Gebetsbuch (1)

 



 

 

 

 



Mystik ist die Erfahrung der Seele mit Gott. Nicht aufgrund des Verstandes, sondern durch das Gebet der Liebe ... wie Mutter Teresa ( 1910-1997 ) sagt: "Mein Geheimnis ist ganz einfach: Ich bete. Zu Christus beten heißt: Ihn lieben!"

In diesem Gebet der Liebe erfährt der Jünger Jesu über den Geist Gottes die transzendentale Realität: Für den Mystiker ergibt sich demnach seine Berufung und der unmittelbar von Gott stammende Auftrag durch die Kontemplation ... dem Gebet des Schweigens vor Gott.

Diese Form des Gebets und die christliche Mystik sind so alt wie die Kirche selbst. Denn der Apostel Paulus wurde durch eine mystische Begegnung mit dem Auferstandenen zum Christen - und nicht durch menschliche Vermittlung. Er spricht von einer mystischen Erfahrung, wenn er schreibt ( Galater 2, 20 ): "Nun lebe nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir."

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


"Jesu, meine Freude" von Johann Sebastian Bach ( 1685-1750 ),
gesungen vom Vocalconsort Berlin


 

Einleitung:

"Denn Mein Haus wird ein Haus des Gebets für alle Völker genannt."
( Jesaja 56, 7 )

Nach 125.000 Generationen als Sammler und Jäger, 500 Generationen als Ackerbauern, drei Generationen im Industrie- und einer Generation im Computerzeitalter lebt der Mensch nunmehr im "Wissenszeitalter" ... und wenn dieser Geschichtsablauf zutrifft, stellt sich einem doch die Frage: Was ist das für ein Wissen, das in dem so genannten "Wissenszeitalter" das Leben aller Menschen bestimmen soll? Ist es nicht vielmehr ein Wissen, das die Dinge der Welt allein mit Hilfe des Verstandes erklärt. Das heißt: Das Wissen um die Grundlagen des Lebens, das von Gott kommt, ( ... und damit den Glauben ) schließt dieses ( rein naturwissenschaftliche ) Wissen völlig aus. Und warum schließt dieses "Wissenszeitalter" das Wissen um Gott aus? Weil sich Gott ( ... und damit der Glaube ) nicht mit Hilfe des Verstandes erschließen lässt. Das "Wissenszeitalter" würde sich in dieser Frage auf einem Irrweg befinden, denn es handelt sich hier um Wahrheiten, die den Verstand übersteigen.

Die Bibel weist jedoch in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es neben der Verstandes-Welt auch eine spirituelle Welt gibt. Sie weiß von feinsinnigen Erfahrungen des Geistes in den verschiedensten Weisen zu berichten, die man seit alters her unter dem Begriff "Mystik" zusammenfasst: Die Mystik bezeugt unter anderem eine Erfahrung des Geistes, in der der Begnadete in einem plötzlichen Durchbruchserlebnis die Vereinigung mit Gott im Heiligen Geist innewird. Diese so genannte Geisttaufe, der Durchbruch senkrecht "von oben her" ( Johannes 3, 3 ), wird in einer tiefen Versenkung, dem Gebet, vor Gott erfahren.

Das Gebet ist eines der wichtigsten und am häufigsten vorkommenden Themen in der Bibel. Nach dem Apostel Paulus haben wir es unablässig und beharrlich zu praktizieren. Es soll nicht Beschäftigung zu einer festgesetzten Zeit sein, sondern der ständige Zustand des Geistes. Dabei kommt es nicht so sehr auf die Worte, sondern auf die innere Verfassung an. Die Worte sind nur ein Mittel, nicht aber die Hauptsache. Ziel ist es, den Intellekt mit dem Herzen zu vereinen, dann hört das Umherschweifen der Gedanken auf und es tritt das geistbewegte Gebet ein, welches ohne das Bemühen des Menschen entsteht - d.h., der Betende bietet sich Gott an und die Gemeinschaft mit Ihm wächst, ohne dass der Betende weiß, wie dies geschieht: Gott kann nunmehr eins mit dem Geist des Menschen werden.

In diesem Sinne finden Sie auf dieser Webseite Gebete und Zitate, die sich mit der Liebe zu Gott und daraus zum Nächsten beschäftigen. Denn so wie wir beten, so leben wir, und wie unser Leben geführt wird, so sind auch unsere Gebete. Der Apostel Paulus schreibt hierzu: "Alles kann ich in dem, der mich stärkt". D.h.: Alles ist in Seiner Hand - und nachdem wir getan haben, was wir können, legen wir nunmehr alle Last in Seine Hände: Dein Wille geschehe, Dein Reich komme, denn Dein ist die Kraft und die Herrlichkeit. Im Gebet vergessen wir alles und treten ein in die Gnadenquelle Jesus Christus. Betrachten Sie deshalb dieses Gebetsbuch auch als das Ihre und falls Sie diese Gebetssammlung ergänzen wollen, senden Sie mir Ihre Gebete zu. Ich werde prüfen, ob sie zum Gesamtbild dieser Webseite passen und gegebenenfalls einstellen.


 

Zur Einleitung

Gebet des Hl. Franz von Assisi

Herr, mache mich zu einem Werkzeug Deines Friedens,
Dass ich liebe, wo man hasst,
Dass ich verzeihe, wo man beleidigt,
Dass ich verbinde, wo Streit ist,
Dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist,
Dass ich Glauben bringe, wo Zweifel droht,
Dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält,
Dass ich Licht anzünde, wo Finsternis regiert,
Dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.

Herr, lass mich trachten:

Nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste,
Nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe,
Nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe ...


 

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"Der Angelpunkt der Vollkommenheit ist die Liebe. Jeder, der aus der Liebe lebt, lebt in Gott; denn

Gott ist die Liebe !!!

wie der heilige Apostel Johannes sagt."

Pater Pio

 

Zur Einleitung

 

In der Neuoffenbarung heißt es für dieses Gebetsbuch zum Thema Liebe:

"Es wird das Leben beschaffen sein, wie da beschaffen ist die Liebe. Ist die Liebe zeitlich, so wird auch das Leben ein vergängliches sein gleich der Liebe, welche da ist die alleinige Bedingung des Lebens; in solcher Liebe aber ist kein Licht. Ist aber die Liebe für ewig gestaltet, so ist auch das Leben gleich ihr; und sehet, solche ewige Liebe ist erst das lichte Wachwerden des ewigen Geistes, der da selbst nichts als pur Liebe ist."

J.Lorber, Haushaltung Gottes, Bd. 2, Kap. 56

"Die Liebe ist dein wahres Auge, wie sie in Mir das ewig allein wahre Auge ist."

J.Lorber, Geistige Sonne, Bd. 1, Kap. 98

"Wer Gott schauen will, der suche Ihn in der Liebe, Demut, Sanftmut, Geduld und Erbarmung. Wer Ihn auf anderen Wegen sucht, der findet Gott nicht."

J.Lorber, Das große Evangelium Johannes, Bd. 7, Kap. 100

 

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Es gibt nur eine Großmacht auf Erden
das ist
DIE LIEBE

Pflicht ohne Liebe macht verdrießlich
Wahrheit ohne Liebe macht kritiksüchtig
Erziehung ohne Liebe macht widerspruchsvoll
Klugheit ohne Liebe macht gerissen
Verantwortung ohne Liebe macht rücksichtslos
Gerechtigkeit ohne Liebe macht hart
Freundlichkeit ohne Liebe macht heuchlerisch
Ordnung ohne Liebe macht kleinlich
Sachkenntnis ohne Liebe macht rechthaberisch
Macht ohne Liebe macht gewalttätig
Ehre ohne Liebe macht hochmütig
Besitz ohne Liebe macht geizig
Glaube ohne Liebe macht fanatisch

Wehe denen, die in der Liebe geizen!

Wozu lebst du, wenn du nicht lieben kannst?

Laotse

 


 

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Die Liebe ist die Mitte von allem:

Im Menschen wie im Wirken Gottes.
Und von der Mitte her breitet sie sich aus wie eine Flamme.
Wer sich die Liebe ganz zu eigen macht,

der wird in keiner Richtung fehlgehen.
Denn die Liebe ist in der Mitte von allem.
Sie übertreibt und vernachlässigt nichts,
sie weicht nicht aus und verliert nicht.
Sie ist und bleibt der Kern unseres Daseins.
Sie ist die Seele und das Auge.
Sie rundet den Lauf der Welt und verwirklicht das Gute.

 

Hildegard von Bingen

 

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Jeder von uns hat Kontakt zu den Engeln!

Lichtwesen umgeben uns meist unbemerkt, oder begleiten uns durch unsere Träume. Im Gebet und in der Natur können wir aber direkten Kontakt mit ihnen aufnehmen!



Hier ein Überblick über die Aktivitäten der Lichtwesen ( Engel ) in der Heiligen Schrift:

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Engel helfen Abraham ( 1. Mose 18 ), Lot ( 1. Mose 19 ), Jakob ( 1. Mose 28 ), Elias ( 1. Könige 19 ), Daniel ( Daniel 6 ) und dem Apostel Petrus ( Apostelgeschichte 10 ).

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Das Gesetz wird von Engeln übermittelt ( Hebräer 2 ).

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Die Engel erscheinen der Mutter des Samson ( Richter 13 ), dem Sacharja ( Sacharja 2 ), dem David ( 2. Samuel 24 ), dem Zimmermann Joseph ( Matthäus 1 ), der Jungfrau Maria ( Lukas 1 ), den Hirten ( Lukas 2 ), Jesus Christus im Garten von Gethsemane ( Lukas 22 ), den Jüngern nach der Auferstehung ( Matthäus 28 ), den Jüngern nach der Himmelfahrt ( Apostelgeschichte 1 ) und dem Evangelisten Paulus ( Apostelgeschichte 27 ).

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Engel offenbaren dem Evangelisten Johannes die Offenbarung.


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