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sollten Sie aber besser nicht tun. Darum klicken Sie am besten ganz schnell wieder weg! Denn hier geht es um Dinge, mit denen Sie - gemäß den allgemeinen gesellschaftlichen Konversationsregeln - auf keinen
Fall in Berührung kommen dürfen.
Sie wollen trotzdem weiterlesen? Alle Achtung: Sie trauen sich was!
Doch Vorsicht! Diese Web-Seite hat es in sich: Sie behandelt christliche Themen, über die man in der heutigen Gesellschaft gerne den Mantel des Schweigens ausbreitet: Man denke hier nur an die Frage nach dem Tod
und was danach kommt. Denn ist es nicht so, dass dieses Thema selbst für ältere Menschen oftmals tabu ist?
Darum stelle ich Ihnen noch einmal die Frage:
Lesen oder nicht lesen? Die Entscheidung liegt bei Ihnen ... Doch wenn Sie schon mal bis hierher gekommen sind, so gehe ich auch davon aus, dass Sie sich zur Lektüre entschlossen haben.
Ich begrüße das! Schließlich erhalten Sie auf dieser Web-Seite eine Antwort auf die oben gestellte Frage: Wenn es ein Leben nach dem Tod gibt, wie wird es sein?
Formaler Aufbau: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit
gliedert sich diese Web-Seite in drei Kapitel mit folgenden Überschriften:
Ausgangslage: Die Frage, wie man seine Persönlichkeit frei von den
Zwängen dieser Welt entfalten kann, beschäftigt die meisten Menschen mindestens einmal im Leben sehr intensiv. Doch leider gibt es in der heutigen ( modernen ) Gesellschaft noch immer sehr viele Menschen, die - theologisch betrachtet -
sich in Unfreiheit befinden, da sie keine Gemeinschaft mit Gott kennen beziehungsweise wollen, sondern stattdessen - in ihrem Hochmut - als Schöpfer ihrer selbst leben: Sie rufen nach Zerstreuung, wo Sammlung Not täte, und stürzen sich
ins Vergnügen als Ersatz für Ihre verlorene Fähigkeit, echte Freude zu empfinden. Dabei ist ihnen doch klar: In der Befriedigung der leiblichen Bedürfnisse und in dem Auskosten von fleischlichen Genüssen liegt keineswegs das Ziel
menschlichen Lebens: Wer sein Leben nur auf dem Ausleben seiner Triebe aufbaut, der verfehlt den eigentlichen Zweck des irdischen Daseins und dient dem Verfall der Sitten.
Doch wie kann es nur dazu kommen, dass so viele Menschen diesen geistigen Tod vorziehen
und - theologisch betrachtet - das Ziel ihres irdischen Lebens verfehlen? Der Philosoph Immanuel Kant ( 1724-1804 ) stellt hierzu in seinem Werk "Was ist Aufklärung?" - aus einer rationalistischen Betrachtung heraus - folgende These
auf: "Faulheit und Feigheit sind die Ursachen, warum ein so großer Teil der Menschen, nachdem sie die Natur längst von fremder Leitung freigesprochen, dennoch zeitlebens unmündig bleibt; und warum es anderen so leicht wird, sich zu
deren Vormündern aufzuwerfen. Es ist so bequem, unmündig zu sein. Habe ich ein Buch, das für mich Verstand hat, einen Seelsorger, der für mich Gewissen hat, einen Arzt, der für mich die Diät beurteilt, und so weiter, so brauche ich
mich ja selbst nicht zu bemühen. Ich habe nicht nötig zu denken, wenn ich nur bezahlen kann; andere werden das verdrießliche Geschäft schon für mich übernehmen."
Die Ursache für den Verlust der inneren Freiheit liegt - nach der Auffassung von Immanuel
Kant - an der Trägheit und Mutlosigkeit der Menschen ( und dadurch bedingt: am Mangel des Verstandes ). Doch meines Erachtens ist es gerade das Zeitalter der Aufklärung, das mit seinem zweckrationalen Denken die Allgemeinheit zur
Trägheit und Mutlosigkeit - bezogen auf die geistliche Einkehr ( und damit: auf die innere Freiheit ) - geführt hat: Seit dieser Zeit haben sich die meisten Menschen von jeder Metaphysik abgekehrt und sich in erster Linie den
materiellen Gegebenheiten zugewandt. Damit verengt sich der Horizont vollständig auf die Eigenwelt des Menschen, so dass man die geistliche Einkehr nur noch für Leerlauf und vergeudete Zeit hält.
Durch diesen Verlust folgt man in der ( "aufgeklärten" ) Gesellschaft einem mehr oder minder
platten Rationalismus, der beim Menschen die transzendente Wirklichkeit völlig ausgeklammert und die frohe Botschaft Christi auf ihren Weltbezug reduziert: So wird ein vor ca. 2000 Jahren glühender Glaube gegen die Kälte des Verstandes
ausgetauscht und die wahren Kulturwerte, die stets einen Hauch der Unvergänglichkeit ausströmten, von einem aufdringlichen und zumeist atheistischen Kulturbetrieb verdrängt, der die Seele leer und das Gemüt gefrieren lässt: Dieser
Kulturbetrieb besitzt nicht mehr die geistige Symbolkraft, sondern unterliegt vorzugsweise dem oberflächlichen Reiz der Unterhaltung.
Der erfolgreiche Gegenwartsmensch, der in Politik, Wirtschaft und Kultur den Ton angibt,
tut alles, um sich vor der Selbsterkenntnis zu hüten und beachtet den als seinen Feind, der ihm die hilfreiche Wahrheit sagt. Stattdessen traut er dem begabten, erfinderischen und vernünftigen Menschengeist alles zu. Er glaubt,
grenzenlos geworden zu sein, während er sich selbst in das Gefängnis des Materialismus gesperrt hat und darin der Unwissenheit frönt, ein Besessener, der sich Herrscher dünkt. Denn trotz großer wissenschaftlicher Erkenntnis lässt er
sich freiwillig die Luft, die er atmet, verpesten, verschmutzt er mutwillig das Wasser, das er trinkt, verödet er sinnlos den Boden, der ihn nährt.
In diesem geistigen Vakuum, das aus der oben beschriebenen Aufklärung und der Hinwendung
zu einer Ich-zentrierten Lebenswahrnehmung entstanden ist, wird der einzelne zum Mittelpunkt all seiner Aktivitäten: "Fit for fun" lautet dementsprechend das Lebensmotto der erlebnishungrigen und körperbetonten Generation zu Beginn des
21. Jahrhunderts: "Ich habe einen Körper, also bin ich" ist ihr Glaubensgrundsatz ... und am Ende ihrer Religiosität stehen Nervenkitzel wie zum Beispiel Freeclimbing und Bungee-Springen, hinter denen sich der Traum vom "surfenden
Lebensstil" ohne An-Bindung und Haftung an eine transzendente Welt verbirgt.
Der Neuplatoniker Plotin ( 203-270 ) schreibt hierzu schon im dritten Jahrhundert:
"Die meisten Menschen üben von Ihrer Geburt an mehr ihre sinnliche Wahrnehmung als ihren Geist und sind durch die Not gezwungen, ihre Aufmerksamkeit zuerst auf die sinnlichen Dinge zu richten ... Die einen bleiben dabei und
verbringen ihr Leben, ohne nach etwas Weiterem zu suchen. Sie betrachten dieses Leben als das Schlechte, die Vergnügungen als das Gute. Sie schließen daraus, dass man das eine vermeiden, dem anderen fortwährend nachjagen müsse.
Hierin bestehe die Weisheit und Lebenskunst, glauben jene unter ihnen, die sich einbilden, "vernünftig" zu sein ... Erst mit der Hinwendung nach innen stellt sich aber das "Er-innern" - das Innewerden des wirklichen Wesens und der
geistigen Heimat - allmählich wieder ein."
Wer erinnert sich in diesem Zusammenhang nicht an Platons ( 427-347 v. Chr. ) Ideenlehre,
wonach alles Wissen nur "Wiedererinnerung" ist ... und somit liegt für den Neuplatoniker Plotin in der "Er-Innerung" das Geheimnis der Befreiung. Diese "Er-Innerung" wird geweckt durch ein Heimwehgefühl, das sich durch das ganze
Leben zieht. Mit anderen Worten: Obwohl man schöne Zeiten erlebt, spürt man immer wieder diese tiefe Sehnsucht nach einem Platz, wo man hingehört und sich wirklich zu Hause fühlt. Doch nirgendwo sonst wird man dieses "nach Hause kommen"
finden als in der Gemeinschaft mit Gott. Dafür hat Gott ja schließlich den Menschen erschaffen, damit dieser eine persönliche Beziehung zu Ihm aufbaut. Für jeden Menschen gilt demnach: Ein Leben ohne Gott ist ein vertanes Leben - wie
auch Jesus Christus sagt ( Matthäus 16, 26 ): "Was hilft es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber sein Leben verliert?"
Aus dieser Sicht heraus ergibt sich folgende Erwachsenenbildung: Von Geburt an wird das
Leben des Menschen durch das äußere Umfeld geprägt: Der Mensch erwacht zuerst einmal über die Körpersinne und wird dabei in die Außenwelt gezogen. Die Frage nach den geistigen Werten und Gesetzmäßigkeiten hat sich die Seele noch nicht
gestellt, da ihr der Leib realer und näher ist als ihr innerer Geist. Dieser ruht noch eingehüllt und verschlossen in der Seele, bis diese erwacht und den ersten Gedanken denkt, der über den Leib und das Alltägliche hinausgeht. Es ist
dann dieser heilige und belebende Moment, wo die Seele den Anruf des Geistes in sich verspürt und sich selbst ein wenig von den Banden ihres Leibes ( dem "Gefängnis der Materie" ) lockert, um die ersten Gehversuche in der Gemeinschaft
mit der göttlichen Einsprache zu unternehmen: Denn der Zweck des Lebens ist es, das ganze Streben dem Geiste zuzuwenden und die Seele von ihm durchdringen zu lassen.
Ja, es ist dieser Geist, in dem die göttliche Intuition und die eigentliche Wahrheit für
die Seele wurzeln, die zwischen dem Leib und dem göttlichen Geist steht. So vermag eine Seele, die in der Ordnung Gottes lebt, auch den Leib bei steter Gesundheit zu erhalten. Doch dem Weltmenschen von heute bangt es vor der Einstrahlung
des Geistes, weil das Leben sich von Grund auf verändert, sobald diese Einstrahlung zu wirken beginnt. Die gewohnte Trägheit, das Sich-zu-Hause-fühlen in den materiellen Dingen schwindet. Man fühlt sich fremd in den irdischen Bezügen.
Man "spielt nicht mehr mit", wie es in der herrschenden Gesellschaft heute heißt. Der vom göttlichen Geist beherrschte Mensch wird äußerlich einsam. Er wird gemieden und verlacht beziehungsweise missverstanden.
So kann der Mensch auf zweierlei Art die Wirklichkeit wahrnehmen: Zum einen kann er
forschen mit dem Herzen ( das heißt: über die geistliche Empfindung ) und zum anderen über die äußerlichen Sinneseindrücke und die dann einsetzende Logik des Verstandes. Wer dagegen die Wahrnehmung der Wirklichkeit zu sehr auf die
körperlichen Sinneseindrücke beschränkt ( und so der transzendenten Einsprache den Rücken kehrt ), darf sich nicht wundern, wenn er von den reingeistigen Dingen nichts mehr fassen und verstehen kann. Bezogen auf die heutige Zeit
bedeutet dies, dass die Mensch gespalten leben: Zum einen wissen sie vieles vom Universum und von der aktiven Freizeitgestaltung, doch von sich selbst und der transzendenten Welt wissen sie nur wenig.
Der moderne Mensch lebt demnach viel zu sehr mit der Logik des Verstandes in einer meist körperbetonten Sinnenwelt, die sich nur ungern geistig binden will: Seine ganze Aufmerksamkeit und sein Forschen hat er eher in
das Äußere und die Weite verlegt, statt in das Innere und die geistige Tiefe - wie es schon die alten Epikuräer unter der Devise eines Genussmenschen taten: "Lasset uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot." ... und dennoch
wartet immerzu der Geist Gottes, um sich in der Seele des Menschen zu entfalten, sie zu erwecken und zu führen.
Das Wort von Novalis ( 1772-1801 ): "Nach Innen geht der geheimnisvolle Weg" gehört aus
diesem Grund nicht nur Weltraumfahrern, sondern auch Touristen unserer Tage ins Stammbuch geschrieben, denen kein Kontinent weit genug entfernt ist. Ihr Streben nach Weite zeigt, dass bei ihnen die so genannten "Adventures" ( die
äußeren Erfahrungen ) im Vordergrund stehen. So lassen sich viele von Reiseprospekten und Werbeversprechen verführen. Urlaub wird hier immer häufiger zum durchgestylten Event, das vielen dazu dient, ihren Sozialstatus auszudrücken.
Man fährt in die Dominikanische Republik oder nach Thailand, weil das halt chic ist. Um die kostbare Zeit des Jahres effektiv in Erholung zu verwandeln, ist jedoch zunächst ein Ausflug nach innen erforderlich. Denn was will die
menschliche Seele eigentlich wirklich? Novalis schreibt hierzu in seiner Schrift "Blütenstaub":
Wir träumen von Reisen durch das Weltall -
ist denn das Weltall nicht in uns?
Die Tiefen unseres Geistes kennen wir nicht -
nach Innen geht der geheimnisvolle Weg.
In uns, oder nirgends ist die Ewigkeit mit ihren Welten -
die Vergangenheit und Zukunft.
Es soll hiermit aber nicht alles verworfen werden, was der Mensch in Eigenliebe tut,
sondern zum Ausdruck gebracht werden, dass die Eigenliebe einen besonderen Stellenwert in der Welt hat. Denn dieses Leben wurde dem Menschen von Gott gegeben, damit er geistig reife, sein Urteilsvermögen festige und das wirkliche Leben
für die Ewigkeit bewahre: Nicht im Sinne einer Abgötterei oder der übertriebenen Genusssucht, sondern im Sinne eines tiefen Respekts vor der göttlichen Ordnung: So muss auch jeder Mensch danach trachten, über Gut und Böse ein gerechtes
Wissen zu erlangen. Schließlich gehört es zur Ordnung Gottes, dass der Mensch zu unterscheiden versteht.
In diesem Sinne kommt es auf das rechte Maß in allen Dingen an: Ein Zuviel ist dabei genauso schädlich wie ein Zuwenig, weil beides nicht zu Gott führen kann. Ein Begehren und Lieben über das zugeteilte Maß der göttlichen
Ordnung bedeutet nämlich nicht nur eine Übertreibung, sondern wird von Gott sogar als Sünde angesehen - Sünde verstanden als eine Absonderung von der göttlichen Ordnung.
Ein Zuviel würde zur Überbetonung des leiblichen Wohls, zur reinen Genusssucht und damit
zum Hochmut führen, ein Zuwenig in die Minderwertigkeit ( ... und womöglich zum Selbstmord ). Zwischen beiden Polen wird sich die Eigenliebe des Menschen bewegen müssen. Und es wird sicherlich auch von der jeweiligen Lebenssituation
abhängig sein, wie groß die Fürsorge um sich selbst sein kann und muss.
Wenn man allerdings diese Frage vernachlässigt, wird nur die Orientierungslosigkeit
und Verunsicherung unter den Menschen zunehmen. Der Glaube an Gott verkommt dann zu einer Phantasievorstellung, die man bei den Menschen gewähren lassen kann, weil sie im Grunde nicht schadet. Denn die Religion ist hier nur ein dem
Pöbel einzuimpfendes System von Einbildungen, das als sehr klug und notwendig empfunden wird - ein Mittel, um das schlechte Gewissen zu beruhigen und über den wirklichen Zustand hinwegzutäuschen: Der wahre Zustand ist, dass man
Gott nur noch der äußeren Form nach dient.
Paulus schreibt hierzu ( Philipper 2, 21 ): "Sie suchen alle
das Ihre, und nicht, was Jesu Christi ist." Diese Worte charakterisieren sehr treffend den heutigen Zeitgeist. Denn wer nimmt heutzutage noch Kenntnis von Richtlinien des Evangeliums? Für immer mehr Mensch ist der biblische Gott längst
tot. Dafür wächst die Zahl der Selbstgerechten, jener Menschen, die meinen, keines Erlösers zu bedürfen. Mammongier und Vergnügungssucht heißen die Götter, an die sie glauben. Sie haben sich dafür entschieden, sich ein Leben nach ihrer
Weise zu schaffen, außerhalb der Gebote Gottes. Die Welt ist nur noch dazu da, ihre diversen Begehrlichkeiten zu befriedigen, und der Sinn des Lebens erschöpft sich darin, seinen Spaß zu haben. Die trügerischen Verheißungen der Welt
sind dem heutigen Menschen ungleich wertvoller als der Heilszuspruch Gottes.
Herausgelöst aus den religiösen Bindungen hofft der Mensch mit Hilfe von Wissenschaft und
Technik die Verwirklichung des Paradieses auf Erden zu erreichen. Denn Wissenschaft und Technik haben mit ihren Entdeckungen und Erfindungen den Menschen in ihren Bann gezogen und alle höheren geistig-religiösen Werte verdrängt: In
dem Maße, wie den Fortschrittsideen der Maschinenkultur gehuldigt wurde, wuchs auch die Glaubens- und Lieblosigkeit unter den Menschen. Schrankenloses Wirtschaftswachstum und unbegrenzter Konsum sind zu den alles bestimmenden
Steuerungsprinzipien der maßlosen und gottfernen Welt geworden. Die Menschen des 20. und 21. Jahrhunderts haben die Maschinen und den Computer zu ihren Gottheiten erhoben und sich selbst zu ihren Sklaven gemacht.
An
die Stelle eines gemeinschaftlichen Lebens mit Gott in Demut ( das Wort "Dienmut" bedeutet hier den "Mut" zu "dienen" und sich ein- und unterzuordnen unter den Willen Gottes ) ist nun der Glaube an den grenzenlosen wissenschaftlichen
Fortschritt getreten, in dessen Folge Roboter und Vollautomatisierung stehen, die den Menschen überflüssig machen. Denn alles untersteht nunmehr einer knallharten Kosten-Nutzen-Analyse, da es in dieser Welt allein auf den Geschäftsvorteil
ankommt. Der Mensch wird als "Arbeitskraft" zu einem Objekt der Gewinnkalkulation des Unternehmers ( Kapitalisten ) herabgewürdigt.
Die Ursache für dieses hemmungslose Gewinnstreben einzelner liegt in der oben genannten
materialistischen Weltanschauung ( dem "Gefängnis des Materialismus" ), bei der man in der Materie den Grund aller sichtbaren Wirklichkeit sieht; und zwar nicht allein der stofflichen, sondern auch der seelischen und geistigen Realität.
Auf dieser Grundlage entstand im 19. Jahrhundert nicht nur ein egoistisch agierender Kapitalismus, sondern auch - als dessen Gegenströmung - der Marxismus, bei dem der Grundsatz von Friedrich Engels ( 1820-1895 ) gilt: "Die Materie ist
nicht ein Erzeugnis des Geistes, sondern der Geist ist selbst nur das höchste Produkt der Materie ... Außer der Natur und dem Menschen existiert nichts." Demnach ist Gott nur eine Erfindung der Menschen, so dass Wladimir Iljitsch Lenin
( 1870-1924 ) sagt: "Wir müssen die Religion bekämpfen. Das ist das A und O des gesamten Materialismus und folglich auch des Marxismus." Und ebenso unverblümt heißt es bei Karl Marx ( 1818-1883 ): "Der Kommunismus gibt die ewigen
Wahrheiten auf, er schafft alle Religionen und jede Moral ab."
Neben diesem dialektischen Materialismus marxistischer Prägung entstanden ab dem 19.
Jahrhundert unter anderem auch noch die Geistesrichtungen des Naturalismus und des Empirismus, bei dem nur das als wirklich angesehen wird, was mit naturwissenschaftlichen Methoden erfassbar und nachweisbar ist.
In diese Richtung passt dann auch die darwinistische Erklärung, nach der die Entstehung der Arten einer Evolution unterliegt. Demnach wäre die Welt aus reinem Zufall entstanden und hätte
sich über die Mutationen weiterentwickelt. Für diese These fehlt jedoch zum Beweis die Übergangsform, das fehlende Zwischenglied ( Missing link ). Stattdessen weisen alle Fakten zwingend darauf hin, dass ein Schöpfer am Werk war, der
die einzelnen Arten erschaffen hat, und zwar stufenweise in immer höhere Formen: Nicht die Materie ist somit das Ursprüngliche, sondern der Geist steht am Anfang. Denn selbst das Denken ist nicht ein Produkt des Gehirns, sondern des
Geistes, wie auch das Klavier nicht die Neunte Symphonie hervorgebracht hat, sondern Ludwig van Beethoven ( 1770-1827 ). Das Klavier bildet hierbei lediglich die Voraussetzung für das Spielen, wie auch das Gehirn lediglich die
Voraussetzung zum Denken ist: Nicht die sichtbare, aber vergängliche Materie ist das Reale und Wirkliche, sondern der unsichtbare, unsterbliche Geist ist der Urgrund der Materie ... und das Denken ( mit der Gabe der Intuition ) bleibt
somit auch ein "geistiges" Geschehen. Das Gehirn hat hierbei nur eine untergeordnete Funktion. Seine Aufgabe ist es, die höhere Wirklichkeit ins gewohnt Materielle zu übersetzen.
Die Materie, die übrigens auch für die Inder nur eine Scheinwelt ( Maja ) darstellt und auf
Sinnestäuschung zurückzuführen ist, geht einzig und allein aus dem Geist hervor: Gott ist die Urquelle aller Erscheinungsformen, und die Urelemente des geschaffenen Universums sind nichts anderes als eine Gedankenkraft des Geistes,
so dass man hinter der sichtbaren Schöpfung, sofern man es will, ein geistiges Konzept erkennt. Von daher ist es nun auch an der Zeit, sich von der Zwangsjacke zu befreien, die der Materialismus des 19. Jahrhunderts dem allgemeinen
philosophischen Weltbild auferlegte.
Der Darwinismus ist demnach keine wissenschaftliche Tatsache mehr, sondern reine
Spekulation. Zwar ist der Mensch, was den Körper anbelangt, bis in die tiefsten Wurzeln mit dem Tierreich verbunden; aber durch das Besondere seiner "Innerlichkeit, den Geist" ist er als das ganz Andere im Reiche der Lebendigen dem
Tierreich weitgehend entrückt - wie es auch in der Bibel heißt ( 1. Mose 1, 27 und 1. Mose 2, 7 ): "Gott schuf sich den Menschen nach Seinem Bilde ... Und Gott blies ihm den lebendigen Odem ( hebräisch Ruach: Geist ) ein."
Vor dem Hintergrund der materialistischen Naturwissenschaft ( und der Leugnung Gottes )
steht das 21. Jahrhundert im Zeichen der technischen Perfektion gepaart mit dem Atheismus: Dahinter verbirgt sich eine Wissenschaft, die allergisch auf alles reagiert, was nach Geist und Seele riecht, weil sie so etwas nicht messen und
berechnen kann. Stattdessen kommt eine Technik zum Vorschein, die alles als machbar ansieht ... und zum Ungeist wird, weil sie die Arbeit abschafft und die Menschen dazu bringt, dass sie zukünftig um ihre nackte Existenz Krieg führen
müssen.
Während es der naturwissenschaftlich
orientierte Mensch von heute überaus schwer hat, an Wunder zu glauben, erkennt der religiös-suchende Mensch aus diesem inneren Zustand der Welt, wie nahegerückt jene Endzeit ist, von der die Apokalypse ( Die Offenbarung des Johannes )
mit ihren Posaunen und Zornesschalen weissagt. Denn diese, von der Menschheit selbst verschuldete katastrophale Zuspitzung hat ihren Ursprung in der geistigen Krise. Und so lässt sich angesichts der unaufhaltsamen Zerstörung der Umwelt
- dem biologischen Eingriff in die Natur durch Vernichtung der Wälder und Verseuchung der Gewässer - eines mit Bestimmtheit feststellen: Der Mensch hat nur dann eine Zukunft, wenn auch die Umwelt eine Zukunft hat ... und diese Zukunft
ist nicht nur eine Aufgabe des wissenschaftlichen und technischen Kalküls, sondern vielmehr der sittlichen Verantwortung.
So sterben jeden Tag 100 Tier- und Pflanzenarten aus und täglich geht ( durch die
Abholzung der tropischen Regenwälder ) unwiederbringbar mehr fruchtbarer Boden verloren, als in 100 Tagen entstehen kann. Der russische Dichter Fjodor M. Dostojewski ( 1821-1881 ) schreibt hierzu: "Wenn es keinen Gott gibt, dann ist
alles erlaubt" ... und durch das Gewissen kommen einem selbst folgenden Fragen auf: Wo bleibt in diesem umweltsensiblen 21. Jahrhundert die dringend notwendige Bekehrung beziehungsweise: die geistige Erneuerung? Denn ist nicht die
besorgniserregende Umweltverschmutzung eine äußere Manifestation der inneren Seelenverschmutzung? Weist nicht die Ausbeutung der natürlichen Lebensräume in gravierender Art auf den missbräuchlichen Umgang des Menschen mit sich selbst
und seinen Mitmenschen hin?
Prophezeiung: So wie die Menschheit vor circa zweitausend Jahren am Beginn des nun abklingenden
"Fischezeitalters" stand, so steht sie jetzt - astrologisch gesehen - vor dem Sonnenzeitalter des Wassermanns. Aufschlussreich hat hierzu der Abt Joachim von Fiore ( 1130-1202 ) die Geschichte in drei Zeitalter gegliedert, welche er
auf diese Weise mit der Dreieinigkeit Gottes in Verbindung bringt: Es ist zum einen das Zeitalter des Vaters ( Altes Testament ), dann des Sohnes ( das Fischezeitalter, das mit dem Neuen Testament beginnt ) und schließlich des Heiligen
Geistes ( Wassermannzeitalter ), wobei für dieses Dritte Zeitalter die geistige "Wiederkunft Christi" verheißen ist: Die Geburt der Liebe, der Weisheit und des Friedens in allen Menschen, die guten Willens sind. Weil sich jedoch auch
Ungezählte wissentlich und mit Willen diesem Erwachen des Christusgeistes in sich verschließen, darum wird für solche das nahende "Weltgericht" nicht die Umwandlung und Vergeistigung bedeuten.
Joachim von Fiore schreibt:
Das Alte Testament stellt den Vorhof dar.
Das Neue Testament das Heiligtum.
Das Ewige Evangelium ist das Allerheiligste.
Im ersten treibt die Furcht.
Im zweiten offenbaren sich Gnade und Glaube.
Im dritten wird die vollkommene Ausströmung der Liebe sein.
Das erste war die Zeit der Knechtschaft.
Das zweite die Zeit sohnhafter Verbindung.
Im dritten wird die Freiheit leuchten.
Und weiter heißt es: "Dem Zeitalter des Vaters, das von Abraham bis Christi Geburt dauerte,
folgte das zweite Zeitalter des Sohnes seit der Geburt des Heilands. Ein drittes, abschließendes Zeitalter wird kommen, das des Heiligen Geistes. Das Gesetz des ersten ist in den Büchern des Alten Testaments, das des zweiten in den
Schriften des Neuen Testaments geschrieben. Das Gesetz des dritten und letzten Zeitalters wird das "Ewige Evangelium" der Johannesoffenbarung ( Kapitel 14, Vers 6 ) sein, der Ichbegriff aller in der Christuslehre verborgenen höheren
Wahrheit."
Und Angelus Silesius ( 1624-1677 ) dichtet hierzu über das Ende des "Zeitalters des Sohnes"
im "Cherubischen Wandersmann":
Der Vater war zuvor, der Sohn ist noch zur Zeit,
Der Geist wird endlich sein am Tag der Herrlichkeit.
Und der deutsche Philosoph Friedrich Wilhelm Schelling ( 1775-1854 ) verkündete hierzu in
seinem Werk "Philosophie der Mythologie und Offenbarung": "Das Gesetz des dritten Zeitalters ( des "Geistzeitalters" nach Joachim von Fiore ) wird das neue Evangelium sein, das "Ewige Evangelium" der Johannes-Offenbarung, der Inbegriff
aller in der Christuslehre verborgenen höheren Wahrheit."
Zu den entscheidenden Phasen der Endzeit zählt also nach der Offenbarung des Johannes ein
aus den Himmeln angekündigtes "Ewiges Evangelium". Es heißt ( Offenbarung 14, 6 ): "Und ich sah einen anderen Engel fliegen durch die Himmelsmitte, der hatte ein Ewiges Evangelium zu verkünden über die Erdbewohner und über alle Nationen
und Stämme und Sprachen und Völker." Demnach wird die Bibel mit der Wiederkunft Christi eine neue Offenbarung ( Neuoffenbarung
) erhalten: Israel hatte das Alte
Testament, die Gemeinde Jesu hatte das Neue Testament ... und die Völker der Erde erhalten das "Ewige Evangelium", in welchem die Ordnungen und Lehren Gottes verzeichnet sind. Dann werden die Völker der Erde aufhorchen und ausrufen:
"Ja, da ist es, wonach wir uns schon lange gesehnt haben."
Doch dem religiösen Menschen stellt sich nunmehr die Frage: Wie kann dieses kommende
"Ewige Evangelium" ( Evangelium aeternum ) Einzug bei den Menschen halten, wenn nicht zuvor der gesamte irdische Lebensbereich gereinigt wird von all dem Unrat, in dem die Menschheitsentwicklung von Jahr zu Jahr tiefer zu versinken
droht? Ja, ist dieses neue Evangelium überhaupt schon verkündet worden? Und wie soll in einer Gesellschaft, in der als Maximen für das schöne Leben Fitness und Wellness, Leistung und Mobilität, Beschleunigung und heiterer Konsum
propagiert werden, noch die christliche Glaubensweitergabe für eines der wichtigsten Erziehungsziele gelten? Dies kann doch nur dann funktionieren, wenn man sich dem Einstrom des geistigen Lichts immer mehr öffnet - und nicht,
indem man sich von der Grundlage immer mehr entfernt.
Erkennbar ist, dass die fortschreitende Technisierung in der Kultur ( Sportsensationen,
Reisefieber und leere Freizeitgestaltung ) den modernen Menschen immer mehr wegreißt von dem Weg der Verinnerlichung, die allein Freude und Harmonie von Geist und Seele vermitteln kann ... und die Folgen sind offensichtlich: Man denke
hier nur an all die psychologischen Verkaufstricks und Werbestrategien, die doch nur dazu führen, dass die Menschen immer mehr geistig abstumpfen. Am Ende wird dann das Gesetz von Ursache und Wirkung, von Saat und Ernte, gelten: Wer
Blödsinn sät, wird einst Wahnsinn ernten?
Aus diesem Grund ist es das zentrale Anliegen dieser Web-Seite, das Gute und Wahre den Menschen nahezubringen, indem sie zur Zentrierung auf Jesus Christus anregt. Denn schon Lucius Annaeus Seneca ( 1-65 ) schreibt
im ersten Jahrhundert: "Zwischen dem Guten und der Gottheit besteht ein unlösbares Band." Der Mensch, der sein Leben auf das Gute hin ausrichtet, wird dann auch nicht mehr auf Kosten der anderen Bewohner dieses Planeten die Erde
untertan machen, sondern stattdessen ein Leben gemäß der göttlichen Gesetze führen.
In der heutigen Zeit kommt es so zur Scheidung der Geister für oder wider Gott und
die Liebe: Gemeint ist hier zum einen der Mensch, der sich innerlich von den bösen Mächten der Herrschsucht und materiellen Habgier fernzuhalten weiß und sein Herz für alle Gebote der Liebe und Menschlichkeit noch aufgeschlossen hält.
Und zum anderen ist hier derjenige gemeint, der zum Untergang bestimmt ist, weil er sich gegen die ewigen Gebote der göttlichen Menschenwürde vergeht. Dieser betet innerlich die bösen Geister an ( Hass, Rachgier, Neid ). Seine
Götzenbilder sind Macht und Geld als die höchsten Werte des Lebens ... und seine Taten sind dementsprechend Krieg, Raub, Einschüchterung, Fälschung und Unterwerfung.
Es gilt aber festzustellen: So wie der Mensch denkt und handelt, so reagiert auch seine
Umwelt auf ihn. Denn nur auf diesem Wege ist es dem Menschen möglich, aus seinen Erfahrungen folgerichtige Schlüsse und Verhaltensweisen zu entwickeln. Das heißt: So wie die Staatsgesetze die Menschen in bestimmte Bahnen oder
Verhaltensweisen lenken wollen, damit es der Gemeinschaft wohl ergehe, so tun dies auch die göttlichen Gesetze. Auf beiden Gesetzesebenen wird der Mensch stets korrigiert, so er ein Fehlverhalten zeigt oder "aus der richtigen
Lebensbahn" läuft.
Im Grunde genommen
erschließt sich dem religiösen Menschen immer wieder: Gott ist die Liebe und will den Menschen mit dem Heiligen Geist versiegeln ( Epheser 1, 13 ). Versiegeln heißt hier: mit dem Eigentumsstempel Gottes versehen ... das heißt:
Man gehört Ihm ... und muss sich nicht mehr allein auf dieser Erde zurechtfinden und sich ängstigen, sondern lebt aus der Beziehung zu Gott friedfertig in Seiner Schöpfung. Dazu bedarf es nur des Glaubens und der Buße. ( Das hebräische
Wort für Buße ist übrigens "kaphar", was "Bedeckung" bedeutet. )
Was bedeutet jedoch diese "Bedeckung", wenn Jesus hierzu sagt ( Markus 1, 15 ):
"Tut Buße und glaubt an das Evangelium!"? Wird es etwa für jeden, der Buße tut, besondere Gnaden von "oben" geben, die einen dann bedecken, oder tritt etwa der Herr selbst in ganz besonderer Weise ( über ) einem sichtbar in
Erscheinung? Nun, der in der Bibel geschilderte Vorgang der Ausgießung des Heiligen Geistes auf die Jünger des Gott-Menschen Jesus Christus ist vielen Menschen ein unerklärliches Geschehen und wird vielfach als dieses eine Mal
vorkommend betrachtet.
In dieser irrtümlichen Betrachtung hängt aber auch gerade die Ursache des anscheinend "Unerklärlichen". Denn die Versiegelung
mit dem Heiligen Geist ist eigentlich das Zeichen der Versöhnung mit Gott ... mit Jesus Christus, an dessen Niederkunft auf Erden vor ca.
zweitausend Jahren ( "Gott ist Mensch geworden" ) diese Web-Seite erinnern will.
Der Gegenstand dieser Web-Seite ist somit der Glaube an die Selbstoffenbarung Gottes in der Person und Geschichte Jesus von Nazareth: In Ihm hat Sich der unsichtbare Gott entschlossen, die biblischen
Prophezeiungen durch Tod und Auferstehung wahr werden zu lassen, zu dem sich über zwei Milliarden Christen bekennen. Das sind rund Prozent der Weltbevölkerung.
Diese Prozent unterstützen die
Weitergabe der göttlichen Offenbarung durch Bekenntnis und Praxis des Glaubens an Gott, der in Seiner Güte und Weisheit beschlossen hatte, sich in der Menschwerdung Jesu Christi selbst zu offenbaren und das Geheimnis Seines Willens
den Menschen kundzutun ( Epheser 1, 9 ).
Durch Jesus Christus haben seither die Gläubigen im Heiligen Geist den Zugang zum himmlischen Vater erhalten ( Epheser 2, 18 ) und werden - gemäß der heiligmachenden Gnade - teilhaftig der göttlichen Natur ( 2. Petrus 1, 4 ).
Wenn Jesus Christus der Protestant von Anfang an war - ein Mann des Zeugnisgebens
( auf Lateinisch: protestare ), wie sieht es dann heutzutage mit der wichtigen Weitergabe der göttlichen Offenbarung durch "Apostel und Propheten" ( Epheser 2, 20 ) aus ... und wie sieht es derzeit speziell in Deutschland, dessen Nationalsprache durch Luthers Bibelübersetzung entstanden ist, mit dem Bekenntnis und der Praxis des christlichen Glaubens aus? Auch wenn
das Christentum hierzulande noch in vielfältiger Weise ( zum Beispiel durch Kirchtürme ) sichtbar und in der Kultur ( zum Beispiel durch Feiertage ) präsent ist, ist es doch innerlich vielen Menschen fremd geworden. Das Wissen um den
christlichen Glauben schwindet, so dass immer mehr Menschen in diesem Land das Christentum nur noch als Außenstehende betrachten. Es ist, als ob man in einem Land lebt, dessen Vorfahren sich als Schutzpatron den Erzengel Michael
erwählt haben, und dessen heutige Bewohner Gott nahezu vergessen haben oder zumindest nicht mehr über Ihn sprechen. Von dem deutschen Theologen Karl Rahner ( 1904-1984 ) stammt von daher hierzu folgender Satz: "Wir leben in einem
Heidenland mit christlicher Vergangenheit und christlichen Restbeständen."
Doch Jesus sagt ( Johannes 15, 1-2 ): "Ich bin der
wahre Weinstock, und Mein Vater der Weingärtner. Eine jede Rebe an
Mir, die keine Frucht bringt, wird Er wegnehmen; und eine jede, die Frucht bringt, wird Er reinigen, dass sie mehr Frucht bringe." Angesichts
dessen, dass mittlerweile ca. dreißig Prozent der Erwachsenen in Deutschland glauben,
Weihnachten
sei ein Märchen der Gebrüder Grimm, und
Umfragen zufolge nur die Hälfte der Bundesbürger die ursprüngliche Bedeutung von Karfreitag und Ostern kennt ( den Sinn von Pfingsten: 50
Tage nach Ostern wurde den Jüngern der Heilige Geist gesandt, damit sie das Evangelium verbreiten, kennt nur jeder vierte ), stellt diese Web-Seite dem
"christlichen Abendland" einmal die Frage: Was bedeutet Ihnen eigentlich Jesus Christus, die meist dargestellte Person in der westlichen Kunstgeschichte,
noch heute? Werfen Sie den christlichen Glauben ( und damit Weinstock und Weingärtner ) fast völlig über Bord? Jesus sagt hierzu ( Johannes 15, 5 ):
"Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in Mir bleibt und in wem Ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von Mir könnt ihr nichts
vollbringen." Das heißt mit anderen Worten: Wie man mit Gottes Wort umgeht, so geht auch Gott mit einem um.
Man nehme zum Beispiel die Auferstehung Jesu Christi. Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts "polis" zeigt: Für mehr als
die Hälfte der Deutschen spielt das Thema "Kirche" an den österlichen Feiertagen keine Rolle mehr. Im Westen besuchen 63 Prozent der Bundesbürger zu Ostern keinen Gottesdienst mehr,
im Osten sind es sogar mehr als 80 Prozent. Für die meisten Deutschen ist der höchste kirchliche Feiertag vor allem ein harmonisches Familienfest, verbunden mit gutem Essen und Trinken, und
jeder dritte Deutsche sieht in Ostern nicht mehr als eine weitere gute Gelegenheit für einen schönen Kurzurlaub.
Sollte dies nicht ( angesichts der vorherrschenden Ent-christlichung und Ver-weltlichung ) in Deutschland zu denken geben - ein Land,
in dem ein Drittel der Menschen keiner Konfession mehr angehört? Denn es kann doch folgendes festgestellt werden: Keine andere Person hat auf den Verlauf der
Menschheitsgeschichte eine so tiefgreifende Wirkung hinterlassen - wie Jesus Christus ... und keine andere Person ist dabei im Laufe der Zeit
so verehrt und auch so verachtet beziehungsweise kontrovers eingeschätzt worden - wie Er. Wer allein die Zahl jener betrachtet, die sich der
christlichen Glaubensgemeinschaft zugehörig fühlen ( man sagt: rund ein Drittel der Weltbevölkerung ), kommt nicht umhin, Sein Leben
als "das einflussreichste Leben, das je gelebt wurde", zu bezeichnen: Jesu Tod und Auferstehung sind die beiden wichtigsten und größten
Ereignisse der Menschheitsgeschichte. Sie waren so bedeutsam, dass man den Kalender neu zu schreiben begann. Ja, eine neue Zeitrechnung
sollte beginnen ... und alle schreiben heute das Jahr nach Christi Geburt.
Und noch etwas: Zweitausend Jahre nach Seinem Tod bezweifelt heute kein
ernstzunehmender Forscher mehr, dass Jesus wirklich gelebt hat. Die Evangelien sind zwar keine exakten Protokolle, auch keine Biographie Jesu im modernen Sinn. Doch es sind
Schriften von Menschen, die an Jesus als den Messias ( den Gesalbten ) glauben und diesen Glauben in erzählender Form zum Ausdruck bringen, indem sie von dem, was im irdischen
Leben Jesu geschah, berichten ... dass heißt: Die Bibel ist nicht Jesus Christus, aber sie weist auf Ihn hin. Denn in ihr sind alle heilsrelevanten
Wahrheiten zu finden.
Jesus sagt von der Schrift des Alten Testaments ( Johannes 5, 39 ): "Sie ist es, die von mir zeugt." Wer also die Bibel
verstehen will, fange am besten mit Jesus Christus als Zentrum an. Alles übrige wird dann durch Ihn erhellt werden, und allmählich wird dieses Licht auf einen selbst übergehen.
Der Alltag, das ganze Leben wird von diesem Licht erleuchtet werden ... dass heißt: Niemand bleibt unverändert, der mit Ernst und
Aufmerksamkeit die Bibel liest.
Doch die
Schriften sind nicht alles. Denn Jesus sagt ( Matthäus 4, 4 ): "Der
Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes kommt". Wohlgemerkt: Jesus
sagt hier nicht "das aus dem Mund Gottes »kam«"
... und Er sagt auch nicht: "durch die »Heiligen Schriften« kommt". Jesus meint hier vielmehr das prophetische Wort, das im Gebet
zum Menschen spricht und ihn im göttlichen Feuer des Heiligen Geistes tauft beziehungsweise versiegelt ( Epheser 1, 13 ).
Die Bibel bedeutet demnach einen unermesslichen Reichtum, aber sie
ist kein Götze. Sie ist der entscheidende Brief Gottes an die Menschen, aber sie ist kein vom Himmel gefallenes Buch. Sie ist der Schlüssel zum
Vaterhaus, aber nicht das Vaterhaus selbst. Oder anders gesagt: Die Bibel lehrt nicht so sehr den Weg des Himmels, sondern vielmehr den Weg zum Himmel
im Menschen. Sie ist kein göttliches Diktat, sondern vielmehr ein menschliches Zeugnis, das Gottes Offenbarungen enthält, reflektiert und weitergibt. So geht die Mehrheit der Christen davon aus, dass die Bibel von Gott
inspiriert ist, die Verfasser vom Heiligen Geist bewegt und vor Fehlern bewahrt wurden.
Die Verfasser nennt man auch "Propheten" ( altgriechisch "pro-phetes": "Fürsprecher",
"Sendbote" ), da sie den Willen Gottes verkünden. Sie repräsentieren gewissermaßen das soziale Gewissen und setzen sich für die soziale Gerechtigkeit ein, rufen zur Umkehr und zur Beseitigung von Missständen auf. Sie wenden sich
auf religiöser Ebene meist gegen einen sinnentleerten Opferkult, auf gesellschaftlich-politischer Ebene scharf gegen die Anhäufung von Reichtum sowie gegen luxuriösen Lebensstil und Ausbeutung der besitzlosen Arbeiter.
Dem allgemeinen Sprachgebrauch nach gelten Propheten als Menschen, die in der Lage sind, die Zukunft vorauszusehen, sie zu prophezeien. Das Wesen der biblischen Prophetie ist jedoch ein anderes: Die Propheten und
Seher des Alten Testaments sind Männer, die von Gott den Auftrag haben, ihrem Volk eine Botschaft zu übermitteln. Sie sind demnach weniger Zukunftsdeuter als vielmehr Lehrer, Mahner und Warner des Volkes. Sie treten immer dann auf,
wenn die Menschen Gefahr laufen, Gott zu vergessen und Seine Weisungen in den Wind zu schlagen. Ihre Aufgabe ist es, das Volk aufzurütteln und zur Umkehr aufzurufen, es zum Gehorsam gegen Gott und Seine Gebote zu bewegen. Oftmals
ist ihrem Auftrag auch die Ansage des Gerichts verbunden, um den Menschen bei Nichtbeachtung des göttlichen Willens die schrecklichen Konsequenzen ihres Handelns vor Augen zu halten. Hinter dem prophetischen Ruf steht die Liebe
Gottes, der die Menschen dazu bringen möchte, Seine Gebote zu halten, um sie Seiner Gnade und Seines reichen Segens teilhaftig zu machen.
Die Botschaft erhalten die Propheten durch Eingebung, durch Hören ( Audition ) oder
Sehen ( Vision ) direkt von Gott. Ihr Engagement ist nicht institutionalisiert, im Gegensatz zur Tätigkeit von Tempel- und Kultpropheten, die zum staatlichen oder königlichen Beamtenapparat gehören, und Hofpropheten, bei denen man
"Gottessprüche" bei besonderen Gelegenheiten ( Kriege, Vertragsabschlüsse ) regelrecht abfragen kann - selbstverständlich gegen Geschenke, Lohn oder Geld. Gegen diese grenzen sich die biblischen Propheten ab, weil sie ausschließlich
"predigen, es werde gut gehen, wenn man ihnen zu fressen gibt; wer ihnen aber nichts ins Maul gibt, dem predigen sie, es werde ein Krieg kommen" ( Micha 3, 5 ).
Zu den bedeutenden Propheten des Alten Testaments zählt auch Elija, der "Vater aller Einsiedler und Mönche". So beruft sich auf diesen Propheten unter anderem der Karmeliterorden, da Elija das Ideal für das kontemplative
Leben in Einsamkeit, Zurückgezogenheit und Schweigen darstellt. Die damit verbundene Zeit der Stille und des Alleinseins mit Gott stand auch für die Karmelitin Teresa von Avila ( 1515-1582 ) im Vordergrund ihres Lebens. Der Dichter
Johann Wolfgang von Goethe ( 1749 - 1832 ) dichtet hierzu in seinem Gedicht "Selige Sehnsucht" aus dem Werk "West-östlicher Divan":
Und so lang du das nicht hast,
Dieses: Stirb und Werde!
Bist du nur ein trüber Gast
Auf der dunklen Erde.
Da Teresa von Avila durch ihr Leben und Werk in eindrucksvoller Weise den Weg zu Gott über Jesus mit dem Heiligen Geist aufzeigt, wurde sie am 27. September 1970 als erste Frau zur Kirchenlehrerin ernannt. In Ihrem
Werk "Die Innere Burg" findet sich zum Beispiel eine ausgewogene Zusammenschau und Entfaltung des geistlichen Reifungsweges eines Menschen, der sich ernsthaft bemüht, im Alltag mit Gott in Freundschaft zu leben. Die Burg
dient dabei als Bild der Seele, die viele Wohnungen hat, die eine oben, die anderen unten, andere an den Seiten. Und in der innersten Mitte von allen diesen Wohnungen liegt die vornehmste, in der die höchst geheimnisvollen Dinge
zwischen Gott und der Seele vor sich gehen. Denn im Zentrum dieser schönsten Wohnung findet die Begegnung mit dem Herrn statt. Teresa schreibt hierzu: "Das Eingangstor zu dieser Burg ist das innere Beten und die Betrachtung."
Für Teresa von Avila gab es nicht den geringsten Zweifel, dass der auferstandene Heiland gegenwärtig ist: In ihrem persönlichen Leben hatte sie erfahren, dass Jesus Christus, der Sohn Gottes, Realität ist ... und dass
Er die Gemeinde durch die verschiedenen Gaben des Geistes leitet und regiert. Jesus Christus kann grundsätzlich jedes Glied der Gemeinde erfassen, denn die Gnadengaben sind keineswegs auf einen bestimmten Personenkreis beschränkt. Ein
jeder soll Träger des Herrn sein. Paulus schreibt ( 1. Korinther 14, 12 ): "Bemüht euch um die Gaben des Geistes, trachtet danach, dass ihr alles reichlich habet, auf dass ihr die Gemeinde bessert."
In diesem Sinne sprach schon Jesus Christus in Seinen Prophezeiungen bezüglich Seiner Wiederkunft davon, dass diese zuallererst eine Wiederkunft im Wort sein wird. Das heißt, bevor der Heiland sichtbar erscheinen wird,
wird Er sich den Menschen aufs neue durch das prophetische Wort, dem "Geist der Wahrheit" ( Johannes 16, 13 ), offenbaren und so Seine Ankunft vorbereiten.
Und so heißt es zum Beispiel in der Offenbarung des Johannes ( Kapitel 19, Vers 10 ): "Das Zeugnis Jesu ist der Geist prophetischer Rede." Demnach ist im prophetischen Wort Jesus selbst gegenwärtig ... und wenn man die
Prophezeiung des Zisterzienserabtes Joachim von Fiore im 12. Jahrhundert für wahr erachtet, so steht die Menschheit vor dem Anbruch einer dritten Heilszeit, dem Zeitalter des Geistes, in welchem sich die äußere Kirche in eine innere
Kirche des Geistes ( "Ecclesia spiritualis" ) verwandelt. Nach Joachim von Fiore wird die anbrechende "Herrschaft des Heiligen Geistes" den Menschen zu einer neuen "Freiheit" leuchten. Welche einzigartige Rolle in diesem Geschehen
der Lieblingsjünger des Herrn, Johannes, spielen wird, drückt der Zisterzienserabt mit den Worten aus: "Die Funktion dieses Apostels beginnt mit der Wiederkunft des Herrn, also mit dem letzten Zeitalter der Kirche."
Die Bibel sagt darüber hinaus, dass Jesus sichtbar, mit großer Kraft und in Herrlichkeit wiederkommen wird. Es heißt ( Lukas 21, 25-27 ): "Es werden Zeichen an Sonne, Mond und Sternen geschehen und auf Erden werden die
Völker vor Angst und Schrecken sein, denn das Meer wird donnern und toben und die Menschen werden vergehen vor Furcht in der Erwartung der Dinge, die über die ganze Erde kommen sollen; denn die Kräfte der Himmel werden ins Wanken
kommen. Und dann werden sie den Menschensohn in einer Wolke kommen sehen mit großer Kraft und Herrlichkeit."
Mittlerweile braucht man keinen Fernseher mehr, um sich ein Bild von Naturkatastrophen zu machen. Sie finden direkt vor der eigenen Haustür statt! Neben Überflutungen und Wirbelstürmen sind Erdbeben, Erdrutsche,
Wirbelstürme und Hitzewellen fast an der Tagesordnung. Manch einer fragt sich mit Sorge, wie lange es noch gehen mag, bis ihn diese Naturkatastrophen erreichen werden.
Und er fragt sich: Ist dies der Ruf Gottes an die Menschen zur Besinnung und Umkehr zu Ihm? Denn nach christlichem Glauben besteht ein Zusammenhang zwischen den Naturkatastrophen und der allgemeinen Abkehr der Menschen
von Gott und Seinem Wort. Es heißt ( Galater 6, 7 ): "Der Mensch erntet, was er gesät hat." Oder anschaulich gesagt: Gottlosigkeit zieht Gottes Gericht nach sich.
Demnach kündigen Propheten und Naturkatastrophen die Wiederkunft Christi an. Das heißt: Jesus kommt wieder. Denn Er ist nicht im Grab geblieben, sondern auferstanden. Somit ist der Tod nicht der Endpunkt des Lebens:
Es gibt ein Weiterleben nach dem Tod ... und eine Ewigkeit - wie es auch Jesus vorausgesagt hat ... und Seine Worte sind zuverlässig und wahr. Denn es heißt ( Johannes 17, 17 ): "Dein Wort ist die
Wahrheit."
Schließlich enthält die Bibel über 3000 prophetische Aussagen, die sich bereits erfüllt haben. Als ein gut nachvollziehbares Beispiel sei hier nur die in 5. Mose 28, 64-65 von Gott
angekündigte Zerstreuung des Volkes Israel genannt ... und dann die in Jeremia 16, 14-15 zugesagte Rückkehr in das verheißene Land, die im Jahr 1948 nach fast 2000 Jahren durch die Staatsgründung Israels in Erfüllung ging. Diese Qualität weist kein anderes Buch der
Weltgeschichte auf: Die Bibel ist das einzige Buch, in dem sich nachweislich 3268 lange zuvor genannte Prophetien in späterer Zeit erfüllt haben.
In diesem Sinne wissen sich auch Propheten von Gott berufen. Denn ihr Auftraggeber ist Gott Selbst ... und sie sprechen oder schreiben, wozu sie der Geist Gottes antreibt: Ihr Mund ist Gottes Mund, wenn es heißt
( Hosea 12, 11 ): "Ich, der Herr, rede zu den Propheten, und Ich bin es, der viel Offenbarung gibt und durch die Propheten Sich kundtut". Das Wort des Propheten ist ebenso Gottes Wort, als würde der ewige Gott durch Seinen Eigenen
Mund zu den Menschen sprechen. Wenn der Prophet häufig spricht: "So spricht der Herr ..." und sich dabei der göttlichen Ichform bedient, so hat man es hier mit dem "Ich" Gottes unmittelbar zu tun.
Wiederkunft Christi: In der wohl bedeutendsten
Kundgabe ( Neuoffenbarung
) von Jesus Christus in den letzten Jahrhunderten, die einem demütigen und einfachen Musiker namens
Jakob Lorber ( 1800-1864 ) in die Feder diktiert wurde ( und deren zentrale
Theologie ( "Rede von Gott" ) - genau wie in der "Altoffenbarung" ( Die Bibel ) - die Fleischwerdung des Wortes Gottes ( Johannes 1, 14 ) und die grenzenlose Liebe des himmlischen Vaters zu Seinen Kindern ist ), heißt es an einer Stelle im Gesamtwerk - in
Anlehnung an Johannes 7, 17:
"Ich will Meine Lehre aber also stellen, dass durchs bloße Lesen oder Hören des Evangeliums niemand auf den Grund der lebendigen Wahrheit gelangen soll, sondern allein nur durchs Handeln nach Meiner Lehre; die Handlung erst wird
jedem zu einer Leuchte werden!" ( Gr. Ev. Joh., Bd. 1, Kap. 113, Vers 13 )
Und an anderer Stelle heißt es: "Denket nicht, dass man nur durch ein vieles Lesen
und Studieren den göttlichen Geist in sich erweckt; denn dadurch tötet man eher denselben und trägt ihn als einen Leichnam zu Grabe. Seid aber dafür tätig nach der Grundregel des Lebens, so wird euer Geist lebendig und wird in sich
alles finden, was ihr sonst durch das Lesen von tausend Büchern sicher nicht gefunden hättet! Wenn aber der Geist lebendig ist, so möget ihr auch lesen, und ihr werdet dann durch das Lesen oder durch das Anhören Meines Wortes Früchte
sammeln, welche einen lebendigen Kern oder Grund haben. Ohne die frühere ( das heißt: vorhergegangene ) Erweckung des Geistes aber erntet ihr nur leere Hülsen der Frucht, darin kein lebendiger Kern ist; der lebendige Kern aber ist das
innere, lebendige geistige Verständnis." ( Schrifttexterklärungen, Kap. 8, V. 18-19 )
Und um genau diese Erweckung des geistigen Verständnisses unter den Menschen
( 1. Mose 1, 3 ) geht es auf dieser
Web-Seite, die als wahren Sinn des christlichen Lebens den Empfang des Heiligen Geistes ( Hesekiel 36, 27 ) betont.
In diesem Sinne geht es in dem oben schon erwähnten "Dritten Zeitalter des Heiligen
Geistes" ( Joachim von Fiore ) nicht mehr darum, dass die Menschen äußerlich unterrichtet werden: Es werden zu dieser Zeit weder Bücher geschrieben noch Predigten gehalten werden, da in den Christen der Geist Gottes als vollkommener
Lehrer schon wohnt. Die Aktion wird von der Kontemplation abgelöst ... und das mystische Leben, sonst das Außerordentliche, wird zur Norm des Christen werden.
In dieser Zeit wird Jesus sichtbar und plötzlich wiederkommen. Es heißt ( Matthäus 24, 27 ):
"Wie ein Blitz ausgeht vom Aufgang und leuchtet bis zum Niedergang, so wird auch sein das Kommen des Menschensohnes." In einem einzigen Augenblick wird Er auf der gesamten Erde gleichzeitig zu sehen sein. In der Neuoffenbarung heißt es hierzu: "Der Tag Meiner abermaligen Wiederkunft wird gleich sein einem Blitze, der vom Aufgange bis zum Niedergange oben am Wolkenhimmel fährt und über alles leuchtet, was
unter dem Himmel ist." ( Gr. Ev. Joh., Bd. 9, Kap. 70, Vers 5 ) Der Vorgang der Wiederkunft Christi wird hier als gewaltiger und unerwarteter Einbruch in dieser Welt geschildert. Doch es heißt auch: "Ich aber werde zuerst unsichtbar
kommen in den Wolken des Himmels, was so viel sagen will als:
Ich werde vorerst Mich den Menschen zu nahen anfangen durch wahrhaftige Seher, Weise und
neuerweckte Propheten, und es werden in jener Zeit auch Mägde weissagen und die Jünglinge helle Träume haben, aus denen sie den Menschen Meine Ankunft verkünden werden, und es werden sie viele anhören und sich bessern; aber die Welt
wird sie für irrsinnige Schwärmer schelten und ihnen nicht glauben, wie das auch mit den Propheten der Fall war ... Wenn aber auf diese Art Meine Lehre unter die Menschen, die eines guten Willens und tätigen Glaubens sein werden,
gebracht sein wird und zum wenigsten ein Drittel der Menschen davon Kunde haben werden, so werde Ich denn auch hie und da persönlich und leibhaftig sichtbar zu denen kommen, die Mich am meisten lieben und nach Meiner Wiederkunft die
größte Sehnsucht und dafür auch den vollen und lebendigen Glauben haben werden." ( Gr. Ev. Joh., Bd. 9, Kap. 94, Vers 3+6 )
Demnach wird sich die Wiederkunft Christi zuerst in den berufenen Seelen ereignen. Denn
sie können Ihn auf innerer Ebene begegnen und auf der äußeren Sein Kommen vorbereiten. Sie sind es, die Christi Erscheinen ankündigen werden. Nicht weil man sie dazu auffordert, sondern weil sie Sein Nahen fühlen und die Welt zur
Buße aufrufen wollen.
Durch Sein persönliches ( sichtbares ) Erscheinen auf der Erde werden die Kenntnisse
dieser Menschen nicht mehr über den Verstand, sondern direkt über das Gefühl übergeben. Von einem rein verstandesmäßigem Studium ist hier also keine Rede mehr: Alles wird intuitiv ( geistig ) aufgefasst und daher echt angeeignet und
sogleich praktisch verwertet: Wenn ein Mensch dem anderen begegnet, so sagt ihm sein Gefühl, was der andere denkt. Das heißt: Das, was der andere wissen soll, fühlt er sofort, da der Geist Gottes in seiner Seele wohnt.
Das Leben des vollendeten Christen bedeutet demnach die vollständige Wiederherstellung des
ursprünglich gottebenbildlichen Wesens, wobei dieser Zustand durch eine "heilige Hochzeit" von Seele und Geist herbeigeführt wird.
In diesem Sinne möchte diese Web-Seite die Menschen zur Gnadenquelle Jesus Christus führen
und Ihnen mit Wort und Bild die allerwichtigste Frage Ihres Lebens stellen ... und in Anbetracht dessen, dass die Mehrheit der Deutschen nicht an ein Leben nach dem Tod glaubt, hängt meines Erachtens Ihre ewige Seligkeit davon ab. Die
Frage lautet: Sind Sie erlöst?
Es handelt sich nicht darum, ob Sie ein Mitglied einer bestimmten Kirche sind,
sondern: Sind Sie erlöst? Es kommt nicht darauf an, wie gut Sie sind, sondern die Frage ist: Sind Sie erlöst? Ja, sind Sie durch den Geist Gottes zu einer
neuen Kreatur und Bewohner einer neuen, geistigen Schöpfung geworden?
Es geht hier also nicht um eine Mitgliedschaft in einer äußeren ( christlichen ) Kirche
durch die Wassertaufe, sondern um die Mitgliedschaft in der inneren Geistkirche durch die so genannte Geisttaufe, die übrigens nicht nur in der Heiligen Schrift, sondern auch in der Neuoffenbarung im Vordergrund der Erlösung steht. ( Jesus Selbst hat während Seines irdischen Wirkens mehrmals davon gesprochen, dass Er mit dem Heiligen Geist taufen werde ... und jeder
Christ weiß seitdem, dass diese Taufe des Geistes letztlich das große Gnadengeschenk zu Pfingsten ist, das die Menschen zu wahren Gotteskindern macht. )
Diese Geisttaufe ist quasi die zweite Geburt des Menschen: Durch die erste Geburt wird man
ein Menschenkind. Durch die zweite Geburt wird man ein Gotteskind. Durch die erste Geburt wird man ein Menschenkind, weil man von einem Menschen gezeugt wurde. Durch die zweite Geburt wird man ein Gotteskind, weil man von Gott durch
den Heiligen Geist gezeugt wurde.
So war mit der Taufe Jesu die Zeit der Erlösung
gekommen ... und mit Erlösung meinte Jesus nicht eine kirchlich-konfessionelle Befreiung, sondern die Versöhnung mit Gott. Jeder, der Buße tut, der zu Gott umkehrt, erhält Vergebung und ein neues
Leben. Hierfür war Jesus der Auserwählte Gottes, auf den die Juden so lange warten mussten ... und in Seiner Lehrmitte stand: Der Ruf zur Umkehr, die Einladung zur Erlösung.
Denn das Christentum ist eine Erlösungsreligion: Niemand kann Gottes Segen erfahren oder das Himmelreich ererben, ohne erlöst zu sein.
Jesus sagt deshalb zum Nikodemus ( Johannes 3, 7 ): "Ihr müsst von neuem geboren werden". Und Gott zeigt uns durch Seinen Sohn den Weg zu Ihm - ein Weg, der sich bei jedem von uns in aller Stille vollzieht: Ein mystisch,
eindrückliches Gefühlserlebnis, das die Gewissheit der Erlösung vermittelt.
Gegründet auf den Glauben, der in der Heiligen Schrift seinen authentischen Ausdruck
findet, reflektiert die christliche Theologie in erster Linie über die Erlösung des Menschen durch Gott in Jesus Christus. Die Wissenschaft dieser Theologie enthält deshalb im Kern die mystischen
Begegnung mit Gott und spricht von dem kontemplativen Menschen, der Gott in der betenden Betrachtung begegnen will, wo die Wasser der Gnade fließen.
Frage: Gemäß dem Neuen Testament werden wir
erlöst ...
... durch die unverdiente Gnade Gottes
... durch unsere eigenen guten Werke
... indem wir nie einen Fehler begehen
Die unverdiente Gnade Gottes ist der Inbegriff der ganzen
gott-menschlichen Begegnung in der Selbstoffenbarung des himmlischen Vaters, der Menschwerdung des Sohnes und der Ausgießung des Heiligen Geistes in die
Herzen der "Erwählten". Ohne diese Erlösergnade kann niemand gerettet werden. Denn erst die verändernde Kraft des Geistes Gottes bewirkt die
Neuschöpfung im Menschen, die vollkommene Überführung aus dem Status des Sünders in den Status des Gerechtfertigten in Christus, die Erwählung
zur Gotteskindschaft.
Doch von was muss eigentlich der Mensch erlöst werden?
Und mit was muss er versöhnt werden? Der Mensch muss vor allem von seinem Egoismus und seiner Selbstzentriertheit erlöst werden, die ihn in die Einsamkeit führen ... und er muss
erlöst werden von der Angst vor dem Tod durch die Überwindung des Todes, welches die Versöhnung des Geistes Gottes mit der Seele des Menschen bewirkt.
Vor diesem Hintergrund
lautet die existentielle Heilsfrage: "Wie bekomme ich einen gnädigen Gott, das heißt: Wie gelange ich zum ewigen Leben?" Diese Frage nach dem ewigen Leben scheint für die meisten Menschen zu
irrelevant, utopisch oder zu weltfremd zu sein, um für sie überhaupt Gegenstand von Überlegungen zu sein. Doch ich glaube, dies ist
wohl die Frage, die jeder Mensch sich einmal stellen muss ... und um diese Frage geht es auch auf dieser Web-Seite.
Pater Pio ( 1887-1968 ) sagte hierzu: "Wer Bücher liest, der sucht Gott; wer aber betet und betrachtet, der findet Ihn". Aus diesem Grund ist diese Web-Seite auch als eine
Stätte der Ruhe und Betrachtung im Internet gedacht. Sie möchte Sie zum andächtigen Lauschen und zum innigen Verweilen einladen ... ähnlich wie dies auch Jesus Christus tat, von dem es in der Neuoffenbarung
heißt, dass Er "tagtäglich eine Zeit von drei Stunden der allgemeinen Ruhe in Gott" ( Schrifttexterklärungen, Kap. 8, V. 14 ) widmete.
Bitte nehmen Sie sich zu diesem andächtigen Lauschen etwas Zeit ... und erlauben Sie Ihrer Seele, loszulassen, zuzulassen und sich einzulassen auf das, was
diese Web-Seite in Ihnen hervorrufen möchte: Denn diese Web-Seite ist als ein Ort spiritueller Kraft im Internet angelegt - quasi wie eine
Heilquelle, aus der Sie das "Wasser des Lebens" trinken können - nämlich indem Sie beim Betrachten dieser Web-Seite die Kraft des Heiligen
Geistes in sich aufnehmen. Es heißt ( Apostelgeschichte 19, 2 ): "Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet?"
Die sich nunmehr entwickelnde seelische Erneuerung gilt demnach nur für die, die da
glauben. Wer nicht glauben will, der wird auch keine heilende Wirkung für Seele und Geist in sich verspüren ... ein Phänomen, das Paulus
folgendermaßen beschreibt ( 1. Korinther 2, 4 ): "Meine Botschaft und meine Predigt waren schlicht, ich gebrauchte keine klugen Worte
und versuchte auch nicht euch zu überreden, sondern die Kraft des Heiligen Geistes hat unter euch gewirkt."
Diese Kraft des Heiligen Geistes durchströmt alles Leben auf der Erde ... und es liegt am
Menschen, wie Er sich von dieser Kraft führen lässt: "Der Mensch denkt und Gott lenkt." Ja, dies ist die Verantwortung, die der Mensch trägt.
Darin liegt sein freier Wille: Die Gedanken sind frei und durch seine Gedanken bestimmt der Mensch, ob die Kraft des Heiligen Geistes Gutes
in ihm hervorruft oder Übles in der Welt zulässt. In der Neuoffenbarung heißt es hierzu: "Alles wird davon abhängen, dass die Seele sich durch die Demut über die Befreiung ihres Geistes hermacht. Hat sie diesen frei gemacht,
dann wird auch sie frei von allem durch ihn; hat sie aber das nicht, so wird sie selbst gefangen bleiben ..." ( Die Erde, Kap. 51, V. 16 )
Demnach gilt es, das vom Zeitgeist geprägte Denken durch das Denken Gottes zu ersetzen ...
sich durch Gottes Gedanken und Sichtweisen verändern zu lassen. Denn nur so kann man zur Ehre Gottes leben ( Römer 12, 1-2 ), was ja die
Bestimmung des menschlichen Lebens ist ... Es heißt ( Psalm 31, 16 ): "Meine Zeit steht in Deinen Händen".
Nun, Sie zweifeln das an und glauben dem nicht ... und doch sagt die Bibel ( Psalm 139, 2 ): Gott kennt jeden
Ihrer Bedürfnisse. Er kennt Ihre geheimsten Gedanken! Er kennt Sie durch und durch. Testen Sie es und führen Sie folgenden Klick aus ...
In diesem Sinne möchte diese Web-Seite Sie gedanklich "entführen"
auf eine virtuelle Reise in eine andere und - wie ich finde - wirklichere Welt. Es ist die Welt der Erinnerung an Jesus Christus ... und an Seine noch bevorstehende sichtbare Wiederkunft, von der es in der
Neuoffenbarung heißt: "Und so werde Ich kommen sieben Male; aber zum siebenten Male werde Ich kommen im Feuer Meiner
Heiligkeit ( Endzeit ) ... Sehet, einmal war Ich schon da im Anfange der Welt, um zu erschaffen alle Dinge wegen euch und euch wegen Mir. Bald werde Ich wiederkommen in großen Wasserfluten ( die Sintflut ), um zu waschen
die Erde von der Pest ( der sittlichen Verderbnis ). Und Ich werde zum dritten Male vielfach kommen, wie jetzt ungezählt zu euch, bald sichtbar und bald wieder unsichtbar im Worte des Geistes, um vorzubereiten Meine Wege
( Propheten des Alten Testaments ).
Und Ich werde zum vierten Male kommen in großer Not körperlich in der großen Zeit der
Zeiten ( Jesus Christus ). Und Ich werde kommen gleich darauf zum fünften Male im Geiste der Liebe und aller Heiligung ( Ausgießung des Heiligen Geistes zu Pfingsten ). Und Ich werde zum sechsten Male kommen innerlich zu jedem, der
nach Mir in seinem Herzen ein wahres, ernstliches Verlangen tragen wird, und werde da sein ein Leiter dessen, der voll Liebe sich wird gläubig von Mir ziehen lassen zum ewigen Leben ( unsichtbare Wiederkunft durch das Wort der
Mystiker ). Und Ich werde aber auch sodann fern sein der Welt; wer aber da wird aufgenommen werden, der wird leben, und Mein Reich wird mit ihm sein ewig. Und endlich werde Ich noch einmal kommen, wie schon gesagt; doch dieses letzte
Kommen wird allen sein ein bleibendes Kommen ..." ( Die Haushaltung Gottes, Bd. 1, Kap. 46, V. 19-22 )
Diese Web-Seite möchte Sie aber nicht nur über diese siebente und den Menschen noch
bevorstehende ( sichtbare ) Wiederkunft informieren, sondern auch zu einem besonderen Erlebnis anregen, das Sie noch lange in guter Erinnerung behalten werden: Es ist die Erweckung im Heiligen Geist.
Diese Erweckung ist es vor allem, aus der heraus für diese Welt eine neue Wirklichkeit
entsteht. Denn erst durch die "Gnadenquelle Jesus Christus" formt sich in der Geisttaufe die Wirklichkeit, das heißt: Diese ( geistige ) Taufe - dem Symbol des "Wieder-Eins-Werdens" mit Gott - vermittelt eine neue Sicht und
Bewertung allen Geschehens ... und ein neues Verständnis von Gott. Man sieht quasi die Welt mit anderen Augen und ist gleichsam "neu geboren". Man ist erlöst vom Geist des Egoismus in einer Welt
der Lügen und Täuschungen und eingegliedert in das Reich Gottes ... in einem Leben im Geiste der Liebe und Wahrheit.
Wie umgewandelt sind die Jünger Jesu nach dem Pfingstereignis. Da zeigen diese Fischer und Bauern einen unerhörten Mut
( Apostelgeschichte 4, 20 ):
"Wir können unmöglich schweigen über das, was wir gesehen und gehört haben." Wenn alle Menschen in diesem Geist Christi leben, dann kann diese Welt ein anderes Gesicht erhalten: Sie wird menschlicher, gerechter, liebevoller,
friedlicher ... Denn "Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit" ( 2. Timotheus 1, 7 ).
Möge diese Web-Seite einen Beitrag dazu leisten, indem sie jedem Besucher die Möglichkeit und die Chance gibt, sich ein
präzises Bild von dem Wirken der "Gnadenquelle Jesu Christi" zu machen wie auch von dem Geheimnis, wie man dieses Wirken - so Gott will - für
sich gewinnen kann: Das Geheimnis ( lateinisch: Sacramentum ) der Salbung durch den Heiligen Geist, der Christus ähnlich macht. Denn dazu
muss man im Grunde genommen nur eines tun: Wer im Geiste Gottes gesalbt werden will, muss sich für eine gewisse Zeit der Stille an einen
ruhigen Platz zurückziehen und schweigen können ... denn schließlich kann man bekanntlich in ein volles Gefäß auch kein neues Wasser gießen!
In
diesem Sinne wünscht diese Web-Seite Ihnen, dass Sie Gottes liebende Stimme hören, wie Er um Sie wirbt, um Sie für Sich zu gewinnen. Er spricht zu Ihnen ganz
persönlich, aber es liegt an Ihnen, wie Sie auf Sein Rufen reagieren: Jesus Christus spricht: "Siehe, Ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand Meine
Stimme hört und die Tür öffnet, so werde Ich zu ihm hineingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit Mir" ( Offenbarung 3, 20 ).