Die Gnadenquelle Jesus Christus


    
   

Vorname:

Ismar (Dieser Name heißt (lt. Züricher Bibel) übersetzt aus dem Hebräischen: "Hören")

Nachname:

Groß

Geboren:

1963 in Berlin ( am Grazer Platz um 18:40 Uhr ).

Familienstand:

   Verheiratet ( Ihr spirituelles Foto )

Konfession:

Ich wurde evangelisch-lutherisch getauft und konfirmiert ... und bin dann, als mir klar wurde, dass ich innerlich mehr der Mystik zugewandt bin, konvertiert zu der römisch-katholischen Kirche:

Mein eigentliches "Zuhause" ist aber nicht so sehr die äußere Kirche beziehungsweise Konfession - also weder die petrinische ( römisch-katholische ) noch die paulinische ( evangelisch-lutherische ), sondern vielmehr die innere, die johanneische ( Geist- ) Kirche. Schließlich muss das kleine menschliche Ich im Menschen sterben, damit das große, göttliche Geist-Ich im Menschen lebendig werden kann. Das heißt: Der Erdenmensch muss abnehmen, muss loslassen von sich selbst, wenn der göttliche Geistmensch, das Gewissen im Menschen, an Bedeutung wachsen soll.

Hierzu schreibt das Zweite Vatikanische Konzil in "Gaudium et spes", Nr. 16: Im Innern seines Gewissens entdeckt der Mensch ein Gesetz, das er sich nicht selbst gibt, sondern dem er gehorchen muss und dessen Stimme ihn immer zur Liebe und zum Tun des Guten und zur Unterlassung des Bösen anruft und, wo nötig, in den Ohren des Herzens tönt: Tu dies, meide jenes. Denn der Mensch hat ein Gesetz, das von Gott seinem Herzen eingeschrieben ist, dem zu gehorchen eben seine Würde ist und gemäß dem er gerichtet werden wird. Das Gewissen ist die verborgenste Mitte und das Heiligtum im Menschen, wo er allein ist mit Gott, dessen Stimme in diesem seinem Innersten zu hören ist. Im Gewissen erkennt man in wunderbarer Weise jenes Gesetz, das in der Liebe zu Gott und dem Nächsten seine Erfüllung hat. Durch die Treue zum Gewissen sind die Christen mit den übrigen Menschen verbunden im Suchen nach der Wahrheit und zur wahrheitsgemäßen Lösung all der vielen moralischen Probleme, die im Leben der Einzelnen wie im gesellschaftlichen Zusammenleben entstehen. Je mehr also das rechte Gewissen sich durchsetzt, desto mehr lassen die Personen und Gruppen von der blinden Willkür ab und suchen sich nach den objektiven Normen der Sittlichkeit zu richten."

Sternzeichen:

Fische ( Aszendent: Jungfrau ): Das Fische-Zeichen, das die Sonne in der Zeit der Schneeschmelze durchschreitet, ist das letzte Zeichen des Tierkreises. Da wird alles eingeschmolzen und aufgelöst, was im Winter erstarrt und verhärtet war Darum ist das Fische-Zeichen ein Zeichen der Selbstaufgabe und des Opfers.

Des Weiteren bedeutet ( astrologisch gesehen ) diese Kombination von Sternzeichen und Aszendent, dass hier das mystische Fische-Zeichen im Gegensatz zu dem ordnungsliebenden Merkur-Zeichen Jungfrau steht ... Ja, es sind zwei scheinbar unvereinbare Gegensätze: Die Rationalität und die Irrationalität, die Diesseitigkeit und die Jenseitigkeit, die fischhafte Innigkeit und die Objektivität der jungfräulichen Wissenschaft ( beziehungsweise: die mit ihr einhergehende sachlich-logische Technik ).

In der Astrologie heißt es: Je älter man wird, um so mehr setzen sich die Eigenschaften des Aszendenten bei einem Menschen durch. In diesem Fall ist in der Astrologie bekannt, dass der vernünftige Jungfrau-Mensch die Fähigkeit hat, geistig zu ernten, Fruchtlese und kritische Auslese zu halten, die Güter der Erde zu erkunden und nutzbringend zu verwenden.

Anmerkung zur Astrologie: In einer Zeit des wissenschaftlichen Fortschritts erkennen - trotz aller "Aufklärung" - immer mehr so genannte "moderne" Menschen, dass die Astrologie eine Orientierungshilfe für den "Weg zum eigenen Selbst" ist. Ja, selbst in der Kabbala heißt es schon: "Im weiten Himmelsraume, dessen Wölbung unsere Welt umgibt, finden sich Figuren und Zeichen, mittels derer wir die tiefsten Geheimnisse entdecken können. Sie sind geformt durch die Sternbilder und Sterne. Diese glänzenden Formen sind die Buchstaben, mit denen Gott Himmel und Erde geschaffen hat. Sie bilden Seinen geheimnisvollen, heiligen Namen." ( Sohar II, 103 b ) Der Astronom ( und Astrologe ) Johannes Kepler ( 1571-1630 ) war sogar der Meinung, die ( menschliche ) Seele reagiere auf die planetaren Konstellationen wie auf die Konsonanzen und Dissonanzen in der Musik.

Dies heißt jedoch nicht, dass man aus dem Horoskop sein Schicksal ablesen kann. Der Kirchenlehrer Thomas von Aquin ( 1225-1274 ) schrieb hierzu: "Die Sterne machen geneigt, sie zwingen nicht." Das heißt: Thomas von Aquin wendete sich gegen das fatalistische Missverständnis der Astrologie im allgemeinen und der astrologischen Prognose im besonderen. Am Lauf der Gestirne kann man weder ablesen, was einem widerfahren wird, noch, wie man handeln wird. Die Stellung der Gestirne steht im Zusammenhang mit menschlichen Wesensmerkmalen ( und, dadurch vermittelt, indirekt auch mit dem Schicksal eines Menschen ): Es gibt demnach einen Zusammenhang zwischen der Stellung der Gestirne im Moment der Geburt eines Menschen und den Charaktereigenschaften dieses Menschen. Das heißt: Astrologie ist von Beginn an in erster Linie eine Menschenkunde.

Ausbildung:

Die Schule habe ich im Alter von 18 Jahren mit dem Abitur beendet. Dem folgte ein Studium der Nachrichtentechnik ( TFH Berlin ), das ich mit 28 Jahren als Dipl. Ing. abschloss.

Beruf:

Beruflich bin ich bei einem großen deutschen Telekommunikationsunternehmen im Bereich Internetplanung tätig.

Zusatzausbildung:

In meiner weiteren Ausbildung geht es mir vorrangig um ein bewusst geführtes Leben. Aus diesem Grund ist es mir wichtig, in Verbindung mit der Seele ( und darüber hinaus mit dem göttlichen Geist ) zu treten. Dies bedeutet: Ein bewusst geführtes Leben, dass sich nicht nur einseitig ( sprich: ohne geistigen Hintergrund ) an den "weltlichen" Zielen von Konsum, irdischen Reichtum und Vergnügen orientiert.

Erklärend heißt es hierzu bei Emanuel Swedenborg ( 1688-1772 ): "Einige sind der Meinung, dass, wer im anderen Leben selig sein will, nie in den Vergnügungen des Leibes und der sinnlichen Dinge leben dürfe, sondern dass er allem entsagen müsse, indem sie sagen, dass dieses Leibliche und Weltliche es sei, was den Menschen abzieht und abhält vom geistigen und himmlischen Leben. Aber die, welche dieser Meinung sind, und deswegen sich, wenn sie in der Welt leben, von freien Stücken in Ungemach verstoßen, sind nicht unterrichtet, wie sich die Sache verhält.

Es ist niemanden verboten, die Vergnügungen des Leibes und der sinnlichen Dinge zu genießen, nämlich die Vergnügungen irdischer Besitzungen und Güter, die Vergnügungen von Ehrenstellen und Ämtern im Staat, die Vergnügungen der ehelichen Liebe, und der Liebe gegen kleine und große Kinder, die Vergnügungen der Freundschaft und der Unterhaltung mit Seinesgleichen, die Vergnügungen des Gehörs oder der Lieblichkeit des Gesangs und der Musik, die Vergnügungen des Sehens oder der Schönheiten, welche mannigfaltig sind, zum Beispiel elegante Kleider, geschmackvolle und schön möblierte Wohnungen, schöne Gärten, und ähnliches, was durch sein Harmonisches angenehm ist, die Vergnügungen des Geruchssinns oder Wohlgerüche, die Vergnügungen des Geschmacks, oder der Süßigkeiten und des Erfrischenden aus Speisen und Getränken, die Vergnügungen des Tastsinns.

Denn sie sind, wie gesagt, die äußersten oder körperlichen Triebe, herkommend von innerlichen Trieben. Die innerlichen Triebe, welche lebendig sind, haben alle ihr Angenehmes aus dem Guten und Wahren, und das Gute und Wahre hat sein Angenehmes von der Liebtätigkeit und dem Glauben, somit vom Herrn, mithin vom eigentlichen Leben, weshalb eben die daher stammenden Triebe und Vergnügungen lebendig sind. Und weil die echten Vergnügungen ihren Ursprung von daher haben, so übertrifft ihr Angenehmes unendlich das Angenehme, das nicht von daher kommt.

Beispiel: Das Vergnügen der unehelichen Liebe. Dieses Vergnügen ist im Vergleich mit jenem ( der ehelichen Liebe ) unrein. Denn wenn das Vergnügen von der wahren ehelichen Liebe stammt, so übertrifft es unendlich das nicht von daher stammende Vergnügen ( des Ehebruchs ) so sehr, dass die, welche in der wahren ehelichen Liebe sind, in himmlischer Wonne und Seligkeit sind. Denn sie kommt vom Himmel hernieder." ( Himmlische Geheimnisse, Nr. 995 )

Die eigentliche Bedeutung eines solch geistig geführten Lebens ( "aus dem Guten und Wahren" ) ist mir persönlich erst nach meinem Abitur bewusst geworden. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich - auch wegen meiner Hartgläubigkeit - die eine Religionsstunde pro Woche auf der Grundschule nur als eine hausaufgabenfreie Unterrichtszeit angesehen und deshalb das Fach "Religion" auf dem Gymnasium abgewählt.

Mit der Zeit wurde mir aber mehr und mehr klar, dass sich auch in mir der Wunsch nach einer mich erfüllenden ( göttlichen ) Begegnung regte, nach einem "geistigen" Anruf, um sich loszureißen von dem sinnentleerten Alltag, und um aufzubrechen hin zu dem wahren, primären Gott. Das heißt: Es erwachte in mir die Sehnsucht nach einem religiösen Leben ... Und unter dem Motto: "Wer wagt, gewinnt" war nunmehr mein größtes Verlangen, neue Aspekte des Daseins zu ergründen und zu neuen Grenzen vorzustoßen.

Zu dieser Zeit wurde ich mir also meiner inneren Leere bewusst und ich fing an, nach dem Sinn des Lebens zu suchen: Ich ahnte, dass es ein Fortleben der Seele nach dem Tode gibt, und begann mich darüber zu informieren. Dabei wurde mir mehr und mehr klar: Jeder muss einmal sterben ... Und es kommt auf jeden die Frage zu: Was beginnt eigentlich danach? Und so entwickelte sich in mir die Suche nach dem, was das wahre Leben ist, und auch gleichzeitig die Abwendung von dem, was das rein "weltlich" orientierte Leben ist.

Der verlorene Sohn

Um es in der Sprache der Bibel auszudrücken: Ich, der "verlorene Sohn" ( Lukas 15, 14-16 ), hatte mich in der Schulzeit weit vom "Vaterhaus" entfernt, "all mein Gut verzehrt" und "fing an zu darben". Und so war für mich Das Große Evangelium Johannes ab meinem 21. Lebensjahr die erste religiöse Schrift, die ich in die Hand nahm, um etwas von Gott und dem wahren Leben zu erfahren. Es folgten dann verschiedene Bibelübersetzungen, Schriften von Emanuel Swedenborg und die Bände der Kirchenväter.

Schöpfen aus der QuelleDemnach waren die ersten Zeilen von dem Werk Das Große Evangelium Johannes quasi die Stunde Null für meine Seele, die seither das "Ziel Jesus" verfolgt. Denn - wie alle anderen auch - lebe ich in akuter Zeitarmut und muss in einer Gesellschaft, die auf Leistung und Flexibilität gegründet ist, alles unter einen Hut bekommen: Job, Ehe, Verwandte und eigene Interessen. So empfand ich das bisherige Leben in meinem rein "irdischen Trachten" wie einen Kokon, in dem ich mich wie eine Seidenraupe eingeschlossen fühlte. Mit dem Lesen in dem Werk Das Große Evangelium Johannes war es, als würde ich von einem Zustand in einen anderen Zustand hinübergeführt - vergleichbar der Verpuppung der Raupe und ihre Metamorphose zum Schmetterling. ( Psyche heißt übrigens im Griechischen zugleich "Seele" und Schmetterling". )

Mit den Schriften der Neuoffenbarung begann für mich ( in meiner Frei-Zeit ) auch eine wissbegierige Beschäftigung mit der Theologie, zu der ich unter anderem auch das Abendstudium der Theologisch-Pädagogischen Akademie des Erzbistums Berlin zähle, das ich drei Jahre lang ( 1993-1996 ) regelmäßig besuchte.

Freunde:

Wirkliche Freunde hat man, wenn man miteinander beten kann, besonders, wenn Not da ist. In der Bibel heißt es hierzu ( Jakobus 1, 5 ): "Wenn jemand nicht weiß, was Gottes Wille in einer ganz bestimmten Sache ist, so bitte er Gott um Weisheit, und sie wird ihm von Gott gegeben werden."

Vorbild:

Der gute HirteMein Vorbild ist Jesus Christus, der die Stimme des himmlischen Vaters vernahm und sie in der Botschaft von Liebe und Vergebung verkündete. Er zeigte Größe, indem Er Seine "Gegner" mit in die Fürbitte nahm, selbst bei den übelsten Verleumdungen schlug Er nicht zurück. Er lehrte die Menschen, an den "Gegnern" das Friedenstiften zu üben und seelisch-geistig zu wachsen: Er betete für sie, damit sie die Wahrheit erkennen lernen und den friedenstiftenden Geist Gottes, die Erlösung, erfahren.

Laut der Neuoffenbarung bestand für Ihn dabei der "allersicherste, allerbeste und kürzeste Weg zum Ziel" ( Die Haushaltung Gottes, Bd. 3, Kap. 105, V. 12 ) darin, dass man "für die Liebe, Erbarmung und Gnade des Herrn alles, selbst das eigene Leben" ( Die Haushaltung Gottes, Bd. 3, Kap. 105, V. 13 ) für eine Zeit der Stille zum himmlischen Vater ( Die Haushaltung Gottes, Bd. 3, Kap. 105, V. 7 ) hintanstellt. ( Das Schweigen in der Stille ist hier die gemeinsame Sprache aller Menschen. ) Dieses Verweilen in der Stille dauert dabei so lange an, bis man "das Wort vom Herrn vernommen" ( Die Haushaltung Gottes, Bd. 3, Kap. 105, V. 2 ) hat. Ein Jünger sagt hierzu: "Ich werde Ihn so recht zu lieben anfangen und will schwärmen vor Ihm wie ein blindverliebter Tor" ( Die Haushaltung Gottes, Bd. 3, Kap. 105, V. 6 ), das heißt: er hält bei diesem Gebet die Augen geschlossen.

Das gesamte Leben Jesu erforderte den demütigen Gehorsam unter den Willen Gottes, ein Zurückstellen des menschlichen Willens, ein Akzeptieren des göttlichen Willens und ein Handeln danach. Der Begriff "Gehorsam" leitet sich übrigens von dem Wort "Hören" ab: Denn es geht beim "demütigen Gehorsam" um ein "Hören nach innen", dort wo Gott Seinen Willen kundtut. In der Neuoffenbarung heißt es hierzu: "Gehorsam und Demut ist die Nahrung der Seele zur Wiedergeburt des Geistes." ( Himmelsgaben, Bd. 3, Kundgabe v. 15.08.1840, V. 5 )

Lieblingsbuch:

Das Große Evangelium Johannes. Mit diesem Evangelium begann für mich mein Lebensweg mit Jesus Christus.

PfingstenDieses Evangelium der Neuoffenbarung ist wie ein Bergwerk, dass Gott den Lesern der Neuoffenbarung aufgeschlossen hat: Je tiefer man in dieser frohen Botschaft gräbt, desto mehr Schätze kommen hervor. Überhaupt sollte man dieses Werk weniger mit dem Verstand als mehr mit dem Herzen lesen. Denn dann erlebt man beim Lesen Momente des Glücks, in denen man meint, nicht mehr auf dieser Erde zu sein ... ja, es ist, als ob man in diesen Augenblicken die innige Gemeinschaft mit Jesus Christus erlebt ... und wie sehr freut man sich dann, dass man in diesem Reichtum eines Kindes Gottes durch's Leben ziehen darf.

Es ist, als ob diese Neuoffenbarung unmittelbar dem Wort Gottes entspringt ... Das heißt: Wer dieses Wort liest und ihm glaubt, wird zu einer neuen Lebensauffassung und einem neuen Lebenswandel geführt. Denn dieses Wort verändert in einem das Herz und die Gesinnung ( Hebräer 4, 12 ), weil es erkennen lässt: Gottes Liebe zu den Menschen ... Hierzu liest man: "Gebet daher gerne und gebet reichlich! Denn wie ihr da austeilet, so wird es euch wieder zurückerteilt werden." ( Das große Evangelium Johannes, Bd. 4, Kap. 79, V. 7 )

Die Taufe Christi ( Giovanni Bellini )

Wenn also die Neuoffenbarung das Wort Gottes ist, so gilt es vor allem für die hartherzige Seele, die nur dem Verstande dient und sich dem Gefühl vollkommen verschließt, sich von den rein materiellen Gedanken ( die oftmals aus der Sucht nach irdischen Reichtümern und der Eitelkeit entstehen ) zu befreien und die Seele aufnahmefähig für die Führung durch Gottes Geist zu machen. In diesem Fall wird man das angehäufte Vermögen nicht mehr nur weiter an einem sicheren Ort aufbewahren, sondern so einsetzen, dass es den Menschen nützt und zum Segen vieler geistig fördernd beiträgt.

Die GnadenquelleAus diesem Grund liegt die heiligste Bestimmung des Menschen nicht in einem selbstbestimmten, sondern in einem von Gottes Geist berührtem und geführtem Leben, in der direkten Nachfolge Jesu Christi, in der Veredelung und Verschönerung der Schöpfung Gottes ... in dem Zusammenwirken von geistigem Denken und gutem Tun. Denn durch die Reinheit der Gedanken wird Gottes Geist durch die Handlung des Menschen in die Welt getragen, indem zum Beispiel jedes von Gott eingegebne in der Neuoffenbarung niedergeschriebene Wort den Stempel des Seelenadels trägt, was wiederum der Mensch durch die innere Stimme des Gewissens für sich erkennt.

Diese Gewissensstimme entsteht durch göttliche Inspiration und ist somit dem Menschen - sofern er ihr Gehör schenkt - ein Maßstab, durch den er erkennen kann, was recht und was falsch ist. Es heißt : "Erkennt der Mensch in allen Führungen seines Lebens Gottes Hand in seinem Gemüte dankbar an, so nähert er sich auch stets der Liebe und der Ordnung Gottes, geht bald und leicht ganz in dieselbe über und wird dadurch selbst weise und mächtig." ( Das große Evangelium Johannes, Bd. 8, Kap. 140, V. 7 ) Durch das Gewissen werden die Gedanken gebildet, was nach außen hin sichtbar wird durch die Schönheit dessen, was der Mensch aus diesen Gedanken heraus tut: Die Gedanken sind die Ursache für unser Handeln. Sie sind das Tor zwischen dem Sichtbarem und dem Unsichtbarem ... und machen uns zum Mitschöpfer in dieser Welt. ( Aus diesem Grund sollten meines Erachtens auch in der Kunst die christlichen Themen in verherrlichender Weise und in entsprechend abgehobenen Stil dargestellt werden: Diese Kunst geschehe am besten in der Absicht, die Seele des Menschen für den Geist Gottes zu entzünden. )

Die GnadenquelleSomit ist klar: Erst wenn Jesus Christus durch den Heiligen Geist in einem Wohnung nimmt und man versiegelt ( beziehungsweise: Sein Eigentum ) wird, wird man eingeführt in die ganze Wahrheit: Man nimmt in diesem Augenblick des Gefühls Anteil an der göttlichen Natur ... und es gibt einem dann die Gewissheit des Heils: Man fühlt den Akt der geistigen Wiedergeburt im Gebet mit allen Sinnen ... ja, es ist dieses Gefühlserlebnis, das einem mit Bestimmtheit sagt, dass man schon in diesem Leben durch die Gnade "von oben" erlöst ist.

Auch wenn man beim Lesen im Werk der Neuoffenbarung nicht jeden Tag etwas Außergewöhnliches in seinem Leben bemerkt, so hilft dieses Lesen doch. Denn die stärksten Auswirkungen geschehen oft still und geistig ... und sind von daher schwer zu erkennen. Durch das Lesen bereitet man sein Herz wie einen Acker vor, damit die persönlich gesammelten Erfahrungen des Lebens auf guten Boden fallen und Frucht bringen. Denn Gott will nicht, dass Sein Wort leer zu Ihm zurückkommt, sondern Er will, dass es das tut, was Ihm gefällt, und ausführt, wozu Er es den Menschen gegeben hat. Hierzu heißt es im Johannesevangelium ( 1, 14 ): "Das Wort wurde Fleisch." Und in der Neuoffenbarung heißt es hierzu: "Wenn der Mensch alsogestaltig durch die Wiedergeburt zur wahren Kindschaft Gottes gelangt, in die er von Gott, dem Vater, oder von der Liebe in Gott förmlich eingeboren wird, so gelangt er zur Herrlichkeit des Urlichtes in Gott, das da eigentlich das göttliche Urgrundsein Selbst ist." ( Das große Evangelium Johannes, Bd. 1, Kap. 3, V. 1 )

Lieblingsvers in der Bibel:

Heutzutage hat sich die Arbeitssituation für viele Menschen grundlegend geändert. Es sind nicht mehr die allein körperlichen, sondern vor allem die geistigen ( sozialen und psychischen ) Anforderungen, von denen man sich nach der Arbeit erholen muss. Es reicht dabei nicht, dass man sich nach der Arbeit auf die Couch legt, sondern man muss sich vor allem geistig erholen, um insgesamt körperlich und geistig fit zu bleiben: Wichtig ist, dass man sich eine Auszeit gönnt und dabei Distanz zum Beruf findet. Nur so gelingt es einem, den beruflichen Anforderungen und dem Stress auf Dauer gewachsen zu sein.

Eigentlich sollten alle Menschen täglich abschalten, zum Beispiel wenn man von der Arbeit heimkommt, wenn die Hausarbeit erledigt ist, wenn also die Freizeit anfängt. Diesen Tagesabschnitt sollte man vom Rest des Tages bewusst abgrenzen ... und nicht weiter über Ärger nachgrübeln, sondern die schlechten Gedanken wegsperren und - falls überhaupt nötig - erst am nächsten Tag wieder zulassen: Man setze sich demnach nach getaner Arbeit, am besten vor dem Schlafengehen nieder, spanne alle anderen Gedanken und Sorgen aus und vertiefe sich in das Innere, in das geistige Leben. In der Neuoffenbarung heißt es hierzu: "Der Mensch aber ist also eingerichtet, dass sich im Zustande der Ruhe seine verzehrten Kräfte durch beständiges Einfließen des Herrn aus den Himmeln wieder ersetzen." ( Die Geistige Sonne, Band 2, Kapitel 35, Vers 6 )

Ich selbst bin beruflich intensiv mit technischen Zusammenhängen beschäftigt; da finde ich es wichtig, durch Entspannungsübungen auch mal die andere Gehirnhälfte zu fordern: Denn während bei der Arbeit die linke Gehirnhälfte analysiert, abstrahiert, berechnet, die Zeit plant und misst, alles in Worte fasst und logisch-rationale Entscheidungen fällt, entwickelt sich bei der Entspannung in der rechten Gehirnhälfte das intuitive, kreative, ganzheitliche und emotionale Denken. Was mich hierbei ganz besonders interessiert, ist das geistige Denken. Das heißt: Wenn mir ein bis zwei Stündlein am Tage übrig bleiben, so nutze ich diese, um ins Gebet zu gehen: Für sieben Viertelstunden verbanne ich dann den Alltag in die Bedeutungslosigkeit und tauche ein in die beruhigende Stille.

Bei diesem Gebet schalte ich jeden Gedanken und jeden Impuls zum Handeln aus.: Es gilt, die Seele sich zurückziehen zu lassen und nur auf den Geist zu hören. Dadurch gelange ich in eine andere Region des Bewusstseins, die hinter meinem Denken liegt und ihrem Charakter nach sich von meinem täglichen Dasein völlig unterscheidet. Es ist eine Art "universales" Bewusstsein, in der ich meine Seele viel größer wahrnehme als im täglichen Leben. Dieses andere Bewusstsein kennt keine räumliche und zeitliche Begrenzung, sondern enthält die Gewissheit des unzerstörbaren, unsterblichen Lebens.

Die heutige Tiefenpsychologie hat hierzu entdeckt, dass nicht das "Unterbewusstsein" das Letzte ist, aus dem die Bilder steigen, sondern dass es ein "Tiefstbewusstsein" gibt, das "göttlich-allwissend" ist. Während das Unterbewusstsein seelisch-körperliche Reservate aus unendlichen Lebensperioden darstellt, handelt es sich beim "Tiefstbewusstsein" um das Reingeistige aus Gott ( und durch das Schweigen in der Stille zieht man Gott an sich heran. ).

Im wachen Bewusstsein des Menschen herrscht das rationale, logische Denken vor. Beim intuitiven Denken bewegt sich der Mensch schon im Raum des Unbewussten, in dem zwei Stufen unterschieden werden: Die niedere Ebene des persönlichen Unbewussten und die höhere Ebene des überpersönlichen Unbewussten ( "Tiefstbewusstsein" ). Das eine enthält die ganz subjektive Erfahrungswelt von Leidenschaften, Trieben und Komplexen aller Art; das andere die objektive Welt des "Göttlich-Allwissenden".

Die quietistische Mystikerin Madame Guyon ( 1648 - 1717 ) beschreibt hierzu die geistige Wahrnehmung im Gebet folgendermaßen: "Mein Gebet war immer das gleiche; nicht ein Gebet, das in mir wäre, sondern in Gott, sehr einfach, sehr rein und sehr klar. Es ist kein Gebet mehr, sondern ein Zustand, von dem ich wegen seiner großen Reinheit nichts sagen kann. Ich glaube nicht, dass es auf der Welt etwas Einfacheres und Einigeres geben kann. Es ist ein Zustand, von dem man nichts sagen kann, weil er allen Ausdruck übertrifft; ein Zustand, in dem die Kreatur so ganz verloren und versunken ist, dass sie, mag sie auch außen frei sein, innen nichts mehr besitzt. So ist denn auch ihr Glück unwandelbar. Alles ist Gott, und die Seele wird nur noch Gottes gewahr. Sie hat keine Vollkommenheit mehr zu verlangen, hat kein Streben mehr, keinen Zwischenraum, keine Vereinigung: alles ist in der Einheit vollzogen, aber in einer so freien, so leichten, so natürlichen Weise, dass die Seele in Gott und von Gott lebt, so unbefangen, wie der Körper von der Luft lebt, die er einatmet."

Schon nach kurzer Zeit eines solchen Gebetes überkommt mich dieses Gefühl vollkommener Ruhe, ein Gefühl ungeheurer Weite und Klarheit, das mein persönliches Leben von Grund auf verwandelt. Denn unser technisches Zeitalter hat unser menschliches Leben auf zwei Dimensionen reduziert und uns ein unnatürliches Leben führen lassen. Dieses Gebet dagegen ist keine Flucht aus diesem Leben, sondern eine Zeit der Erneuerung und der erweiterten Erkenntnis. Der Schriftsteller Gorch Fock ( 1880- 1916 ) schreibt hierzu: "Du kannst dein Leben nicht verlängern, noch verbreitern, nur vertiefen." Wer sich also bei diesem Gebet strebend bemüht, dem wird die Freude der "Neuen Welt" zuteil: Man gewinnt einen Blick in den geistigen Hochzeitssaal, wo Gott selber über einen den Geist des Gebetes ausgießt.

Die Stille macht einen offen für die Gnade GottesNach diesem Gebet denke ich an Jeremia 33, 3: "Rufe Mich an, so will Ich dir antworten und will dir kundtun große und unfassbare Dinge, von denen du nichts weißt." Das heißt: Durch das Gebet der Stille ist es jedem Menschen gegeben, sich temporär aus der Welt zurückzuziehen, um gewandelt und gestärkt in die Welt wieder zurückzukehren.

Ein weiteres Gebet der Stille ist die innere Selbstbeschauung: Da jeder Mensch sündigt, hat er auch die Pflicht über seine Sünden nachzudenken und deren Größe zu beschauen und die Schwere abzuwägen. Man prüfe sich gründlich und forsche geistig nach allen Gegenden, wo etwas aufgespeichert liegt, das man tagsüber begangen und sich gegen Gott oder dem Nächsten vergangen hat.

Diese Selbstbeschauung ist sehr heilsam, weil man selbst beurteilt, was man Gutes und was man Schlechtes begangen hat ... und dabei Unterstützung erfährt. Der Philosoph Ralph Waldo Emerson ( 1803-1882 ) schreibt hierzu: "Lasst uns schweigen und stille sein, damit wir das Flüstern des Gottes hören können, damit wir den Rat des Inneren Helfers erlauschen und uns von Ihm lichtwärts  leiten lassen können."

Hat man diese innere Selbstbeschauung gründlich durchgeführt, so soll man auch die Folgen des Unrechtbegangenen ermessen, denn man soll nicht bloß die momentane Versündigung, sondern auch deren Folgen in Betracht ziehen und erwägen, weil dadurch die Größe der Sünden ersichtlich ist und man eine gebührende Abbitte bei Gott und bei den beteiligten Menschen leisten kann, weil doch alles durch Reue, Abbitte, Entschädigung und Buße wieder gutgemacht werden muss.

Der Neuplatoniker Plotin ( 203-270 ) schreibt hierzu: "Man kehre sich in sein Inneres und sehe sich nicht mehr um nach dem, was einem vormals als schöne Körperlichkeit erschien ... Man muss die leiblichen Augen schließen und das innere Auge öffnen, das wir zwar alle besitzen, das aber die wenigsten gebrauchen ... Ziehe dich ganz in dich zurück und betrachte dich in deinem wahren Wesen. Und wenn du dich selbst noch nicht als schön erblickst, so mache es wie der Bildhauer: wie er von der Statue, so meißle du von dir alles Überflüssige, Störende hinweg, glätte bald hier, säubere bald dort, mache das Krumme gerade, erhelle das Dunkle, lass es rein werden, kurz: lasse nicht nach, an deinem Selbstbildnis zu arbeiten, bis der göttliche Glanz der Tugend dir entgegen strahlt ...

Bist du selbst so geworden, ganz das wahre Licht, durch keine Gestalt in enge Grenzen gezwängt, größer als jedes endliche Maß und erhabener als jede Vielheit, wenn du dich, so geworden, erblickst, dann hast du die innere Sehkraft erlangt: voll Vertrauen schreite dann weiter vor. Du bedarfst dabei keines äußeren Führers ... Zum Geist emporgekehrt, wird die Seele schön in dem ihr möglichen Grade der Vollkommenheit. Der Geist und was vom Geiste ausgeht, ist die der Seele ursprüngliche und ureigene Schönheit, wobei alles Wesensfremde ausgeschlossen ist. Daher heißt es mit Recht: wenn die Seele gut und schön wird, wird sie Gott ähnlich, weil von Ihm das Schöne und der bessere Teil des Seienden stammt; besser gesagt: das Seiende selbst, welches die Schönheit ist."

Das bedeutet wahre Sinnerfüllung des Lebens: Ein Leben weniger aus den körperlichen Sinnen, aber dafür um so mehr aus dem Geiste - aus dem göttlichen Geiste des Schönen und Guten. In dieser Einswerdung mit dem inneren Menschen tritt die Menschlichkeit und Gottverbundenheit als bewusster Mitschöpfer hervor, um für eine Gesellschaft, die in innerer Einheit mit dem Willen Gottes lebt, zu wirken.

Dazu ist es wichtig, die Einsprachen des göttlichen Geistes im Menschen, die sich durch Gedanken und Gefühle äußern, wahrzunehmen. Es gilt also, die Aufmerksamkeit nach innen zu richten, um sich den Anregungen und Hinweisen des Geistes aus Gott zu öffnen und sie unbestreitbar und wahr als von Gott kommend zu erkennen.

Lieblingsmusik:

Der zweite Satz aus der Symphonie Nr. 8 in h-moll ( "Die Unvollendete" ) von Franz Schubert ( 1797-1828 ) ist für mich aus der göttlichen Inspiration heraus entstanden: Im Zustand himmlischer Sphärenmusik fällt plötzlich - wie aus heiterem Himmel - stakkatoartig das Feuer des Geistes herab.

Um besser zu verstehen, wie hier die göttliche Vorhersehung wirkt, sollte man noch wissen, dass die "Die Unvollendete" 1823 ein Privatgeschenk Schuberts an Anselm Hüttenbrenner ( 1794-1868 ) ist, einem engen Vertrauten von Jakob Lorber ( 1800-1864 ) und der Neuoffenbarung, in welcher sogar Anselm Hüttenbrenner für das fleißige Niederschreiben der Neuoffenbarung den Namen "Wortemsig" ( Himmelsgaben, Bd. 1, Kundgabe v. 18.01.1841, V. 1 ) erhält.

Ich selbst bin fest davon überzeugt, dass dieser zweite Satz aus der Symphonie Nr. 8 die Welt in eine religiöse Erneuerung führen wird, denn dieser befreit und "beflügelt" die Seele - wie auch die Musik die Aufgabe hat, den Menschen innerlich neu zu gestalten, "das Herz zu sänftigen und zu veredeln, um aus einen rauhen Menschen in der rechten Liebe einen gemütvollen zu erziehen" ( Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum, Bd. 1, Kap. 58, V. 5 ) ... Beim Hören solcher Musik ist es dann, als ob man für einen Augenblick das Bewusstsein für Raum und Zeit verliert und gleichzeitig die Sprache des Evangeliums der Liebe vernimmt.

Durch diesen zweiten Satz aus der Symphonie Nr. 8 wird meines Erachtens das "Unhörbare" eines stillen Gebetes hörbar. Er ist anmutig und ein Ausdruck der Vollkommenheit, die sich wohltuend in der Welt auswirkt - wobei aber der vollkommenste Ausdruck einer harmonischen Empfindung das mystische Erlebnis der Vereinigung mit Gott selbst ist. Denn die wahre Kunst ist ja die Sehnsucht zu Gott, die man über das Gefühl wahrnimmt - wie es die blinde und taubstumme Helen Keller ( 1880-1968 ) in folgendem Zitat treffend ausdrückt: "Die besten und schönsten Dinge auf dieser Welt kann man weder sehen noch hören. Man muss sie mit dem Herzen wahrnehmen."

Laut der Neuoffenbarung ist "die Musik ... ein durch Tonmittel ... verkörpertes Darstellen des inneren harmonischen Gefühles". ( Die Geistige Sonne, Bd. 2, Kap. 5, V. 16 ) Die Wahrheit kommt hier demnach mit wenigen Worten - allein über das Gefühl - aus: So regt zum Beispiel ein "Himmelskonzert" zum seligen Austausch der Gefühle an, wo "ein seliger Bruder ( Konzertbesucher ) die Seligkeit seines Bruders ( Komponist ) aufnimmt und dieselbe mit der Seligkeit der anderen ( Konzertbesucher ) harmonisch verbindet." ( Die Geistige Sonne, Bd. 2, Kap. 5, V. 21 ) Verglichen wird dies dann mit dem himmlischen Zustand: "Bei solchen Gelegenheiten, wo der Herr einzieht, wird das selige Gefühl auf das Höchste getrieben, und diese höchste Stufe des allerseligsten Gefühles spricht sich wie die allerherrlichste Musik aus." ( Die Geistige Sonne, Bd. 2, Kap. 5, V. 23 )

Musik ist somit die innerste Sprache der Himmel, der seligsten Reinen. In der Neuoffenbarung heißt es: "Aber horch, horch - ich höre ja wie ferne Harmonien. Ich höre Gesang, wunderherrlichsten Gesang! Das tönt wie Orgeltöne und wie Stimmen reinster Sängerkehlen! Ach, das ist wunderherrlich, das ist rein himmlisch! O du reinste Musik, du göttliche Musik, du erfreust nicht nur auf Erden das Gemüt der Seele, - auch im Himmel bist du eine große Labung der seligsten Geister! Stets kräftige Akkorde wechseln in erhabenen Tönen! Ach, das ist übermajestätisch! Dieser kräftige Bass, dieser wohlklingende Diskant und nur diese reinste Stimmung! O Herr, diese Musik ist herrlicher noch als alle sonstigen Herrlichkeiten dieser Himmelswelt! Ja , ja, diese Musik belebt mich ganz durch und durch." ( Bischof Martin, Kap. 170, V. 14-15 ) Und an anderer Stelle heißt es: "O Gott! Ist das doch eine ergreifende Musik, dass man dabei ganz zerfließen könnte! Jeder Ton dringt entzückend zum Herzen." ( Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum, Bd. 2, Kap. 291, V. 14 )

Lieblings-Musikinstrument:

Violine.

Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 61 von Ludwig van Beethoven
RTVE Symphonie Orchester unter der Leitung von Walter Weller
Violine: Arabella Steinbacher

Lieblingsquelle:

Die Andritzursprung- oder Jakob-Lorber-Quelle

Fernab vom Lärm der Welt liegt umgeben von Die Andritzursprung- oder Jakob-Lorber-QuelleFelsen und alten Bäumen malerisch versteckt in einer kleinen Talbucht der Quellsee der Andritz bei Graz ( Österreich ). Im Gegensatz zu den meisten Quellen sprudelt hier das Wasser nicht aus einer Öffnung kommend, sondern die Quelle bildet einen kleinen Teich, der den eigentlichen Quellaustritt am Grunde schwerlich erkennen lässt.

Das, was dem Teich hier aus der Quelle zufließt, das gibt der Teich sofort wieder weiter in den hier beginnenden Fluss der Andritz ... und somit in die weite Welt. Die Quelle wird damit bildlich vergleichbar den guten Werken, die mit Liebe und aufrichtigem Gedanken im Geiste Gottes getan werden: Durch sie nimmt die Liebe Gottes in der weiten Welt zu.

In der Neuoffenbarung durch Jakob Lorber heißt es hierzu: Was der Mensch unternimmt, das soll er stets mit einem lieberfüllten Herzen unternehmen. Niemandem soll er je etwas Böses tun wollen, sondern allzeit nur Gutes, besonders in geistiger Hinsicht. Ist so sein Sinn beschaffen, dann wird der Herr seine Handlung segnen und ihm selber Gleiches mit Gleichem lohnen. ( Die Geistige Sonne, Bd. 2, Kap. 84, V. 10-11 )

Humor:

Humor ist, wenn man trotz der Schnelllebigkeit unserer Zeit, noch verweilen und sich innerlich am Leben erfreuen kann.

Besondere Vorlieben:

Privat interessiere ich mich für alle theologischen und das Menschsein betreffenden Fragen. Dazu verfasse ich dann gerne Briefe, die Sie auch auf dieser Webseite lesen können. Inhalt und Ziel dieser Briefe ist eine an das frühe Christentum ausgerichtete Geisteshaltung und ein vom Geist der Bibel inspiriertes Gemeinwesen. Die große Herausforderung beim Schreiben dieser Briefe besteht vor allem darin, einen Text zu Papier zu bringen, der diese Ziele widerspiegelt, sich über mehrere Zeilen entfaltet - und zu einem lebendigen Organismus entwickelt.

Damit dieser Text lebendig wird, muss er für mich quasi "organisch" entstehen. Von daher gleicht mein Vorgehen beim Erstellen dieser Briefe dem der Schmetterlinge, die Nektar aus vielen Blüten saugen, und gleichzeitig damit Blütenstaub zur Vermehrung weitertragen: Ich lese - neben der Bibel und den Schriften der Neuoffenbarung - so viel als möglich die Bücher der Kirchenväter - nicht um längst vergangene Zeiten zu kopieren, sondern um dadurch Neues zu schöpfen und um das gehortete Wissen der Bibliotheken öffentlich zu machen. Denn durch das Erinnern an Erkenntnissen, die bereits seit Generationen in den Seelen der Menschen wohnen, entsteht auch das Wiedererwecken von Lebenserfahrungen: So muss alles Verschüttete wieder freigelegt, alles Schlummernde wieder erweckt werden. In der Neuoffenbarung heißt es hierzu: "Daher gehet der Weise in die alte Rumpelkammer und findet da oft große Schätze vom Staube der Zeremonie bedeckt. Den Staub wischt er weg und legt das reine Gold in seine Schatzkammer. Desgleichen tuet auch ihr." ( Himmelgaben, Bd. 1, S. 99, V. 15 ) Und der Dichter Johann Wolfgang von Goethe ( 1749 - 1832 ) schreibt in seinem Werk "Wilhelm Meisters Wanderjahre oder die Entsagenden": "Alles Gescheite ist schon gedacht worden, man muss nur versuchen, es noch einmal zu denken." So gesehen muss Rückbesinnung nicht Rückschritt bedeuten, sondern kann auch als eine Möglichkeit gesehen werden, das geistliche Erbe an andere weiterzureichen. Man denke hierbei nur an den Ausspruch Jesu ( Matthäus 13, 52 ): "Ein jeglicher Schriftgelehrter, der ein Jünger im Himmelreich geworden ist, gleicht einem Hausvater, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt."

Benediktiner Bibliothek in Admont Steiermark, Österreich

Besonders interessant ist für mich beim Schreiben dieser Briefe vor allem der Entwicklungsprozess und das Ergebnis: Denn ich spüre beim Formulieren eine geistige Führung, die mich das niederschreiben lässt, was Er will. Dieser Vorgang ist vergleichbar mit dem Malen, bei dem das Bild unbewusst schon im Innern des Malers da ist, ehe er es aus sich heraus auf die Leinwand bannt. Das heißt: Man selbst ist eigentlich nicht der "Macher", sondern derjenige, der niederschreibt, was die Stimme des Geistes einem eingibt beziehungsweise der Geber aller guten Gaben einem zuspielt. In diesem Fall ist man nicht selbst der aktive Teil, sondern Gott ist derjenige, der an einem handelt. Dieses Phänomen formulierte der griechische Philosoph Sokrates ( 469-399 v. Chr. ), der sich selbst führen ließ von seiner Stimme der Stille, seinem Daimonion ( das ist die "intuitive Weisheit der Natur" ), folgendermaßen: "Die Seele umschließt in sich alles, und wer seine Seele kennt, kennt alle Dinge, wer aber unwissend um seine Seele ist, ist unwissend um alle Dinge." Und ähnlich schrieb der russische Dichter Fjodor M. Dostojewski ( 1821-1881 ) hierzu: "Man kann vieles unbewusst wissen, indem man es nur fühlt, aber nicht weiß."

Bezogen auf das Malen wäre dann dieser Vorgang vergleichbar mit dem wahllosen Setzen von Farbklecksen auf eine Leinwand: Erst im Nachgang erkennt man in den entstandenen Figuren einen Ausdruck der inneren Führung. Das heißt: Das einem unsichtbare Reich Gottes - das Gefühl der unwiderstehlichen, inneren Führung - ist hier die Quelle der Niederschrift. Alles wird so zu einem von Gottes Geist gelenkten Vorgang: Durch Seine liebende Erbarmung entsteht das niedergeschriebene Wort und nicht durch einen sich aus sich selbst entwickelndem Vorgang des Zufalls und der Notwendigkeit. Denn diese Niederschrift als fortdauernde Schöpfung entgleitet niemals den Händen des Schöpfergottes.

Wichtig ist bei diesem Vorgang auch, dass man seine Gedanken auf einen Punkt konzentriert und alle Nebengedanken von sich fernhält. Denn so verlieren die Nebengedanken allmählich an Bedeutung und es eröffnet sich einem immer neues zum Hauptgedanken beziehungsweise zur Vervollkommnung desselben. Das heißt: Man hält sich an einem Gedanken fest und lässt nur diesen von Gott spinnen und weben. Auf diese Weise erlebt man, dass eine höhere Hand einem zum Ziel führt. Das heißt: Man arbeitet sich Schritt für Schritt voran ... und irgendwie weiß man, welches die richtige Richtung ist. Denn man folgt der inneren Eingebung von oben.

Der Kirchenvater Aurelius Augustinus ( 354-430 ) spricht in diesem Zusammenhang vom "inneren Wort": "Ich will hören, was Gott der Herr in mir redet, spricht der Prophet. Gott redete inwendig in ihm, und die Welt machte ihm auswendig ein Geräusch; so zog er sich ab vom Geräusch der Welt und kehrte sich zu sich selbst und von sich an den, dessen Stimme er inwendig hörte. Ferner spricht er: Gehe nur in dich selbst, denn du kannst Gott nirgends besser finden als in dir selbst. Gehst du in dich selbst, so gehst du in Gott, denn Gott ist in dir. O du edle Seele! O du edle Kreatur! Was bemühst du dich doch, außer dir zu suchen Den, Der wahrhaftig ganz bloß in dir ist."

In der Stille ist allein Gottes Gnade ausschlaggebend ... und nicht menschliches Bemühen ... und genau das ist der Moment, den ich beim Schreiben immer wieder aufs Neue aufsuche: Das "Loslassen" und das Gefühl, dass man ab diesem Zeitpunkt getragen beziehungsweise geführt wird: Es wirkt fortan eine innere Stimme, die nicht nachlässt, bis Sein Wunsch der Niederschrift erfüllt ist. Das heißt: Durch diese Inspiration wird man in sich des Göttlichen bewusst: Man fühlt sich wie von etwas Größerem ergriffen, wie ein Schreibstift in Gottes Hand, der einen mit vorwärtsdrängender Energie alles das niederschreiben lässt, was geschrieben werden muss ... und so geht während des Schreibprozesses das Werk Seine Eigenen ( himmlisch-schönen ) Wege.

Die Inspiration kommt meist morgens im Bett, wenn der Verstand noch im Halbschlaf ist und die Gedanken aus der Tiefe ungefiltert aufsteigen können. Am Anfang steht das Gefühl ... und erst danach kommen die Worte. Auf diese Weise ist der geschriebene Text in erster Linie eine Botschaft an die Seele ... und nicht an den Verstand. Das heißt: Das Gefühl wird hier umgewandelt in Worte, die von einer inneren Erfahrung berichten. Es ist wie beim Beten aus dem Herzen: Man murmelt - zum Teil ohne sinnvolle Worte - vor sich hin und drückt sich nur mit der eigenen Stimme, aber sozusagen ohne Gehirn aus: Indem man frei aus sich heraus - ohne vorformulierte Worte - betet, spürt man die Verbundenheit mit der geistigen Welt. Man erkennt: Dieses Gebet bewirkt man nicht selber, sondern allein der Geist Gottes ( Römer 8, 26 ).

Am Ende des Schreibprozesses werden die zu Papier gebrachten Gedanken noch einmal überarbeitet. Das heißt, dass ich nach einem gewissen zeitlichen Abstand unterscheide, was wichtig und was verzichtbar ist: Ich lese und verbessere. Es gibt keine gute erste Fassung. Ich überarbeite den Text so lange, bis ich ihn fast auswendig kenne und genau weiß, an welcher Stelle ich welchen Hinweis eingearbeitet habe. Ein ähnlicher Vorgang vollzieht sich auch bei den Bewohnern der Sonne. In der Neuoffenbarung heißt es hierzu: "Fürs geistige Bedürfnis gibt es dort eine Art Bilderbücher, durch welche Bilder die Menschen alle gemachten Erfahrungen und Anschauungen aufzeichnen. – Wenn ein Mensch eine gewisse Anzahl solcher Bücher von Erfahrungen und Anschauungen gesammelt hat, so übergibt er sie einem Kollegium, unter welchem er allenfalls steht. Dort werden alle diese Erfahrungen und Anschauungen fein durchgeprüft; das Brauchbare wird dann in ein allgemeines Protokollbuch eingetragen, das Unbrauchbare und Kleinliche aber gewöhnlich durchgestrichen. Sodann bekommt der Überbringer seine Bücher wieder gewisserart korrigiert zurück und schreibt oder zeichnet sich das Gebilligte in ein neues Buch, welches dann ein Hauptbuch eines Hauses ist." ( Die natürliche Sonne, Kap. 27, V. 15-16 )

Auf dieses Weise kommt also bei diesem Schreibprozess der Verstand zum Einsatz. Das heißt: An dieser Stelle bin ich am Sondieren und Prüfen, ob das von mir Geschriebene auch wirklich mit der Kernbotschaft dieser Web-Seite übereinstimmt. Es stellt sich hierbei die Frage: Was ist von Gott und was entstammt dem eigenen "Ich". In der Neuoffenbarung heißt es hierzu: "Wer eine Offenbarung als wahr annimmt und danach handelt, der kommt dann auch bald zu stets hellerem Erkennen und zum wahren, selbständigen, freien Leben. Wer aber das nicht tut, sondern sich allein auf seine Vernunft und an seine Erfahrungen hält und danach handelt, der begeht darum keine Sünde; aber er bleibt dennoch zurück und wird um sehr vieles länger zu tun haben, bis er zur reinen Erkenntnis Gottes und zur Vollendung seines inneren, wahren Lebens gelangen wird. Wer aber die volle Wahrheit einer Offenbarung annimmt und sie mit seinem Verstande klar einsieht, aber eigenwillig dagegen handelt, der sündigt und verdirbt dadurch sein Leben auch jenseits auf eine für euch oft undenkbar lange Zeitenfolge; denn der ist allen inneren Lichtes bar, da er weder seiner absoluten Vernunft, noch der wohlverstandenen Offenbarung willig Folge geleistet hat." ( Das große Evangelium Johannes, Bd. 6, Kap. 204, V. 10-11 )

Die Taufe ChristiFür den Schreibprozess gilt demnach, mutig das Risiko zu wagen, einen Schritt weiterzugehen als die meisten Menschen, indem man sich zurückzieht und ganz und gar Gott hingibt ... um dadurch Außergewöhnliches in der Welt hervorzubringen.

Derjenige jedoch, der nur "oberflächlich" lebt, bleibt fern von dieser geistigen Erfahrung: Wer nur im Vordergründigen lebt, wer im Getöse des Alltags aufgeht, sich gleichsam im Strom des Gewöhnlichen und Üblichen treiben lässt, vollauf beschäftigt mit den Dingen dieser empirischen Welt, dem kann sich die Tiefendimension der Wirklichkeit nicht erschließen. Darum lebte uns Jesus Christus, als Er auf Erden wandelte, auch ein "spirituelles Leben" vor, zu dem unter anderem das Gebet der Stille gehört.

Bernhard von Clairvaux ( 1090-1153 ) schreibt hierzu: "Es braucht sich keiner zu bemühen, dass er diese innere Stimme vernehme. Es kostet eher Mühe, die Ohren zu verstopfen, um nicht zu hören. Die Stimme bietet sich von selbst dar, drängt sich auf und pocht ohne Unterlass an des Herzens Tür. Auch jetzt ist sie uns nahe und spricht zu uns; aber vielleicht ist niemand da, der sie hört. Auch jetzt ruft sie: Kehret heim zu eurem Herzen! Es ist nicht nur eine Stimme voll Macht, sondern auch ein Lichtstrahl, der die dunklen Winkel erhellt. Es ist kein Unterschied zwischen dieser inneren Stimme und dem inneren Licht, denn ein und dasselbe ist der Sohn Gottes, das Wort des Vaters, der Abglanz der Herrlichkeit."

 


Nachtrag:

 

Sprachübersetzung