Gebetsforum

 


Gebet des Herrn

"Viel vermag das inständige Gebet eines Gerechten." ( Jakobus 5, 16 )


In Jesu Leben stand das Gebet an erster Stelle, vor allen anderen Dingen wie z.B. das soziale Leben. Das Gebet war die wichtigste Verbindung zwischen Jesus und Seinem Vater. Dasselbe gilt auch für uns. Von daher soll mit diesem Gebetsforum ein Raum geschaffen werden für alle, die sich mit anderen über das "Gebet" austauschen möchten. Sie sind hiermit herzlich eingeladen, sich mit eigenen Beiträgen in dem Forum zu beteiligen ... denn für alle ernst und aufrichtig gemeinten Beiträge findet sich hier ein Platz.

Worum geht es in diesem Gebetsforum?

Gethsemane (Carl Bloch)Jesus selbst sagt ( Matthäus 15, 17-20 ): "Merkt ihr nicht, dass alles, was zum Mund hineingeht, das geht in den Bauch und wird danach in die Grube ausgeleert? Was aber aus dem Mund herauskommt, das kommt aus dem Herzen, und das macht den Menschen unrein. Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsches Zeugnis, Lästerung. Das sind die Dinge, die den Menschen unrein machen. Aber mit ungewaschenen Händen essen macht den Menschen nicht unrein." Jesus spielt hier die Bedeutung ordentlicher Ernährung und Hygiene nicht herunter. Er sagt aber, dass eine richtige Grundeinstellung und ein reiner Geist noch wichtiger für eine gute Gesundheit sind.

"Es gibt keinen guten Baum, der schlechte Früchte hervorbringt, noch einen schlechten Baum, der gute Früchte hervorbringt. Ein guter Mensch bringt Gutes hervor, weil in seinem Herzen Gutes ist; und ein böser Mensch bringt Böses hervor, weil in seinem Herzen Böses ist."
( Lukas 6, 43-45 )

Für den Betenden heißt dies, dass Gott in die Gedanken und damit auch in das Handeln einfließen will. Was Gott dafür benötigt, ist, dass man sich Zeit für Ihn nimmt und Ihm zuhört: Wenn der Mensch still daliegt und lauscht, kann er Gott reden hören ... diese kaum vernehmbare, ruhige Stimme im verborgenen Dunkel. Gott sagt ( Psalm 32, 8 ): "Ich unterweise dich und zeige dir den Weg, den du gehen sollst."

Diese göttliche Unterweisung wird unterschiedlich interpretiert. Der Franziskaner-Mönch Francisco de Osuna ( 1492-1541 ) verwendet hierzu ein Bild des Alten Testaments: "Die Königin von Saba und der König Salomon tauschen in abgeschiedener Stille wunderbare Geschenke wechselseitiger Liebe aus: Gott spricht zum Herzen nicht in Worten, sondern mit Engelsflügelschlag. Solche Zeichen sagen mehr, als alle Worte vermöchten." Beschrieben wird hier ein geistiger Austausch, der sich in aller Stille vollzieht.

Eine solche Zeit der Stille ist wichtig. Denn gerade, wo wir heute ständig gefordert sind, uns den Veränderungen anzupassen ( zum Beispiel: an ein neues Umfeld, an eine neue Person, an eine neue Herausforderung ... ), dürfen wir nicht vor den Veränderungen fliehen. Veränderungen sind ein integraler Bestandteil unseres Lebens ... und an uns liegt es, in diesen Zeiten der Veränderungen Gottes Führung anzunehmen: Wer hier betet, durch den verwandelt sich seine Welt und er wird selbst ein anderer: Er wird erfüllt vom Göttlichen Geist, der Heiligung des Menschen.

Die Gnadenquelle

Ich glaube, dass das Beten eine unserer größten Quellen der Heilung für Körper, Geist und Seele ist. Gebete sind kraftvoll; ich nenne es "Die Gnadenquelle Jesus Christus". Versuchen Sie es! Praktizieren Sie es, denn Gott will eine lebendige und dauerhafte Beziehung mit den Menschen aufbauen: Jesus möchte durch Seinen Geist bei uns und in uns sein ( Johannes 14, 16-17 ).

Gebete besitzen deshalb ein großes Potential, um zu heilen und uns "ganz" zu machen, also nutzen wir es! Denn Gott hat sich nicht von uns entfernt, sondern ist uns nahe. Er gibt hörbare oder sichtbare Zeichen als Beweis Seiner Gegenwart. Deshalb ist es lebenswichtig, eine Beziehung zu Gott zu pflegen und wertzuschätzen.


"Der Herr ist nahe allen, die Ihn anrufen, allen, die Ihn ernstlich anrufen."
( Psalm 145, 18 )


Pater Gereon Goldmann erzählt aus seinem unglaublichen Leben


Eins sollte uns jedoch klar sein: Beten kann den Lauf der Dinge ändern ... und es ist oft so, dass wir durch Beten im Verhältnis zu den Dingen verändert werden, d.h. wenn wir beten, unterliegen wir Veränderungen und handeln zunehmend im Einklang mit dem göttlichen Plan. Paulus schreibt hierzu ( Galater 2, 20 ): "Ich lebe aber; doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir." Das heißt: Das neue Leben wird nicht mehr vom ( alten ) "Ich" bestimmt, sondern von Christus, der in einem "auferstanden" ist.

Das ( neue ) Leben auf dieser Erde erhält seinen Sinn durch den Glauben an Jesus Christus, den Sohn Gottes ... und noch eins sollte uns klar sein: Wenn sich ein Mensch als Ergebnis seines Betens verändert, scheinen sich die ihn umgebenden Dinge ebenfalls zu ändern. Das ist Teil von Gottes geordnetem Plan: Durch das Gebet sind wir selbst stärker im Einklang mit den göttlichen Zielen für unser Leben.

Teresa von Avila ( 1515 – 1582 ) schreibt über die Voraussetzungen zu diesen Veränderungen: "Der springende Punkt dabei ist, dass wir uns dem Herrn rückhaltlos überlassen und Ihm die Hindernisse wegräumen, damit Er schalten und walten kann wie in Seinem Eigentum. Dazu ist Seine Majestät berechtigt. Weil Er aber unseren Willen nicht zwingen will, nimmt Er nur, soviel wir Ihm geben. Doch schenkt Er sich uns nicht ganz, solange wir uns Ihm nicht gänzlich hingeben."

"Der Herr ist ferne von den Gottlosen; aber der Gerechten Gebet erhört Er."
( Sprüche 15, 29 )

Die GnadenquelleDurch das Gebet findet in erster Linie ein enormer Wandel in uns selber statt. Von daher betet man am besten in aller Stille ( geräuschlos ) und in Zurückgezogenheit ( Matthäus 6, 6-7 ). Die Sinne seien dabei innerlich hellwach, um Gottes Willen zu vernehmen. Bei einem dringendem Anliegen sollten sogar unsere Sinne aktiv damit beschäftigt sein, worüber und zu wem wir beten. Es heißt ( Psalm 37, 5-6 ): "Befiehl dem Herrn deinen Weg und hoffe auf Ihn, Er wird es fügen, und wird deine Gerechtigkeit heraufführen wie das Licht und dein Recht wie den Mittag."

Dialogorientiertes Beten ist mehr als Worte um der Worte willen oder Formulierung um der Formulierung willen. Beten ist hier ein tiefes Versunkensein, in welchem man Gottes Anwesenheit und ein Aufgehen seiner selbst in Gott fühlt. Wer hier all seine Bedürfnisse vor Gott offenlegt, sollte sich auch immer darum bemühen, die belastenden Probleme Gott zu übergeben. Denn während eines solchen Gebets sollten die Sinne möglichst frei sein, um hören zu können, was Gott einem als Antwort zurückgibt.

"Wir wissen, dass Gott die Sünder nicht erhört; sondern den, der gottesfürchtig ist und Seinen Willen tut, den erhört Er."
( Johannes 9, 31 )

Wir geben unser Problem in diesem Moment aus unseren Händen und übergeben es an Gott. Die Lösung des Problems wird mit Hilfe von Gottes himmlischen Willen für unser Leben geschehen. Diese Hingabe sollte ohne jeden Vorbehalt erfolgen. Das Problem wird im festen Glauben übergeben, dass Gott es in die Hand nehmen wird. Das heißt, unsere Aufgabe ist es, die Entscheidung Gott anzubefehlen und Ihm dann zu vertrauen. Wenn wir das getan haben, können wir Seinem Handeln erwartungsvoll entgegensehen.

Es heißt ( Psalm 37, 7 ): "Sei stille dem Herrn und warte auf Ihn." Das bedeutet, dass es unverzichtbar ist, in Ruhe zuzuhören und unseren Gedanken zu erlauben, zur Ruhe zu kommen, damit Gott uns Seine Liebe und Seine Weisheit zuteil werden lassen kann. Im Herrn zu ruhen und geduldig auf Ihn zu warten, bedeutet, unsere Sinne für das zu öffnen, was Gott uns zu geben hat. Wenn wir Christ werden, kommt der Geist Gottes und wohnt in uns.

Taufe ChristiDa unsere Sinne während des Betens stark eingebunden sind, sollten wir alles dafür tun, unsere Gedanken zu beeinflussen. Ein hilfreiches Mittel hierzu ist, sich einen ruhigen Ort auszusuchen, weit ab vom Trubel des Alltages, an dem man sich in die Gegenwart Gottes versenken kann und Seine leise, fast nicht wahrnehmbare Stimme, die klar zu uns spricht, zu hören bekommt.

Jesus drückt es so aus ( Matthäus 6, 6 ): "Wenn du aber betest, so gehe in dein Kämmerlein und schließe die Tür zu". Das ist es! Schließe für diesen Moment die Tür für alles und für alle Gedanken, die eindringen und stören können: Das Schließen der Augen zum Beispiel verhindert visuelle Ablenkungen.

Des weiteren gilt: Je länger wir beten, desto einfacher wird das Warten auf Gottes Antwort. Denn in solchen Momenten des stillen Wartens wird in unserem Geist der Wille und das Ziel Gottes für unser Leben eingeprägt. Die Antworten werden kommen. Darauf können wir uns verlassen! Denn wenn wir unsere Gedanken auf Gott konzentrieren, gelingt das Gebet und unser Ziel: Gott ähnlicher zu werden, mit dem wir im Gebet in Verbindung stehen.

"Wir liegen vor Dir mit unserem Gebet und vertrauen nicht auf unsere Gerechtigkeit, sondern auf Deine große Barmherzigkeit."
( Daniel 9, 18 )

Es ist hilfreich, an unseren "stillen Ort" zu gehen, wann immer wir die Möglichkeit dazu haben, weg von dem Trubel und dem Lärm um uns herum. Wir sollten ein Gespräch mit Gott auf einer regelmäßigen Basis suchen und entwickeln. Denn das Leben bietet uns viele Herausforderungen. Manchmal sind wir sogar dazu aufgerufen, Schmerz, Leid, Verlust und Sorgen auszuhalten, die unerträglich erscheinen. Beten gibt uns in diesen Momenten Hoffnung und hält uns aufrecht. Paulus schreibt ( Römer 8, 28 ): "Wir wissen, dass Gott bei denen, die Ihn lieben, alles zum Guten führt, bei denen, die nach Seinem ewigen Plan berufen sind."


 

Es heißt in der Neuoffenbarung durch Jakob Lorber:

"Wenn sich aber der Mensch bis zum Ende seiner Welt hat ziehen lassen und ist somit verharret bis ans Ende, sodann tritt der Herr in ihn, welches da ist die volle
Erlösung, die Geistestaufe mit dem Feuer oder die vollkommene Wiedergeburt, wodurch der Mensch vollends erfüllt wird mit Meinem heiligen Geiste in aller Liebe, Kraft, Macht und Gewalt, darum er dann auch vollkommen Eins wird mit Mir."

( Himmelsgaben, Bd. 3, Kundgabe v. 26.02.1842, V. 8 )

 

Dass heißt, wenn wir in der Stille Raum schaffen für Gottes Geist, dann kann auch Sein Geist in unser Leben eindringen und wirken ... wie auch Jesus betet zum himmlischen Vater ( Johannes 17, 21-23 ): "... damit sie alle eins seien. Wie Du, Vater, in Mir bist und Ich in Dir, so sollen auch sie in Uns sein, damit die Welt glaube, dass Du Mich gesandt hast. Und Ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die Du Mir gegeben hast, damit sie eins seien, wie Wir eins sind, Ich in ihnen und Du in Mir, damit sie vollkommen eins seien und die Welt erkenne, dass Du Mich gesandt hast und sie liebst, wie Du Mich liebst." Das Gebet in der Stille ist der Ausgangspunkt des geistlichen Neuanfangs. Denn in der Stille dürfen wir die Gegenwart Gottes und Seine Berufung durch die Geisttaufe entdecken.

"Rufe zu Mir, dann will Ich dir antworten und dir große und geheimnisvolle Dinge zeigen, von denen du nichts weißt!"
( Jeremia 33, 3 )

Erst mit dieser zusätzlichen, besonderen Erfahrung erfüllt sich das Wort ( Markus 1, 8 ): "Er wird euch mit dem Heiligen Geist taufen." Die Apostel selber beriefen sich einst bei einer ähnlichen Erfahrung darauf ( Apostelgeschichte 11, 16 ): "Da dachte ich an das Wort des Herrn: »Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit dem Heiligen Geist getauft werden.«" Dieses Pfingstereignis ist das heilsgeschichtliche Kommen des Heiligen Geistes in die Welt - die Erlösung, die uns der Annahme als Gotteskind gewiss werden lässt ... die Wiedergeburtserfahrung, die uns zu einem auserwählten Werkzeug Gottes macht und uns zum Dienst unter den Völkern beruft.

Johannes vom Kreuz ( 1542-1591 ) schreibt über diese innige Begegnung Gottes mit Seinem Geschöpf: "Manchmal fließt von der Salbung des Heiligen Geistes, die der Seele zuteil wird, etwas auf den Körper über, und die ganze Sinnenhaftigkeit genießt es ... Und das geschieht nicht so abgeschwächt wie üblich, sondern mit einem Gefühl großer Herrlichkeit und Beseligung, das man bis in die Zehen und Fingerspitzen spürt ... Das Wirken des Heiligen Geistes fühlt die Seele im Innern als Flamme. - Das ist die Sprache, das sind die Worte, die Gott zu den geläuterten Seelen spricht, die alle selbst entflammt werden."


Pfingsten

"Die Gnade des Herrn währt von Ewigkeit zu Ewigkeit über denen, die Ihn fürchten."
( Psalm 103, 17 )

Seit den Anfängen der Kirche waren die Christen der Auffassung, dass auch das gemeinsame Gebet ein wichtiger Weg für die Gläubigen ist. Es stärkt unseren Glauben und erweitert unser Blickfeld für die Bedürfnisse anderer. Wenn wir zusammen zu Gott beten, vereint uns das mehr, als vielleicht jede andere Tätigkeit.

Aus diesem Grund werden auch Beiträge, die andere Meinungen lächerlich machen oder wirklich keinen Bezug zum Thema "Gebet" haben ( z.B.: Werbung ), aus diesem Forum wieder herausgenommen. Denn das Beten ist das verbindende Element, das alles zusammenhält: Es ist das wichtigste Band zwischen den Menschen und Gott ... und es überwindet alle Unterschiede zwischen den Hautfarben, sozialen oder wirtschaftlichen Stellungen. Es ist die vereinende Kraft für ein friedliches Zusammenleben.




Die Mutter Gottes von Guadalupe

Die Jungfrau von Guadalupe

Zünde eine Kerze an ...

 

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