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Caravaggio: "Die Inspiration des Hl. Matthäus" ( 1602 )

Vor circa zweitausend Jahren lebte in einem kleinen Winkel des römischen Reiches ein Mann mit dem Namen Jesus: Nazareth, ein kleines Dorf oben auf dem Bergrücken von Galiläa, war Seine Heimat. Dort lebte und arbeitete Er, bis Er eines Tages aufbrach. Seit diesem Tag hat sich die Welt verändert.

Obwohl Jesus selbst kein Buch geschrieben hat und kaum über den Umkreis von wenigen hundert Kilometern hinaus gekommen ist, ist Sein Einfluss auf der ganzen Welt spürbar: Über keinen anderen Menschen sind mehr Bücher geschrieben worden. In über tausend Sprachen können Menschen gegenwärtig die Geschichte von Jesus lesen ... und viele Menschen leben ganz bewusst als Nachfolger von Jesus. Denn wichtig ist: Jesus selbst kennen zu lernen ... und dass man anfängt, mit Ihm zu leben. Denn Er ist geistig anwesend, an jedem Ort und zu jedem Zeitpunkt des eigenen Lebens.

Durch diese geistige Verbindung kann der Mensch an der "göttlichen" Entwicklung in der Welt mitwirken, indem er sich zu einem Produkt der unsichtbaren Interaktion zwischen seinem Bewusstsein und der Gegenwart Gottes macht. Die göttliche Inspiration erschließt sich aber dem Menschen nur durch eine "Sinneswandlung", indem er sich nach oben hin öffnet. Das heißt, der Leib des Menschen muss durchseelt und die Seele durchgeistigt werden ... und in dem Maße wie die Seele zum lebendigen Mittler zwischen Geist und Leib wird, in dem selben Maße wird auch der Leib geistig belebt. Wenn aber die Seele ganz in der stofflichen Bande des Leibes und in den irdischen Sinn des Lebens hineigezogen wird, dann verhärtet sie, und der Geist führt nur noch ein Schattendasein im Intellekt des Menschen.

Zwei Gehirnforscher haben zu dieser Auffassung sehr aufschlussreiche Erkenntnisse geliefert: Es sind der Physiologe Sir John Carew Eccles ( 1903-1997 ) und der Neurochirurg Wilder Penfield ( 1891-1976 ). Der Australier Eccles bekam für seine Forschungen, die erstmals das Funktionieren des Gehirns aufklärten, 1963 den Nobelpreis. Diese beiden Wissenschaftler stellten aufgrund ihrer Forschungsergebnisse fest, dass das menschliche Gehirn wohl einer komplizierten Maschine vergleichbar ist, die sich aber nicht selbst steuert, sondern von einem unsichtbaren Wesen bedient wird. Sir John Eccles nannte es das "Selbst". Es handele sich gewissermaßen um eine unsichtbare Person.

Die beiden Forscher haben somit erkannt, dass das menschliche Gehirn eigentlich gar nicht selbstständig denken kann. Was in Wirklichkeit denkt, ist eben ein Geist als übergeordnete Instanz, der sich dieses Gehirns wie einer Maschine bedient. Im Bild gesprochen: Das menschliche Gehirn ist wie ein Klavier. Entscheidend ist nicht nur das Klavier, sondern welcher Geist darauf spielt.

Weiter gedacht, könnte man sagen: Der Geist hat als Gegenpol des groben Stoffes das Bestreben, die Seele des Menschen zu durchfluten und zu erleuchten, um durch das Mittel der Seele den physischen Leib zu ergreifen und umzugestalten, damit der ganze Mensch bis ins Leibliche hinein zum Werkzeug des Geistes werden kann. Bei Emanuel Swedenborg ( 1688-1772 ) heißt es hierzu: "Es ist bekannt, dass jeder Mensch, wenn er geboren wird, ganz körperlich ist, und dass er vom körperlichen ein innerlich natürlicher und innerlicher, und so ein vernünftiger, und zuletzt ein geistiger wird. Dass er so stufenweise fortschreitet, hat seinen Grund darin, dass das Körperliche wie ein Boden ist, welchem Natürliches und Geistiges in seiner Ordnung eingesät wird; so wird der Mensch mehr und mehr Mensch ... Denn die Menschen sind dazu geschaffen und werden dazu geboren, dass sie geistig werden." ( Eheliche Liebe, Nr. 59 + 48 ) Und an anderer Stelle schreibt Swedenborg: "Verstand und Weisheit sind nichts anderes, als die Aufnahme des Lichtes und der Wärme vom Herrn als Sonne." ( Apocalypsis Explicata, Nr. 998 )

Der Mensch ist demnach nichts anderes als das, was Gott aus seinem Bewusstsein gemacht hat. Demnach freut sich Jesus weniger über ein erfolgreiches Dienen, sondern mehr darüber, dass man richtig mit Ihm verbunden ist: Wer in der richtigen Verbundenheit mit Jesus lebt, dem kann Gott in jeder Lebenslage, in der man sich befindet, und unter allen Menschen, die man Tag für Tag begegnet, Ströme lebendigen Wassers austeilen. Das heißt: Es ist die Arbeit, die Gott durch einen tut, die zählt, nicht das, was man selber für Ihn tut. Gott achtet im Leben eines jeden Menschen einzig und allein auf jene Verbundenheit mit Ihm.

In diesem Sinne schreibt der Schweizer Pfarrerssohn, Psychiater und Begründer der Analytischen Psychologie Carl Gustav Jung ( 1875-1961 ): "Der Zweck menschlichen Lebens ist die Steigerung des Bewusstseins." Das Bewusstsein - die Seele - ist der höchste Besitz eines jeden Menschen ... und das irdische Dasein dient ihm zu einer Vorbereitung auf den Tod und das, was danach beginnt: Das ewige Sein. Schließlich ist diese Seele ist unsterblich ... und in diesem Sinne schreibt C. G. Jung weiter, dass die Seele "nach allem, was wir darüber wissen, eine Seinsform relativ unabhängig von den Schranken von Raum und Zeit darstellt."

Wenn man sich nun die Frage stellt: "Auf welche Weise lässt sich das Bewusstsein des Menschen steigern beziehungsweise der persönliche Horizont erweitern?" kommt man bestimmt zu der Antwort, dass man das Bewusstsein am besten nicht nur auf Familie, Haus und Arbeit beschränkt, sondern neben all diesen Dingen bewusstseinserweiternde Erfahrungen in neuen Dimensionen sucht - zum Beispiel: Indem man Musik, religiöse Bücher und darstellende Kunst in den Interessensbereich mit einbezieht. Dadurch macht man sich frei von den schweren Beschränkungen des irdischen Daseinsmechanismus und lernt die Welt mehr geistig zu erfassen. In der Neuoffenbarung heißt es hierzu: "In aller Weltarbeit, wenn sie zu eifrig betrieben wird, liegt der Tod! Daher ist's besser, zu sein faul für die Welt, aber um so eifriger für den Geist zu sein bei jeder Gelegenheit!" ( Die Jugend Jesu, Kap. 297, V. 12-13 )

Und aus diesem Grund sagte auch der Renaissancepapst Nikolaus V. ( 1397-1455 ), ein großer Förderer der Kunst und der Vatikanischen Bibliothek: "Um feste und unverrückbare Überzeugungen im Kopf der unkultivierten Massen zu schaffen, muss man das Auge ansprechen: Ein Volksglaube, der nur auf einer Lehre gründet, wird nie über einen schwächlichen und schwankenden Zustand hinauskommen." Die Förderung der Wissenschaften und Künste ist somit wichtig für den schwachen Glauben der ungebildeten Mehrheit.

Und ein weiterer Punkt ist beim Bewusstsein des Menschen zu berücksichtigen: Psychologen haben festgestellt, dass der Mensch 20 Minuten nach dem Lernen bereits etwa 40 Prozent des Gelernten vergessen hat. Nach einer Stunde sind nur noch 45 Prozent, nach einem Tag gar nur noch 34 Prozent des Gelernten im Gedächtnis und 66 Prozent vergessen. Sechs Tage nach dem Lernen wiederum schrumpft das Erinnerungsvermögen auf nur noch 23 Prozent; dauerhaft werden nur 15 Prozent des Erlernten gespeichert.

Dieser Vorgang des Vergessens kann durch mehrfaches Wiederholen des Lernstoffes abgemildert werden, wobei jede Wiederholung das Intervall, nach dem eine erneute Wiederholung nötig ist, vergrößert. ( Man sagt hierzu: "Repetitio mater studiorum" - die Wiederholung ist die Mutter der Studien. )

Neben diesem soeben genannten ( wiederholenden ) Vorgang des Erlernens bei jedem Bewusstsein ist noch eine weiteres Phänomen bei den Menschen auffällig: Wenn auf der Erde eine neue große Idee geboren wird, wird sie bekanntlich oft ( wie zum Beispiel zur Zeit der Renaissance ) von mehreren Menschen ungefähr gleichzeitig empfangen. Da stellt sich einem doch die Frage: Wurde diese Idee an verschiedenen Standorten der Erde aus der geistigen Welt - zur Erweiterung des Bewusstseins - der Menschheit gegeben? ... und weiter gefragt: Was wäre, wenn in der geistigen Welt viele Ideen schon vorbereitet sind, die nur auf eine Gelegenheit warten, dass sie dem Gedankenapparat kongenialer Menschen eingegeben und auf Erden veröffentlicht werden?

Die Heilige Schrift sagt hierzu wiederholt, dass Gott Seinen Propheten und Knechten Seine göttliche "Inspiration" ( übersetzt: Einhauchung ) durch den Heiligen Geist erteilt. In diesem Sinne hielt Petrus fest ( 2. Petrus 1, 21 ): "Denn es ist noch nie eine Weissagung aus menschlichem Willen hervorgebracht worden, sondern getrieben von dem Heiligen Geist haben Menschen im Namen Gottes geredet."

Wenn man das Leben Christi intensiv studiert, so erkennt man, dass alles, was Er tat, ein Gleichnis ist, dass den Menschen verständlich machen will: So findet jeder einzelne zu Gott zurück, dessen Herrschaft auf Gnade ( Versöhnung ) und Gerechtigkeit ( Gehorsam, Gesetz ) beruht. Wer zu Gott kommen will, muss durch den Geist begnadigt worden sein und Ihm gehorchen, wie auch Lukas festhält, dass Jesus Sein Predigeramt "in der Kraft des Geistes" aufnahm ( Lukas 4, 14 ).

Von daher gilt: Wer an das Wirken des Heiligen Geistes glaubt, erhält von Ihm eine besondere geistliche Führung und Stärkung; wer dagegen nicht an Ihn glaubt, wird nie erfahren, dass es eine göttliche Erleuchtung und Führung gibt. In diesem Sinn macht es auch keinen Sinn, die religiöse Dimension des Menschen zu pathologisieren. Man sollte vielmehr zur Kenntnis nehmen, was Umfragen belegen, dass nämlich 90 Prozent der Deutschen und 99 Prozent der Menschen in den USA an eine überweltliche Realität glauben und selbst 78 Prozent der Psychotherapeuten eine spirituelle Orientierung haben. Vor diesem Hintergrund kann sich meines Erachtens keiner mehr den Luxus leisten, Spiritualität als eine wichtige Erfahrungsdimension des Menschen zu ignorieren.

Der Mensch steht demnach in Beziehung zu einer transzendentalen Wirklichkeit, die man in der religiösen Sprache als Gott bezeichnet ... und wer an Gott glaubt, sieht das ganze Leben letztlich als eine Bewährung für das ewige Leben bei Gott an. Wer hingegen nicht an ein ewiges Leben glaubt, der hat oft den Eindruck, dass er alles aus diesem kurzen irdischen Leben herausholen muss ... und dennoch gilt für beide - dem Gläubigen und dem Ungläubigen: Jede irdische Handlung ist der Ausdruck eines inneren Vorganges. So ist der Wille ( unter normalen Voraussetzungen gilt die freie Entscheidung des Einzelnen ) der Vater der irdisch sichtbaren Betätigung ... und wenn dieser Wille - aus Sicht des Gläubigen - von Gott angeregt ( beziehungsweise inspiriert ) ist, so ist der Mensch erfüllt von der Reinheit zum Guten. Aus dieser positiven ( göttlichen ) Kraft heraus agiert der wohltätige Mensch, der nur liebend Frieden stiftet und den geistigen Aufstieg anderer fördert ... und in diesem Sinne schreibt auch der Kirchenvater Irenäus von Lyon ( 135 - 202 ) über das Verhältnis von Vater und Sohn bei Jesus Christus: "Der Vater ist das Unsichtbare des Sohnes, und der Sohn das Sichtbare des Vaters."

Aus diesem Grund betete dann auch Jesus ( Lukas 22, 42 ): "Nicht Mein, sondern Dein Wille geschehe!" Das heißt, Jesus machte Gott zum Vater Seiner Handlungen und ist somit die sichtbare Gestalt des unsichtbaren Vaters: Er ist "das Bild Gottes" ( 2. Korinther 4, 4 ) beziehungsweise: "Bild des unsichtbaren Gottes" ( Kolosser 1, 15 ). Es heißt: "In Ihm ( Christus ) wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig." ( Kolosser 2, 9 ) ... Und für die Menschen gilt demnach ( Römer 8, 14 ): "Die aber Gottes Geist leitet, die sind Gottes Kinder."

Aufgrund dieser Zusammenhänge schreibt Emanuel Swedenborg: "Der Vater ist das Urgöttliche, der Sohn das Göttlich-Menschliche und der Heilige Geist das hervorgehende Göttliche." Und in der Neuoffenbarung durch Jakob Lorber ( 1800-1864 ) heißt es hierzu: "Ich bin der alleinige, ewige Gott in Meiner dreieinigen Natur als Vater Meinem Göttlichen nach, als Sohn Meinem vollkommen Menschlichen nach und als Geist allem Leben, Wirken und Erkennen nach." ( Die Haushaltung Gottes, Bd. 1, Kap. 2, V. 10 ) Hieraus ergibt sich folgendes Menschenbild der Neuoffenbarung, bei dem die äußere Welt nur ein Spiegelbild der inneren ist. Das heißt: Alle geistig-seelischen Vorgänge sind Ursache und finden sodann in der Materiewelt ihre entsprechende Wirkung. ( Vor diesem Hintergrund ist übrigens auch der dreiteilige Tempel in Jerusalem - zur Zeit Jesu Christi - mit Vorhalle, Heiligem und Allerheiligstem zu verstehen. )

Hierzu heißt es in einer Kundgabe über Gottfried Mayerhofer ( 1807-1877 ): "So ward die große Dreieinigkeit gegründet, welche im Materiell-Sichtbaren stets durch ebenfalls drei Dinge sich ausdrückt, als Länge, Breite, Tiefe - oder Form, Gehalt und Dichtigkeit, oder wie bei dem Menschen Geist, Seele und Leid, und in jedem geschaffenen Ding ein Äußeres, Inneres und Innerstes." ( Schöpfungsgeheimnisse, "Das Evangelium der Natur" ) Und in der Neuoffenbarung durch Jakob Lorber heißt es: "Du bist ein geschaffener Mensch; als solcher bestehst du aus einem Leibe und aus einer lebendigen Seele, in welcher da wohnt der Geist der Liebe." ( Die Haushaltung Gottes, Bd. 2, Kap. 250, V. 10 ) Nach der Neuoffenbarung gibt es somit neben dem Leib die Seele, den Geist und den göttlichen Funken ( nach Emanuel Swedenborg den göttlichen Einfluss ) im Herzen des Menschen.

Johannes Tauler, ein Mystiker des 14. Jahrhunderts, beschreibt den Menschen hinsichtlich seiner seelischen Eigenschaften ebenso als dreigliedrig. Er teilt ihn zwischen dem äußeren, dem inneren und dem obersten inneren Menschen auf, wobei der Letztere den unsterblichen Kern seiner Persönlichkeit bildet. Dieser oberste innere Mensch ist auch mit dem innersten Grund verbunden, in dem ihn die fremden Gedankenimpulse direkt erreichen und von dort aus an sein äußeres Bewusstsein weitergeleitet werden.

Nach der Anthropologie des griechischen Philosophen Platon ( 427-347 v. Chr. ) besteht der Mensch ebenfalls aus Körper, Seele und Geist ... und auch Paulus kennt diese Dreiteilung des Menschenwesens. So schreibt er zum Beispiel in 1. Thessalonicher 5, 23: "Der Friede des Herrn heilige euch ganz, dass euch Geist Seele und Leib erhalten bleibe ohne Fehl bis zur Ankunft unseres Herrn." ( Man vergleiche auch: Römer 8, 16 und Epheser 4, 23. ) Im Epheserbrief Kapitel 1 spricht Paulus auch von der göttlichen Dreieinheit: Gott der Vater ( Vers 3 ), Gott der Sohn ( Vers 7 ) und Gott der Geist ( Vers 13 ).

Sehr Anschaulich beschreibt auch der deutsche Schriftsteller Karl May ( 1842-1912 ) den Aufbau des Menschen und dessen Lebenssinn mit dem folgenden Droschkengleichnis ( Gesammelte Werke, Bd. 34, "Ich" - Karl Mays Leben und Werk ): "Der Mensch gleicht einer Droschke, der Wagen an sich kann alt oder jung, schön oder hässlich, praktisch oder unpraktisch, dauerhaft oder wackelig sein: Das ist der Leib. Das Pferd kann gut oder schlecht, stark oder schwach, gefügig oder störrisch, gesund oder krank, von edler oder von gemeiner Abstammung sein: Es stellt das Triebleben dar, die sich von der Seele unterscheidet. Das Triebleben ist das Tier im Menschen, das uns, wenn es unedel ist, so viel zu schaffen macht. Der Leib an sich, der Wagen, ist tot und bewegungslos, bis das Pferd vorgespannt wird.

Nun könnte er sich zwar bewegen, aber er darf nicht, sondern er bleibt angebunden, weil das Pferd, der Urtrieb, ziel- und planlos fahren würde. Da kommt der Kutscher; dieser kann geschickt oder ungeschickt, treu oder untreu, fleißig oder faul, kräftig oder schwächlich, ehrlich oder unehrlich sein: Das ist die Seele. Steigt er auf den Bock, so kann die Fahrt zwar beginnen, aber sie ist nutzlos, sie bringt nichts ein, sie hätte höchstens den Zweck, Wagen, Pferd und Kutscher, also Leib, Triebleben und Seele in Übung zu erhalten.

Da aber kommt ein Fahrgast, der steigt ein und sagt zum Kutscher: "Ich muss nach der Marienstraße 24, aber schnell!" Da nimmt die Seele die Zügel in die Hand und fort eilt der Leib nach dem angegebenen Ziele. Der Fahrgast kann schwer oder leicht, anspruchsvoll oder bescheiden, friedlich oder zänkisch, freigebig oder knickerig sein: Das ist der Geist! Nur wenn der Geist sich mit der Seele eint, wird der Zweck des Ganzen erreicht, bald mehr, bald weniger. Wie der Kutscher sich durch seine Fahrgäste bereichert, so dass er allmählich zur Selbständigkeit gelangt und dann selbst Fahrgast wird, so adelt und bereichert der Geist die Seele, bis sie selbst Geist wird."

Interessant ist hier auch die Dreiteilung des Menschen bei der Anthroposophie, die von Rudolf Steiner ( 1861-1925 ) begründet wurde: Der physische Leib lenkt hier das Wollen und die unbewussten Antriebe. Er ist sichtbar, nicht sichtbar aber sind der Ätherleib, der Astralleib und der Geist. Der Ätherleib umgibt und durchdringt den physischen Leib und ermöglicht das Fühlen. Er wird auch Pflanzenleib genannt, weil er für das vegetative Leben zuständig ist. Der Astralleib ist die Seele. Er bringt das Denken und das Bewusstsein hervor. Der Geist, das Ich, die eigentliche Mitte des Menschen, bewirkt endlich das harmonische Zueinander der einzelnen Wesensglieder. Demnach ist das Ich mit drei Leibern verbunden, wenngleich es als der göttliche Teil im Menschen unabhängig ist von der Leibesorganisation des Menschen. Dieses Konstrukt macht es verständlich, dass die Anthroposophie dem Eindringen in die Tiefen des eigenen Selbst eine solche Bedeutung beimisst für die Erkenntnis des Übersinnlichen: Je tiefer der Mensch in sein Inneres eindringt, umso näher kommt er an das Göttliche heran ... das heißt: umso eher erhebt er sich aus dem Sinnlichen ins Geistige.

Eine weitere Dreiteilung des Menschenwesens in Geist, Seele und Körper, die in der Astrologie durch Sonne, Mond und Erde symbolisiert wird, findet man im Matthäus-Evangelium in der Darstellung der drei Sterndeuter ( Astrologen ) aus dem Orient ( Matthäus 2, 1-12 ), dem klassischen Land der Sternkunde. Sowohl ihre Namen als auch ihre mitgebrachten Gaben weisen darauf hin:

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Melchior ist der "König des Lichtes". Seine Gabe, das Gold, deutet auf Sonne und sonnenhaft verklärten Geist.

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Belsazar oder Balthasar heißt "Gott schütze die Seele". Auf die lautere Seele, die sich im Gebet zu Gott erhebt, deutet der Weihrauch.

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Kaspar oder Kanspar, der "Hüter der Edelsteine", bringt die Myrrhen, die im Altertum beim Einbalsamieren des Leichnams verwendet wurden. Edelsteine und Myrrhen weisen hin auf den veredelten, durchlichteten, der Verwesung entrissenen Körper.

Nach der Auffassung der Neuoffenbarung besteht ein inniger Zusammenhang zwischen der Seele des Menschen und der geistigen Welt. Die natürliche Welt ( der Körper ) ist dabei das sichtbare Abbild dieser geistigen Welt. In der Neuoffenbarung spricht hierzu Jesus Christus: "Alles, was du dir nur immer denken kannst und magst nach deinem Gefühle im großen Gehirne, kommt zuvor aus dem Herzen; denn jeder noch so geringe Gedanke muss ja doch zuvor irgendeine Anregung haben, durch die er als notwendig hervorgerufen wird. Wenn der Gedanke erst im Herzen irgendeines Bedürfnisses halber angeregt und erzeugt ward, so steigt er dann erst auf in das Gehirn des Kopfes zur Beschauung der Seele, auf dass diese darauf die Glieder des Körpers in die geeignete Bewegung setze, damit der innere Gedanke sogestaltig zum Worte oder zur Tat werde; aber dass je ein Mensch pur im Kopfe denken könnte, wäre die platteste Unmöglichkeit! Denn ein Gedanke ist eine rein geistige Schöpfung und kann darum nirgends entstehen denn allein im Geiste des Menschen, der im Herzen der Seele wohnt und von da aus den ganzen Menschen belebt." ( Gr. Ev. Joh., Bd. 2, Kap. 62, V. 2 )

Und weiter spricht Jesus Christus: "Darum muss ein jeder Mensch zuvor im Herzen und daselbst im Geiste wiedergeboren werden, ansonst er ins Gottesreich nicht eingehen kann." ( Gr. Ev. Joh., Bd. 2, Kap. 62, V. 6 ) Der Mensch muss also lernen, auf die leise Stimme seines Herzens zu hören, die ihn zum Handeln antreibt ... und vor diesem Hintergrund kann er dann auch den Herrn im eigenen Herzen fragen und Jesus Christus wird ihm daraufhin die rechte Antwort in sein eigene Herz ( still und heimlich ) legen.

Es heißt hierzu in der Neuoffenbarung: "Nur ein Fünklein im Zentrum der Seele ist das, was man Geist Gottes und das eigentliche Leben nennt. Dieses Fünklein muss genährt werden mit geistiger Kost, die da ist das reine Wort Gottes. Durch diese Kost wird das Fünklein größer und mächtiger in der Seele, zieht endlich selbst die Menschengestalt der Seele an, durchdringt die Seele endlich ganz und gar und umwandelt am Ende die ganze Seele in sein Wesen; dann freilich wird die Seele selbst ganz Leben, das sich als solches in aller Tiefe der Tiefen erkennt." ( Gr. Ev. Joh., Bd. 3, Kap. 42, V. 6 )

Und an anderer Stelle heißt es in der Neuoffenbarung: "Sieh, wir stehen nun auf eines Berges Spitze, die noch nie von einem Menschen betreten ward! Denn wie du siehst, so sind die Felswände nach allen Seiten so steil, dass über dieselben auf eine natürliche Weise weder herauf- und ebensowenig hinabzukommen ist; du hast es gesehen, wie, nachdem wir mit der natürlichen Kraft den halben Berg erstiegen hatten, sich jede Möglichkeit verlor, weiter über die senkrecht steilen Wände hinaufzuklimmen. Der Hauptmann und alle andern fragten: "Was nun?" - Ich aber stieg mit dir über die Wände voran, und alle folgten uns, ohne im geringsten müde zu werden. - Wie war denn solches möglich? Sieh, das machte der Geist im Menschen möglich!

Ich habe auf diese Zeit die Geister im Menschen erweckt, und diese trugen ihre Fleischhülle hierher auf diese Höhe. Da aber ihre Geister solcher Tätigkeit noch ungewohnt sind, so begaben sie sich, wie Ich sie nur ein wenig ausließ, wieder in ihren Leib zur Ruhe, und des Leibes Seele ward mit Furcht erfüllt. Wäre aber ihr Geist in ihren Herzen vollwach geblieben, so hätten sie keine Furcht; denn der Geist selbst hätte die Seele mit der leuchtendsten Zuversicht erfüllt und ihnen die lebendigste Überzeugung ins Herz gelegt, dass ihm alle Natur untertan sein muss! Da aber solches der alten Welt wegen, von der ihre Seelen noch einen Teil in sich bergen, nicht für die Dauer stattfinden konnte, so befällt ihre Seelen auch noch immer etwas von der Weltfurcht, die du hier bei ihnen erfährst.

Die Seele des Menschen lebt sich entweder durch eine falsche Richtung in ihr Fleisch hinein oder durch eine rechte Richtung in ihren Geist, der allzeit eins ist mit Gott, wie das Licht der Sonne eins ist mit ihr. Lebt sich nun eine Seele in ihr Fleisch hinein, das in sich tot ist und nur für eine bestimmte Zeit, wenn dem Leibe kein Schaden zugefügt wird, aus der Seele ein Leben empfängt, so wird die Seele in allem eins mit ihrem Fleische. Wenn die Seele sich aber stets mehr und mehr in ihr Fleisch hineinlebt, so dass sie am Ende selbst völlig zu Fleisch wird, dann befällt sie auch das Gefühl der Vernichtung, was eine Eigenschaft des Fleisches ist; und dieses Gefühl ist dann die Furcht, die den Menschen zu allen Dingen am Ende völlig unfähig und kraftlos macht!

Ganz anders aber verhält es sich mit einem Menschen, dessen Seele durch eine rechte Richtung sich schon von frühester Jugend an in ihren Geist hineingelebt hat! Da sieht die Seele ewig keine mögliche Vernichtung vor sich! Ihr Gefühl ist gleich der Beschaffenheit ihres ewig unvernichtbaren Geistes; sie kann keinen Tod mehr sehen und fühlen, da sie eins ist mit ihrem ewig lebenden Geiste, der ein Herr ist über alle die sichtbare Naturwelt. Und die leicht begreifliche Folge für den noch im Fleische lebenden Menschen ist, dass ihm jede Furcht ferne ist; denn wo es keinen Tod gibt, da gibt es keine Furcht!

Darum sollen die Menschen auch stets so wenig als möglich um Dinge der Welt sich sorgen, sondern allein darum, dass ihre Seele eins werde mit dem Geiste und nicht mit dem Fleische! Denn was nützt es dem Menschen, so er für sein Fleisch auch die ganze Welt gewönne, aber dafür den größten Schaden erlitte an seiner Seele? Denn auch diese ganze Welt, die wir nun in einem ziemlich weiten Umkreise schauen mit allen ihren den Wasserblasen gleich flüchtigen Herrlichkeiten, wird vergehen, und dieser ganze Himmel mit seinen Sternen auch zu seiner Zeit; aber der Geist wird bleiben ewig, so wie jegliches Meiner Worte.

Aber es ist den Menschen, die sich einmal so recht fest in die Welt hineingelebt haben, unaussprechlich schwer zu helfen; denn sie sehen und setzen ihr Leben in die eitlen Dinge der Welt, leben in einer beständigen Furcht und sind auf dem geistigen Wege am Ende gänzlich unzugänglich! Nähert man sich ihnen aber auf dem Natur- oder Weltwege, so nützt man ihnen dadurch nicht nur nichts, sondern man fördert nur ihr Gericht und dadurch den Tod ihrer Seele! Wer aus den Weltmenschen dann seine Seele retten will, der muss sich eine große Gewalt antun und muss sich in allen Weltdingen auf das möglichste zu verleugnen anfangen. Tut er solches mit großem Fleiß und Eifer, so wird er sich retten und zum Leben eingehen; tut er es aber nicht, so kann ihm auch auf keinem andern Wege geholfen werden, außer durch große Leiden von seiten der Welt her, auf dass er lerne verachten die Welt und ihre Herrlichkeiten, sich zu Gott kehre und so anfange, Seinen Geist in sich zu suchen und sich mehr und mehr zu einen mit Ihm. Ich sage es dir: Der Welt Glückseligkeit ist der Seele Tod!" ( Gr. Ev. Joh., Bd. 2, Kap. 132, V. 6-13 )

Wenn also der ursprüngliche Gleichklang der geistigen und natürlichen Welt gestört ist ( durch luziferische Mächte oder durch den Abfall der Menschen ), dann bedarf die natürliche Welt, als die vom großen Gesetz abgeirrte, einer Reform durch einen erleuchteten Reformator, dessen Seele und Geist ein unzerbrochener Spiegel dieser beiden Welten ist: Der Ruf nach der Güte und Weisheit Gottes in dieser natürlichen Welt ist sein Auftrag, welcher je und je in Zeiten der Erschütterung und des Schreckens von einer solchen Gestalt, einem Seher ( zum Beispiel: Emanuel Swedenborg ) oder einem Propheten ( zum Beispiel: Jakob Lorber ), erwartet wird. Diese Gestalt wiederum bewirkt, dass man über sich und seine Nähe zu Gott nachdenkt ... und löst damit eine neue, umfassende Bewegung aus, die von der Liebe zu Gott und einem Leben nach Seinem Wort befeuert ist.

In der Neuoffenbarung gibt es für diesen Aufbruch der Herzen ( und dem Verlangen nach einem Leben gemäß dem göttlichen Wort ) zwei Formen zur Wiedergeburt in Gott ( Das Große Evangelium Johannes, Band 11, Kapitel 30 ):

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Die seelische Wiedergeburt: Es heißt hierzu über Jesus in der Neuoffenbarung ( Die Jugend Jesu, Kap. 299, V. 1 ) und der Bibel ( Lukas 2, 52 ): "Und Er nahm zu an Gnade und Weisheit vor Gott und den Menschen und blieb untertänig und gehorsam Seinen Eltern, bis da Er Sein Lehramt antrat."

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Die geistige Wiedergeburt: Sie erfolgte bei Jesus bei der Taufe ( durch den Heiligen Geist ) - am Anfang Seines Lehramtes. ( Lukas 3, 21-22 )

In der Neuoffenbarung heißt es über die seelische Wiedergeburt: "Es hat ein jeder Mensch seinen von Gott ihm zugeteilten Geist, der alles beim werdenden Menschen besorgt, tut und leitet, aber mit der eigentlichen Seele sich erst dann in eins verbindet, so diese aus ihrem eigenen Wollen vollkommen in die erkannte Ordnung Gottes übergegangen und somit vollends rein geistig geworden ist." ( Drei Tage im Tempel, Kapitel 21, Vers 19 )

Und in einer Kundgabe über Gottfried Mayerhofer heißt es weiter: "Der Geist ist in der festen Materie ein unbewusster Trieb, offenbart sich beim Tier als Instinkt und ist beim Menschen der am höchsten ausgebildete göttliche Funken. Der Mensch soll erstarken in dem Bewusstsein, dass er nicht nur ein Erden-, sondern auch ein Weltenbürger ist, der zwischen zwei Welten stehend auf dieser Erde zwar die materielle Überkleidung hat, dabei aber auch das geistige Ebenbild eines höchsten Wesens, des Schöpfers ist, der weit hinaus über alle Vergänglichkeit im Unendlichen wohnt." ( Predigten des Herrn, Predigt Nr. 50 )

Und weiter heißt es an anderer Stelle: "Siehe, Mein Sohn, in dir lebt ein Geist, der eben deine Seele über die Tierseele erhöht, der dich als freien Menschen hinstellt, während das Tier am Gängelbande des Instinkts seiner Bestimmung entgegengeführt wird. Dieser Geist nun, ein Funke aus Mir, den Ich nach Moses dem ersten Menschen einblies und durch welchen Ich den Menschen, abgesehen von seinem Äußern, nach Meinem Ebenbild geschaffen habe - dieser Geist ist es, welcher der Vermittler zwischen Mir, Meinem Geisterreich und den Menschen ist. Vermittels dieses Geistes spreche Ich zum Menschen in seinem Herzen, ermahne, rate und tröste Ich, als etwas, was sich trotz mancher Abneigung nicht hinwegdisputieren lässt; weswegen ihr es auch "Gewissen" nennt, weil es etwas Gewisses ist." ( Schöpfungsgeheimnisse, "Das Evangelium der Natur" )

Und weiter heißt über die seelische Wiedergeburt: "Der Körper ist Materie, die Seele ist dem materiell-geistig Gebundenen vom Fall des einen großen Geistes entnommen, und der Geist ist ein göttlicher Funke, der die Seele erheben, vergeistigen und dann diese ebenfalls durch ihre Verfeinerung auch die Elemente des materiellen Körpers auf eine höhere Stufe bringen soll, damit alles nach und nach seinen Stufengang der Vervollkommnung gehen kann, wie es im großen Schöpfungszweck voraus schon bestimmt war." ( Lebensgeheimnisse, "Das menschliche Leben" )

Und an anderer Stelle spricht der Herr durch Gottfried Mayerhofer: "Ihr bestehet aus drei Dingen, das heißt aus Geist, Seele und Leib. Der Geist als der Funke aus Mir, welcher euch gegeben ist, um durch ihn Selbsterkenntnis und das Bewusstsein zu erhalten, dass ihr nicht nur allein für diese Erdscholle erschaffen seid.

Dieser Geist, schon vor der Geburt in euch gelegt, verhält sich latent oder passiv, und lässt die Seele ruhig ihren materiellen Körper aufbauen, stört sie auch später nicht, wenn der Aufbau vollendet, und der Mensch in das reifere Alter getreten ist. Nur dann und wann gibt er sich aus dem Zentrum des Herzen kund, wenn die Seele so ganz zum Tierischen sich hinneigt, und da ist es zunächst nur ein ungewisses, dunkles Ahnen, welches die Seele beschleicht bei manchen Taten, wo sie dann fühlt, dass sie nicht ihrer Bestimmung gemäß handelt.

Der Geist ist ausgebildet, braucht keine Erziehung und keine Bildung! Das Alles ist nur Sache der Seele, welche erst erlernen muss, nach und nach den Körper abzurichten, um ihr in dem Erlernten behilflich zu sein, besonders bei Dingen, bei denen sie den Mechanismus desselben nicht außer Acht lassen kann!

Der Geist fängt erst an aus seiner Hülle herauszutreten, wenn die Seele sich schon von den weltlichen Dingen abgewendet hat, dass sie das Geistige als Höchstes betrachtend nur selbes sucht. Hier ist der Zeitpunkt, wo der Geist das Suchen erleichtert, und dann sich selbst von der Seele finden lässt.



Der Traum des Heiligen Joseph

Bis dorthin lebte die Seele bloß ein Leben, das sie mit den Tieren gemein hatte, und wenig über selbes hinausreichte; sobald aber das geistige Prinzip sich geltend macht, dann treten die Bedürfnisse der Seele und des Körpers zurück, sie werden untergeordnet den höheren Zwecken, und es beginnt ein geistiges nie verwelkendes Blütenleben.

Bis dorthin schlief die Seele nur, oder sie lullte sich selbst in Träume ein, welche die Welt und ihre Annehmlichkeiten zum Hauptzwecke hatten. Es waren bis zu diesem Erwachen die Seele und der Körper nur zwei vegetierende Pflanzen, wo eine wegen der andern zum gemeinschaftlichen Zwecke mit einander aufwuchsen.

So oft etwas geschah, was nicht gerade nach den Geistesgesetzen war, fühlte die Seele eine beunruhigende Ahnung, oder sie vernahm wohl eine Stimme in ihr, welche ihr ernste Vorwürfe machte und die ihr im Allgemeinen unter dem Titel "Gewissen" kennet, weil sie eben nicht zu verleugnen und ihrem Namen gemäß als etwas Gewisses auftritt.

Sehet nun, diese Stimme, die dem Menschen oft Dinge sagt, die er nicht hören möchte, diese Stimme ist teils die Stimme eures Geistes, teils die eines euch begleitenden guten ( Schutz- ) Geistes oder Engels, wo ihr aber daneben oft auch Stimmen vernehmen könnet, die euch zum Bösen verleiten möchten, diese Stimmen sind dann Stimmen der Eigenliebe, oder die Stimme eines bösen Geistes ( Luzifer ), der durch das, dass er euch zum Schlechten verleitet, sich entschuldigt glaubt, weil er denkt: "Der tut das auch, was ich tat, auch er konnte nicht widerstehen, wie ich, und so bin nun nicht ich, sondern die menschliche Natur strafbar."



Der Traum des Heiligen Joseph

Endlich gibt es noch eine andere Stimme, welche oft euch sanfte Mahnworte, geduldige Gegenvorstellungen macht, wenn ihr gerade gesonnen seid, etwas zu tun, wo euer Gewissen schon im Voraus dagegen gepredigt hatte; nun sehet, diese Stimme, die mit so vieler Geduld oft euch mit ihren Lehren verfolgt, diese Stimme ist oftmals die Meine!

Hier bekundet sich Mein Einflüstern in euer Herz; der Kopf mit seinem Denken schweigt, und ihr fühlet oder höret diese Stimme langsam und ruhig euch alles das Für und Wider einer beginnenwollenden Handlung auseinandersetzen. Wer nun anfängt, sich dieser Stimme hinzugeben, ihr Gehör zu schenken, und nach dem Gehörten zu handeln, der wird nach und nach von dem Außen- in das Innenleben geführt, das ihm Genüsse bereitet, wobei er die der Außenwelt leicht verschmerzen kann!

Auf diese Art erstarkt die Seele nun mehr und mehr, und dem Geiste im Zentrum wird es erleichtert, der Seele seinen geistigen Typus mehr und mehr aufzudrücken. Ist es also der Fall, dass das so gesteigerte Seelenleben einen gewissen Grad erreicht hat, und brauche Ich eben einen Menschen, der Mein Wort an Andere verkünden soll, rein, wie Ich es gebe, so benütze Ich eine solche schon halb vorbereitete Seele, um durch sie Meine Zwecke zu fördern." ( Dreieinigkeit, "Das Wort Gottes im Menschen", Kundgabe v. 12.11.1870 )

Demnach wird klar: Ein "inwendiger" göttlicher Funke gestaltet bei der seelischen Wiedergeburt die Seele des Menschen, um sie durch weise Führung nach dem Liebesplane Gottes zum ewigen Lebensziel der Vollendung in Gott zu leiten. Der Apostel Paulus sagt hierzu ( Philipper 2, 13 ): "Gott ist es, der in uns wirket beides, das Wollen und das Vollbringen, nach Seinem Wohlgefallen." ... Und an anderer Stelle ( Apostelgeschichte 17, 28 ): "Denn in Ihm leben und weben und sind wir." Beim Apostel Johannes heißt es hierzu ( 1. Johannes 4, 16 ): "Wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. Denn Gott ist die Liebe."



Seele und Geist

Wenn Gott die Liebe ist, dann kann der Mensch sich Ihm nur durch die gleiche Eigenschaft, die Gott im höchsten Maße der Vollkommenheit besitzt, nähern: Nur auf dem Wege der Liebestätigkeit kann sich der Mensch Gott in der seelischen Wiedergeburt nähern. In der Neuoffenbarung heißt es hierzu: "Gott über alles lieben aber heißt natürlich: Gott und Seinen geoffenbarten Willen erkennen und dann aus wahrer innerer Liebe zu dem erkannten Gott danach handeln und sich daneben gegen jeden Nebenmenschen wegen Gott also verhalten, wie sich ein jeder vernünftige Mensch gegen sich selbst verhält; natürlich ist hier von der reinen und in möglichst höchstem Grade uneigennützigen Liebe, sowohl gegen Gott als eben auch gegen jeden Nächsten, die Rede ... Durch die möglichst genaue Beachtung dieser neuen Lehre wird der im Menschen anfänglich sehr gefesselte Geist freier und freier, wächst und durchdringt endlich den ganzen Menschen." ( Das Große Evangelium Johannes, Band 3, Kapitel 53, Vers 5+9 ) Und an anderer Stelle heißt es hierzu weiter: "Der lebendige Geist im Menschen ist Meine ewige Liebe und Weisheit, die alles schafft, ordnet und erhält. Dieser Geist ist der eigentliche, wahre und in sich schon ewige Mensch im Menschen, der sich nach Meiner ewigen Ordnung der Selbständigwerdung halber mit Seele und Leib umkleidet und so in eine äußerlich beschauliche Form tritt." ( Das Große Evangelium Johannes, Band 9, Kapitel 85, Vers 10 )

Passend sagt hierzu Jesus im Neuen Testament ( Lukas 17, 21 ): "Das Reich Gottes ist inwendig in euch." Das heißt: Je mehr Innerlichkeit, desto mehr Leben. Denn das Leben baut sich von innen nach außen auf. Der Bibelübersetzer Martin Luther ( 1483-1546 ) sagt hierzu: "Zucht, Demut, Wahrheit, Keuschheit und Tugend - das ist das wahre Reich Gottes." Die Mächte der Innenwelt sind demnach des Menschen Rettung. Denn mit ihnen tritt der glaubende Mensch in Verbindung mit Gott.

Das Reich Gottes ist bei dieser seelischen Wiedergeburt eine ( aus dem tiefsten, geistigen Innern des Menschen ) mit Macht anklopfende Wirklichkeit, die das ganze Dasein umgestalten will. Es ist aber nicht jene kommende, vom Himmel sich ( geistig ) herabsenkende Gottesherrschaft. Denn dieses Reich ( der seelischen Wiedergeburt ) breitet sich von Innen her aus und stellt eine unter Gottes Regiment stehende Gemeinschaft her, die nicht vom Menschen ( beziehungsweise einer weltlichen Obrigkeit ) errichtet wird, sondern aus dem Innern des Menschen. Und so heißt es hierzu schon im Alten Testament ( Jesaja 55, 8 ): "Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht Meine Wege." Durch das Wirken Gottes ( im Innern des Menschen ) wird der ganze Weltbestand in Mitleidenschaft gezogen: Und so wird aus einer individuellen Erlösung eine universale Angelegenheit von sittlichem Gut.

In diesem Sinne spricht auch der Herr in der Neuoffenbarung zu den auszubildenden Propheten: "Die Welt ist als eine gefestete Unterlage Meiner Liebe ein großes Schulhaus, in dem alle Menschen durch eine kurze Abgeschiedenheit von Mir durch den eigenen Antrieb ihres inneren Lebens eine große Sehnsucht nach Mir bekommen sollen. Ihre äußeren Reize sind nur der Versuchung wegen da, damit sich die Menschen selbst richten sollen nach Meiner Liebe. Sobald jemand durch Führung und Erfahrung an der Welt kein Wohlgefallen mehr findet, sondern in stets wachsender Sehnsucht nur nach Mir trachtet, wird ihm dann bald das innere Auge und Ohr erschlossen. Er wird, wenn auch noch im sterblichen Leibe, alsbald den heiligen Vater hören und dann und wann zu sehen bekommen. Der Geist der ewigen Liebe wird ihn dann erfüllen. Er wird schauen die Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit allörtlich." ( Die Haushaltung Gottes, Band 1, Vers 4-5 )

Während also die soeben erläuterte seelische Wiedergeburt den geistigen Reifungsprozess des Menschen hin zu Gott beschreibt, stellt die geistige Wiedergeburt den Akt der geistigen Neugeburt durch den Heiligen Geist, der hier vom Himmel her kommt, dar. Während bei der geistigen Wiedergeburt das Reich Gottes transzendental, von oben herab ( in einem kurzzeitigen Moment - Petrus sagt hierzu: Der Tag des Herrn kommt überraschend "wie ein Dieb in der Nacht" ( 2. Petrus 3, 10 )) in die Seele des Menschen eindringt, wird bei der seelischen Wiedergeburt ein Prozess der inneren Reifung ( über einen längeren Zeitraum ) gestartet: Nicht - wie bei der geistigen Wiedergeburt - über Nacht steht also die Gottesherrschaft da, sondern bei der seelischen Wiedergeburt verhält es sich - wie der Reformator Johannes Calvin ( 1509-1564 ) sagt - wie "mit dem Reich Gottes, dass von Tag zu Tag wächst und zum Besseren fortschreitet." Wie die Saat im Acker reift dieses Reich Gottes und befindet sich in einem aufsteigenden Prozess. Demgegenüber sagt Jesus über das plötzliche Eintreffen des Reiches Gottes in der geistigen Wiedergeburt ( Lukas 11, 20 ): "Wenn Ich mit dem Finger Gottes Dämonen austreibe, dann ist das Reich Gottes schon zu euch gekommen."

Auf der Basis dieses Menschenbildes ergibt sich, dass der Mensch ein "Wesen zweier Welten" ist: Der geistigen Innenwelt, die sich bei jedem in Gedanken, Gefühlen und anderen Wahrnehmungen kund tut ... und der materiellen Außenwelt, in die man letztlich all das hineinträgt und hineinprojiziert, was man aus dem Inneren empfängt oder im Inneren entwickelt. Als Wesen zweier Welten ist der Mensch darum von der Veranlagung her prädestiniert, Botschaften aus dem Geistigen zu empfangen und in die Ebene der materiellen Schöpfung zu übermitteln ... Und weiterhin gilt: Gott kann dem Menschen soviel schenken, wie er bereit ist, zu glauben. Denn wo dieser echte Glaube entsteht, da lässt Gott die unglaublichsten Dinge ( durch Seinen Geist ) geschehen: Durch den Glauben kann Gott die Welt verändern!

Es heißt hierzu in der Neuoffenbarung: "Meine Lehre aber ist in sich ganz kurz und leicht zu fassen; denn sie verlangt vom Menschen nichts, als dass er an einen wahren Gott glaube und Ihn als den guten Vater und Schöpfer über alles liebe und seinen Nebenmenschen wie sich selbst, das heißt, ihm alles das tue, von dem er vernünftigermaßen wünschen kann, dass ihm auch sein Nebenmensch dasselbe tue. Nun, so viel Selbstliebe hat denn doch sicher ein jeder Mensch, dass er nicht wünschen werde, dass ihm sein Nebenmensch etwas Böses antun soll, - und so tue er dasselbe auch seinem Nebenmenschen nicht! Vergeltet niemals Böses mit Bösem, sondern tut sogar euren Feinden Gutes, und ihr werdet in der Ähnlichwerdung Gottes, der auch Seine Sonne über Gute und Böse gleich aufgehen und leuchten lässt, einen großen Fortschritt gemacht haben! Zorn und Rache muss aus euren Herzen weichen; an ihre Stelle muss Erbarmung, Güte und Sanftmut treten. Wo das der Fall ist, da ist die volle Gottähnlichkeit auch nicht mehr ferne, und diese ist das Ziel, nach dem allein ihr alle zu streben habt." ( Das Große Evangelium Johannes, Band 7, Kapitel 140, Vers 3-4 )

Somit ist auch klar: Das Leben des Menschen ist nicht allein nur auf das Diesseits bezogen. Es ist vielmehr eine Prüfungsschule des Fleisches für die danach folgende Welt im Jenseits. Das heißt: Die wahre geistige Gestalt und Beschaffenheit eines jeden Menschen wird sich erst in der jenseitigen Welt offenbaren ... Unter diesem Blickpunkt wird die Erde zu einer "Hochschule der Kindschaft Gottes": Denn das, was der Mensch hier sät, wird er einst im Jenseits ernten ... und somit weiß eigentlich jeder Mensch, was er als Mensch auf dieser Welt zu tun hat: Der Mensch wird dazu geboren, ein Kind Gottes zu werden, und hat die Aufgabe, auf der Welt das zu erfüllen, was ihn als Kind Gottes kennzeichnet. Dies kann aber nur dann geschehen, wenn der Mensch nach den Geboten Gottes lebt und die Pflichten erfüllt, welche ihn zum Kind Gottes machen: Gott gilt es vor allem in dem eigenen Innern und nicht in äußerlichen Dingen zu suchen. Hierzu ist es vor allem nötig, das Herz und die Gedanken rein von allem Eigendünkel, Leidenschaften und selbstsüchtigen Begierden zu halten. In einem liebevollen und geläuterten Herzen offenbart sich die Wahrheit von selbst.

Wichtig ist demnach, dass man aus der Spirale eines Lebens, das sich nur um sich selbst und um die Befriedigung der körperlichen Bedürfnisse dreht, herauskommt und dem leisen Ruf aus der Herzensmitte folgt. So gelangt man in eine Lebensmitte, die das eigene Leben trägt. Man erkennt diesen Schritt daran, dass neue Akzente im Blick auf die traditionellen Wertungen, die das bisherige Leben bestimmt haben, gesetzt werden. Ein solcher Akzent hierfür wäre zum Beispiel, wenn das eigene Verhalten niemals lieblos wird. Denn das ist ein Zeichen dafür, dass der Mensch sich bösen Einflüsterungen hingibt. Die Seele wird dann hartherzig, unkeusch, ehebrecherisch, selbstsüchtig, herrschgierig, geizig, meineidig, unbarmherzig, gegen alles Wahre und Göttliche gleichgültig, gegen Arme und Leidende gefühllos und für allen Wohlgenuss auf der Welt gierig gestimmt.

In der Neuoffenbarung durch Jakob Lorber heißt es hierzu: "Wenn ihr so was an euch merket, da gedenket dieser Meiner Lehre und Worte; richtet eure Seelen auf und tut gerade das Gegenteil davon, als wonach es euch gelüsten anfängt, so werdet ihr Meister des bösen Geistes!" ( Das Große Evangelium Johannes, Band 1, Kapitel 217, Vers 6 )

Dieser Geist des Bösen ruhet nie. Er läuft herum wie ein hungriger Löwe und fällt in seinem großen Hunger alles an, was ihm nur im Geringsten irgendwo unterkommt. Man kann aber diesen argen Bestrebungen allzeit die offene Stirn bieten, indem man weiß, dass das Böse nur in die Sinne der Seele, nie aber in ihren Willen einwirken kann.

Wenn der Mensch nun geistig erwacht, das heißt, wenn er die Stimme des Geistes in sich wahrnimmt und dieser Stimme mehr und mehr folgt, dann lockert er auf der einen Seite die materiellen Fesseln seiner Seele und auf der anderen Seite löst er auch die Gebundenheit seines inneren Geistes. In der Neuoffenbarung heißt es hierzu: "Durch solches Forschen macht sich die Seele freier von den groben Banden der Materie und erweckt dadurch auf Momente den göttlichen Geist in sich, oder sie kommt mehr ins Lebenszentrum ihres Herzens, dahin stets und unablässig Gottes Licht und Erbarmung fließt und ebenso der Seele das Leben und geistiges Wachstum schafft ... Wenn in den wahren, lebensregen Momenten die Seele in das beschriebene Lebenszentrum im Herzen kommt, so ist sie dadurch auch zur Offenbarung des Geistes Gottes in jegliches Menschen Herz gelangt und kann da nichts anderes als nur die ewige gleiche Wahrheit aus Gott in sich selbst finden." ( Das Große Evangelium Johannes, Band 3, Kapitel 204, Vers 2-3 )

Der Mensch entwickelt sich auf diese Weise vom natürlichen zum geistigen Menschen. Von da an lebt die erwachte Seele zunehmend auf der Gedanken und Willensebene, während sie vorher vorwiegend auf der Ebene der Reize und Reaktionen gelebt hat. Denn der natürliche Mensch wird im Wesentlichen durch seine Triebe, Begierden und Leidenschaften bewegt. Doch Gott will, dass der Mensch glücklich und in wunderbarer Harmonie auf Erden friedvoll mit anderen lebt ... Geführt von Seiner Hand, gesegnet durch Seine liebevolle Gegenwart. Gott selbst will einen führen und fordert hierzu nur eins: Ein hörendes Herz, das sich Gottes Führung anvertraut. Denn wenn man sein Leben dem Herrn übergibt, kann Gott durch einen und in einen selbst Seine Macht offenbaren. So wird man erleben, wie Gott einen rettet - herausrettet aus Situationen, aus denen man keinen Ausweg mehr sieht. Dazu bedarf es einer Glaubensstellung, die aus dem Gebetskampf herauswächst, wo Gott für einen gegen die Feinde streitet.

Mit diesen Feinden kann man allein nicht fertig werden. Doch Gott macht den Sieg möglich. Ja, Er selbst wird die Hindernisse hinwegfegen. Er nimmt Anteil an dem eigenen Ergehen und wird einen nie verlassen: Die Kinder Gottes sind in Seiner Hand. Darum kann man immerzu in der Stille betend zu Ihm kommen und Ihm sagen, was einem bedrückt und traurig stimmt. Kein Mensch ist der Willkür anderer Menschen preisgegeben. Kein Mensch kann mit anderen Menschen machen, was er will. Darum sagt Jesus ( Matthäus 10, 28 ): "Fürchtet Euch nicht." Man braucht sich nicht vor den Vorgesetzten fürchten. Man braucht sich nicht vor den Untergebenen fürchten ... und man braucht sich nicht vor den Verwandten und Bekannten zu fürchten: Gott ist mit einem und beschützt einen. Er überwacht den Anfang und das Ende des eingeschlagenen Weges zum Heiland, indem man so wandelt, wie Er es tat. Wer kann da mutlos werden?

Nicht zuletzt darum kam Gott Selbst in und als Jesus Christus in diese Welt: Er lebte vor, was es heißt, dem göttlichen Lebensgesetz bis aufs letzte Tüpfelchen Folge zu leisten. Dies war ein wesentlicher Punkt, um die Beziehung zwischen Gott und Mensch auf eine neue, fruchtbarere Grundlage zu stellen. So sagt Jesus ( Matthäus 5, 17 ): "Ihr sollt nicht meinen, dass Ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; Ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen."

Allein im Angesicht dieses göttlichen Lebensgesetzes verliert das menschliches Gut-Sein seinen Wert und der Maßstab über Gut und Böse seine Gültigkeit. Denn der Mensch wird klein, sehr klein, vor den Maßstäben Gottes ... und so liegt die Entscheidung liegt allein beim Menschen, indem er sich angesichts der vielen weltlichen Ablenkungen und Vergnügungsmöglichkeiten fragt: "Will ich den genussvollen und leichten Weg gehen oder den richtigen?" Dieser richtige Weg teilt sich einem über das Wort aus den Himmeln mit, in dem man sich für die geistige Inspiration öffnet.

In der Neuoffenbarung erfährt man hierzu folgenden Rat: "Du brauchst den Herrn wie auch mich vor diesen Menschen nichts laut fragen, sondern bloß nur im Herzen. Es wird dir dann schon ins Herz die Antwort gelegt werden gleichwie mir. Auch ich frage fortwährend den Herrn, was hier und da zu tun ist. Und der Herr zeigt mir dann auch augenblicklich an, was ich zu tun und nötigenfalls auch laut zu reden habe! ... Denke nicht, was du reden möchtest, sondern frage nur im Herzen sogleich den Herrn, und Er wird es dir sogleich ins Herz legen, was du zu reden hast! Nun weißt du alles; handle darnach, so wird alles gut gehen." ( Bischof Martin, Kap. 102, V. 12-13 )

Gott will die Fülle Seiner Segnungen über den Menschen ausgießen: Er ist der Herr, der einen heilt. Darum lasse man Gott für sich streiten und bleibe selber still. Man lasse sich von Ihm aus den Schwierigkeiten und Trübsalen herausretten. So wird man den irdischen Leib ablegen und einen himmlischen Leib anziehen. Denn der Herr ist bereit, Seinen Jünger bei der Hand zu nehmen und zu ihm zu sagen ( Matthäus 14, 31 ): "O du Kleingläubiger, warum zweifelst du?" So wird Christus zum Leiter des Lebens, welches durch die Inspiration geschieht, die man das Gewissen nennt: Gott verkehrt mit einem jeden Menschen durch das Gewissen. Mit Menschen, die in dem wahren Glauben sind und Seine Gebote erfüllen, mit solchen verkehrt Er aber so, wie ein Mensch mit einem anderen Menschen. Denn Er spricht aus dem Herzen zum Gehirn der Seele so, dass ein jedes Wort so deutlich und klar ausgesprochen wird, wie wenn ein Mensch zu seinem Nebenmenschen spricht.

Der Mensch wird demnach sein Heil allein in der Gemeinschaft mit Gott finden, was ganz deutlich im Gebet zu erfahren ist: Wer gelernt hat, sein Leben im Gebet immer wieder vor Gottes Angesicht zu tragen, gewinnt an Wachheit, Sensibilität und Verantwortungsgefühl für das eigene wie für das fremde Leben. Gewiss mag es von außen betrachtet so scheinen, als ob der Beter nur seine eigenen Gedanken und Worte für Gottes Gedanken und Worte hielte. Von innen, von der Erfahrung her gesehen, vernimmt der Beter aber in seinen Gedanken und Worten Gottes eigene Stimme. Man erkennt dies daran, dass diese Gedanken mit der Liebe vereinbar sind: Die Liebe ist das Leben des Himmels und wer in der Liebe ist, der wird die Liebe an sich ziehen und Gott-Eins werden.

Zu dieser Einswerdung mit Gott heißt es in der Neuoffenbarung: "Damit eine jede Seele ein vollkommenes, göttliches Ebenmaß bekomme, wird einer jeden Seele ein neuer Geist aus Gott eingepflanzt, und sie dadurch eine neue Kreatur werden." ( Die Erde, Kap. 54, V. 9 ) Um wieder ein "vollkommenes, göttliches Ebenmaß" zu bekommen, erhält der Mensch einen Wesensanteil Gottes "eingepflanzt". Wichtig ist hier fest zu halten, dass dieser Wesensanteil Gottes nicht zum individuellen Wesen des Menschen gehört, sondern allgemein jedem Menschen zusätzlich geben wird. Denn es heißt hier ausdrücklich, dass eine "jede" Seele diesen "neuen Geist" bekommt. Von daher kann es sich bei diesem "neuen Geist aus Gott" nur um die Einsprache des Gewissens handeln, das bei jedem zur Erweckung der Menschlichkeit dient.

In der Neuoffenbarung heißt es weiter: "Wenn wir aber das Leben und Sein der Seele für sich noch näher betrachten, so werden wir finden, dass sie als ein noch substantielles Leibmenschwesen für sich um nichts höher stünde als zum Beispiel die Seele eines Affen. Sie würde wohl eine instinktmäßige Vernunft in einem etwas höheren Grade innehaben denn ein gemeines Tier, aber von einer höheren freien Beurteilung der Dinge und ihrer Verhältnisse könnte da nie eine Rede sein. Dieses höhere und eigentlich höchste und Gott völlig ähnliche Vermögen in der Seele bewirkt ein rein essentiell geistiger dritter Mensch, eben in der Seele wohnend." ( Das Große Evangelium Johannes, Band 8, Kapitel 24, Vers 10-11 ) "Dadurch kann der Mensch vernünftig und verständig werden, hat eine Sprache und kann Gott als seinen Schöpfer anfangs ahnen und später immer reiner erkennen, lieben und seinen eigenen Willen dem erkannten göttlichen völlig unterordnen." ( Das Große Evangelium Johannes, Band 6, Kapitel 32, Vers 6 ) Durch diesen "essentiellen" Geist steht die menschliche Seele in engster Verbindung mit dem Urgeist Gottes und kann durch ihn eindringen in alle Geheimnisse und Weisheit Gottes selbst. Paulus schreibt hierzu ( 1. Korinther 2, 10 ): "Uns hat es Gott offenbart durch Seinen Geist; denn der Geist erforscht alle Dinge, auch die Tiefen der Gottheit."

In der Neuoffenbarung heißt es weiter: "Je mehr sich jedoch die Seele mit der Materie ihres Fleisches verbindet, desto mehr muss die Ausbildung des Geistes Gottes in ihr verkümmern und ... desto mehr verliert sie dann auch das Bewusstsein und die Erkenntnis des ewigen Lebens in ihr. Je mehr die Seele sich aber von der Materie ablöst, desto freier wird sie in allem, und je mehr sie sich dann verbindet mit dem göttlichen Geiste in ihr, desto lebendiger und stets heller wird darauf das Bewusstsein und die Erkenntnis ewigen Lebens in ihr." ( Das Große Evangelium Johannes, Band 2, Kapitel 226, Vers 1 )

Doch leider sind viele Menschen der Meinung, dass sie darin schon ihre Lebenspflicht erfüllt haben, wenn sie arbeiten und ehrlich sind, sich selbst und ihre Familie ernähren. Allein dem ist nicht so. Der Mensch ist nicht deshalb auf dieser Welt, um bloß zu arbeiten und ehrlich sein Leben durchzubringen, sondern er ist deshalb auf der Welt, um sich für die geistige Welt des Jenseits vorzubereiten: Der Mensch baut sich auf der Erde die Wohnung für das Jenseits. Daher muss alles aufgeboten werden, um diese kurze Zeit des Erdenlebens so zu verwerten, dass ein geistiger und ewiger Gewinn daraus folgt. Hierzu ist es wichtig, dass man auf Gottes Wort hört: Wie man hier über Christus denkt und glaubt, so findet man Ihn auch im Jenseits vor.

In der Neuoffenbarung durch Jakob Lorber heißt es hierzu über den Einfluss der Engel auf die Menschen: "Du kannst aber, wenn du sie ( die Engel ) auch nicht siehst, mit ihnen reden und kannst sie fragen um allerlei, und sie werden dir die Antwort in dein Herz legen, die du allzeit als einen klar ausgeprägten Gedanken im Herzen vernehmen wirst." ( Das Große Evangelium Johannes, Band 2, Kapitel 39, Vers 6 ) Dies ist das Denken im Herzen: Jeder Gedanke im Menschen entsteht im Geiste, der im Herzen der Seele wohnt. Der Gedanke kann sowohl aus dem eigenen Geiste kommen, als auch von guten oder bösen Mächten über den Geist eingegeben worden sein.

Nach der Entstehung im Geiste steigt der Gedanke vom Herzen auf in das Gehirn des Kopfes zur Beschauung der Seele, auf dass diese darauf die Glieder des Körpers in Bewegung setzt ... und der Gedanke somit zur Tat wird: Allein der freie Wille des Menschen entscheidet nun darüber, ob der Gedanke auch wirklich in die Tat umgesetzt werden soll. Bei dieser Entscheidung aus dem freien Willen heraus sollte man folgenden Grundanschauung der Neuoffenbarung berücksichtigen: "Sehet, das ist das Wesen Gottes in aller Wahrheit und kann nur mit dem Herzen, aber nie mit dem Verstande begriffen werden." ( Die Haushaltung Gottes, Bd. 2, Kap. 139, V. 22 )

Das dem menschlichen Verstande im Verborgenen liegende befindet sich außerhalb des Schwingungsfeldes der grobstofflichen Sinnesorgane. Es ist das Übersinnliche jener feinstofflichen Sphären, in der der Mensch als Seelenwesen schon während seines Erdendaseins lebt und handelt, ohne dass es seinem irdischen Denken zum Bewusstsein gelangt. Sein Seelenwesen stellt nämlich unbewusst auf dieser Ebene die innige Beziehung zwischen der feinstofflichen Seelenwelt, in der wir die Gefühle, Empfindungen, Wünsche, Begierden erleben, mit der materiellen Sinnenwelt, in der wir über die Sinne des Körpers die materielle Umwelt wahrnehmen, her.

In dem Augenblick der Entscheidung stehen dem Seelenwesen liebe- und kraftvolle Geistwesen zur Seite, die den Menschen schon ein Leben lang begleiten. Es sind die Engel, welche Gottes behütende Hand im eigenen Leben waren, die die laut- und formlosen Gedanken Gottes, welche unsichtbar im inneren Urgrund der Gottheit ruhen, zum Menschen weiter tragen. Die übersinnliche Sphäre dringt nun auf diese Weise in denjenigen Menschen ein, die nicht gänzlich im Materiellen versunken sind und alles "Jenseitige" zu leugnen pflegen. Denn wessen Seele sich nicht lieblos gänzlich vom Geiste gelöst hat, dessen Seele wird auch vom Geiste geführt werden.

Die Wahrheit, ob ein Gedanke gut oder böse ist, findet man also nur, indem man ihn geistig prüft. Die Wahrheit äußert sich hierbei im Gefühl, das von tief innen herkommt. Jesus sagt hierzu ( Johannes 18, 37 ): "Wer aus der Wahrheit ist, der hört Meine Stimme". Und ( Johannes 16, 13 ): "Der Geist wird euch in alle Wahrheit leiten!". Ganz ähnlich ( gefühlsmäßig ) werden in der Neuoffenbarung durch Jakob Lorber auch helle Träume gedeutet: "Gewisse helle Träume, in welchen es dem Träumenden ist, als wäre die Erscheinung Wirklichkeit, gehören nicht der Seele an, sondern den sie umgebenden Geistern. Sind diese böser Art, so wird die Seele und durch sie ihr Leib erschöpft aus einem solchen Traume erwachen; sind diese Visionen aber das Werk guter Geister, dann werden sich beim Erwachen Seele und Leib in gestärktem Zustand befinden." ( Die Erde, Kap. 67, V. 11 )

Das Gefühl ist hier die Sprache der geistigen Welt: Das Gefühl von Frieden und Sanftheit im Menschen zeigt an, was gerade in einem wirkt: Die Harmonie guter Geister. Wenn man dagegen zum Beispiel auf etwas schaut, was die Welt einen wunderschönen Ausdruck der Liebe nennt und man erfährt in sich Unzufriedenheit, so ist diese Unzufriedenheit der Ansporn der geistigen Welt, weiter nach dem wahren Ausdruck von der göttlichen Liebe zu suchen. Auf diese Weise wird erkennbar das Erwachen und das Aufwachsen des göttlichen Geistes in der eigenen Seele.

In der Neuoffenbarung heißt es hierzu: "Je mehr Liebe ein Mensch aber zu Gott und zum Nächsten in sich wird lebendig zu fühlen anfangen, und je barmherziger er in seinem Gemüte wird, desto größer und stärker ist auch schon der Geist Gottes in seiner Seele geworden. Denn die Liebe zu Gott und daraus zum Nächsten ist ja eben der Geist Gottes in der Seele des Menschen. Wie diese zunimmt und wächst, also auch der Geist Gottes in ihr. Ist am Ende der ganze Mensch zur reinen und allerwohltätigsten Liebe geworden, so ist auch schon die völlige Einung der Seele mit dem Geiste aus Gott erfolgt, und der Mensch hat für ewig das von Gott ihm gestellte allerhöchste Ziel des Lebens erreicht." ( Das Große Evangelium Johannes, Band 7, Kapitel 223, Vers 10 )

Der Mensch ist von Gott und auf Gott hin geschaffen. Wie Gott die Liebe ist, so soll auch der Mensch in der Gemeinschaft mit Gott aus der Liebe leben. Der Mensch ist Gottes geliebtes Geschöpf, das Gott wiederlieben soll, indem es Gottes Liebe zu allen Menschen und zur gesamten Schöpfung mitvollzieht. Jesus Christus spricht hierzu ( Johannes 13, 34-35 ): "Ein neues Gebot gebe Ich euch, dass ihr euch untereinander liebet, wie Ich euch geliebt habe ... Daran wird jedermann erkennen, dass ihr Meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt."

Es heißt: "Wo Liebe und Güte, da ist Gott", denn Gott ist die Liebe ... und weil Gott die Liebe ist, wird Er Sein "Versprechen der Liebe" halten: Er wird dem, den Er liebt, wirklich Sicherheit, Geborgenheit und Erfüllung schenken. Er wird ihn aus aller Not heraus helfen, um ihn das Heil zu schenken. Von daher braucht der, der sich als Kind Gottes geliebt weiß, in seinem Handeln nicht mehr von der Angst um sich selber leiten zu lassen: Er weiß sich im Gebet von Gott getragen.

Aus diesem Grund kann der Mensch im Gebet nur dann wahrhaft er selbst werden, wenn er im Glauben sein Leben auf Gott gründet ... und es Ihm vollständig übergibt. So wird Gott dem Menschen gegenüber nicht nur als der Schöpfer, sondern auch als der Gott der Gnade gegenwärtig: Erlösung zur Liebe Gottes durch die Liebe zu Gott, das ist der Kern der christlichen Erlösungsbotschaft.

Gott ruft den Menschen aus dem engen Kreis der Angstbefangenheit heraus und schickt ihn im Gebet auf den Weg der Liebe, der ihn ins "gelobte Land" führt: Zur Wesenswandlung durch Gottes Gnade. Erlösung im christlichen Sinne heißt demnach, dass Gott durch Seine Liebe den einst gefallenen Engel im Menschen durch die Wiedergeburt des Geistes ( die "Taufe mit dem heiligen Geist" ) von seiner Angst erlöst und zu einer selbstlosen Liebe befreit, die untrennbar Gottes- und Nächstenliebe ist. Von daher folge man der Stimme des Herzens und lasse sich nicht länger Angst machen und verwirren: Man beginne zu beten und geistig Kontakt mit Gott aufzunehmen.

Denn dieses Gebet bedeutet, das man - für die Dauer des Gebetes - die eigenen Gedanken, Ängste, Trauer und Pläne loslässt ... und durch das Loslassen gelangt man auf den Weg in die Freiheit und Herrlichkeit Gottes. In der Neuoffenbarung heißt es hierzu: "Es muss aus der Seele alles hinaussterben, was nicht des Geistes ist. Solange irgendeine äußere Nötigung die Seele noch in einigen Lebensfibern gefangenhält, kann der freie Gottesgeist sich nicht in ihr völlig ausbreiten und die Seele frei machen von jeglichem Gericht." ( Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum, Bd. 2, Kap. 210, V. 3 ) Ja, das ist es, wozu Jesus Christus die Menschen anregt: Ihm zu trauen und Ihm zu folgen, nicht nur halb, sondern ganz und gar. In Seiner Barmherzigkeit zeigte Er einst auf Erden den Menschen den Weg, der sie stückweise voranschreiten lässt, weg vom Selbst hin in Sein Reich ... und dieser Weg ist der Weg der Kontemplation.

Gerade in der Kontemplation erfährt dann der Mensch die stärksten religiösen Gefühle. Denn auch wenn der Mensch schon ein "Wissen" und eine "Ahnung" von Gott in sich trägt, hier drückt sich die transzendente Welt durch bewusst erlebte Gefühle ganz besonders aus: Wer sich also hinsetzt und meditiert, dem fließt ein ständiger Strom aus Gedanken und Gefühlen durch einen hindurch. Dieser Strom tut einem gut oder auch nicht ... und man weiß: Das alles ist man nicht selber. Denn dieser Strom kommt von außerhalb ... von einer transzendenten Welt, die sich mit dem heutigen naturwissenschaftlichen Instrumentarium nicht messen lässt. Eine Welt, über die nur spekuliert - oder geglaubt werden kann.

 


So hat Jesus Seinen Namen geschrieben:

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In einer Zeit, in der viele Menschen die Informationen vermehrt auf digitalem Wege aufnehmen, heißt es hierzu in der Bibel ( Hebräer 13, 16 ): "Gutes zu tun und mit anderen zu teilen, vergesst nicht; denn solche Opfer gefallen Gott."

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