr. Ev. Joh., Bd. 8, Kap. 185-186 ), kann man die Parallelen zu der heutigen Zeit nicht mehr leugnen. Beruhigend aber ist, dass es sich um "Läuterungsfeuer" handelt,
das heißt, dass sie der Klärung und Reinigung dienen und nicht vorwiegend der Zerstörung. Der evangelische Theologe Friedrich Heiler ( 1892-1967 ) spricht in diesem Fall nicht von "Vernichtung", sondern von "Vernichtigung". Denn die
Naturwissenschaft sagt schon jedem Menschen, dass es in der gesamten Schöpfung keine völlige Vernichtung, sondern nur eine Veränderung und Umwandlung gibt. Es geht somit nichts völlig verloren. ( In dem Fall der "Vernichtigung" heißt
dies: Der Mensch verwandelt sich von seiner gottfeindlichen Ich-Bezogenheit zum Diener Gottes ).
Er wählt also dafür ein besonderes Wort. Denn Gott ist kein "Vernichter", sondern das Leben
... und Er sorgt dafür, dass die menschliche Existenz nicht verloren geht, sondern nach und nach auf höhere Stufen geführt wird, um so Seine Wiederkunft vorzubereiten. Der Zeitpunkt dieser Wiederkunft wird in der Neuoffenbarung immer wieder auf "nahe an 2000 Jahre" ( Gr. Ev. Joh., Bd. 8, Kap. 46, Vers 3 ) - von den Lehrjahren Jesu an gerechnet - angegeben: "In einem künftigen, großen Weltgerichte, will Ich
der Hure Babel ein völliges Ende bereiten, in einem Gerichte wie zur Zeit Sodoms und Gomorrhas.
Es werden große Zeichen geschehen auf der Erde, dem Meere und am Himmel. Und Ich werde
Propheten aufstehen lassen, die werden aus Meinem Worte weissagen und mehrfach das kommende Gericht verkünden. Aber der Hochmut der Menschen wird ihrer spotten und wird sie als Narren verlachen. Dies jedoch wird das sicherste Zeichen
sein, dass das große Gericht bald eintreffen und durch das Feuer alle Täter des Übels verzehren wird. Auch werden in der selben Zeit so manche Jünglinge Gesichte haben und Mägde weissagen von den Dingen, die da kommen. Wohl denen, die
sich dadurch bessern und wahrhaft bekehren." ( Gr. Ev. Joh., Bd. 6, Kap. 174, V. 1-3 )
Im zweiten Petrusbrief heißt es hierzu ( 2. Petrus 3, 3-4 ): "Wisset vor
allen Dingen, dass in den letzten Zeiten Spötter kommen werden, die nach ihren eigenen Gelüsten wandeln und werden sagen: Wo bleibt denn die Verheißung von der Wiederkunft des Herrn? Seht, es bleibt doch alles, wie es seit Urbeginn
der Schöpfung war!" Diese Spötter werden und wollen dann auch nicht erkennen, dass die göttliche Ordnung auf Erden durch den Menschen gestört wurde ... und als Folge dessen immer größere Katastrophen auftreten: Erdbeben, Überschwemmungen,
Wirbelstürme: Die Anzahl und Heftigkeit von Naturkatastrophen nimmt kontinuierlich zu ... und dabei sind all diese Katastrophen nichts weiter als Funktionen von Ursachen, die im menschlichen Verhalten ihren Ursprung haben. Es folgen:
Hungerskatastrophen, kriegerische Ereignisse, gesellschaftliche Krisen, hohe Staatsverschuldung, Währungsverfall, unbekannte Krankheiten, Glaubensverlust, Weltwirtschaftskrise und so weiter.
Man muss hier unterscheiden zwischen der biblischen Endzeit im weiteren und der biblischen
Endzeit im engeren Sinne. Unter der biblischen Endzeit im weiteren Sinne hat man die gesamte Zeit von der Geburt und Himmelfahrt Christi bis zu Seiner Wiederkunft zu verstehen. Die biblische Endzeit im engeren Sinne meint hingegen die
letzte Zeit, die der Wiederkunft Christi vorausgeht und unter bestimmten Zeichen steht, die die Bibel vor allem im Neuen Testament prophezeit. Wenn man diese "Zeichen der Zeit" ( Matthäus 16, 3 ) deutet, leben die
Menschen heute in einer Zeit, die Petrus als die Zeit der "letzten Tage" ( 2. Petrus 3, 3 ) bezeichnet.
Etwa 800 Jahre vor Christi Geburt fragte eine Stimme aus Seir den Propheten Jesaja
( 21, 11-12 ): "Wächter,
wie weit ist es in der Nacht?" Die Bibel bezeichnet die alttestamentliche Zeit vor Christi Kommen und die neutestamentliche Zeit seit Christ Verwerfung mit Nacht. Paulus schreibt ( Römer 13, 12 ): "Die Nacht ist weit
vorgerückt und der Tag ist nahe herbeigekommen." Wenn schon 800 Jahre vor Christi Geburt man wissen wollte, wie weit man sich in der Nacht befindet und Paulus betont, dass die Nacht weit vorgerückt sei, wievielmehr sollten die
heutigen Menschen dann fragen: "Wächter, wie weit ist es in der Nacht?" Welche Zeit ist es an der Weltenuhr Gottes?
Bei Joachim von Fiore ( 1130-1202 ) heißt es hierzu: "Fünf Zeitalter sind von Adam bis
Christus, sechs über Christus hinaus, denn in sechs Tagen vollendete Gott Seine Werke. Im siebenten ( Zeitalter herrscht ) nicht mehr die Arbeit, sondern die Ruhe der Seelen. Das erste Zeitalter ( dauert ) von Adam bis Noah. Abraham
beendet das zweite, David das dritte, die babylonische Auswanderung das vierte, Christus der Erlöser das fünfte, ( Christus ) der Richter das sechste ( Zeitalter )."
Der genaue Zeitpunkt für die Wiederkunft Christi wird von dem oben bereits erwähnten
Kirchenlehrer Irenäus von Lyon auf das sechste Jahrtausend nach der Schöpfung der Erde angesiedelt. Allgemeines Gedankengut ist hierzu seine These: "In wieviel Tagen die Welt geworden ist, in so viel Jahrtausenden wird sie auch
vollendet." Ähnlich heißt es auch im Brief des Barnabas, einem Schriftzeugnis der ersten Christen ( ca. 100 n. Chr. ): "Der Herr schuf in sechs Tagen die Werke Seiner Hände, und am siebten Tage hatte Er sie vollendet, und Er ruhte an
diesem Tage und heiligte ihn. Merket auf Kinder, was bedeutet das? In sechs Tagen vollendete Er sie. Das heißt, dass in sechstausend Jahren der Herr alles vollenden wird. Denn der Tag bedeutet bei Ihm tausend Jahre. Er selbst bezeugt
mir das, wenn Er sagt: Siehe, ein Tag des Herrn wird sein wie tausend Jahre. Also Kinder, in sechs Tagen, in sechstausend Jahren wird alles vollendet sein. Und am siebten Tage ruhte Er. Das heißt: Wenn Sein Sohn kommt und der Zeit des
Bösen ein Ende machen und die Gottlosen richten und die Sonne, den Mond und die Sterne umändern wird, dann wird Er ruhmvoll ruhen am siebten Tage." Demnach werden mit der Ankunft des Herrn paradiesische Verhältnisse auf Erden eintreten.
Wenn man nun die Zeitrechnung der Neuoffenbarung zugrunde legt, kommt man auf die heutige Gegenwart als dem Ende der "Weltzeit". Denn nach der Neuoffenbarung trat bisher auf der Erde circa
alle zweitausend Jahre eine große Veränderung ein ( siehe: Gr. Ev. Joh., Bd. 6, Kap. 76, Vers 10 und Naturzeugnisse, Der Fels am Schlossberg, Kundgabe v. 26.07.1840 ):
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0 - 2000 ( = 4000 - 2000 vor Chr. ): Von der Schöpfung bis zur Sintflut
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2000 - 4000 ( = 2000 - 0 vor Chr. ): Von der Zeit der Patriarchen bis zur Geburt Jesu
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4000 - 6000 ( = 0 - 2000 nach Chr. ): Von der Geburt Jesu bis zur Wiederkunft Jesu
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Der Talmud ( das nach dem Tanach
– der Heiligen Schrift – bedeutendste Schriftwerk des Judentums ) lehrt hierzu, dass diese Welt genau sieben Jahrtausende Bestand haben wird:
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2000 Jahre ist die Welt ohne Gesetz
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2000 Jahre wird sie unter dem Gesetz stehen
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2000 Jahre werden die Tage des Messias sein
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1000 Jahre ( das siebente Jahrtausend ) wird der Sabbat des Herrn sein
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Demnach entsprechen vor Gott die siebentausend Jahre den sieben Tagen einer Woche.
Es heißt hierzu in der Bibel ( Psalm 90, 4 ),
dass ein Tag vor dem Herrn wie 1000 Jahre ist ( ... und 1000 Jahre wie ein Tag ). Der Bibelübersetzer Martin Luther ( 1483-1546 ) schrieb deshalb um das Jahr 1540: "Also leben wir jetzt in der zweiten Hälfte des sechsten
Jahrtausend der Welt, welches nicht voll werden wird, wie auch Christus nicht volle drei Tage im Grabe lag, sondern um die Mitte des dritten Tages auferstand, also können wir wissen, dass das Ende der Welt nahe ist."
Zu dieser Zeitangabe Martin Luthers, dass bereits 5000 Jahre vergangen sind, spricht ein Offizier in der Neuoffenbarung : "Wir rechnen aber jetzt wenigstens fünftausend Jahre, während welchem Zeitraum auf der Erde wenigstens zwei- bis dreimalhunderttausend Millionen Menschen gelebt haben - und wie viel noch darauf leben werden,
das wird unser lieber Herrgott wohl am besten wissen." ( Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum, Bd. 2, Kap. 238, V. 9 ) Zu dieser Schätzung zur Weltbevölkerung ( "200 - 300 Milliarden Menschen" ) ist
anzumerken, dass diese Kundgabe der Neuoffenbarung im Jahr 1850 erfolgte und laut den Zahlen der Vereinten Nationen zu diesem Zeitpunkt circa 1,262 Milliarden Menschen
auf der Erde lebten.
| Bevölkerung in Millionen im Jahr: |
1750 |
1800 |
1850 |
1900 |
1950 |
1995 |
2000 |
| Welt |
791 |
978 |
1262 |
1650 |
2520 |
5716 |
6158 |
| Afrika |
106 |
107 |
111 |
133 |
224 |
728 |
832 |
| Asien |
502 |
635 |
809 |
947 |
1403 |
3458 |
3736 |
| Lateinamerika |
16 |
24 |
38 |
74 |
166 |
482 |
524 |
| Nordamerika |
2 |
7 |
26 |
82 |
166 |
293 |
306 |
| Europa |
163 |
203 |
276 |
408 |
549 |
727 |
730 |
| Ozeanien |
2 |
2 |
2 |
6 |
13 |
29 |
31 |
Zum
künftigen Wachstum der Weltbevölkerung liegen von internationalen Organisationen
errechnete Prognosen vor. Es ist demnach mit einem weiteren Anwachsen der
Weltbevölkerung auf knapp acht bis neun Milliarden Menschen bis circa 2030
auszugehen.
Da
stellt sich einem doch schon die Frage: Wird der Mensch etwa zu einer Plage? ... und
dies vor allem unter dem Aspekt der grenzüberschreitenden Umweltprobleme: So
bereitet neben der Grundversorgung der Menschen mit Wasser und den
lebensnotwendigen Nahrungsmitteln die ansteigende Belastung der Umwelt die
größten Sorgen. Denn nur eine intakte Umwelt ( saubere Luft, sauberes Wasser und
unbelastete Böden ) ermöglicht ein gesundes Leben.
Doch die Wirklichkeit sieht seit langem anders aus, wobei insbesondere die großen Städte
immer wieder für Schreckensmeldungen sorgen. So kommen beispielsweise allein in Indiens Zwölf-Millionen-Hauptstadt Neu-Delhi Jahr für Jahr 10.000 Menschen allein aufgrund der massiven Luftverschmutzung in der Stadt ums Leben.
Verursacher sind in erster Linie die Kohlekraftwerke, Papierfabriken, die chemische Industrie sowie die Zweitaktmotoren der Roller und Motor-Rikschas, deren Emissionen dazu führen, dass allein die krebserregenden Benzole zwölffach
über den in europäischen Großstädten zulässigen Grenzwerten liegen.
Nicht allein die unzureichenden Filteranlagen oder die vernachlässigte Handhabung
bestehender Umweltschutzvorschriften ermöglichen solche Entwicklungen, sondern vor allem der im Gefolge des Weltbevölkerungswachstums ansteigende Energiebedarf, der zudem durch einen weltweit zu beobachtenden rapide ansteigenden
individuellen Verbrauch gleichsam explodiert. Solche Entwicklungen sind nicht nur in Indien, sondern weltweit zu beobachten, wie eine im Frühjahr 1998 vorgelegte UN-Studie besagt. Danach sterbe in den ärmsten Ländern der Welt
jedes fünfte Kind wegen umweltbedingter Krankheiten vor seinem fünften Geburtstag. Weltweit sterben allein an den Folgen der Luftverschmutzung jährlich vier Millionen Kinder.
Zunehmendes Müllaufkommen und steigende Umweltbelastung, weitere Erwärmung der Atmosphäre
und Intensivierung des Treibhauseffektes, Welternährungsprobleme und Hunger, Verschlechterung des Gesundheitszustandes durch Wassermangel, Städtewachstum/Megastädte, internationale und interkontinentale Migrationsbewegungen, weitere
Ausdehnung der Steppen und Wüstenflächen ... Sind das die "Zeichen der Zeit", von denen Jesus im Endzeit-Kapitel Matthäus 24 spricht? Nun, Er nennt hier zum Beispiel folgende Zeichen: Kriege, Aufstände, Seuchen, Hungersnöte, Erdbeben, Christenverfolgung
( die Christen sind heute die meistverfolgte religiöse Gruppierung ), religiöse Verführung, Gesetzlosigkeit und Hartherzigkeit.
Bestimmte biblische Voraussagen gehen auch von der Rückkehr des Volkes Israel ins eigene
Land aus. Das trifft seit 1948 zu; sie betreffen also die heutige Zeit. Zu diesen Prophezeiungen gehört auch, dass - nach Martin Luther - die oben genannten sieben Jahrtausende vergleichbar sind den sieben Tagen einer biblischen Woche:
Die ersten sechs Jahrtausende stellen die Werktage einer Woche und das siebente Jahrtausend ( das angekündigte "Tausendjährige Reich" ( Offenbarung 20, 3-8 ), auch "Millenium" genannt ) stellt den Sabbat oder Ruhetag dar: Nach der 6000jährigen Arbeitswoche
bricht die Zeit des 1000jährigen Königreiches an ... Und in der Neuoffenbarung heißt es ( im Jahr 1850 ) hierzu: "Es wird diese alte Schlange ( Luzifer ) wohl noch
etliche beißen und vergiften, aber dann wird der Herr ( Jesus Christus ) Selbst zu den Sterblichen kommen und wird der Schlange das Handwerk legen ... Und so wird von nun an jeder Schritt Luzifers auf sehr kurze Zeit von großer
Bedeutung sein für die Erde ... Ja, es soll dir ( Luzifer ) nun der letzte Kampf ... zugelassen werden." ( Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum, Bd. 2, Kap. 185, V. 6 und Kap. 187, V. 1 + 7 )
Demnach befindet sich die Welt heutzutage in der Phase der biblischen "Zeiten der Heiden"
( Lukas 21, 24 ): Luzifer, der
"Fürst dieser Welt" ( Epheser 2, 2 )
und seine Genossen beherrschen diese Welt. So sind die "Zeiten der Heiden", die Reiche dieser Welt unter seiner Herrschaft. Doch mit der Wiederkunft Christi wird Luzifer, der die ganze Welt verführt hat, gebunden und in den Abgrund
geworfen werden für tausend Jahre. Das heißt: Das Verkehrte in dieser Welt wird dann verschwunden sein. Von daher heißt es hierzu in der Neuoffenbarung: "So Ich ( Jesus Christus ) aber
zur Erde komme, kann Ich nur zu den Armen kommen."( Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum, Bd. 2, Kap. 190, V. 8 )
So gesehen erleben allein die wirklich Gottsuchenden heutzutage - auch astrologisch
betrachtet - hautnah die so genannte "Wendezeit" mit. Denn es ist das "Fische-Zeitalter" beendet und es beginnt die 2000jährige Wassermannperiode. ( Ungefähr zur Zeit der Geburt Christi - in Wirklichkeit etwa 150 Jahre früher - begann
nach allgemeiner Ansicht das Weltjahr der Fische, dem in heutiger Zeit - nach etwa 2100 Jahren - das Weltjahr des Wassermanns folgt. Jesus selber ist demnach im Übergang vom Widder ( oder Lamm ) zum Fisch geboren - den beiden
Sternbildzeichen, die Anfang und Ende des Tierkreis darstellen. Des Weiteren ist Jesus Christus selber Anfang und Ende der ganzen Weltenentwicklung und wurde von jeher im Symbol des Lammes oder des Fisches dargestellt. )
In der Neuoffenbarung heißt es über dieses abgelaufene Äon
( Fische-Zeitalter ), das ungefähr mit der Geburt Christi begonnen hatte: "Es hat schon mit Meiner Geburt das Gericht der Heiden ( das heißt die Aufklärung der Ungläubigen ) allerorten begonnen und dauert nun in stets erhöhterem Maße
fort und wird noch bis zum Volllichte unter den Menschen auf dieser Erde fortdauern - nahe an zweitausend Jahre." ( Gr. Ev. Joh., Bd. 8, Kap. 46, Vers 3 )
Mit der Geburt Jesu Christi beginnt eine neue Zeitrechnung und mit Seiner Wiederkunft
wird der zweite Zeitabschnitt beendet sein. Dieses wird nicht das Ende der Welt sein, sondern der Beginn des letzten und dritten Reiches. Es wird das Reich des Heiligen Geistes sein, wie Joachim von Fiore es verkündete. Es wird das
letzte Reich und der letzte Zeitabschnitt sein, von dem Jesus sprach ( Offenbarung 21, 5 ): "Seht, Ich mache alles neu."
Es ist das Reich des Heiligen Geistes, das auch schon angekündigt wird in der trinitarischen
Formel ( Offenbarung 1, 8 ):
"Der da ist, der da war, der da kommt." "Der da ist", der ewig gegenwärtige, im "Ich-bin" erlebte, ist der Sohn. "Der da war", das geht auf den Vater. "Der da kommt" meint den kommenden Tröster, den Heiligen Geist. Dieser Geist ist
für das menschliche Auge zwar unsichtbar, und doch hat Er sich bereits der Menschheit im Wort offenbart.
Während also folgende biblische Prophezeiungen:
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die im Alten Testament ( Daniel 8, 14 ) für das Jahr 1843 angekündigte unsichtbare Wiederkunft Christi ( im Wort ) und
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das im Neuen Testament ( Offenbarung 14, 6 ) angekündigte "Ewige Evangelium" in der "Endzeit"
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bereits mit den beiden Schriften der Neuoffenbarung:
in Erfüllung gingen, wird zur Zeit die in der Bibel und in der Neuoffenbarung angekündigte sichtbare Wiederkunft
Christi, mit der ein "neuer Himmel und eine neue Erde" ( Jesaja 65, 17, Offenbarung 21, 1 ) entstehen, vorbereitet - wie es auch in der Neuoffenbarung heißt: "Der Herr wird kommen
auf die Erde, und zwar zuerst nur durchs Wort aus dem Herzen und Munde der Weisen, die Er erweckt hat und deren Er noch mehrere erwecken wird. Dann aber, so die Erde wird geläutert sein, wird Er auch kommen in Seiner allerheiligsten
Person zu all denen, die Ihn lieben und eines reinen, erbarmenden Herzens sind!" ( Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum, Bd. 2, Kap. 207, V. 4 )
Wohlgemerkt: Es ist dieselbe Person ( Jesus Christus ), die schon einmal - vor Ihrer
ersten Ankunft auf Erden - 4000 Jahre lang von allen Propheten des Alten Testaments in leuchtenden Farben angekündigt wurde ... und der man dennoch nicht glaubte, als Sie auf Erden wandelte. Das heißt: Man wollte es einfach nicht
wahrhaben beziehungsweise glauben. Und aus diesem Grund kam einst auch der Sohn Gottes nicht in einer reichen Herberge, sondern an dem erbärmlichsten Ort der Erde, dem Stall, dem Platz der Abgewiesenen und Verspotteten auf die
Welt.
In welcher Weise nun die zweite Ankunft ( in Form der sichtbaren Wiederkunft Christi ) stattfinden wird, ist im Neuen Testament deutlich beschrieben worden ( Matthäus 24, 29-30 ): "Bald nach der Drangsal jener Tage wird die Sonne sich verfinstern, der Mond wird seinen Schein nicht mehr geben, die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte des
Himmels werden erschüttert werden. Dann wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen. Alle Völker auf Erden werden wehklagen und werden den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken des Himmels kommen
sehen."
In der Neuoffenbarung gibt es hierzu eine Deutung, die, der allegorischen Schriftauslegung ähnlich, mehr aufs Allgemeine und Symbolische hinzielt. Demnach ist das Zeichen des Menschensohnes darin zu erblicken, dass innerhalb der
Menschheit die geistige Strahlung immer mehr zunimmt. Die große Zahl der Erweckten wird dann eines Tages ganz von selber über die materiell gesinnte Menschheit obsiegen. ( Gr. Ev. Joh., Bd. 8, Kap. 48, Vers 3 ) Und in der Bibel heißt
es hierzu weiter ( Matthäus 24, 31 ): "Er wird Seine Engel unter lautem Posaunenschall aussenden und sie werden die von Ihm Auserwählten aus allen vier Himmelsrichtungen zusammenführen, von einem Ende des Himmels bis
zum anderen."
Und im Alten Testament heißt es zu diesem einmaligen Ereignis der Wiederkunft Christi ( Daniel 7, 13-14 ):
"Siehe, es kam Einer in des Himmels Wolken wie eines Menschen Sohn und kam bis zu dem Altbetagten und ward vor Sein Angesicht gebracht und Er gab Ihm Gewalt und Ehre und das Reich, dass alle Völker, Geschlechter und Zungen Ihm dienten.
Seine Gewalt ist ewige Gewalt, die nicht genommen wird und Sein Reich ein Reich, das nicht zerstört wird." Und an anderer Stelle heißt es ( Zephanja 2, 11 ): "Alle werden Ihn anbeten von ihren Orten aus, alle Inseln der Heiden."
Über diese Wiederkunft Christi wird im Neuen Testament prophezeit, dass mit ihr der
Gläubige mit Christus vereint sein wird ( 1. Thessalonicher 4, 17 ): Die göttliche Vereinigung, die unio mystica, mit deren Hilfe der Gläubige von neuem das Angesicht Gottes in der Welt widerspiegelt. Diese unio mystica ist somit das
Geschenk Gottes, das Er den Menschen anbietet, weil Er sie liebt. Der durch sie Erlöste ist Gott gehorsam, weil er von nun an in ( und aus ) der Liebe Gottes lebt: Er trägt Gottes Geist in sich. Die Verheißung Gottes lautet hierzu
( Maleachi 3, 10 ): "Prüft Mich,
spricht der HERR Zebaoth, ob Ich euch dann nicht des Himmels Fenster auftun werde und Segen herabschütten die Fülle."
In dieser christlichen Hoffnung, die wesentlich jenseitig
ausgerichtet ist, tut der Gläubige gut daran - trotz aller nüchternen Skepsis dem menschlichen Leistungsvermögen gegenüber -, sich und seine
Gemeinde zu Werken der Gottesliebe aufzurufen, die, wenn sie die Welt auch nicht bleibend und endgültig verwandeln können, so doch die
Sehnsucht nach der persönlichen Erlösung durch Gottes Gnade wachhalten. Denn Gott "will nicht, dass jemand verloren geht, sondern dass sich
alle bekehren" ( 2. Petrus 3, 9 ).
Neben der persönlichen Erlösung gibt es noch die allgemeine Erlösung, die nach dem
christlichem Verständnis dadurch geschah, dass Christus sich erniedrigt hat, in die Leiblichkeit des Menschen hinabgestiegen
und sein Bruder geworden ist, um ihm den Weg zum Vater zu zeigen: Jesus sagt ( Johannes 5, 30 ): "Ich kann nichts von Mir selbst tun ... denn
Ich suche nicht Meinen Willen, sondern den Willen dessen, der Mich gesandt hat." Alles, was Jesus getan, gesagt und gelitten hat, war dazu
bestimmt, den gefallenen Menschen zu retten und wieder in seine Berufung als Kind Gottes zu versetzen. Er gebrauchte dabei die Dinge der
Welt, ohne sich an sie zu verlieren. Alles war dem übergeordneten Ziel der Offenbarung Gottes in dieser Welt untergeordnet. So war Sein Leben
ein einziges großes Gebet, ein direkter Dialog Gottes mit den Menschen ... ein Dialog, der der Kern aller Theologie der Gnade und aller
mystischen Versenkung innerhalb des Christentums ist.
Dieses
ständige Gebet Christi um die innere Erleuchtung der Welt bedeutet, dass das Verständnis der Heiligen Schrift von der Gnade abhängt: Durch den göttlichen
Gnadenbeistand fällt das Schriftverständnis dem Menschen, der im Gebet um Erleuchtung bittet, quasi ohne sein Zutun in den Schoß. Aus diesem Grund
schreibt schon zur Zeit der frühen Christen Justin der Märtyrer ( 100-165 ) über die Wirkung der Taufe in seinem Werk "Erste Apologie" ( Kap. 61 ):
"Sie ( die Getauften ) werden neu geboren. Sie erleben eine Wiedergeburt, wie wir sie alle selbst an uns erfahren haben ... Das Bad heißt bei uns Erleuchtung,
weil die, die dieses an sich erleben, im Geiste erleuchtet werden."
Diese Selbstoffenbarung Gottes in der Taufe schließt
die vorherige Mitwirkung des Menschen nicht aus: Menschliches Bemühen wird von Jesus befürwortet, wobei es Ihm jedoch nicht allein auf die Menge der Schrifterkenntnisse ankommt, sondern vor allem
auf das Verlangen des Suchenden. Denn Gott will nicht nur, dass man Sein Wort liest und versteht, sondern dass man es auch lebt.

Dies
gilt insbesondere auch für die sozialen Verhältnisse. Denn Gott nähert man sich nicht nur in kontemplativer Versenkung und mystischen Erlebnissen,
sondern auch mittels liebender Hinwendung zum Nächsten: Die Gnade Christi wirkt hier in jedem Menschen, der dem rechten Gewissen folgt, das
Wahre und Gute sucht und liebt ... und das Böse meidet. Denn das Menschliche und Religiöse kann sich nicht in einem Umfeld von Unrecht, Gewalt und
Elend dauerhaft entwickeln.
Es ist daher wichtig, dass Gerechtigkeit und Liebe zu tragenden Konstruktionen innerhalb der Gesellschaft werden, die
immer stärker in das Gefüge der Welt hineinwachsen und so Stufen menschlichen Fortschritts markieren. Dieser Frieden kann jedoch - aufgrund
der oben genannten irdisch-orientierten Ausrichtung einzelner Menschen - nicht dauerhaft institutionalisiert werden: Was bleibt, ist ein
ständiges Bemühen um diesen Frieden, um Gerechtigkeit und Liebe in der Welt ... Zu diesem Bemühen kann man auch das Gebet zählen: Denn jeder
kann jederzeit Gott alles sagen, was sein Herz bewegt und Gott in seine Lebensplanung mit einbeziehen ... Gott hört einen, ob man allein im
Zimmer betet, an der Arbeitsstelle oder in der Kirche ist. Wichtig ist, dass man Ihm sagt, was man auf dem Herzen hat und es aufrichtig meint.
Stille ist ein Schweigen, das den Menschen die Sinne öffnet für
eine andere Welt.
Demnach
können die hier beigefügten Sendschreiben auch nicht den
Anspruch erheben, das Heil zu bewirken. Das tut Christus. Aber sie können ein wenig dazu beitragen, dass in dieser Welt geistige Anregungen
zum Heil in Jesus Christus vermittelt werden. Schließlich soll der Mensch nicht beim Glauben stehen bleiben, sondern auch Gott erkennen.
Paulus schreibt ( 1. Timotheus 2, 4 ): "Dies ist gut und wohlgefällig vor Gott, unserm Heiland, welcher will, dass allen Menschen geholfen
werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen."

Es
gibt noch so viele Menschen, die ruhe-, fried- und freudlos ihr Dasein führen. Wenn einigen durch das Lesen dieser Sendschreiben das innere
Auge aufgetan wird, dann hat sich die Mühe gelohnt: Möge der Segen Gottes über jeden kommen, der das einfache Zeugnis dieser Sendschreiben
auf sich wirken lässt ... und möge alles dazu ausklingen, dass Jesus Christus verherrlicht und von vielen, vielen gepriesen wird.
Denn die Hauptintention dieser Sendschreiben ist es, dass die Leser
entdecken, wer Gott ist, wer die Menschen sind und welche Pläne Gott mit den Menschen hat. Die Sendschreiben wollen Christen in ihrem Glauben begleiten,
anleiten - und motivieren, die gute Botschaft selbst weiterzugeben. Haben Sie diese Sendschreiben schon einmal weitergegeben? Oder haben Sie
andere auf diese Homepage aufmerksam gemacht? Wenn ja: Vielen Dank für Ihre Mitarbeit.
Sollten darüber hinaus diese Sendschreiben zu einer Ergänzung Ihres eigenen
religiösen Verständnisses dienen und eine geistige Bereicherung bedeuten, so hätten sie ihren Sinn überaus erfüllt.

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