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Vorname: |
Ismar (Dieser Name heißt (lt. Züricher Bibel) übersetzt aus dem Hebräischen: "Hören") |
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Nachname: |
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Konfession: |
Mein eigentliches "Zuhause" ist aber nicht so sehr die äußere Kirche beziehungsweise Konfession - also weder die petrinische ( römisch-katholische ) noch die paulinische ( evangelisch-lutherische ), sondern vielmehr die innere, die johanneische ( Geist- ) Kirche. Schließlich muss das kleine menschliche Ich im Menschen sterben, damit das große, göttliche Geist-Ich im Menschen lebendig werden kann. Das heißt: Der Erdenmensch muss abnehmen, muss loslassen von sich selbst, wenn der göttliche Geistmensch, das Gewissen im Menschen, an Bedeutung wachsen soll. Hierzu schreibt das Zweite Vatikanische Konzil in "Gaudium et spes", Nr. 16: Im Innern seines Gewissens entdeckt der Mensch ein Gesetz, das er sich nicht selbst gibt, sondern dem er gehorchen muss und dessen Stimme ihn immer zur Liebe und zum Tun des Guten und zur Unterlassung des Bösen anruft und, wo nötig, in den Ohren des Herzens tönt: Tu dies, meide jenes. Denn der Mensch hat ein Gesetz, das von Gott seinem Herzen eingeschrieben ist, dem zu gehorchen eben seine Würde ist und gemäß dem er gerichtet werden wird. Das Gewissen ist die verborgenste Mitte und das Heiligtum im Menschen, wo er allein ist mit Gott, dessen Stimme in diesem seinem Innersten zu hören ist. Im Gewissen erkennt man in wunderbarer Weise jenes Gesetz, das in der Liebe zu Gott und dem Nächsten seine Erfüllung hat. Durch die Treue zum Gewissen sind die Christen mit den übrigen Menschen verbunden im Suchen nach der Wahrheit und zur wahrheitsgemäßen Lösung all der vielen moralischen Probleme, die im Leben der Einzelnen wie im gesellschaftlichen Zusammenleben entstehen. Je mehr also das rechte Gewissen sich durchsetzt, desto mehr lassen die Personen und Gruppen von der blinden Willkür ab und suchen sich nach den objektiven Normen der Sittlichkeit zu richten." |
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Sternzeichen: |
Des Weiteren bedeutet ( astrologisch gesehen ) diese Kombination von Sternzeichen und Aszendent, dass hier das mystische Fische-Zeichen im Gegensatz zu dem ordnungsliebenden Merkur-Zeichen Jungfrau steht ... Ja, es sind zwei scheinbar unvereinbare Gegensätze: Die Rationalität und die Irrationalität, die Diesseitigkeit und die Jenseitigkeit, die fischhafte Innigkeit und die Objektivität der jungfräulichen Wissenschaft ( beziehungsweise: die mit ihr einhergehende sachlich-logische Technik ). In der Astrologie heißt es: Je älter man wird, um so mehr setzen sich die Eigenschaften des Aszendenten bei einem Menschen durch. In diesem Fall ist in der Astrologie bekannt, dass der vernünftige Jungfrau-Mensch die Fähigkeit hat, geistig zu ernten, Fruchtlese und kritische Auslese zu halten, die Güter der Erde zu erkunden und nutzbringend zu verwenden.
Dies heißt jedoch nicht, dass man aus dem Horoskop sein Schicksal ablesen kann. Der Kirchenlehrer Thomas von Aquin ( 1225-1274 ) schrieb hierzu: "Die Sterne machen geneigt, sie zwingen nicht." Das heißt: Thomas von Aquin wendete sich gegen das fatalistische Missverständnis der Astrologie im allgemeinen und der astrologischen Prognose im besonderen. Am Lauf der Gestirne kann man weder ablesen, was einem widerfahren wird, noch, wie man handeln wird. Die Stellung der Gestirne steht im Zusammenhang mit menschlichen Wesensmerkmalen ( und, dadurch vermittelt, indirekt auch mit dem Schicksal eines Menschen ): Es gibt demnach einen Zusammenhang zwischen der Stellung der Gestirne im Moment der Geburt eines Menschen und den Charaktereigenschaften dieses Menschen. Das heißt: Astrologie ist von Beginn an in erster Linie eine Menschenkunde. |
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Ausbildung: |
Die Schule habe ich im Alter von 18 Jahren mit dem Abitur beendet. Dem folgte ein Studium der Nachrichtentechnik ( TFH Berlin ), das ich mit 28 Jahren als Dipl. Ing. abschloss. |
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Beruf: |
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Zusatzausbildung: |
In meiner weiteren Ausbildung geht es mir vorrangig um ein bewusst geführtes Leben. Aus diesem Grund ist es mir wichtig, in Verbindung mit der Seele ( und darüber hinaus mit dem göttlichen Geist ) zu treten. Dies bedeutet: Ein bewusst geführtes Leben, dass sich nicht nur einseitig ( sprich: ohne geistigen Hintergrund ) an den "weltlichen" Zielen von Konsum, irdischen Reichtum und Vergnügen orientiert. Erklärend heißt es hierzu bei Emanuel Swedenborg ( 1688-1772 ): "Einige sind der Meinung, dass, wer im anderen Leben selig sein will, nie in den Vergnügungen des Leibes und der sinnlichen Dinge leben dürfe, sondern dass er allem entsagen müsse, indem sie sagen, dass dieses Leibliche und Weltliche es sei, was den Menschen abzieht und abhält vom geistigen und himmlischen Leben. Aber die, welche dieser Meinung sind, und deswegen sich, wenn sie in der Welt leben, von freien Stücken in Ungemach verstoßen, sind nicht unterrichtet, wie sich die Sache verhält. Denn sie sind, wie gesagt, die äußersten oder körperlichen Triebe, herkommend von innerlichen Trieben. Die innerlichen Triebe, welche lebendig sind, haben alle ihr Angenehmes aus dem Guten und Wahren, und das Gute und Wahre hat sein Angenehmes von der Liebtätigkeit und dem Glauben, somit vom Herrn, mithin vom eigentlichen Leben, weshalb eben die daher stammenden Triebe und Vergnügungen lebendig sind. Und weil die echten Vergnügungen ihren Ursprung von daher haben, so übertrifft ihr Angenehmes unendlich das Angenehme, das nicht von daher kommt.
Die eigentliche Bedeutung eines solch geistig geführten Lebens ( "aus dem Guten und Wahren" ) ist mir persönlich erst nach meinem Abitur bewusst geworden. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich - auch wegen meiner Hartgläubigkeit - die eine Religionsstunde pro Woche auf der Grundschule nur als eine hausaufgabenfreie Unterrichtszeit angesehen und deshalb das Fach "Religion" auf dem Gymnasium abgewählt. Mit der Zeit wurde mir aber mehr und mehr klar, dass sich auch in mir der Wunsch nach einer mich erfüllenden ( göttlichen ) Begegnung regte, nach einem "geistigen" Anruf, um sich loszureißen von dem sinnentleerten Alltag, und um aufzubrechen hin zu dem wahren, primären Gott. Das heißt: Es erwachte in mir die Sehnsucht nach einem religiösen Leben ... Und unter dem Motto: "Wer wagt, gewinnt" war nunmehr mein größtes Verlangen, neue Aspekte des Daseins zu ergründen und zu neuen Grenzen vorzustoßen. Zu dieser Zeit wurde ich mir also meiner inneren Leere bewusst und ich fing an, nach dem Sinn des Lebens zu suchen: Ich ahnte, dass es ein Fortleben der Seele nach dem Tode gibt, und begann mich darüber zu informieren. Dabei wurde mir mehr und mehr klar: Jeder muss einmal sterben ... Und es kommt auf jeden die Frage zu: Was beginnt eigentlich danach? Und so entwickelte sich in mir die Suche nach dem, was das wahre Leben ist, und auch gleichzeitig die Abwendung von dem, was das rein "weltlich" orientierte Leben ist.
Um es in der Sprache der Bibel auszudrücken: Ich, der "verlorene Sohn" ( Lukas 15, 14-16 ), hatte mich in der Schulzeit weit vom "Vaterhaus" entfernt, "all mein Gut verzehrt" und "fing an zu darben". Und so war für mich Das Große Evangelium Johannes ab meinem 21. Lebensjahr die erste religiöse Schrift, die ich in die Hand nahm, um etwas von Gott und dem wahren Leben zu erfahren. Es folgten dann verschiedene Bibelübersetzungen, Schriften von Emanuel Swedenborg und die Bände der Kirchenväter.
Mit den Schriften der Neuoffenbarung begann für mich ( in meiner Frei-Zeit ) auch eine wissbegierige Beschäftigung mit der Theologie, zu der ich unter anderem auch das Abendstudium der Theologisch-Pädagogischen Akademie des Erzbistums Berlin zähle, das ich drei Jahre lang ( 1993-1996 ) regelmäßig besuchte. |
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Freunde: |
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Vorbild: |
Laut der Neuoffenbarung bestand für Ihn dabei der "allersicherste, allerbeste und kürzeste Weg zum Ziel" ( Die Haushaltung Gottes, Bd. 3, Kap. 105, V. 12 ) darin, dass man "für die Liebe, Erbarmung und Gnade des Herrn alles, selbst das eigene Leben" ( Die Haushaltung Gottes, Bd. 3, Kap. 105, V. 13 ) für eine Zeit der Stille zum himmlischen Vater ( Die Haushaltung Gottes, Bd. 3, Kap. 105, V. 7 ) hintanstellt. ( Das Schweigen in der Stille ist hier die gemeinsame Sprache aller Menschen. ) Dieses Verweilen in der Stille dauert dabei so lange an, bis man "das Wort vom Herrn vernommen" ( Die Haushaltung Gottes, Bd. 3, Kap. 105, V. 2 ) hat. Ein Jünger sagt hierzu: "Ich werde Ihn so recht zu lieben anfangen und will schwärmen vor Ihm wie ein blindverliebter Tor" ( Die Haushaltung Gottes, Bd. 3, Kap. 105, V. 6 ), das heißt: er hält bei diesem Gebet die Augen geschlossen.
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Lieblingsbuch: |
Das Große Evangelium Johannes. Mit diesem Evangelium begann für mich mein
Es ist, als ob diese Neuoffenbarung unmittelbar dem Wort Gottes entspringt ... Das heißt: Wer dieses Wort liest und ihm glaubt, wird zu einer neuen Lebensauffassung und einem neuen Lebenswandel geführt. Denn dieses Wort verändert in einem das Herz und die Gesinnung ( Hebräer 4, 12 ), weil es erkennen lässt: Gottes Liebe zu den Menschen ... Hierzu liest man: "Gebet daher gerne und gebet reichlich! Denn wie ihr da austeilet, so wird es euch wieder zurückerteilt werden." ( Das große Evangelium Johannes, Bd. 4, Kap. 79, V. 7 ) Wenn also die Neuoffenbarung das Wort Gottes ist, so gilt es vor allem für die hartherzige Seele, die nur dem Verstande dient und sich dem Gefühl vollkommen verschließt, sich von den rein materiellen Gedanken ( die oftmals aus der Sucht nach irdischen Reichtümern und der Eitelkeit entstehen ) zu befreien und die Seele aufnahmefähig für die Führung durch Gottes Geist zu machen. In diesem Fall wird man das angehäufte Vermögen nicht mehr nur weiter an einem sicheren Ort aufbewahren, sondern so einsetzen, dass es den Menschen nützt und zum Segen vieler geistig fördernd beiträgt.
Auch wenn man beim Lesen im Werk der Neuoffenbarung nicht jeden Tag etwas Außergewöhnliches in seinem Leben bemerkt, so hilft dieses Lesen doch. Denn die stärksten Auswirkungen geschehen oft still und geistig ... und sind von daher schwer zu erkennen. Durch das Lesen bereitet man sein Herz wie einen Acker vor, damit die persönlich gesammelten Erfahrungen des Lebens auf guten Boden fallen und Frucht bringen. Denn Gott will nicht, dass Sein Wort leer zu Ihm zurückkommt, sondern Er will, dass es das tut, was Ihm gefällt, und ausführt, wozu Er es den Menschen gegeben hat. Hierzu heißt es im Johannesevangelium ( 1, 14 ): "Das Wort wurde Fleisch." Und in der Neuoffenbarung heißt es hierzu: "Wenn der Mensch alsogestaltig durch die Wiedergeburt zur wahren Kindschaft Gottes gelangt, in die er von Gott, dem Vater, oder von der Liebe in Gott förmlich eingeboren wird, so gelangt er zur Herrlichkeit des Urlichtes in Gott, das da eigentlich das göttliche Urgrundsein Selbst ist." ( Das große Evangelium Johannes, Bd. 1, Kap. 3, V. 1 ) |
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Lieblingsvers in der Bibel: |
Eigentlich sollten alle Menschen täglich abschalten, zum Beispiel wenn man von der Arbeit heimkommt, wenn die Hausarbeit erledigt ist, wenn also die Freizeit anfängt. Diesen Tagesabschnitt sollte man vom Rest des Tages bewusst abgrenzen ... und nicht weiter über Ärger nachgrübeln, sondern die schlechten Gedanken wegsperren und - falls überhaupt nötig - erst am nächsten Tag wieder zulassen: Man setze sich demnach nach getaner Arbeit, am besten vor dem Schlafengehen nieder, spanne alle anderen Gedanken und Sorgen aus und vertiefe sich in das Innere, in das geistige Leben. In der Neuoffenbarung heißt es hierzu: "Der Mensch aber ist also eingerichtet, dass sich im Zustande der Ruhe seine verzehrten Kräfte durch beständiges Einfließen des Herrn aus den Himmeln wieder ersetzen." ( Die Geistige Sonne, Band 2, Kapitel 35, Vers 6 ) Ich selbst bin beruflich intensiv mit technischen Zusammenhängen beschäftigt; da finde ich es wichtig, durch Entspannungsübungen auch mal die andere Gehirnhälfte zu fordern: Denn während bei der Arbeit die linke Gehirnhälfte analysiert, abstrahiert, berechnet, die Zeit plant und misst, alles in Worte fasst und logisch-rationale Entscheidungen fällt, entwickelt sich bei der Entspannung in der rechten Gehirnhälfte das intuitive, kreative, ganzheitliche und emotionale Denken. Was mich hierbei ganz besonders interessiert, ist das geistige Denken. Das heißt: Wenn mir ein bis zwei Stündlein am Tage übrig bleiben, so nutze ich diese, um ins Gebet zu gehen: Für sieben Viertelstunden verbanne ich dann den Alltag in die Bedeutungslosigkeit und tauche ein in die beruhigende Stille.
Die heutige Tiefenpsychologie hat hierzu entdeckt, dass nicht das "Unterbewusstsein" das Letzte ist, aus dem die Bilder steigen, sondern dass es ein "Tiefstbewusstsein" gibt, das "göttlich-allwissend" ist. Während das Unterbewusstsein seelisch-körperliche Reservate aus unendlichen Lebensperioden darstellt, handelt es sich beim "Tiefstbewusstsein" um das Reingeistige aus Gott ( und durch das Schweigen in der Stille zieht man Gott an sich heran. ). Im wachen Bewusstsein des Menschen herrscht das rationale, logische Denken vor. Beim intuitiven Denken bewegt sich der Mensch schon im Raum des Unbewussten, in dem zwei Stufen unterschieden werden: Die niedere Ebene des persönlichen Unbewussten und die höhere Ebene des überpersönlichen Unbewussten ( "Tiefstbewusstsein" ). Das eine enthält die ganz subjektive Erfahrungswelt von Leidenschaften, Trieben und Komplexen aller Art; das andere die objektive Welt des "Göttlich-Allwissenden". Die quietistische Mystikerin Madame Guyon ( 1648 - 1717 ) beschreibt hierzu die geistige Wahrnehmung im Gebet folgendermaßen: "Mein Gebet war immer das gleiche; nicht ein Gebet, das in mir wäre, sondern in Gott, sehr einfach, sehr rein und sehr klar. Es ist kein Gebet mehr, sondern ein Zustand, von dem ich wegen seiner großen Reinheit nichts sagen kann. Ich glaube nicht, dass es auf der Welt etwas Einfacheres und Einigeres geben kann. Es ist ein Zustand, von dem man nichts sagen kann, weil er allen Ausdruck übertrifft; ein Zustand, in dem die Kreatur so ganz verloren und versunken ist, dass sie, mag sie auch außen frei sein, innen nichts mehr besitzt. So ist denn auch ihr Glück unwandelbar. Alles ist Gott, und die Seele wird nur noch Gottes gewahr. Sie hat keine Vollkommenheit mehr zu verlangen, hat kein Streben mehr, keinen Zwischenraum, keine Vereinigung: alles ist in der Einheit vollzogen, aber in einer so freien, so leichten, so natürlichen Weise, dass die Seele in Gott und von Gott lebt, so unbefangen, wie der Körper von der Luft lebt, die er einatmet." Schon nach kurzer Zeit eines solchen Gebetes überkommt mich dieses Gefühl vollkommener Ruhe, ein Gefühl ungeheurer Weite und Klarheit, das mein persönliches Leben von Grund auf verwandelt. Denn unser technisches Zeitalter hat unser menschliches Leben auf zwei Dimensionen reduziert und uns ein unnatürliches Leben führen lassen. Dieses Gebet dagegen ist keine Flucht aus diesem Leben, sondern eine Zeit der Erneuerung und der erweiterten Erkenntnis. Der Schriftsteller Gorch Fock ( 1880- 1916 ) schreibt hierzu: "Du kannst dein Leben nicht verlängern, noch verbreitern, nur vertiefen." Wer sich also bei diesem Gebet strebend bemüht, dem wird die Freude der "Neuen Welt" zuteil: Man gewinnt einen Blick in den geistigen Hochzeitssaal, wo Gott selber über einen den Geist des Gebetes ausgießt.
Ein weiteres Gebet der Stille ist die innere Selbstbeschauung: Da jeder Mensch sündigt, hat er auch die Pflicht über seine Sünden nachzudenken und deren Größe zu beschauen und die Schwere abzuwägen. Man prüfe sich gründlich und forsche geistig nach allen Gegenden, wo etwas aufgespeichert liegt, das man tagsüber begangen und sich gegen Gott oder dem Nächsten vergangen hat. Diese Selbstbeschauung ist sehr heilsam, weil man selbst beurteilt, was man Gutes und was man Schlechtes begangen hat ... und dabei Unterstützung erfährt. Der Philosoph Ralph Waldo Emerson ( 1803-1882 ) schreibt hierzu: "Lasst uns schweigen und stille sein, damit wir das Flüstern des Gottes hören können, damit wir den Rat des Inneren Helfers erlauschen und uns von Ihm lichtwärts leiten lassen können." Hat man diese innere Selbstbeschauung gründlich durchgeführt, so soll man auch die Folgen des Unrechtbegangenen ermessen, denn man soll nicht bloß die momentane Versündigung, sondern auch deren Folgen in Betracht ziehen und erwägen, weil dadurch die Größe der Sünden ersichtlich ist und man eine gebührende Abbitte bei Gott und bei den beteiligten Menschen leisten kann, weil doch alles durch Reue, Abbitte, Entschädigung und Buße wieder gutgemacht werden muss.
Bist du selbst so geworden, ganz das wahre Licht, durch keine Gestalt in enge Grenzen gezwängt, größer als jedes endliche Maß und erhabener als jede Vielheit, wenn du dich, so geworden, erblickst, dann hast du die innere Sehkraft erlangt: voll Vertrauen schreite dann weiter vor. Du bedarfst dabei keines äußeren Führers ... Zum Geist emporgekehrt, wird die Seele schön in dem ihr möglichen Grade der Vollkommenheit. Der Geist und was vom Geiste ausgeht, ist die der Seele ursprüngliche und ureigene Schönheit, wobei alles Wesensfremde ausgeschlossen ist. Daher heißt es mit Recht: wenn die Seele gut und schön wird, wird sie Gott ähnlich, weil von Ihm das Schöne und der bessere Teil des Seienden stammt; besser gesagt: das Seiende selbst, welches die Schönheit ist."
Dazu ist es wichtig, die Einsprachen des göttlichen Geistes im Menschen, die sich durch Gedanken und Gefühle äußern, wahrzunehmen. Es gilt also, die Aufmerksamkeit nach innen zu richten, um sich den Anregungen und Hinweisen des Geistes aus Gott zu öffnen und sie unbestreitbar und wahr als von Gott kommend zu erkennen. |
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Lieblingsmusik: |
Um besser zu verstehen, wie hier die göttliche Vorhersehung wirkt, sollte man noch wissen, dass die "Die Unvollendete" 1823 ein Privatgeschenk Schuberts an Anselm Hüttenbrenner ( 1794-1868 ) ist, einem engen Vertrauten von Jakob Lorber ( 1800-1864 ) und der Neuoffenbarung, in welcher sogar Anselm Hüttenbrenner für das fleißige Niederschreiben der Neuoffenbarung den Namen "Wortemsig" ( Himmelsgaben, Bd. 1, Kundgabe v. 18.01.1841, V. 1 ) erhält.
Laut der Neuoffenbarung ist "die Musik ... ein durch Tonmittel ... verkörpertes Darstellen des inneren harmonischen Gefühles". ( Die Geistige Sonne, Bd. 2, Kap. 5, V. 16 ) Die Wahrheit kommt hier demnach mit wenigen Worten - allein über das Gefühl - aus: So regt zum Beispiel ein "Himmelskonzert" zum seligen Austausch der Gefühle an, wo "ein seliger Bruder ( Konzertbesucher ) die Seligkeit seines Bruders ( Komponist ) aufnimmt und dieselbe mit der Seligkeit der anderen ( Konzertbesucher ) harmonisch verbindet." ( Die Geistige Sonne, Bd. 2, Kap. 5, V. 21 ) Verglichen wird dies dann mit dem himmlischen Zustand: "Bei solchen Gelegenheiten, wo der Herr einzieht, wird das selige Gefühl auf das Höchste getrieben, und diese höchste Stufe des allerseligsten Gefühles spricht sich wie die allerherrlichste Musik aus." ( Die Geistige Sonne, Bd. 2, Kap. 5, V. 23 )
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Lieblings-Musikinstrument: |
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Lieblingsquelle: |
In der Neuoffenbarung durch Jakob Lorber heißt es hierzu: Was der Mensch unternimmt, das soll er stets mit einem lieberfüllten Herzen unternehmen. Niemandem soll er je etwas Böses tun wollen, sondern allzeit nur Gutes, besonders in geistiger Hinsicht. Ist so sein Sinn beschaffen, dann wird der Herr seine Handlung segnen und ihm selber Gleiches mit Gleichem lohnen. ( Die Geistige Sonne, Bd. 2, Kap. 84, V. 10-11 ) |
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Humor: |
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Besondere Vorlieben: |
Privat interessiere ich mich für alle
theologischen und das Menschsein betreffenden Fragen. Dazu verfasse ich dann gerne Briefe, die Sie auch auf dieser Webseite
lesen können.
Inhalt und Ziel dieser Briefe ist eine an das frühe Christentum ausgerichtete Geisteshaltung und ein vom Geist der Bibel inspiriertes
Gemeinwesen. Die große Herausforderung beim Schreiben dieser Briefe besteht vor allem darin, einen Text zu Papier zu bringen, der diese Ziele
widerspiegelt, sich über mehrere Zeilen entfaltet - und zu einem lebendigen Organismus entwickelt.
Besonders interessant ist für mich beim Schreiben dieser Briefe vor allem der Entwicklungsprozess und das Ergebnis: Denn ich spüre beim Formulieren eine geistige Führung, die mich das niederschreiben lässt, was Er will. Dieser Vorgang ist vergleichbar mit dem Malen, bei dem das Bild unbewusst schon im Innern des Malers da ist, ehe er es aus sich heraus auf die Leinwand bannt. Das heißt: Man selbst ist eigentlich nicht der "Macher", sondern derjenige, der niederschreibt, was die Stimme des Geistes einem eingibt beziehungsweise der Geber aller guten Gaben einem zuspielt. In diesem Fall ist man nicht selbst der aktive Teil, sondern Gott ist derjenige, der an einem handelt. Dieses Phänomen formulierte der griechische Philosoph Sokrates ( 469-399 v. Chr. ), der sich selbst führen ließ von seiner Stimme der Stille, seinem Daimonion ( das ist die "intuitive Weisheit der Natur" ), folgendermaßen: "Die Seele umschließt in sich alles, und wer seine Seele kennt, kennt alle Dinge, wer aber unwissend um seine Seele ist, ist unwissend um alle Dinge." Und ähnlich schrieb der russische Dichter Fjodor M. Dostojewski ( 1821-1881 ) hierzu: "Man kann vieles unbewusst wissen, indem man es nur fühlt, aber nicht weiß." Wichtig ist bei diesem Vorgang auch, dass man seine Gedanken auf einen Punkt konzentriert und alle Nebengedanken von sich fernhält. Denn so verlieren die Nebengedanken allmählich an Bedeutung und es eröffnet sich einem immer neues zum Hauptgedanken beziehungsweise zur Vervollkommnung desselben. Das heißt: Man hält sich an einem Gedanken fest und lässt nur diesen von Gott spinnen und weben. Auf diese Weise erlebt man, dass eine höhere Hand einem zum Ziel führt. Das heißt: Man arbeitet sich Schritt für Schritt voran ... und irgendwie weiß man, welches die richtige Richtung ist. Denn man folgt der inneren Eingebung von oben.
In der Stille ist allein Gottes Gnade ausschlaggebend ... und nicht menschliches Bemühen ... und genau das ist der Moment, den ich beim Schreiben immer wieder aufs Neue aufsuche: Das "Loslassen" und das Gefühl, dass man ab diesem Zeitpunkt getragen beziehungsweise geführt wird: Es wirkt fortan eine innere Stimme, die nicht nachlässt, bis Sein Wunsch der Niederschrift erfüllt ist. Das heißt: Durch diese Inspiration wird man in sich des Göttlichen bewusst: Man fühlt sich wie von etwas Größerem ergriffen, wie ein Schreibstift in Gottes Hand, der einen mit vorwärtsdrängender Energie alles das niederschreiben lässt, was geschrieben werden muss ... und so geht während des Schreibprozesses das Werk Seine Eigenen ( himmlisch-schönen ) Wege.
Die Inspiration kommt meist morgens im Bett, wenn der Verstand noch im Halbschlaf ist und die Gedanken aus der Tiefe ungefiltert aufsteigen können. Am Anfang steht das Gefühl ... und erst danach kommen die Worte. Auf diese Weise ist der geschriebene Text in erster Linie eine Botschaft an die Seele ... und nicht an den Verstand. Das heißt: Das Gefühl wird hier umgewandelt in Worte, die von einer inneren Erfahrung berichten. Es ist wie beim Beten aus dem Herzen: Man murmelt - zum Teil ohne sinnvolle Worte - vor sich hin und drückt sich nur mit der eigenen Stimme, aber sozusagen ohne Gehirn aus: Indem man frei aus sich heraus - ohne vorformulierte Worte - betet, spürt man die Verbundenheit mit der geistigen Welt. Man erkennt: Dieses Gebet bewirkt man nicht selber, sondern allein der Geist Gottes ( Römer 8, 26 ).
Auf dieses Weise kommt also bei diesem Schreibprozess der Verstand zum Einsatz. Das heißt: An dieser Stelle bin ich am Sondieren und Prüfen, ob das von mir Geschriebene auch wirklich mit der Kernbotschaft dieser Web-Seite übereinstimmt. Es stellt sich hierbei die Frage: Was ist von Gott und was entstammt dem eigenen "Ich". In der Neuoffenbarung heißt es hierzu: "Wer eine Offenbarung als wahr annimmt und danach handelt, der kommt dann auch bald zu stets hellerem Erkennen und zum wahren, selbständigen, freien Leben. Wer aber das nicht tut, sondern sich allein auf seine Vernunft und an seine Erfahrungen hält und danach handelt, der begeht darum keine Sünde; aber er bleibt dennoch zurück und wird um sehr vieles länger zu tun haben, bis er zur reinen Erkenntnis Gottes und zur Vollendung seines inneren, wahren Lebens gelangen wird. Wer aber die volle Wahrheit einer Offenbarung annimmt und sie mit seinem Verstande klar einsieht, aber eigenwillig dagegen handelt, der sündigt und verdirbt dadurch sein Leben auch jenseits auf eine für euch oft undenkbar lange Zeitenfolge; denn der ist allen inneren Lichtes bar, da er weder seiner absoluten Vernunft, noch der wohlverstandenen Offenbarung willig Folge geleistet hat." ( Das große Evangelium Johannes, Bd. 6, Kap. 204, V. 10-11 )
Derjenige jedoch, der nur "oberflächlich" lebt, bleibt fern von dieser geistigen Erfahrung: Wer nur im Vordergründigen lebt, wer im Getöse des Alltags aufgeht, sich gleichsam im Strom des Gewöhnlichen und Üblichen treiben lässt, vollauf beschäftigt mit den Dingen dieser empirischen Welt, dem kann sich die Tiefendimension der Wirklichkeit nicht erschließen. Darum lebte uns Jesus Christus, als Er auf Erden wandelte, auch ein "spirituelles Leben" vor, zu dem unter anderem das Gebet der Stille gehört. Bernhard von Clairvaux ( 1090-1153 ) schreibt hierzu: "Es braucht sich keiner zu bemühen, dass er diese innere Stimme vernehme. Es kostet eher Mühe, die Ohren zu verstopfen, um nicht zu hören. Die Stimme bietet sich von selbst dar, drängt sich auf und pocht ohne Unterlass an des Herzens Tür. Auch jetzt ist sie uns nahe und spricht zu uns; aber vielleicht ist niemand da, der sie hört. Auch jetzt ruft sie: Kehret heim zu eurem Herzen! Es ist nicht nur eine Stimme voll Macht, sondern auch ein Lichtstrahl, der die dunklen Winkel erhellt. Es ist kein Unterschied zwischen dieser inneren Stimme und dem inneren Licht, denn ein und dasselbe ist der Sohn Gottes, das Wort des Vaters, der Abglanz der Herrlichkeit."
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