Ein Brief aus dem Himmel
An dieser Stelle möchte ich Ihnen, liebe(r) Leser(in), mitteilen, dass
ich gut im Himmel angekommen bin. Hier wohne ich bei Gott ... und hier gibt es keine Tränen und keine Traurigkeit mehr. Denn hier ist die
ewige Liebe zu Hause.

Auch Sie werden hier später ankommen. Doch zuvor gibt es noch einige
felsige Straßen und steile Hügel zu überwinden. Aber seien Sie sich bewusst: Das, was Sie auf dieser Strecke an Liebe anderen weiterreichen,
das wird auch auf Sie einmal zurückkommen ... und wenn Sie jemand helfen, der sich traurig fühlt und Schmerzen hat, dann können Sie abends
getrost im Gebet zum Herrn sprechen: "Herr, dieser Tag war nicht vergeblich!" Von daher lege ich es Ihnen ans Herz: Leihen Sie ruhig
demjenigen die Hand, der sich traurig und bedrückt fühlt. Denn es wird damit allen geholfen: Ihm und Ihnen. Die Heilige Teresa von Avila
schrieb hierzu einst auf Erden: "Der Herr verlangt nur zwei Dinge von uns: Liebe zu Seiner Majestät und zum Nächsten. Darum haben wir zu
ringen. Bewahren wir sie ohne Fehl, so tun wir Seinen Willen und sind dadurch eins mit Ihm."

Und jedes mal, wenn Sie an Gott denken, weiß Er, dass Er in Ihrem Herzen
vermisst wird ... und Er wird Ihnen einen weiteren Engel - wie mich - zu Ihnen senden, der Sie begleitet. In der Neuoffenbarung heißt es hierzu: "Da gibt es keinen Menschen, der
nicht wenigstens drei Schutzgeister, zwei Engel und einen großen Engel hätte, über die noch ein Siebenter wacht, Den ihr schon wohl kennet!" ( Die Erde, Kap. 50, V. 5 )
Diese Engel werden Sie dann einst an die Pforte des Himmels führen ... und wir beide werden uns dort begegnen ... ja, im Himmel ... und es wird ein neues Leben für Sie
beginnen. Denn hier - im Himmel - werden Sie frei sein von irdischen Zwängen und Nöten.


So gehen Sie nun hin in die Welt und geben Sie ein Zeugnis von diesem
Brief: Verkünden Sie dessen gute Botschaft. Sagen Sie, dass Gott alle Menschen beschützen will, die Seinen Willen annehmen. Gott wird mit
Ihnen sein und Sie zu Seinem lebendigen Zeugen machen - zu einer Ikone auf Erden, durch die die diesseitige Welt das Jenseits vermittelt
bekommt. Denn Jesus sagt ( Lukas 11, 23 ): "Wer nicht mit Mir ist, der ist wider Mich, und wer nicht mit Mir sammelt, der zerstreut."
Alle Seine Heiligen Apostel können dies übereinstimmend bestätigen ... und laut dem Apostel Paulus sind es gerade die Apostel, die das höchste
von Gott eingesetzte Amt in der neutestamentlichen Gemeinde innehaben ( 1. Korinther 12, 28-31 ). Sie sind die wahren Stellvertreter Christi
auf Erden.

Jede Bewegung irgendeines Geschaffenen, auch die des Geistes, strebt
nach Ruhe und Stille, dem zwangsläufigen Endziel der Geschöpfe. Soll Gott, der in der ewigen Ruhe weilt, zu den Menschen sprechen, so
müssen alle Dinge im Menschen schweigen. Soll Gott in edler Weise wirken, so muss Ihm eine Stätte, ein Platz eingeräumt werden, wo Er
liebevoll in Ihnen einwirken kann. Dies ist dann der Ort der Erleuchtung, wo der Himmel die Erde zu berühren scheint.
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Es genügt demnach nicht, irgendwelche menschliche Vorstellungen von Anstand und Sitte zu genügen. Der Christ erhält als Diener Gottes seine Maßstäbe
durch die inwendige Erleuchtung des Heiligen Geistes, welche es ihm ermöglicht, Gott ähnlich zu leben. Möge Gott Ihnen diese Erleuchtung geben, auf dass wir uns alle im Himmel wieder sehen,
wo wir Ihn alle ewig loben.

Bedingt durch das Vorhandensein der Engel ( und ihrer christlichen Lebenseinstellung ) lässt sich schon in der Gegenwart auf Erden das Himmlische und
Zukünftige erahnen. In ihrer Existenz erscheint dem irdischen Leben ein Ideal, das Gott und dem Nächsten geweiht ist, dass die eigenen Gaben liebevoll weiterschenkt. Die Vollkommenen, die Engel, haben vor allem das
Amt des Seelenführers inne: Sie sollen die Menschen beschützen, indem sie die Bösen zum Guten rufen. Hierbei ist das Gebet die notwendige Voraussetzung. Denn dieses führt in die göttliche Welt und in die Fülle der
geistigen Gaben, die ich Ihnen von Herzen wünsche.

Ihr Schutzengel
Erzengel Gabriel